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What Additives - Wissen was drin ist!

Thomas Weissenbacher
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Unser Essen wird immer komplizierter. Und damit meine ich nicht die Zubereitung, sondern den Aufbau und die Inhaltsstoffe die man heutzutage in den Lebensmitteln finden kann. So manche Inhaltsangabe liest sich wie Frankensteins Chemielabor. Aber Chemie ist nicht immer schlecht – auf welche Inhaltsstoffe man besonders achten muss, lässt sich mit What Additives herausfinden!

3 ★★★☆☆

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
2.3 4.1

Funktionen & Nutzen

Testgeräte:
Samsung Galaxy Tab / Android Version: 2.2 / Root: Ja / Modifikationen (CPU - Taktfrequenz geändert etc.): OCLF Lag-Fix
Motorola Milestone / Android Version: 2.1 / Root: Nein / Modifikationen: Nein
Google Nexus S / Android Version: 2.3.3 / Root: Ja / Modifikationen: Nein
Details zur App: Verwendbar ab: Android 1.6 / Verlangt Berechtigungen: Netzwerkkommunikation, Anrufe

Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Ganz egal ob in der Gesellschaft, Technik, Musik, die Zeiten ändern sich nun mal. Leider bringt das nicht nur Positives mit sich! Natürlich bin ich froh, dass mir Handy, Tablet und Co. zur Verfügung stehen, das Internet unsere größte Informationsquelle ist und das Leben einfach komfortabler wird, aber besonders im Bereich der Lebensmittel gibt es so manche Veränderung, die sehr kritisch zu betrachten ist. Dabei will ich gar nicht über Gentechnik sprechen – das wäre zu weit ausgeholt – sondern über Lebensmittelzusätze. Denn um die geht es auch im heutigen Test!

An Lebensmittel werden seitens der Kunden viele Ansprüche gestellt. Sie sollen gut schmecken, gut aussehen, lange haltbar und möglichst einfach zuzubereiten sein. Seit Jahrzehnten wird immer mehr Chemie eingesetzt, um das zu erreichen. Und viele dieser Zusatzstoffe – ob jetzt chemisch oder „natürlich“ - beeinflussen uns Menschen stärker als wir möchten. Ich bin nicht gegen jede Art von Zusatzstoffen, denn wie so oft gibt es auch hier „Gutes“ und „Böses“, aber das größte Problem ist wohl das Konsumenten heutzutage einfach nicht mehr durchblicken was für Inhaltsstoffe eigentlich in ihrem Essen sind. Und genau da will What Additives helfen.

What Additives listet sämtliche sogenannten „E-Nummern“. Diese kennzeichnen in der europäischen Union sämtliche Lebensmittelzusätze. Jeder Lebensmittelzusatz wird darauf überprüft, ob er

  • technisch notwendig ist (etwa bei der Produktion oder Verlängerung der Haltbarkeit)
  • den Verbraucher nicht täuscht (eine meiner Meinung nach sehr schwammige Definition)
  • gesundheitlich unbedenklich ist.

Aber auch wenn diese Stoffe laut Untersuchungen gesundheitlich unbedenklich sind, stellt sich doch folgende Frage: Man hat diese Stoffe dem Essen beigemengt um seine Eigenschaften zu verändern. Deshalb müssen diese Stoffe nach dem Verzehr auch irgendeine Wirkung auf den Körper haben. Ein Glas Bier ist in der Regel auch gesundheitlich unbedenklich; aber es kommt eben auch auf die Menge an. Zudem stellt sich die Frage, ob Stoffe die für Erwachsene unbedenklich sind auch auf (Klein-) Kinder keinerlei negativen Einfluss haben. Und, wie ich schon erwähnt habe: Es gibt kaum Menschen, die im Dschungel der E-Nummern wirklich den Durchblick haben. Stellen wir What Additives einmal auf die Probe!

 

Im Kühlschrank habe ich ein Vodka-Mixgetränk (mit Zitronengeschmack) eines bekannten Herstellers (der mit dem Wolf-Logo) gefunden. Allein schon die Angabe der Inhaltsstoffe wirft Fragen auf. Warum werden auf Portugiesisch und Italienisch sämtliche Inhaltsstoffe gelistet, auf Deutsch aber gar keine? Merkwürdig. Aber dank der europaweit einheitlichen E-Nummern und What Additives sollte das ja kein allzu großes Problem sein. Neben Wasser, Kohlensäure, Vodka, Zucker und Aromen finden sich auch folgende Gesellen, die What Additives folgendermaßen beschreibt:

  • Säuerungsmittel E330: Zitronensäure. Regulator, It is vegan, Safe for kids. A weak organic acid that occurs in the Metabolism of virtually all living things. No known adverse effects.

What Additives gibt Auskunft über vier Dinge: Welche Art Inhaltsstoff es ist (Regulator, Farbstoff, Konservierungsmittel etc.), ob es vegan ist oder tierische Stoffe enthält, ob man es bedenkenlos Kindern zu essen geben kann und dazu auch eine Beschreibung. In diesem Beispiel haben wir herausgefunden dass der Inhaltsstoff mit dem kryptischen „E330“ nichts Anderes ist als Zitronensäure.

  • Säureregulator E331: Natriumcitrat. Regulator, It is vegan, Safe for kids. Sodium salts of citric acid. Commercially prepared by fermentation of molasses with the mould Aspergillus niger. No known adverse effects.
  • Konservierungsmittel E202: Kaliumsorbat. Preservative, It is vegan, Safe for kids. An antifungal and antibacterial preservative, manufactured by neutralisation of Sorbic Acid (E200) with potassium hydroxide. No known adverse effects.
  • Konservierungsmittel E212: Kaliumbenzoat. Preservative, It is vegan, Attention with kids! The potassium salt of Benzoic Acid (E210). People suffering from asthma, aspirin sensitivity or the skin disease urticaria may have allergic reactions or find their symptoms become worse following consumption of benzoic acid, particularly in combination with Tartrazine (E102).
  • Stabilisator E444: Kalziumalginat. Emulsifier, It is vegan, Safe for kids. Calcium salt of Alginic Acid (E400), a natural polysaccharide, produced by different algae of the family Phaeophyceae. Used as a food thickener and stabilier. No known adverse effects, however large quantities may inhibit the absorption of some nutrients.

Es ist wirklich interessant zu sehen was sich da alles in einem doch recht simplen Getränk versteckt.
Dank What Additives haben wir auch einen potentiell schädlichen Zusatzstoff entdeckt: E212. Man sollte es Kindern nicht geben bzw. Vorsicht walten lassen und bei Personen mit bestimmten Krankheiten (Asthma, Nesselsucht) kann es zu einer Verschlechterung der Symptome kommen, besonders in Kombination mit E102. Es ist praktisch dass auch gleich die Wirkung zusammen mit anderen Zusatzstoffen beschrieben wird!

Fazit: What Additives strotzt insgesamt nicht mit Funktionen. Das, was die meisten Menschen interessieren dürfte (Name, Verwendung, vegan oder nicht, für Kindern geeignet und Wirkung im Körper) deckt die Anwendung aber ab. Zudem hat man drei Möglichkeiten nach Inhaltsstoffen zu suchen: Entweder in der Liste, durch Eingabe der Zahlen oder über eine Wortsuche. Interessant wäre noch bei den Zusatzstoffen ihre hauptsächliche Verwendung zu nennen und, wenn in der Beschreibung ein anderer Stoff genannt wird, diesen „anklickbar“ zu machen sodass man mit einem Klick zu dessen Beschreibung kommt. Trotzdem aber eine informative App die Inhaltsstoffe durchsichtiger macht.

Bildschirm & Bedienung

What Additives ist sehr einfach zu bedienen. Am oberen Bildschirmrand findet man eine srollbare Liste mit allen E-Nummern und am unteren Bildschirmrand kann man über das Nummernfeld oder der „A“ Taste nach Stoffen suchen. Vier große Icons verraten auf den ersten Blick, was es mit dem Stoff auf sich hat. Grün bedeutet „gut“ bzw. vegan. Sind die Icons rot so bedeutet das (beim Blatt) tierische Stoffe, (bei der Frau und dem Kind) Vorsicht bei Kindern und (beim Fragezeichen) negative Auswirkungen auf den Körper. Ein Klick auf das jeweilige Icon offenbart dessen Beschreibung. Die App ist definitiv kein Hingucker, aber übersichtlich und einfach zu bedienen.

What Additives ist englisch und zuweilen stört das doch ein bisschen. Besonders die Namen der Inhaltsstoffe unterscheiden sich oft erheblich von den deutschen Varianten. Hier hilft aber ein gutes (Online-) Wörterbuch (ich empfehle www.dict.cc - dort habe ich bisher alles gefunden). Zudem sind das Wichtigste ja die Eigenschaften und nicht der Name, und hier decken die vier Icons schon einmal das Wesentliche ab, und über die Beschreibung kann man sich auch etwas zusammenreimen, selbst wenn das eigene Englisch nicht ganz ausreichend sein sollte.

Speed & Stabilität

What Additives läuft auf allen drei Testgeräten perfekt und es gab weder Abstürze noch sonstige Probleme irgendeiner Art.

Preis / Leistung

What Additives ist kostenlos im AndroidPIT App Center und im Android Market erhältlich. Bei jedem Start wird jedoch gebeten die Donate-Version zu kaufen.

Screenshots

What Additives - Wissen was drin ist! What Additives - Wissen was drin ist! What Additives - Wissen was drin ist! What Additives - Wissen was drin ist!

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Entwickler

lyubozar

Individual Developer

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Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • n0j0e 17.03.2011 Link

    Is das selbe wie "E numbers" nur nicht so schick und brauch 0 Rechte!

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  • Bernd Hartmann 18.03.2011 Link

    Wäre es nicht komfortabler, das per Barcodescanner zu bewerkstelligen? Dann hätte man u.U. gleich die ganze Liste der Inhaltsstoffe.

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  • T. Hoffmann 18.03.2011 Link

    Im Barcode hast du aber keine Inhaltsstoffe, also brauch man wieder eine Datenbank und die sind nie vollständig. Von daher finde ich so ok.

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  • michael Brauer 18.03.2011 Link

    hmm. deutsch wäre nicht schlecht.

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  • Christoph D. 18.03.2011 Link

    barcoo macht doch genau sowas.
    Auflisten, was in dem Produkt so drinn ist.
    Obwohl ich aus erfahrung sagen kann, dass man die Zutatenlisten IMMER lesen muss, wenn man allergiker ist. Die ändern gerne mal die Inhaltsstoffe.
    Ich habe 2 Allergiker zu hause. Das ist nicht einfach.

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  • Andreas Rahl 18.03.2011 Link

    Hört sich nicht schlecht an und die Idee ist prima. Was aber nützt es mir in englisch. Und nein ich will mir auch kein englisch antun. wo ich doch im deutschen Sprachraum lebe.

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  • Patrick Körner 18.03.2011 Link

    Nette app, ist nicht schlecht.
    Und man sollte sich mal angewöhnen, das einfache schulenglisch anzueignen, denn heutzutage kommt man um englisch nicht herum. Auch wenn man hier im deutschsprachigen Raum ist. Man sieht immer wieder das englisch immer wichtiger wird.

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  • Tobias G. 21.03.2011 Link

    Das ist aber leider kein Schulenglisch mit den ganzen Fachbegriffen...mich stört das auch und darum ist das keine App für mich (und ich habe kein Problem mit "normalem" Englisch oder mich im Beruf auf Englisch zu unterhalten).

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  • Stephan F. 22.03.2011 Link

    Macht was ich erwartet habe, aber die auswertige Sprache stört mich auch.

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  • Sven C. 25.03.2011 Link

    schade nur, dass nicht angegeben wird, dass Zitronensäure meist chemisch aus Schimmelpilzen hergestellt wird. So viel dann zum "natürlichen Aroma".
    ich finde solche Informationen würden die App erheblich verbessern.

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über root schlaumachen