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Ubuntu for phones: Kann bald ausprobiert werden

Verfasst von: Nico Heister — 10.01.2013

Letzte Woche hat Canonical, das Unternehmen hinter dem Linux-Betriebssystem Ubuntu, eine neue Variante für Smartphones vorgestellt, die es in sich hat. Hier findet Ihr neue Infos zur Verfügbarkeit und einen Überblick über “Ubuntu for phones”.

Ubuntu for phones ist ein spannendes und sehr ambitioniertes Projekt: Canonical will damit nicht nur das beliebte Linux-Betriebssystem auf Euer Smartphone bringen, mittels Dock-Modus verwandelt sich das Telefon außerdem in einen vollwertigen Computer: Einfach das Smartphone mit Monitor, Tastatur und Maus verbinden und Ihr habt im Handumdrehen einen vollständigen PC, den Ihr einfach in Eure Hosentasche stecken und überall mit hinnehmen könnt.


Link zum Video (Quelle: Androidcentral.com)

Auf der diesjährigen Elektronikmesse CES können Interessierte bereits einen Blick auf Ubuntu for phones werfen. Selbst ausprobieren ist allerdings noch nicht möglich, da das System laut Canonical noch nicht ausgereift genug ist, um es den Händen technikbegeisteter Besucher zu überlassen. Das soll sich aber schon bald ändern: Ende Februar wird eine Version für das Galaxy Nexus zum Download zur Verfügung stehen, mit der sich das System dann von jedem Galaxy-Nexus-Besitzer testen lässt.

Die dann veröffentlichte Version wird zwar noch nicht alle Funktionen des fertigen Systems enthalten, aber für einen ersten Eindruck sollte es allemal langen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich mein Galaxy Nexus noch nicht verkauft habe und werde das Betriebssystem auf jeden Fall installieren und ausprobieren.

Mehr Platz für Inhalte

Anders als zum Beispiel Android 4.x besitzt Ubuntu for phones keine Onscreen-Buttons. Stattdessen wird die Bedienung und Navigation mithilfe von Gesten realisiert: Mit einem Wisch vom unteren Displayrand nach oben ruft Ihr beispielsweise ein kontextbezogenes Menü auf. Ein Wisch von der rechten Seite nach links lässt Euch zwischen offenen Apps wechseln und ein Streich vom linken Rand nach rechts öffnet ein Schnellzugriffmenü mit den häufig verwendeten Apps. Durch den bewussten Verzicht auf Buttons steht Euch mehr Inhalte für Apps und Webseiten zur Verfügung und auf den bisherigen Fotos und Videos sieht das richtig gut aus.


Ohne die Software-Buttons wirkt das Display des Galaxy Nexus gleich noch viel größer.

Eine Plattform für alles...

Canonicals Ziel lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen. Egal ob Smartphone, Tablet oder PC: Ubuntu soll das Betriebssystem der Wahl werden, wenn es um alltägliche Aufgaben wie E-Mail, Surfen, Videos oder Spiele geht. Programme für Ubuntu können entweder als Web-App in HTML5 geschrieben oder gleich als native App programmiert werden. Dadurch möchte Canonical das beste aus beiden Welten bieten und den Umstieg auf das System vereinfachen, da so ein größeres App-Angebot gleich von Beginn an geliefert werden kann.


Das Galaxy Nexus ist derzeit Canonicals erste Wahl bei der Entwicklung von Ubuntu for phones.

Durch den Cloud-Dienst Ubuntu One bindet Canonical den Benutzer noch stärker an sich und verfolgt damit den gleichen Ansatz wie alle anderen Unternehmen auch: Offene Software verbunden mit eigenen Diensten sollen für eine hohe Akzeptanz und gleichzeitig Kundenbindung sorgen. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich aber erst dann zeigen, wenn erste Geräte veröffentlicht werden, die speziell für Ubuntu for phones entwickelt werden. Canonical arbeitet hierzu mit verschiedenen Hardware-Partnern zusammen, nennt aber noch kein konkretes Datum für die Veröffentlichung. Auf dem Ende Februar stattfindenden MWC in Barcelona, auf dem wir natürlich live für Euch vor Ort sind, werden wir hoffentlich mehr erfahren.

… die sich trotzdem in zwei Klassen teilt

Um Ubuntu auf möglichst vielen Smartphones anbieten zu können, hat sich Canonical für einen zweigleisigen Weg entschieden: Ubuntu for phones wird es für Einsteiger-Smartphones und für sogenannte “Superphones” geben. Allerdings werden nur die Superphones über den Desktop-Modus namens Convergence verfügen, der Euer Smartphone in einen vollwertigen PC verwandelt.

Voraussetzungen für Einsteigermodell:

  • Prozessor: 1 GHz Cortex A 9
  • Arbeitsspeicher: 512 MB bis 1 GB RAM
  • Interner Speicher: 4 bis 8 GB + SD-Karte

Voraussetzungen für das Superhone:

  • Prozessor: Quad-Core A9 oder Intel Atom
  • Arbeitsspeicher: Mindestens 1 GB RAM
  • Interner Speicher: Mindestens 32 GB + SD-Karte

Insgesamt ist Ubuntu for phones in meinen Augen ein sehr interessantes Konzept, das nicht nur frischen Wind in die Smartphone-Welt bringen, sondern auch für das ein oder andere Umdenken sorgen könnte. Eine Gefahr für Android sehe ich derzeit aber noch nicht, eine sinnvolle Alternative hingegen schon.

(Fotos: Canonical) 

Begeisterter Android-User seit Dezember 2009 und dem Motorola Milestone. Außerdem allgemein technikinteressiert und immer auf der Suche nach den neuesten Gadgets, die ihm das Leben entweder leichter oder schwerer machen. Nico ist zudem bekannt dafür, zu viel Kaffee zu trinken und zu wenig zu schlafen. In seiner raren Freizeit genießt er einen guten Film und lange Spaziergänge am Strand. Der letzte Teil war gelogen.

47 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Timon Kuhn 12.02.2013 Link zum Kommentar

    geil

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  • Philipp Junghannß (My1) 12.02.2013 Link zum Kommentar

    wahrscheinlich so wie ne ROM

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  • Timon Kuhn 12.02.2013 Link zum Kommentar

    kann ich ubuntu dann auch auf ein normales android smartphone flashen wie eine custom rom ? oder sogar wie beim pc mit dual boot?

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  • Philipp Junghannß (My1) 13.01.2013 Link zum Kommentar

    ja aber die HErsteller gebe ja die Treiber nicht raus, siehe Samsung...

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  • Fred Man 13.01.2013 Link zum Kommentar

    können die nicht einfach ein os rausbringen, dass alle aktuellsten treiber der smartphone hardware besitzt, sodass wir es wie windows installieren können? Jeder hersteller will immer seinen senf dazu geben -.-

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  • Tarik 13.01.2013 Link zum Kommentar

    Ich glaube, das ist das einzige, was mich jemals von Android wegbekommen könnte.
    Aber nur, wenn Lösungen entstehen, womit sich Androidapps konvertieren lassen.
    Unmachbar ist das nicht, liegt Android doch das .apk-System zu Grunde und beides fungiert mit Linuxkerneln (Ubuntu IST ja de facto sogar Linux).
    In einigen Jahren nur noch ein sau starkes Smartphone zu haben, das ich zuhause rein stecke und das dann zum PC wird, sodass ich quasi alle Daten immer dabei habe, ist unglaublich reizvoll, aber dafür müssten die Smartphones erstmal deutlich an Hardware und Speicherplatz zulegen.
    Aber das Prinzip finde ich schon beim ASUS Padfone sehr geil.

    Achja und Ubuntu habe ich auf dem Desktop auch schon lange benutzt, meine absolute Lielings-Distri.

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  • User-Foto
    Johnny 12.01.2013 Link zum Kommentar

    Einfach genial !! :)

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  • Kevin Jax 11.01.2013 Link zum Kommentar

    kam es mir nur so vor oder war die frau im video maßlos überfordert mit ihrer aufgabe? das gerät wirkte in ihren händen riesig und ahnung vom betriebssystem schien sie nicht wirklich gehabt zu haben was man durchs willkürliche rumswitchen auf den screens gesehen hat.

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  • Fred Man 11.01.2013 Link zum Kommentar

    kann man auf ubunto apps von ios und android benutzen? Wenn ja wäre das BOMBE!

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  • JPsy Droid 11.01.2013 Link zum Kommentar

    Gute Sache, ich hoffe aber das Android "bald" als desktop Ersatz nutzbar sein wird.

    Wenn es genug Apps (bzw. Entwickler) gibt, wäre es vllt ne Alternative.

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  • User-Foto
    Ralf Lange 11.01.2013 Link zum Kommentar

    Ich nutze Ubuntu private schon ne ganze Weile. Ich finde es ne super Idee ein OS für alle Devices heraus zu bringen und vor allem Kostenlos!!!...
    Schade finde ich nur, dass es die "Schnupperversion" von Ubuntu for Phones nur für das Nexus 4 gibt..... Ich würde es sehr gerne auf meinem Note 1 ausprobieren. Und ich muss gestehen, dass Ubuntu die einzige Alternative für mich zu Android wäre!!!

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  • Andreas70 11.01.2013 Link zum Kommentar

    Cool!

    Ich bin kein Fan von Ubuntu, zumal sich Ubuntu in Sachen User-Überwachung derzeit keinen wirklich guten Namen macht. Auch ist die Oberfläche für PC / Notebook sehr umstritten.

    Aber was einmal unter Ubuntu läuft wird auch mit Debian nicht lange auf sich warten lassen :-) Linux ist Linux, ob Android, Ubuntu oder Debian ;-)

    BTW - so neu ist das Konzept nicht!
    Motorola hatte bereits auf seinem Atrix, GB Razr etc. den WebTop. Da nutze ein Ubuntu den Kernel etc. vom Android und zeigte über den HDMI-Ausgang ein vollwertiges Linux. Mit etwas Frickeln wurde aus dem beschränkten Moto-Ubuntu ein echtes Linux unter Ubuntu oder Debian, Backtrack etc.
    Mit der Moto-Übernahme durch Google wurden dieser Strang leider abgeschnitten und wird nicht mehr verfolgt. Das wird sich vermutlich noch rächen...

    Aussichten:
    Mit den flexiblen Display, den fühlbaren Tasten auf einem Screen, einem Linux im Backend und den unglaublichen Fortschritten bei den CPUs wird es in naher Zukunft wohl keine PC's und Notebooks mehr geben. Auch steht das mobile Netz mit 4G/LTE einem festen DSL-Anschluss in nichts mehr nach! Wer hätte das vor 3, 4 oder 5 Jahren vermutet, dass es solche Entwicklungen geben wird.

    Dies alles wird eine große Revolution. 2013 wird zu einem wichtigen Jahr in der Wende der digitalen Medien.

    Wollen wir nur hoffen, dass die "Idioten" in der Politik und Wirtschaft das Internet nicht mit Zensur und Filtern kaputt machen und damit unbrauchbar...
    Der schlimmste Trend ist die absolute und tiefgreifende Überwachung der Menschen. Mit einem digitalen Gerät mit so vielen Sensoren ist das eine sehr große Gefahr, die nicht jeder erkennt oder wahr haben will!

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  • nasujugo 11.01.2013 Link zum Kommentar

    Also ich glaube das ist die Zukunft
    Ein Handy das gleichzeitig ein Computer ist

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  • User-Foto
    Flash Fan 11.01.2013 Link zum Kommentar

    Interessant! Ich spinne den Faden mal weiter: Sollte Ubuntu für Smartphones erfolgreich werden, dann hätte das sicher auch Auswirkungen auf den PC-Bereich. Im Prinzip ist das wie bei Win8 nur anders herum, Ubuntu könnte über den mobilen Sektor endlich auch im Desktop Bereich Fuß fassen.

    Und Android-Apps für Ubuntu anzupassen, dürfte im Übrigen nicht so schwer sein...

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  • Jürgen Ofner 11.01.2013 Link zum Kommentar

    Hmmm ... naja ... wen sich da ein par 2. - 3. Coder dranhängen könnte das eine widergeburt der schon längst eingestaupten abgelegten alten Smartphons werden. Natürlich müsten die die Anvorderungen deutlich senken dazu. Aber da gibts ja ein par dennen das Spass macht genau das rauszukizeln.
    Wenn man den Faden dann weiterspinnt mit Feunden den man das gerade wider reaktivirte Phone kurz ausleit, kann man ja, hat ja noch sein aktueles. Und bekannten die auch das Ding in die Finger bekommen. Kumpels dennen man Stolz zeicht das man sein altes Ding widerbelebt hat und das auch ncoh Sinnvoll. Wenn dan noch die Momentane belibtheit von Ubuntu und Co in der Home PC Sparte aufeinadertrift. Ich weis nicht ... das ganze hatt auf jeden Fall Potential die nächsten 2-3 Jahre ersthaft Mitzumischen.

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  • Steffen G. 11.01.2013 Link zum Kommentar

    Hallo,

    ich möchte die Erwartungen ja nicht dämpfen, aber bei Spiegel Online habe ich habe ich es anders gelesen. Dort wurde Ubuntu als eigenständiges Betriebssystem vorgestellt.

    Zitat: " Bis man das wirklich selber ausprobieren und die ersten Ubuntu-Handys kaufen kann, wird es aber noch einige Zeit dauern. Selber auf einem Android-Handy installieren lässt sich die Software nicht, das können nur Handy-Hersteller. Ein Ubuntu-Sprecher sagte zwar, es gebe einige interessierte Smartphone-Produzenten, er wollte aber keine Angaben darüber machen, welche das sind."

    Quelle: http://spon.de/adQan

    Aber das sehr schöne Live-Wallpaper mit der Uhr gibt es schon im Playstore und kann installiert werden.

    Quelle: http://www.mobiflip.de/ubuntu-live-wallpaper-ueberbrueckt-die-wartezeit/

    Viele Grüße - Steffen

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  • Philipp Junghannß (My1) 11.01.2013 Link zum Kommentar

    shit mein N2 16GB soll auch mit Ubuntu Superphone laufen...

    aber erstmal vernünftige Exynos Sourcecodes

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  • Marcel L. 11.01.2013 Link zum Kommentar

    das is mal n geiles UI!

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  • Ivan Jovanovic 11.01.2013 Link zum Kommentar

    Das mit "mindestens 32gb + sd card" ist irgendwie strange.
    Das OS wird ja wohl kaum 32gb internen Speicher ausreizen. Muss ein Fehler sein....

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  • N. T. 10.01.2013 Link zum Kommentar

    für die Firma gilt das galaxy Note also nicht mal mehr als superphone, sondern nur als Einsteiger ;)

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