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Townsmen

Thomas Weissenbacher
10

Townsmen gehört schon seit längerer Zeit zu den beliebtesten Android Spielen. Aber Aufbaustrategiespiele auf Smartphones und Tablets? Das kann funktionieren, aber auch schiefgehen. Eines ist sicher: Einfach ist es nicht, komplexe Spielmechanismen an Geräte mit Touchscreen anzupassen. Ob es Townsmen gelungen ist?

 

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.2.4 1.4.6

Film zum Test

Funktionen & Nutzen

Testgeräte
Samsung Galaxy Note 2
Android Version: 4.1.2
Root: Ja
Modifikationen: Nein

Details zur App
Verwendbar ab: 2.1
Größe nach Installation: Ca. 38 MB
Ice Cream Sandwich bzw. Jellybean optimiert: Ja

Berechtigungen
Anrufe
Netzwerkkommunikation
Speicher

Fazit zu den Berechtigungen
Die Berechtigungen von Townsmen zeigen keine Auffälligkeiten.

Eines meiner ersten PC-Spiele überhaupt war neben Commander Keen Age of Empires. Fans von Aufbau- und Strategiespielen schätzen die Möglichkeit, eine Stadt, ein Königreich oder gar ein ganzes Imperium nach ihren Wünschen zu gestalten - kurz gesagt: Es macht Spaß, etwas aufzubauen. Hätte man mich noch vor ein paar Jahren gefragt ob es möglich (oder besser gesagt sinnvoll) ist, solche Spiele auf Smartphones zu bringen, hätte ich sicher verneint. Aber Townsmen hat mich endgültig vom Gegenteil überzeugt. Aber wurden hier denn gar keine Abstriche gemacht? Doch, aber an den richtigen Stellen!

Ziel und Sinn in Townsmen ist, eine florierende Stadt aufzubauen, die zufriedene Bürger und ein gut funktionierendes Wirtschaftssystem beherbergt. Wer auf Kämpfe steht, ist hier schonmal falsch: In Townsmen geht es nie ums Kämpfen, sondern rein um den Aufbau und das Management. Das mag für viele langweilig klingen - und wäre es vielleicht sogar - wenn das Spiel nicht mit seinen restlichen Qualitäten überzeugen würde. Nach dem ersten Start empfiehlt es sich, zuerst einmal die Einführungskampagne zu spielen. Diese erklärt übersichtlich und verständlich die Grundlagen des Spiels. Danach kann man entweder Kampagnen oder freie Spiele spielen. Die Kampagnen haben jeweils ein anderes Ziel: Mal muss man eine Wirtschaftskrise überstehen indem man die Wirtschaft wieder ordentlich ankurbelt, mal muss man die Einwohner mit richtigen Maßnahmen über eine Dürre retten. Im Gegensatz zum freien Spiel haben die Kampagnen den Vorteil, dass man hier von Beginn an gegen konkrete Probleme kämpfen muss. Aber auch das freie Spiel macht sehr viel Spaß. Zu verdanken hat man das dem durchaus sehr ausgeklügelten Wirtschaftssystem. Das läuft (mit Abweichungen) grundsätzlich so ab: Man startet mit einer Burg, einigen Häusern, einer Fischer- und einer Holzfällerhütte. Alles andere muss man selbst aufbauen! Neue Häuser bringen mehr Arbeiter, wollen aber mit Nahrung und Wasser versorgt werden. Also mal Fischer- oder Jagdhütten bauen. Oder vielleicht doch einen Bauernhof samt Weizenfeld? Das kann aber im Winter nicht bewirtschaftet werden! Townsmen bietet ein Jahreszeiten-System. Ein Jahr dauert eine Stunde, und die Jahreszeiten haben nicht nur optischen Einfluss auf das Spiel. Aber weiter geht’s! Brunnen sorgen für Wasser, das von den „Townetten“ (das weibliche Pendant zu „Townies“) auf die Häuser verteilt wird. Neben Nahrung und Wasser braucht man aber auch Rohstoffe! Dazu erstmal noch mehr Holzfällerhütten bauen. Das Holz wird dann im Sägewerk weiterverarbeitet. Auch Mineralien sollten abgebaut werden; anschließend kann man sie einschmelzen und entweder verkaufen oder zu Werkzeug und Schmuck verarbeiten. Für all diese Prozesse sind eigene Produktionsstätten verantwortlich, die nicht nur mit bestimmten Ressourcen gebaut werden müssen, sondern auch Townies als Arbeiter benötigen. Also wieder mehr Häuser her! Außerdem sorgen gut angelegte Wege oder Straßen für verkürzte Wege und einen besseren Ressourcenfluss.

Rohstoffe und Waren müssen aber auch verteilt oder eingelagert werden. Dazu kann man in der Burg oder Lagerhäusern Townies zu Trägern machen. Platzen die Lagerhäuser schon aus allen Nähten, dient der Marktplatz dem Handel. Auch bei fehlenden Ressourcen lohnt sich ein Blick. Aber der Händler kommt leider nur ab und an vorbei! Es ist gar nicht mal so einfach, alle Bürger mit Nahrung und Wasser zu versorgen. Gleichzeitig muss man aber auch noch möglichst effektive Produktionsketten bauen und für die Zufriedenheit der Bewohner sorgen. Diese wird vom anpassbaren Steuersatz, der Lebensmittel- und Wasserversorgung sowie der Gestaltung der Stadt beeinflusst. Gibt es Wasser, Nahrung und Stadtverschönerungsmaßnahmen im Überfluss, darf man auch gerne mal die Steuern anheben, ohne dass die Bevölkerung streikt. Und auch im freien Spiel gibt es (leider die immergleichen) Quests, die man abschließen kann: Meist heißt das, bestimmte Ressourcen zu sammeln und abzugeben.

Fazit
Townsmen hat mich wirklich positiv überrascht. Das Spiel ist auch ganz ohne Kämpfe wirklich umfangreich. Es gibt sehr viele Gebäude, ausgeklügelte Produktionsketten und es wird nie wirklich langweilig, da man immer wieder etwas in der Stadt zu verbessern hat. Selbst wenn man dasselbe Gebiet mehrmals spielt, wird man immer wieder etwas finden, das man besser machen kann. Aber nicht nur der Umfang im Aufbaumodus selbst überzeugt: Es gibt viele verschiedene Gebiete, die auch direkten Einfluss auf das Spiel haben. Kurzum: Townsmen ist ein gut gemachtes, umfangreiches und überraschend komplexes Aufbauspiel, dass trotzdem gut zugänglich umgesetzt wurde. Einfach perfekt wäre das Spiel, wenn man es noch um Dinge wie einen Editor oder Online-Funktionen bereichern würde. Zudem sollte man Gebäude noch frei drehen können.

 

Bildschirm & Bedienung

Ähnlich wie Age of Empires 1 und 2 bietet Townsmen eine detaillierte 2D-Grafik, auch wenn sie hier eine Spur mehr in Richtung Comic geht. Das Spiel wurde wirklich mit Liebe zum Detail umgesetzt. Die Jahreszeiten verändern die idyllische Landschaft stark und die Townies und Townetten sind ebenso wie Gebäude sehr detailliert. Zudem sieht die gute 2D-Grafik selbst am hochauflösenden Display des Galaxy Note 2 sehr scharf aus; erst wenn man ganz hineinzoomt wirkt alles ein kleines bisschen unscharf. Aber auch da muss man genau schauen. Die Bedienung wurde auch sehr gut umgesetzt. Am PC ist so eine Art Spiel natürlich immer noch eine ganze Ecke komfortabler zu bedienen, aber bei Townsmen hat man nie das Gefühl, dass man von der Bedienung am Spielfluss gehindert wird. Und damit hat man bei einem Aufbauspiel am Touchscreen schon einmal die größte Hürde mit Bravour gemeistert. Selbst im Detail offenbaren sich praktisch keine Schwächen; einzig das Anlegen eines Weges oder einer Straße ist manchmal etwas fummelig.

 

Speed & Stabilität

Townsmen stürzte im Test nie ab und lief jederzeit flüssig und stabil, selbst wenn die Stadt schon große Ausmaße hatte. Kurz gesagt: Perfekt!

 

Preis / Leistung

Townsmen ist kostenlos im AndroidPIT App Center und im Google Play Store erhältlich. Dafür wird im Spiel Werbung eingeblendet, die aber nicht allzu sehr stört. Für 1.18€ kann man die Werbung entfernen. Alternativ kann man für 2.37€ Townsmen Premium kaufen. Diese Version enthält auch keine Werbung und man bekommt 250 Prestige-Punkte. Diese sind, ihr habt es erraten, eine Art Ingame-Währung. Man kann damit Gebäude sofort errichten oder die Zeit schneller vergehen lassen. Ich habe in den Weiten des Internets einige Tests gefunden, die deshalb eindringlich vor Townsmen warnen: Diese Ingame-Währung sei wieder nur reine Abzocke. Das halte ich für maßlos übertrieben! Man muss absolut keine Prestige-Punkte ausgeben, man hat auch keine Nachteile dadurch. Ja, es gibt Spiele wo man kaum umher kommt, Ingame-Währung zu kaufen. Bei Townsmen ist das absolut nicht der Fall!

 

Screenshots

Townsmen Townsmen Townsmen Townsmen

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

HandyGames

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Maik D. 14.02.2013 Link

    Hab ich auch schonmal probiert aber wenn es dafür schon 4 Sterne gibt dann testet doch mal bitte "Rule the kingdom" oder "the Tribez"

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  • Martina Hübner-Hauf 14.02.2013 Link

    Spiel ist gut durchdacht und bringt Laune.
    Auch ohne Kaempfe hoher Spielwert.
    Viele verschiedene Szenarien garantieren langanhaltenen Spielspass.
    Die Spielfiguren sind putzig anzusehen.
    Nur leider =verlaeuft= sich ab und an ein Townie und findet nicht zurueck...
    Habe dieses Spiel schon einige Zeit und spiele es immer noch gerne.
    Ach so, es ist nicht notwendig unser hart verdientes Echtes Geld dafuer im Spiel auszugeben.
    Nur einmalig beim Kauf.
    Viel Spass wuenscht Martina

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  • Thomas Weissenbacher 14.02.2013 Link

    @Maik D.: Danke für die Tipps, schau ich mir beide auf jeden Fall mal näher an!

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  • Thomas 15.02.2013 Link

    Kann man sich die Kostenlos Version holen und in der Premium Version seinen Spirlstand fortführen?

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  • Thomas Weissenbacher 15.02.2013 Link

    T.G.: Ich denke nicht. Ich nehme an, du willst das Spiel zuerst mal testen, oder? Das kannst du mit der Gratis-Variante, und dann einfach die Werbung per In-App Kauf entfernen. Der einzige Unterschied zur Premium-Variante ist dann nur noch eine Hand voll Prestige-Punkte - die kannst du aber auch per In-App Kauf holen. Also ist es nicht wirklich notwendig, sich die Premium-Version zu holen.

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  • Reinhard Kratz 15.02.2013 Link

    bitte keine Benachrichtigungen mehr an mich senden.

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  • Thor Ben 15.02.2013 Link

    @Reinhard Kratz

    Im Menü der App ist es möglich die Benachrichtigungen auszuschalten.

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  • Nachbar1990 16.02.2013 Link

    So has mir auch gekauft und ich muss sagen es ist viel besser als der erste teil den es auf Android gab. Diese coins muss mann sich nicht kaufen, man bekommt sie während dem Spiel. Bin nach der ersten Runde schon auf 1300 Kronen gekommen :D leider ist der akkuverbrauch so enorm dass sich das Handy sogar während dem laden entlädt

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  • Gaby S. 28.02.2013 Link

    Hab es mir gestern runter geladen und getestet.
    Nette Grafik und süsse Figuren. Läuft prima auf dem Note 10.1
    Sehr gut finde ich auch, dass ein Countdown bei Vollbild Werbeeinblendungen vorwarnt.

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  • Gaby S. 28.02.2013 Link

    @Robokopp
    Wie hast du das gemacht? Oder meinst du die Taler?

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Author
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AOKP oder Paranoid Android???