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Content-Mafia - Die Pest des freien Internets

Fabien Roehlinger
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Sicherlich, ein deftiger Titel. Das Thema ist allerdings gerade so sehr in aller Munde und teilt die Meinungen und Gemüter vieler Menschen rund um den Globus und gipfelte offenbar in der Schließung des "Datenspeicher und -verteiler" Megaupload. Menschen fürchten momentan - sicherlich oft zurecht - um ihre Freiheit im Internet. Die Folge ist aber ein unreflektiertes und teils reaktionäres Verhalten hüben wie drüben.

Die Meinungsfreiheit im Internet gilt es zu beschützen. Das Netz lebt davon, dass es von Menschen überall auf der Welt mit unterschiedlichen Sichtweisen, mit großer Variation und verschiedenem Wissen angereichert wird. Das Internet ist ein Stück gelebte Demokratie. Hier gilt die Meinungsfreiheit, selbst wenn man nicht immer mit den Ideen, Meinungen und selbst den Ideologien Anderer konform geht. Schließlich ist man immer nur ein Mausklick von der nächsten Meinung entfernt, und nicht wie beim Stammtisch droschen und kruden Weisheiten, die mehr oder weniger einem Mund entstammen, ausgesetzt.

SOPA und PIPA - Das Ende des Internets wie wir es kennen?

Bald könnte es nicht mehr möglich sein, die eigene, freie Meinung im Internet zu äußern. Der Meinung sind zumindest sehr viele Menschen und gar Unternehmen. Seit einiger Zeit geistern die Namen von SOPA und PIPA durch die virtuellen Netze der Welt und verbreiten bei all denen, die das Netz so lieben, wie es heute ist, Angst und Schrecken. Es droht nämlich Ungemach. Der Angriff auf die freie Welt wird ausgerechnet in einem Land diskutiert, das eigentlich immer für Freiheit und den totalen liberalen Gedanken gestanden hat. In den USA sollen demnächst zwei Gesetzentwürfe - SOPA und PIPA - diskutiert werden, die eigentlich der Musik- und Film-Piraterie einen Riegel vorschieben sollen. Die Damen und Herren, die das Gesetz allerdings ausgearbeitet haben, haben es wohl ein wenig zu gut mit den Inhabern der digitalen Rechte gemeint. Würde das Gesetz, so wie es derzeit geplant ist, in Kraft treten, könnten Unternehmen Betreibern von Webseiten sofort den Riegel vorschieben und diese - zumindest in den USA - vom Netz nehmen.

Das erregt nicht nur die Gemüter des kleinen Mannes, sondern bringt auch Internetgiganten, wie Google, Wikipedia und Co. in Wallung. Die freie Enzyklopädie im Netz war derart erbost, dass sie aus Protest - so wie viele andere Webseiten auch - ihre Seite vom Netz nahm.

Die Content-Mafia - Robin Hood oder Verräter des Internets?

Wie es sich anfühlen könnte, wenn die PIPA-SOPA-OPA-ODERWIEAUCHIMMER-Gesetze gnadenlos zuschlagen und ganze Webseiten per Gerichtsurteil abschalten werden, konnte man in der vergangenen Woche miterleben. Die US-Bundespolizei FBI lies den „Webservice“ Megaupload sperren und konfiszierte neben einigen Luxuskarossen und einer -villa des Firmeninhabers, auch gleich noch einen Haufen Domains, die zur Webseite gehörten.

Hinter Megaupload steckt ein exzentrischer, in Neuseeland lebender Deutscher namens Kim Schmitz aka Kimble aka Kim Dotcom aka Kim Jim Tim Vestor. Humor hat er ja!
Der ihm zu Last gelegte Vorwurf hat es allerdings in sich: Über die Seite Megaupload soll der Unterhaltungsbranche ein Schaden von rund 500 Millionen Dollar entstanden sein. Damit ist wahrscheinlich auch die Frage beantwortet, was demnächst mit den vielen Autos passieren wird, sollte Kim Schmitz tatsächlich in den USA verurteilt werden. Kim bräuchte die Autos auch erstmal nicht mehr. Im drohen bis zu 20 Jahre Haft. Ein entsprechendes Auslieferungsverfahren läuft bereits.

Dabei hatte sich der findige Kim Jim Tim sich doch alles so schön ausgemalt und zurechtgerückt. Er bietet einfach nur ein paar Server an, auf die man kostenlos irgendwelche Dateien hochladen kann. Was die Leute dann dort hochladen kann er ja schließlich schlecht alles überwachen, geschweige denn beeinflussen. Die Wahrheit ist aber, dass Nutzer für das Hochladen von „Premium-Content“, wie Filme, etc, eine Art finanzielle Entlohnung bekamen. Lud man hingegen „langweiligen“ Content, wie private Dateien hoch, und wurden diese über einen gewissen Zeitraum nicht heruntergeladen, wurden diese Dateien kurzerhand gelöscht. Schmitz setzte mit Megaupload angeblich rund 150 Millionen Euro um, finanziert über Werbung und „Premium-Dienste“. Menschen, die dort nämlich „Premium-Content“ ansahen, erhielten nach einiger Zeit den freundlichen Hinweis, dass man nun einige Stunden warten müsse, bevor man den Film weitersehen könne. Wahlweise könne man aber auch einfach bezahlen. Viele der angeblich rund 50 Millionen Besucher pro Monat entschieden sich wohl für das Bezahlen.

Es ist interessant, dass nun Kim Schmitz von nicht wenigen Schützern des freien Netzes Unterstützung bekommen. Genau darüber hat auch Johnny Häusler auf Spreeblick einen wunderbaren Artikel geschrieben. Hier verweist er auch auf eine Pressemitteilung der Piratenpartei, in der die Kim-Jim-Tim-Bande als "Lagerhallenbetreiber" verniedlicht werden, die sich an Recht und Ordnung halten würden. Dass bei Kim Schmitz auch ein Auto mit dem Nummernschild "Mafia" konfisziert wurde, ist sicherliche eine bemerkenswerte Randnotiz. 

Es müssen natürlich die Gerichte entscheiden, ob und in welchem Maße die Megaupload-Crew illegal gehandelt hat. Man muss aber auch die Frage stellen dürfen, wie ein Gericht über einen Lagerhallenbetreiber urteilen würde, der wissentlich Hehlerware bei sich versteckt lagert. Und wie würden wohl diejenigen reagieren, denen die Ware gehört, die wissen, dass sie dort gelagert ist und ihnen der Lagerhallenbetreiber auch noch jahrelang eine lange Nase macht?

Man musste kein Prophet sein, diesen Tag kommen zu sehen. Und es ist klar, dass es zu weiteren harten Maßnahmen gegen Piraten kommen wird.

Unterhaltungsbranche, Du hast eine Mitschuld, aber...! 

Natürlich setzt die Unterhaltungsindustrie alles daran, den immensen Schaden, der durch illegale Raubkopien und ihre Verbreitung entsteht, einzudämmen. Das ist irgendwo auch verständlich.

Aber Jungs, mal ehrlich, schon mal daran gedacht Eure Geschäftsmodelle zu überdenken? Auch wenn Ihr es nicht wahrhaben wollt, aber das Internet wird auch für Dinge, die nicht nur damit zu tun haben Eure Filme und Eure Musik bekannt zu machen, um sie dann wiederum für teures Geld im Geschäft physikalisch einzukaufen. Ich weiss, ich weiss - es muss ein Schock sein, dass Ihr das jetzt ausgerechnet so erfahrt, dass sich die Welt in den letzten zehn Jahren drastisch verändert hat. Aber glaubt mir: Die Uhr zurückzudrehen und die alte Weltordnung per Gesetz und harter und teurer Politik-Lobby-Arbeit wiederherzustellen ist auch keine so geile Idee! Selbst wenn es einigen geistig gleichaltrigen Politikern wirklich gelingen sollte, eine Mehrheit für PIPA und SOPA, oder ähnlich gelagerte Gesetze durch welche Mittel auch immer, zu finden - Euch würde doch gar niemand mehr mögen! Es wäre wegen Euch, dass zigtausende von Jobs in der IT-Branche verloren gingen. Und Ihr wäret auch dafür verantwortlich, dass der immer schneller voranschreitende Fortschritt der Menschheit durch den Wegfall des freien Internets gebremst würde. 

Okay, ein wenig Polemik ist dem vorangegangenen Absatz natürlich beigemischt. Aber im Kern wäre das so: Noch härtere Gesetze, als die bisher gültigen, bärgen viele Gefahren. Zumal man auch am Beispiel Megauploads sieht, dass die derzeitige Gesetzeslage bei Verletzungen von Urheberrechten auch viele Möglichkeiten bei der Strafverfolgung - auch über die Landesgrenzen hinweg - offen lässt. 

Hier werden mir wohl noch viele LeserInnen zustimmen. Aber ich behaupte auch, dass 

Leute, die illegal und ohne Skrupel downloaden eine Mitschuld tragen.

Leider, so hat man den Eindruck, sei das Herunterladen von eigentlich kostenpflichtigen Inhalten die normalste Sache der Welt. Und eigentlich seien alle doof, die für einen solchen Content überhaupt Geld auf den Tisch legen würden. Schließlich würde man doch überall alles kostenlos finden, solange man nur lange genung danach sucht. Aktive Mitglieder in unserem Forum werden wissen wovon ich hier spreche.

Als Legitimation für das Handeln wird gerne vorgeschoben, dass man ja eigentlich gerne dafür zahlen würde, aber eben nicht so viel. Oder dass die Unternehmen doch eh schon so reich sind. Oder, oder, oder... Man vergisst nur zu gerne, dass die großen Medienunternehmen nur die Spitze des Eisberges sind. Es sind die wirklich kleinen Labels, Studios oder App-Entwickler die richtig hart von einem solchen Verhalten getroffen werden.

Ich möchte mich nicht als Moralapostel aufspielen. Es sollte aber dringend ein Umdenkprozess stattfinden - vor allem von den Anbietern, aber auch von uns Nutzern. 

Ich möchte Euch ein Beispiel geben:

Stellt Euch vor, ich habe ein Buch geschrieben. Es dauert bestimmt 8-12 Monate mit einer täglichen Arbeit von 8-10 Stunden um einen ordentlichen Roman abzuliefern. Ich glaube, ich würde morden, wenn ich dann sehen würde, dass mein Buch - von dem ich als Autor leben muss - kostenlos zum Download angeboten würde. Auf der anderen Seite kann ich auch nicht nachvollziehen, dass eBooks oft den selben Preis wie die gedruckten Versionen kosten sollen. Mit einem geringeren Preis ließe sich da sicherlich einiges machen. Ein Preis von 2 oder 3 Euro bringt auf der anderen Seite auch keinen um, will er mein Werk lesen. Dass allerdings auch dieser Betrag vielen Leuten zu hoch ist, sieht man sehr gut beim Thema Android Apps. Da hört man nicht selten "das gibt es doch auch kostenlos" - selbst dann, wenn eine Software unter einem Euro kostet.

Das Thema ist schwierig, die Antwort, selbst wenn sie sich hier in meinem Artikel so eindeutig liest, nicht so einfach zu geben. Rechteinhaber spielen sich gerne als neuer Hegemon auf - gerade bei den großen Patentstreitigkeiten. Unternehmen wie Megauploads und die vielen illegalen Downloads sind aber Wasser auf den Mühlen der großen Unternehmen, die das Internet nur achzugerne nach ihren Interesssen gestalten würden.

Wie Johnny Häusler richtig feststellt: Es gibt (wahrscheinlich bald) zwei Arten von Content-Mafia: Die Rechteinhaber und diejenigen, die diese Rechte missbrauchen. Wir - die Kunden und Nutzer - haben eine Wahl. 


Lasst uns schlauer sein!

Kommentare

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  • Alexander Fromm 27.01.2012 Link

    Ob nun Kaufen oder Umsonst. Ich denke wenn ich Content kaufen möchte, dann kaufe ich diesen auch und wenn nicht dann interessiert er mich auch nicht. Das Problem sind die Jäger und Sammler die meinen sie müssten ihre Platten mit allem Möglichem vollmüllen und aus dem INET von Plattformen wie Megaupload saugen und verteilen. In den meisten Fällen dann auch noch Copyright geschützte Werke. Seien wir doch mal ehrlich, das Zeugs kostet Geld in der Produktion. Die Band/Sanger und Manager wollen bezahlt werden. Die Werbung muss bezahlt werden. Die Produktion muss bezahlt werden und LBNL will auch noch die Plattenfirma/Label Kohle abhaben. Es ist genau wie ein Unternehmen in dem Ihr arbeitet. Dort entstehen Kosten die gedeckelt werden müssen, damit Ihr euere Kohle am Monatsende auf dem Konto habt. Werden die nicht gedeckelt, keine Kohle, kein Android/Handy/Pad oder IPhone/IPad oder IPod. Keine Content! Das überlegt euch mal!

    Ich persönlich zahle dann lieber und Betrag X kann aber sagen das ich auf Firmen wie Megaupload und Co. verzichten kann.

    Worauf ich nicht verzichten kann ist die Freiheit des Internets, wo man sagen kann was man will. Auch über Plattenlabels/die MI. Oder andere Firmen. ;)
    Gegen ACTA sind die hier genannten Gesetzesvorlagen noch Spiel und Spass. Wer es nicht glauben will schaue mal hier:

    http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet/?vl

    Wer es verhindern will mache einfach mit.

    Greetz
    Alex

    0
  • redheat21 26.01.2012 Link

    Ich gebe es zu ich lade auch runter. Ich würde ja gerne mir meine Fernsehserien kaufen aber:

    Viele alte Serien gibts nicht , weil kein Markt in Deutschland dafür da ist.

    Viele Serien noch nicht im TV ausgestrahlt wurden.

    Viele Serie extrem teuer sind und das für ältere Titel und dann wie bei J.A.G auch noch in zwei Hälften geteilt werden.

    Bei Filmen bin ich zu folgender Regel übergegangen:

    Filme genauer auswählen. Nicht jeder Quatsch muss man sich ansehen.

    Kino kommt nicht mehr in Frage wegen der Preise .12 Euro nicht mit mir.

    Filme übers Internet oder xvid? Nein danke. Da bin ich alter Schule.

    Film in der Videothek für 2 Euro ausleihen, wenn der Film gefällt wird er später zum Preis von maximal 5 Euro gekauft.

    Nur da tuen Fox und Warner einem auch wieder Steine in den Weg legen da sie das Verleihfenster zugunsten der Filmkäufer nach hinter gelegt haben.

    Aber ich kann warten. Igentwann kommt der Film schon in meiner Videothek an.

    Zu Apps kann ich sagen. Ich nutze nur kostenlose Apps. Damit laufe ich ganz gut.

    Ich würde es gut finden wenn man App´s auch über seine Prepaid-Telefonkarte bezahlen könnte.

    Musik kaufe ich mir wenn das Album nicht mehr als 8 - 10 Euro kostet. Gefällt es mir nicht wird es wieder verkauft.

    0
  • Micha B. 26.01.2012 Link

    Ich verstehe immer noch nicht wie dieser Schaden berechnet wird. Ich glaube nicht das man alles was man runterlädt sonst auch gekauft hätte. Ich denke eher das es nicht so ist. Für das was man haben will gibt man Geld aus. Der Rest ist, och umsonst? kann man sich mal angucken.

    0
  • Loc 25.01.2012 Link

    Louis C.K. hat vorgemacht wies geht, seine neue Stand-up Show gibts als direkten HD Download ohne DRM um 5 Dollar, hat ihm eine Menge Geld eingebracht!

    0
  • Phantommaske 25.01.2012 Link

    Megaupload war ein winziger Fisch, wer sich in der
    Szene auskennt weiß das.
    Das schlimme ist die Sache mit Filesonic.

    0
  • Sascha S. 25.01.2012 Link

    Da hier ja mehrfach DVDs und Co erwähnt wurden, wollte ich dazu noch mal kurz schreiben, was mich gerade an gekauften Filmen heutzutage absolut nervt...

    Ich liebe ja Blu-Rays und vor allem Animationsfilme.
    Aber immer wenn ich so eine Disk in mein Gerät lege, bekomme ich erst mal ne ganze menge Trailer zu sehen, dann kommt der FBI-Hinweis und der Copyright-Hinweis und und und... ach was weiß ich noch alles für Hinweise.
    Gerade bei Disks von Universal ist das absolut ätzend.
    Bis man also im Disk-Menü landet, kann schon mal gut und gerne eine viertel Stunde vergangen sein.

    Und jetzt werf ich mal einen Blick in die Raubkopie...
    Disk einlegen und der Film startet... Keine Hinweise, keine Trailer, kein lästiger sonstiger Mist.

    Ich meine was will der Filmfan eigentlich?
    Richtig... den Film gucken...
    Und zwar ohne großes Brimborium.

    Und da interessiert es mich absolut nicht, ob sich die Industrie dafür, dass ich den Film gekauft habe bedankt.
    Ich will qualitativ anständige Ware. Dafür gebe ich denen ja mein Geld.

    Es wird endlich mal Zeit, dass die da "oben" begreifen und auf die wünsche der Kunden eingehen, statt uns ständig neue Kopierschutzmechanismen vor die Füße zu werfen, etc.

    0
  • Susie 25.01.2012 Link

    übrigens dieser Blog wurde "nur" 494x gelesen?

    das sind doch alleine schon MEINE Aufrufe :-)

    und übers sgs 3 der Blog schon 3900 ebbes mal? da haben wir es wieder! die "haben will" Mentalität.

    ich finds geil, dass man sich mit einigen von euch auch über kritische Themen so austauschen kann und nicht nur wieviele mpixel kommen werden oder wie stark der Akku sein wird. Lob!

    0
  • Susie 25.01.2012 Link

    ähm das kann man nun auch nicht sagen und bei Terminator 4 war arnie gar nicht dabei, oder? ^^

    bei einem Film hast du immer die Gefahr dass er Dir nicht gefällt da gab es noch nie Geld zurück... ;-) oder hab ich da was verpasst *lach*

    schöne Anekdote auch aus dem verleihgeschäft: der Typ aus unserer Videothek erzählte mir im Herbst 2011 auf meine Nachfrage, wo denn "Black Swan" mit natalie portman bliebe... dass der wohl gar nicht von den Video Profis und anderen Videotheken angeboten werden wird.

    20th century Fox war nämlich der Meinung, den Film zu sehr überhöhten Preisen den Videotheken aufs Auge drücken zu wollen UND in einer hohen Stückzahl.

    die Videotheken KAUFEN nämlich die Kopien. da es verleihkopien sind, schlagen die mit einer wesentlich höheren Gebühr zu Buche wie eine kaufkopie für den Handel.

    daraufhin machten die Video Profis das einzig richtige. sie boykottierten den verleih sämtlicher Fox Filme bis auf weiteres!

    erst jetzt steht zb narnia- die Reise auf der morgenröte im Regal und Black Swan immer noch nicht.

    so gesehen entlaste ich meine Videothek auch finanziell wenn ich dort meine Kopien gebraucht kaufe, fällt mir gerade auf :-)

    ob der Boykott was gebracht hat kann ich nicht sagen, aber es war mal wieder ein hübsches Beispiel wie manche firmen ihr Vormachtstellung ausreizen wollen.

    der Typ sagte noch, die versuchen das ding alle paar Monate mit den Videotheken zu machen. und mit dem Betrieb einer -auch gut sortierten- Videothek wird man heutzutage auch nicht mehr glücklich. das weiss ich auch aus anderer Hand.

    deswegen find ich es gut, hohe Eintrittspreise zu umschiffen, vielleicht statt megaplex kleine Kinos zu unterstützen, und auf gar keinen Fall x Men erste Entscheidung für 17,99 Euro zu kaufen *heul* (das habe ich mir auferlegt)...

    0
  • adem vovo 25.01.2012 Link

    Meine letzten kino Film war Terminator 4.
    Habe 30 Minuten geschaut und dann weg gegangen
    Der Film war sooooo schlecht
    Meine antritts geld habe ich nicht zurück bekommen
    Aber Schwarzenegger bekam 20 Million

    Ich habe keine Lust Katze in sack zu kaufen

    Ich bin Küchenchef und wenn Kunde nicht mit essen zufrieden ist und 30% hat nur von Essen gegessen
    NATÜRLICH MUSS ER KEINE ESSEN BEZAHLEN
    Der soll was anderes nehmen oder nicht bezahlen das erste essen
    Nur so ist fairplay und Kunden Zufriedenheit. Vor programmiert
    Mfg vovo

    0
  • JayDee 25.01.2012 Link

    @Christian, mal schauen ob ich Fabiens Buch als download finde. :-D

    Scherz bei Seite.

    Mich freut wirklich das sich viele User hier Gedanken über alternative Vertriebswege und Geschäftsmodelle machen. Desto mehr verwundert es mich das die Leute, die dafür bei den Firmen angestellt sind, dass nicht auf die Reihe bekommen. Eigentlich ein Armutszeugnis, wobei hier meist die Manager die Schuldigen sind.

    Kleine Aufgabe für Euch:
    Annahme (Personen, Unternehmen und Situation sind frei erfunden. :-P )

    4 Jahre zuvor: Ein top moderner weltweiter Konzern in der Hightech Industrie. Weltweit führend.
    3 Jahre zuvor: Neue Geschäftsführer mit ca. 54 Jahren wird eingestellt welcher das Resort Entwicklung über hat und denkt das er Visionär ist.
    2 Jahre zuvor: Es wird umstrukturiert wobei viele Innovationsträger das Unternehmen verlassen oder auf andere Positionen gesetzt werden.

    Nun, was denkt ihr was nach "Heute: " stehen würde?

    Genau so sehe ich es bei der Film und Musik Industrie. Es gibt sicher genug Leute dort die Ideen haben, nur wird auf die nicht gehört, da sie in der Hierachie zu niedrig sind. Da hört man doch lieber auf die Geschäftsführer welche meist veraltete Denkweisen haben oder auf Anwälte welche meist auch noch hoch dotiert in den Vorständen sitzen und Gesetze und Rechte im Kopf haben, aber die Innovationen auch nur dort sehen, anstatt diese in Kreativität und in neue Modelle umzuwandeln.

    Zu meinem Beispiel oben, ist es natürlich so, dass auch ein einzelner Konzern, auch wenn er als solcher groß und mächtig ist, an dieser Denkweise zu Grunde gehen kann, bei einem ganzen Industriezweig wird das vermutlich nicht geschehen, außer Musiker Filme Macher gehen zu kleineren (Indy) Labels. Doch wenn das geschieht werden die auch immer größer und man hat das selbe Thema wieder, nur in einer anderen Farbe.

    Puh viel Geschwafel und darum eine Kurzfassung:
    Die Musik/Film/EBook Industrie muss Innovationen schaffen, um die Leute zu motivieren die Produkte zu kaufen. Sei es in den eigentlichen Produkten oder den Vertriebswegen. Natürlich wäre beides am schönsten und beide Seiten, Anbieter und Konsument, hätten eine win:win Situation. Anderenfalls wird sich das hochgelobte digitale Zeitalter bald in ein dunkles digitales Mittelalter verwandeln.

    0
  • Chris S. 25.01.2012 Link

    @Fabien: Sehr genialer Blog, machte Spaß ihn zu lesen und war dazu für mich noch sehr informativ.

    @Susie: Nein, du schreibst dich nicht um Kopf und Kragen, sondern mir aus der Seele :)

    Mir gehts persönlich so das ich zu gerne mehr Musik und Filme kaufen würde, wenn es sie denn in vernünftiger Qualität oder Preis geben würde. Wenn es sie denn überhaupt gibt. Stichwort Serien, wie gerne hätte ich die komplette Scrubs Staffeln, oder andere. Die sind mir schlichtweg viel zu teuer dafür das sie nur eins zu eins auf eine DVD geklatscht wurden, ohne 5.1 Sound und oder gar besserer Bildqualität. Dazu noch die Gängelung des ehrlichen Käufers durch die Verbote etc vor JEDER EINZELNEN Folge ! Oder die aktuelle Scheibe meiner Lieblingsband die nur in den USA veröffentlicht wurde und weder in DE verfügbar ist, noch in irgendeiner Form gekauft werden kann (nicht als mp3 Download und auch nicht als CD Export, warum auch immer). Da wundert es mich nicht das viele dann sagen "Okay, wenn ihr es so provoziert, dann halt illegal" und sich das ganze Zeug irgendwo von zwielichtigen Seiten saugen. Das Problem liegt in meinen Augen nach wie vor am schlechten Angebot bzw. der miesen Qualität selbiger.

    Btw hatte ich Lovefilm ausprobiert und nach einer Woche wieder gekündigt. On Demand Angebot einfach zu schlecht, von der Qualität ganz zu schweigen.

    Ich für meinen Teil verzichte ganz einfach komplett darauf, irgendwann wird Preis und Qualität schon stimmen, und wenn nicht, auch nicht tragisch, konnte ich doch bisher auch ohne überleben. ;)

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  • User-Foto
    Exit Mode 25.01.2012 Link

    aber bei den meisten gibt ea jetzt mittlerweile eine dvd und einen digitalen download.

    damit beugen die dem illegalen raubkopieren vor.

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  • NeoXolver 25.01.2012 Link

    Ich kaufe Blu-Rays, aus faulheit und wegen der guten Qualität. Zum Teil sogar mal spontan, was mich nur nervt sind die extremen Preisschwankungen, so kann man für dieselbe Blu-Ray in Saturn 7€ bezahlen woanders gern mal 15. Dauernd Preise vergleichen, das nervt finde ich.

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  • User-Foto
    Exit Mode 24.01.2012 Link

    ... ich ergänze den Konzert Beitrag:

    - 49.000 besitzen ein oder mehrere Alben der band / des Künstlers

    - 10.000 kaufen nach dem Konzert stuff wie kaputzen shirts oder tshirts oder Poster usw.

    ganz ehrlich.... ihr vergisst was wichtiges:

    viele labels und film konzerne packen auf blu rays eine dvd und oder eine digitale kopie des films als download für tablet / smartphones / computer bei!!!

    ich freue mich wenn der Produzent der dvd/bluray eine digitale kopie beilegt, damit ich nix illegales mache und eine raubkopie erstelle.

    sie handeln und tun was!!!!

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  • Mat S. 24.01.2012 Link

    @Fabien: Das kann gut sein. Das will ich nicht bestreiten aber aus meiner Sicht kommen hier die alternativen Modelle zum tragen. Ich sag nur "Pay what you like"... Sehr erfolgreiches Model. Wers kostenlos haben will zahlt nichts. Wer die Band unterstützen will zahlt 20€. Gleicht sich dann im großen und ganzen im Grunde alles von selbst aus. Das sind vorallem auch Modelle die, wie ich oben schon geschrieben habe komplett ohne die Industrie auskommen. So wie auch die Konzerte: Ich wundere mich jedenfalls nicht mehr bei Preisen zwischen 50€ und 80€ für eine Konzertkarte. Stell dir mal 50.000 Menschen z.B. in einem Stadion vor, die alle z.B. 60€ für eine Karte bezahlt haben. Das sind 3.000.000€ AN EINEM ABEND!! Sowas bringt ja viel mehr als die 12€ für ein Album, an dem die Künstler selbst auch vielleicht nur 5€ verdienen, wenns hoch kommt. Der Rest geht ja an den Konzern.
    Gut die 3.000.000 wandern ja auch nicht komplett in die Kasse der Band. Die Crew, das Catering und das ganze Equipment wollen ja auch bezahlt werden. Dennoch bleibt mehr hängen als von den CD-Verkäufen. Und alles schön an der Industrie vorbei.

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  • Pure★Aqua ツ 24.01.2012 Link

    @ Matthias Schlich
    Da ist was wahres dran !
    Ich nutze Musik auch überall & wenn ich mir vorstell Geld für sowas auszugeben & nicht überall hören kann ,wird mir schlecht.
    Tja und zu den wahnsinnigen 30 Sekunden Horprobe : Wie zur Hölle soll ich ein Track bewerten nach solch kurzer Zeit ??? Meistens bringen sie dann auch solch doofe Stellen das mir sofort speiübel wird & ich den Knopf zum anhalten nicht find.

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  • Fabien Roehlinger 24.01.2012 Link

    @Matthias Schlich: Guter Punkt! Allerdings werden guten Alben nicht automatisch gekauft. Das sehe ich anders. Von Fans sicherlich. Nicht aber von der Masse. Bei den anderen Punkten gebe ich Dir Recht.

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  • Mat S. 24.01.2012 Link

    In deinem Blog fehlt etwas:
    Wenn man sich einmal anschaut welche Qualität z.B. Musik heute und vor sagen wir 10 Jahren hatte, dann ist es für mich so gar nicht verwunderlich wieso der Industrie die Umsätze weg brechen. Die Qualität hat rapide abgenommen. Seh dir doch mal DSDS an. Die hauen jedes Jahr einen sog. "Superstar" raus, der max. 1 Album rausbringt (an dem er noch nicht mal selbst mitgeschrieben hat) und anschließend wieder in der Versenkung verschwindet. Mal im Ernst: Wer gibt denn für so einen sch... Geld aus? Und weißt du was? Die Musiker die sich etabliert haben und gute Musik machen, die brauchen die "Industrie" nicht.
    Die verdienen das meiste Geld gar nicht über den Verkauf ihrer Songs sondern durch Konzerte und Fanartikel. Und wenn man gut ist braucht man, dank des freien Internets, gar keine Industrie. Gute Sänger verbeiten sich viral über YouTube und Facebook. Ich wette jeder von uns hat mal ein Video geliket oder verschickt von einem Sänger oder einer Band, die er gut findet.

    das einzige was durch die Content-Mafia, wie du sie nennst, zerstört wird, sind die Konzerne die solchen Mist wie DSDS verbrochen haben. Und da habe ich gar kein Mitleid. Den Künstlern schadet das überhaupt nicht oder nur wenig. Die haben inzwischen alternative Einnahmequellen gefunden, für die sie die Musik-Konzerne nicht brauchen.


    Bei den Filmen sieht es ähnlich aus... auch hier gibt es zu Hauf alternative Geschäftsmodelle. Und auch hier will ich euch ein Beispiel geben: Werbung bzw Produktplatzierungen... Was meint ihr wieso James Bond einen BMW fährt? Oder Tom Cruise in M:I 4 ein iPad nutzt. Diese "Schleichwerbung" ist und war schon immer eine der Hauptgeldquellen.
    Selbst wenn man davon absieht brechen gute und innovative Filme wie Avatar alle Rekorde. Selbst in Zeiten von Rapdishare und Megaupload. Schleche Filme fallen durchs Raster... Das war schon immer so und wird auch immer so sein.

    Ein weiterer Punkt der mich an dieser Diskussion zornig macht ist die Tatsache, dass die Content-Industrie davon ausgeht, dass jeder der ein Album oder einen Film runterläd, dieses/diesen auch gekauft hätte. Und das ist der Fehler.
    Dank der Gema konnte man die ganze Zeit z.B. auf Amazon nur max. ich glaub 30 sek eines Musikstücks verhören. Aber durch solch einen Ausschnitt bekommt man nicht wirklich ein Gefühl für einen Song oder ein Album. Also läd man sich das Album z.B. bei Rapidshare um es einfach mal komplett "vorzuhören". Findet man es Mist, löscht man es wieder. In diesem Fall hätte man das Album also gar nicht gekauft, oder man hätte es nach dem "vorhören" wieder in den Laden gebracht. Umtauschrecht bei MP3s gibts leider nicht. Was also tun wenn einem das Album/Musikstück nach dem Kauf gar nicht gefällt? Dann hat man das Geld auf gut Deutsch in die Tonne gekloppt. Dann auf "kostenlose" Ressourcen zurück zu greifen ist da einfach sicherer.
    Schaut man sich außerdem die ganzen Musikshops an, so gibt es immer noch sehr viele die auf sog. DRM setzen. Und ich verstehe den Kunden der kommt und sagt: Wieso soll ich 12€ für ein "digitales" Album ausgeben das ich dann noch nicht mal auf meinen MP3-Player packen kann, da der kein WMA mit DRM lesen kann bzw ich die Dateien noch nicht mal brennen kann um sie z.B. im Auto zu hören? Die bei den einschlägigen Seiten angebotenen Stücke sind hier überhaupt nicht eingeschränkt und kosten mich zu dem gar nicht.
    Dann gibt es auch Dienste wie z.B. Napster die eine Musikflatrate anbieten. m Grunde eine tolle Sache, wenn da nicht das Problem wäre, dass ich die gekaufte Musik nur so lange hören darf wie ich bei Napster die Flat abonniert habe. Das sind einfach Bedingungen die ich als Kunde einfach nicht akzeptieren kann bzw will.

    Lange Rede, Kurzer Sinn:
    Gute Filme und gute Alben werden nach wie vor von den Fans gekauft. Das sind Trophäen die in den Schrank gestellt werden (so ist es bei mir und all meinen Bekannten). Das freie Internet bietet den Künstlern zu dem Verbreitungs- und Marketingmöglichkeiten die einen Musik-Konzern überflüssig machen. Und aus diesem Grund will uns die Content-Industrie wieder in die alten, gewohnten Bahnen lenken um nicht überflüssig zu werden.

    0
  • Pure★Aqua ツ 24.01.2012 Link

    Tja auch die DvDs sind echt wucher ,vom Preis her. Mittlerweile ist es schon standart bei mir paar Monate oder ein Jahr zu warten. Es kann schliesslich nicht sein dass ein Film allein im Kino mehrere Millionen EUR Gewinn macht & das man den Menschen ,mit teurer DvD, noch weiter melken tut.

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  • ingo fränz 24.01.2012 Link

    Ein guter Beitrag sollte man mal drüber nach denken

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