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Songify - Sprache zu Musik

Nima Begli
9

In den letzten Wochen erschienen immer mehr ehemals iOS-exklusive Titel auch im Google Play Store und bereicherten das Bild der Applikationenvielfalt auf dem gemeinen Android Smartphone.

Eine dieser früheren Exklusivtitel ist Songify. Eine Applikation welche es sich zur Aufgabe gemacht hat Sprache in ein Lied “zu verwandeln” und damit ein Lächeln auf das Gesicht des Besitzers bzw. die Gesichter der Besitzer zu zaubern.

Ob dies Songify gelingt oder ob die Sehnsucht vieler Android-Nutzer umsonst war, erfahrt ihr im heutigen Testbericht.

3 ★★★☆☆

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.0.3 1.0.9

Funktionen & Nutzen

Die Funktionsvielfalt von Songify ist schnell beschrieben. Im Endeffekt handelt es sich um eine Applikation, welche eure Sprache aufzeichnet, ein wenig in den “Mixer” packt und dann mit einem vorher ausgewählten Lied bzw. Rhytmus hinterlegt. Der Clou an der ganzen Sachen ist, dass es potenziell egal ist, was und wie ihr die Worte ins Mikrofon sprecht. Ein Gedicht von Goethe, einen Liedtext oder einfach ein Selbstgespräch. All diese Möglichkeiten stehen dem Nutzer offen und Songify gibt - nach einer kleinen Berechnungspause - ein kurzes Lied mit dem gesprochenen Text aus.

Auch wenn es in Textform relativ schwer zu beschreiben ist, so treten doch nicht nur positive Aspekte auf bei diesem Vorgehen. Zwar ist das ausgegebene “Lied” häufig mit einem relativ hohen Unterhaltungswert verbunden, die Applikation an sich ist jedoch nichts besonderes. Die Stimme wird aufgezeichnet, klingt nach den “Anpassungen” wie eine 08/15 Mixerstimme (böse Zungen würden diese Stimme mit den neueren Lieder von Cher vergleichen) und wird ein wenig an das ausgewählte Lied angepasst. Wer hier auf professionelle Qualität hofft oder zumindest auf eine passable Liedqualität wird von Songify enttäuscht.
Gründe hierfür sind zum Einen die sehr schwankende Lautstärke der Stimme gepaart mit einem etwas ungesteuerten Lautstärkeverlauf der hinterlegten Musik. Warum hier die Hintergrundmusik bei leiseren Stellen der Sprache nicht auch gedrosselt wird erschließt sich mir persönlich nicht und als Folge werden teilweise ganze Textpassagen “verschluckt”. Und dies traf während der Testzeit nicht nur auf meine Aufnahmen zu, sondern auch bei anderen Nutzern der Applikation.

Auch der Langzeitspaßfaktor von Songify hält sich ohne weitere Investitionen in Grenzen. Zwar werden vereinzelt Lieder kostenlos angeboten, wer aber eine größere Auswahl freischalten möchte, muss in die Tasche greifen. So werden die zusätzlichen Songs in einer Spanne zwischen 25 und 75 Coins angeboten, wobei man kostenlos Coins erhalten kann, wenn man Applikationen wie Draw Something oder eBay installiert. Ob man diese Umstände nun ergreifen will oder ob man lieber mit Geld für die Coins bezahlt, steht dem Nutzer offen.

Neben der genannten Hauptfunktion des Umwandelns der Sprache, kann der Nutzer noch auf derzeit beliebte Lieder der Community zugreifen. Nach der Aufnahme eines Liedes kann dieses Lied als Klingelton benutzt oder in der eigenen “Gallerie” abgespeichert werden. Sofern man sich für Letzteres entscheidet kann man neben den “Teilen”-Funktionen wie E-Mail oder SMS auch Facebook oder andere - über die iin Android integrierte Sharing-Funktion - Möglichkeiten auswählen.

Der Hauptkritikpunkt an Songify ist jedoch - im direkten Vergleich mit der iOS-Variante - das Fehlen des Live-Modus. Dieser ist einer der Hauptaspekte in der iOS-Version, da das direkte Umwandeln der Sprache während des Sprechens möglih ist. Kann man sich schwer vorstellen, aber wenn man die Funktion einmal auf einem iPhone genutzt hat, versteht man die fehlende Integration in die Android-Version nicht.

Fazit:

Songify macht einem Tester die Bewertung sehr schwer, da rational betrachtet ein wirklicher Mehrwert durch die Applikation nicht entsteht. Die Macher von Songify hatten dies jedoch auch nicht wirklich im Sinn und die App war von Beginn an als Spaßapp gedacht.

Im Anbetracht dessen und auch unter Berücksichtigung des nicht abstreitbaren Unterhaltungswerts bei vielen Nutzern hat Songify eine gute Bewertung verdient mit der Anmerkung, dass diese App bei einigen Nutzern zu Kopfschütteln führen könnte. Es ist und bleibt eben Geschmackssache was man als “lustig” empfindet.

Bildschirm & Bedienung

Songify ist wie im letzten Absatz mehrfach angesprochen ein iOS-Port und dieses Bild setzt sich in der grafischen Präsentation fort. Songify ähnelt seinem iOS-Pendant nahezu eins zu eins und die ganze Applikation bedient sich auch so.

Dieser Umstand ist zwar kein Nachteil und sogar die eingeblendete “Menü”-Leiste beim HTC One X oder One S wird dadurch vermieden, aber Originalität sieht anders aus und man wünschte sich wie bei so manchem anderen iOS-Port, dass die Entwickler zumindest von der Farbgebung oder von der Präsentation einen Schritt auf Android zumachen.

Speed & Stabilität

Songify ist während meiner Testzeit zweimal im “Winning”-Bereich, also dem Bereich mit den aktuell angesagten Communitybeiträgen abgestürzt und hat einen Neustart der App bedingt. Sonst gab es keine großartigen Probleme und auch Ladezeiten sind quasi nicht vorhanden.

Preis / Leistung

Songify ist kostenlos im Play Store erhältlich, wobei man auf die fehlende Liederauswahl hinweisen muss. Werbung wird hingegen nur sehr dezent im Community-Reiter angezeigt und dies durch einen wegklickbaren Banner.

 

Screenshots

Songify - Sprache zu Musik Songify - Sprache zu Musik Songify - Sprache zu Musik

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

Smule, Inc

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Tim Da 25.05.2012 Link

    ?

    0
  • georg turinske 25.05.2012 Link

    ..es ist eine lustige Spaßapp. Schade das es kostet, dafür ist die App nicht professionell genug.

    0
  • Karsten 25.05.2012 Link

    Wieso kostet die bei dir was? Ist im Markt kostenlos erhältlich.

    0
  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli 25.05.2012 Link

    Ist kostenlos, aber zusätzliche Stücke müssen erworben werden.

    0
  • Willi S. 26.05.2012 Link

    Es sind leider zu wenige Stücke freigeschaltet um den Umfang eingiebig testen zu können. Und die Stücke, die freigeschaltet sind, hören sich grausam an.

    0
  • Tim Da 26.05.2012 Link

    Tja

    0
  • Philipp R. 26.05.2012 Link

    Ich finde die kostenlosen Stücke völlig ausreichend. Auch mit der Qualität der erstellten songs bin ich sehr zufrieden.

    0
  • tob H. 27.05.2012 Link

    Tolle Sache, wir haben unsere kleinen Kinder (1 und 4) drauf sprechen lassen... eine tolle bleibende Erinnerung :-)

    0
  • stpr 28.05.2012 Link

    Hört sich grausam an. Getestet und gleich wieder Deinstalliert.

    0