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„Secrets for Android“ - jeder hat Geheimnisse

Fabien Roehlinger
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Das Problem ist sicher jedem vertraut, man muss sich allerlei „geheime“ Dinge merken. So zum Beispiel die PIN für Telefon-/EC-/Kreditkarten, Passwörter für Webseiten oder sonstige Anmelde-/Zugangsdaten. Speziell bei Dingen die man nur selten verwendet besteht zudem die Gefahr, dass man sie doch vergisst. Dann der Einfachheit halber, überall das gleiche Passwort zu verwenden ist ja auch keine Lösung.

Bei der Suche nach einem Programm was einerseits einfach zu handhaben, andererseits trotzdem flexibel in seinen Möglichkeiten ist, bin ich auf „Secrets for Android“ gestoßen.

 

Der Testbericht stammt von unserem Community-Mitglied Frank Dietrich.

3 ★★★☆☆

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.9.6 2.4.4

Funktionen & Nutzen

Das Programm ist dazu gedacht Passwörter bzw. Anmeldedaten zu verwalten. Diese werden in verschlüsselter Form (AES-256) auf dem Telefon gespeichert. Daher wird man beim ersten Start dazu aufgefordert ein Masterpasswort festzulegen. Dieses muss dann bei jedem Programmstart erneut eingegeben werden. Ohne dieses bleibt der Zugriff auf die gespeicherten Daten verwehrt.

Wenn "Secrets for Android" gestartet wird, überprüft die App wann das letzte Backup der Daten erstellt wurde. Ist seit dem letzten Backup mehr als eine Woche vergangen, wird man daran erinnert, dass es Zeit wäre ein Backup anzulegen - was man dann auch gleich erledigen kann. Das Backup wird verschlüsselt auf der SD-Karte gespeichert und kann jederzeit auch manuell über das Programmmenü gestartet werden.

Folgende Daten können pro Eintrag eingegeben werden.

  • Webseite/Beschreibung: eine kurze frei wählbare Beschreibung für welchen Zugang die Daten gespeichert werden, z.B. „www.androidpit.de“, „Handy PIN“ etc.
  • Benutzername/ID: ein Benutzername oder eine Nummer die mit diesem Zugang verbunden ist
  • PIN: der vertrauliche Teil dieses Zugangs, z.B. ein Passwort oder eine PIN
  • E-Mail Adresse: eine E-Mail Adresse, die mit diesem Eintrag verbunden ist
  • Notizen: ein Feld für zusätzliche Informationen die man speichern möchte, könnte z.B. eine Sicherheitsfrage sein, wenn man das Passwort (auf einer Webseite) zurücksetzen lassen will

Die Felder können je nach Bedarf auch frei gelassen werden. Durch das Notizen-Feld ist es recht einfach möglich weitere Informationen, die sich bei verschiedenen Einträgen schlecht oder gar nicht kategorisieren lassen, zu speichern. Z.B. die PUK beim Handy oder eine Notrufnummer für die Kreditkarte, falls diese abhanden gekommen ist.

Bildschirm & Bedienung

Nach dem Programmstart erscheint ein schlichter Bildschirm mit einem Eingabefeld für das Masterpasswort. Wurde dieses korrekt eingegeben erscheint eine Liste mit allen gespeicherten Einträgen, alphabetisch sortiert nach deren Beschreibung.

Ist kein Eintrag in der Liste markiert öffnet sich mit der Menu-Taste ein Menü mit folgenden Punkten:

  • Hinzufügen: erstellt einen neuen Eintrag
  • Datensicherung: erstellt ein verschlüsseltes Backup
  • Datenwiederherstellung: ein verschlüsseltes Backup einlesen
  • Export: exportiert die Einträge unverschlüsselt in eine Textdatei
  • Import: importiert unverschlüsselte Einträge aus einer Textdatei

Ist in der Liste ein Eintrag markiert öffnet sich mit der Menu-Taste ein Menü mit folgenden Punkten:

  • Hinzufügen: erstellt einen neuen Eintrag
  • Editieren: der Eintrag kann bearbeitet werden
  • In die Zwischenablage: kopiert das Passwort/die PIN in die Zwischenablage,damit kann man es „unsichtbar“ z.B. bei einer Anmeldung eingebe. Allerdings sollte man daran denken, aus Sicherheitsgründen nach der Verwendung etwas anderes in die Zwischenablage zu kopieren
  • Löschen: löscht den ausgewählte Eintrag
  • Verlauf: zeigt an wann der Eintrag erstellt, geändert, angesehen wurde
  • Mehr: ein Untermenü mit den Punkten Datensicherung, Datenwiederherstellung, Export, Import (siehe oben)

Tippt man in der Liste der Einträge einen Eintrag kurz an, wird das Passwort/die PIN für ca. 5 sec in einem Popup-Feld angezeigt. Tippt man dagegen länger auf einen Eintrag, so öffnet sich dieser im Editiermodus.

Editiermodus

Die Zurück-Taste beendet den Editiermodus. Alle Änderungen werden gespeichert und es erscheint die Liste aller Einträge.
Drückt man die Menu-Taste hat man Zugriff auf folgende Funktionen:

  • Speichern: alle Änderungen werden gespeichert und die Liste der Einträge wird angezeigt.
  • Generieren: generiert ein Passwort, dieses wird im Feld Passwort/PIN eingetragen. Achtung: ein eventuell schon eingetragener Wert wird ohne Nachfrage überschrieben
  • Verwerfen: alle gemachten Änderungen werden verworfen und die Liste der Einträge wird angezeigt
  • Löschen: der aktuelle Eintrag wird gelöscht, wird die Sicherheitsabfrage mit „Ja“ bestätigt, wird die Liste der Einträge wieder angezeigt
  • Verlauf: zeigt an wann der Eintrag erstellt, geändert, angesehen wurde

Suchfunktion

"Secrets for Android" bietet keine Möglichkeit Einträge nach Kategorien zu gruppieren. In der Liste der Einträge befinden sich somit immer alle Einträge. Um nicht jedes Mal bis zum gewünschten Eintrag durch die Liste scrollen zu müssen, gibt es eine Suchfunktion. Hierzu muss man einfach in der Liste der Einträge länger auf die Menu-Taste drücken. Damit öffnet sich die Softtastatur. Die Suchfunktion wird gestartet indem man vor dem Suchbegriff einen '.' eingibt. Z.B. würde '.android' alle Einträge anzeigen in denen in einem der Felder, ausgenommen das Passwort/PIN-Feld, 'android' gespeichert ist. Bei jeder Eingabe eines Zeichens wird die Trefferliste aktualisiert. Die Einträge in der Trefferliste können genauso verwendet werden wie die Einträge in der kompletten Liste.

 

Fazit:
Die Suchfunktion gleicht auf das Fehlen einer Gruppierungsmöglichkeit wieder aus. Ich benutze das Programm bereits seit zwei Monaten und habe die Gruppierungsmöglichkeit nur am Anfang vermisst.

Das Programm bietet keine integrierte Hilfefunktion. Was ich als Nachteil ansehe, da sich so z.B. die Suchfunktion nicht von allein erschließt. Allerdings werden alle Funktionen auf der Programmwebseite beschrieben.

Auch gibt es derzeit keine Möglichkeit das Masterpasswort nachträglich zu ändern. Die Funktion „Passwort zurücksetzen“, erreichbar über die Menu-Taste im Anmelde-Bildschirm, würde zwar das Passwort löschen, allerdings auch alle Einträge.

 

Speed & Stabilität

In der gesamten Zeit ist "Secrets for Android" bisher weder abgestürzt noch hat es bei der testweisen Sicherung/Wiederherstellung der Daten Probleme gegeben.

Was mir allerdings nicht so gefällt ist. Wenn man von der Liste in den Editiermodus wechselt, erfolgt dies durch eine 3D Flipanimation. Meiner Meinung nach an dieser Stelle überflüssig und „subjektiv“ verzögert sich so die Programmbenutzung.

 

Preis / Leistung

"Secrets for Android" ist kostenlos im Market erhältlich. Der Code steht unter der Apache 2.0 Lizenz zur Verfügung.

 

Screenshots

„Secrets for Android“ - jeder hat Geheimnisse „Secrets for Android“ - jeder hat Geheimnisse „Secrets for Android“ - jeder hat Geheimnisse

Vergleichbare Anwendungen

Entwickler

Roger Tawa Jr.

Kommentare

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  • SlaybirdicoN 12.02.2011 Link

    ist die app auch sicher oder werden dort meine daten an irgendwelchen anderen weiter geleitet ich bin damit noch etwas unschlüssig aber trotzdem danke für den test

    0
  • uwe s. 12.02.2011 Link

    Mal ausprobieren. Sieht mal ganz ok aus. Fehlt noch ein Dropbox sync und Unterteilungen/Sparten

    0
  • JamFX 12.02.2011 Link

    Klingt nett, ich bleibe aber lieber bei Keepass.

    0
  • Horst Köbberts 12.02.2011 Link

    An den ersten Poster: wie im Text geschrieben, liegt der Sourcecode vor! So sind Deine Bedenken schnell geklärt.

    0
  • User-Foto
    Denis F. 13.02.2011 Link

    Das der Code vorliegt ist sicher nicht von Nachteil nur gibt es bestimmt viele Personen die so wie ich damit nichts anzufangen wissen und in Bezug auf Sicherheit gern etwas mehr erfahren möchten.

    0
  • Josef Leeb 13.02.2011 Link

    Ich habe "Wallet" installiert, das dürfte ähnlich sein, hatte aber noch keine Zeit, mir das Programm anzusehen. Daher weiß ich nich, ob es eine Alternative zu "Secrets for Android" ist.

    0
  • stephan d. 13.02.2011 Link

    ich verfahre mit meine Passwörter ganz altmodisch.
    stift und papier...

    0
  • Stephan F. 13.02.2011 Link

    ich bleibe auch bei keepass! um sonst hat es nicht fünf sterne!

    0
  • Zoidbörg 13.02.2011 Link

    ich trau dem Frieden auch nicht ohne weiteres. bin da auch etwas paranoid was meine pws betrifft. auch wenn der source Code einsehbar ist. wenn was is dann bringt mir der Code auch nix mehr... stift und Papier FTW

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  • User-Foto
    icanhazCheezburger 13.02.2011 Link

    1Password kann das doch auch ;D

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  • engländer 13.02.2011 Link

    Ich nehme seit Jahren KeePass, etwas besseres habe ich noch nicht gesehen. Zumal man die Schlüsseldatenbank auch auf dem PC verwenden kann. Die PC-Anwendung ist eh unübertroffen.

    Wieso kann man hier KeePass nicht als vergleichbare Anwendung eintragen?

    0
  • Markus Bauernschmitt 13.02.2011 Link

    Passwörter nur auf Android ist zu kurz gedacht. Ich verwende keePass in Kombination mit Dropbox und das auch auf allen Pc's. Keine Redundanz und jedes Forum etc. hat sein individuelles Passwort.

    0
  • Tobias G. 13.02.2011 Link

    Ich kann mich den KeePass-Nutzern nur anschließen. Funktioniert 1a und mit Dropbox hat man die Daten überall (wer es denn braucht),

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  • User-Foto
    Wolfy W. 14.02.2011 Link

    Bis jetzt hab ich nur einmal in der schule mein pw vergessen :) Ich brauch keine solchen apps/programme

    0
  • rainer hesse 20.02.2011 Link

    Mit zunehmendem Alter....doch sehr nützlich.
    Danke!

    0