X

Anmelden

Zur Bestätigung jetzt anmelden

Passwort vergessen?

... oder mit Facebook anmelden:

Du hast noch keinen Zugang zu AndroidPIT? Registrieren

Rocket Music Player - Bekannter Unbekannter!

Nima Begli
9

Einer der Vorteile von Android liegt in der großen Auswahl an Applikationen. Für jeden Topf findet sich ein passender Deckel. Das Problem hierbei ist, dass die bekannten Anwendungen nicht immer diesem passenden Deckel entsprechen.

Unter heutiger Testkandidat, „Rocket Music Player“, dürfte nicht jedem Nutzer bekannt sein. Ob die Anwendung im Testzeitraum überzeugen konnte und ob sich eine Installation lohnt, erfahrt Ihr in unserem heutigen Testbericht!

46329607 b8e753145b b
© timtak/flickr
4 ★★★★

Bewertung

Pro👍
  • Toller Funktionsumfang
  • Werbefrei
  • Verschiedene Designvorlagen
Contra👎
  • Viele Dateiformate nur in der PRO-Version
  • Keine Radiofunktion
  • Zum Synchronisieren mit iTunes wird eine zusätzliche Anwendung benötigt
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.3 Nein 2.6.0.32 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Bevor wir zum eigentlichen Testbericht kommen, müssen in einem Vorgriff verschiedene Umstände klargestellt werden. So ist der Rocket Music Player nicht ganz ein „unbekannter“ Vertreter. Zwischen fünf und zehn Millionen Installationen verzeichnet die Anwendung (laut Play Store) und weitaus mehr dürften über die App-Seite gestolpert sein. Der Rocket Music Player verdient jedoch trotzdem einen gewissen „Underdog“-Status, da im Vergleich zu langjährigen Institutionen (wie zum Beispiel Winamp), ein gewisser medialer Nachteil besteht.
Weiterhin wurde nur die kostenlose Variante aus dem Hause JRTStudio getestet. Auf die kostenpflichtige Variante wird jedoch im weiteren Text eingegangen.

Beim Rocket Music Player handelt es sich zusammenfassend um eine Alternative zum vorinstallierten Play Music. Die MP3 ist lange noch nicht am Ende, wenn auch die Streaming-Dienste wie Spotify oder Rdio täglich Nutzer gewinnen und sogar „Global Player“ wie Apple einen eigenes Radio veröffentlichen. Selbst Google geht mit „All Access“ einen ähnlichen Weg in Richtung Cloud. Verschiedene Nutzer greifen auf unterschiedliche Dienste zu und jedes Nutzungsszenario hat seine eigene Daseinsberechtigung.

Rocket1
Viele Einstellungsmöglichkeiten finden sich in der Applikation! / © AndroidPIT

Der Rocket Music Player hat einen langen Weg seit unserem letzten Testbericht zurückgelegt. Wenn auch dieser nur knapp ein Jahr in der Vergangenheit liegt, so hat sich (besonders) das Interface deutlich zum Besseren gewandelt. Die grundlegende Struktur der Applikation ist übersichtlich und intuitiv aufgebaut und folgt der Organisation in „Reitern“. Leider können diese nicht individuell angeordnet werden, sondern bestehen in einer festen Reihenfolge. Zumindest kann ein wenig frequentierter Reiter „ausgeblendet“ werden.

Dabei fällt auf, dass die Anwendung großen Wert darauf legt, dem Nutzer verschiedene Auswahlmöglichkeiten seiner Musik zu überlassen. So kann mittels Interpret, Album, Titel, Wiedergabeliste und sogar Ordnerpfaden nach Musik gesucht werden. Auch der Import der Musik findet zu Beginn der Nutzung relativ flott statt, wobei ehrlich gesprochen handfeste Vergleichsparameter fehlen und der Import maßgeblich von der Schreib- und Lesegeschwindigkeit des Speichers bestimmt wird. Dies ist dann relevant, wenn die verwendete Speicherkarte den Flaschenhals dieses Importvorgangs darstellt.

Rocket2
Die Synchronisierung könnte ein Alleinstellungsmerkmal sein. Leider wird eine weitere Anwendung benötigt. / © AndroidPIT

Die kostenfreie Variante des Rocket Music Players bietet beim Musikgenuss die altbekannten und grundlegenden Funktionen eines Musikplayers an. Per Wischgeste kann zwischen den einzelnen Titeln gewechselt werden und ein „Shuffle“-Modus ist genauso an Bord wie die beliebte Dauerschleife. Doch die Funktionalität der Anwendung reicht weit über die rudimentären Voraussetzungen hinaus. Der Nutzer kann nämlich nicht nur die gespeicherte Musik konsumieren, sondern diesen Konsum auch individuell anpassen. So kann Musik zu Last.fm „gescrobblet“ (schreckliches Wort) oder durch den verfügbaren Equalizer an den eigenen Hörgeschmack angepasst werden. Beim Equalizer springt jedoch der Umstand ins Auge, dass „nur“ ein 5-Band-Equalizer vorliegt und die 10-Band-Variante der PRO-Version vorbehalten ist.

Der Zugriff auf weitere Funktionen ist über das Einstellungsmenü während der Wiedergabe gut gelöst. Hier kann der jeweilige Titel als Klingelton eingestellt werden (vorteilhaft) oder der Nutzer kann sich den eingeschlossenen Liedtext anzeigen lassen (super für mobiles Karaoke). Ein Suche nach spezifischen Liedtexten ist jedoch über die Applikation nicht möglich.

Rocket3
Möglichkeiten die Liextexte anzuzeigen oder einen Klingelton einzustellen, finden sich im Einstellungsmenü! / © AndroidPIT

Neben diesen ganzen Komfortfunktionen, welche das Nutzererlebnis deutlich verbessern, kann der Rocket Music Player noch mit dem ein oder anderen Trumpf aufwarten. Die Wiedergabe von Videos ist nämlich standardmäßig in die Applikation integriert und auch Podcasts sind ein Bestandteil. Hier fällt besonders die Möglichkeit auf Podcasts und Musik mit dem Rocket Player zu synchronisieren. Leider ist diese Funktion NICHT integriert, sondern setzt die Installation von iSyncr voraus, welches separat aus dem Play Store installiert werden muss. Das Endresultat kann zwar überzeugen, doch die Notwendigkeit der Installation einer zweiten Applikation stört das Gesamtbild.

Beim zweiten Blick auf die Anwendung fallen, nach dem sehr sehr guten Ersteindruck, dann Möglichkeiten der weiteren Verbesserung auf. In der kostenlosen Variante fehlen Funktionen der Vorverstärker, das Crossfading, die lückenlose Wiedergabe oder dem Balanceregler für die Lautsprecher (nur sinnvoll bei der Wiedergabe über Kopfhörer/externen Boxen). Doch besonders der limitierte Umfang von Dateiformaten stört in der kostenfreien Version. Erst für 2,99 Euro erhält der Nutzer die Möglichkeit WAV, FLAC, ALAC oder WMA-Dateien abzuspielen.

Bildschirm & Bedienung

Der grafische Gesamteindruck vom Rocket Music Player ist sehr gut. Zwar wünscht man sich bei der Benutzung noch andere Präsentationsarten der Alben, doch auch in der voreingestellten Variante ist die Navigation gut gelungen. Wie sich dies bei extrem großen Dateimengen verhält, kann nach diesem Test nicht abgeschätzt werden.

Es liegen verschiedene „Themes“ vor und die Oberfläche kann auch visuell den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Der Gesamteindruck ist auch bei der Bedienung sehr gut und eine dementsprechende Bewertung ist folgerichtig verdient.

Speed & Stabilität

Der Rocket Music Player lief im Testzeitraum einwandfrei.

Preis / Leistung

Die kostenfreie Variante des Rocket Music Player ist ohne Werbung verfügbar. Für zusätzliche Funktionen ist die PRO-Version für 2,99 Euro erhältlich.

Abschließendes Urteil

Der Rocket Music Player ist eine echte Alternative zu den Platzhirschen und dem standardmäßigen Play Music. Streaming-Dienste sind zwar vielleicht die Zukunft, doch bis die Bandbreiten, Inklusivvolumen und Kataloge der Anbieter den eigenen Vorlieben entsprechen, können noch Jahre ins Land ziehen.

Bis dahin findet man im Rocket Music Player einen funktionsreichen Vertreter, wobei nur das Fehlen von Radiostationen negativ auffällt. Viele kleine Verbesserungsmöglichkeiten, werden durch das sehr gute Gesamtpaket und die sehr gute Bedienung aufgewogen. Einen Versuch ist der Rocket Music Player somit allemal wert.

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

JRTStudio

Auch interessant

Magazin / Apps
70 vor 8 Monaten

Top 5 Musikplayer: Die besten MP3-Player für Android

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Sebastian Klaus vor 8 Monaten Link

    Als Poweramp-Nutzer, kann ich Rocket exakt nichts abgewinnen. Schlecht ist er sicherlich nicht, den gebotenen Umfang schafft aber auch fast jeder komplett kostenlose Player. Lieber ein paar Euro mehr in die Hand genommen und einen wirklich vollständigen Player haben. ;)

    0
    0
  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli vor 8 Monaten Link

    PowerAmp ist noch einmal einen Zacken besser. Deshalb auch die Differenzierung in der Bewertung.

    0
    0
  • Alex P. vor 8 Monaten Link

    Der Contra Punkt ist ja lame oder willst du mir sagen jeder benutzt iTunes. Man sollte die Argumente auf die Allgemeinheit beziehen und nicht auf sich selbst, auch wenn du der Tester bist

    0
    0
  • Joscha vor 8 Monaten Link

    Ein ganz großer Pluspunkt für mich ist, dass der Player .nomedia Dateien ignorieren kann und ich deswegen nicht mehr den Media-Player Bug habe der den Akku leer saugt...

    0
    0
  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli vor 8 Monaten Link

    @Joscha: Danke für die Info. Dürfte vielleicht einigen hier helfen.

    @Alex: Auch wenn nicht jeder iTunes nutzt, so bleibt es doch ein Kontrapunkt. Wenn ich bei einem Laptop einen Adapter zum Nutzen eines Bildschirms brauche, dann ist dies einen Negativpunkt wert, auch wenn nicht jeder einen Bildschirm benutzen will.
    Nicht immer alles auf sich selbst beziehen, auch wenn du der Leser bist ;)

    0
    0
  • Alex P. vor 8 Monaten Link

    Also bin ich die Allgemeinheit? Lächerlich. 2 von 10 würden es als einen Contra Punkt sehen, 8 von 10 würden es als nicht nennenswert ansehen

    0
    0
  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli vor 8 Monaten Link

    Verstehst du es nicht? Egal ob es nur 5% aller Leser betrifft, trotzdem ist und bleibst es ein Kritikpunkt an der Applikation. Angenommen jemand braucht nur MP3 als Dateiformat und benötigt kein Radio, soll ich dann keinen Contra-Punkt aufzählen? Ich gehe davon aus, dass die Leser in der Lage sind mitzudenken und die verschiedenen Aspekte individuell zu bewerten.

    0
    0
  • Uwe L. vor 8 Monaten Link

    Suche einen Player der einen Modus bietet in einer Playlist nach jedem Song zu stoppen und auf eine taste für den nächsten Song wartet. kann dieser dass?

    0
    0
  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli vor 8 Monaten Link

    Soweit ich weiß nicht. Wieso wird der Modus gebraucht, wenn ich fragen darf?

    0
    0