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Rebuild - Gründervater spielen

Nima Begli
6

Das Ende der Welt ist nah. Zumindest wenn es nach dem Mayakalender geht. Doch haben die lieben Maya vergessen zu erwähnen wie die Welt untergehen wird und so findet sich in den weiten des Internets die ein oder andere Spekulation welche Plage denn die Menschheit ausrotten wird.

Meine persönliche Lieblingstheorie ist der Untergang der Menschheit durch eine Zombie Invasion. Unser heutiger Testkandidat beschäftigt sich mit der Frage wie eine kleine Gruppe von Menschen in einer Welt der Zombies überlebt.

Ob Rebuild gute Arbeit leistet und die Kritik überleben wird, erfahrt ihr im heutigen Testbericht.

 

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.0 3.11

Funktionen & Nutzen

Rebuild basiert auf einem bekannten Internet-Flashgame und beschreibt mit seinem Titel sehr gut worum es thematisch im Spiel geht: Um den Wiederaufbau einer Stadt und dem Weg dorthin. Alles beginnt mit der Auswahl eines Namens, eures Aussehens, des ersten Werkzeugs und der Definition der Handlungsstätte. Letzteres beschränkt sich nicht nur auf den Namen, sondern mit der Größe der Stadt legt der Spieler auch den Schwierigkeitsgrad des Spieles fest. So sind große und schwer zu verteidigende Städte schwieriger zu bespielen als kleine und einfache gesicherte Städte. Insbesondere beim ersten Spielen sollte man sich nicht zu viel zutrauen, da man erst mit etwas fortgeschrittener Erfahrung auch die Raffinessen des Spiels beherrscht.

Alles in allem gestaltet sich der Anfangsteil des Wiederaufbaus der Zivilisation relativ simpel. Der Spieler steht vor einem 2x2 großen umzäunten Gebiet und hat nun die Aufgabe dieses kleine Einöd der Sicherheit auszubauen und zu einer Oase inmitten der Zombie Regentschaft zu machen. Dies schafft der Spieler indem er Runde für Runde Anweisungen an die vorhandenen Bewohner der Stadt gibt und diese dann ausgeführt werden. Richtig gehört! Bei Rebuild handelt es sich um einen Vertreter der fast schon längst vergessenen Rundenstrategie und das gefällt. Ohne große Hektik und ohne Zeitdruck kann man seine nächsten Züge planen und Pläne für die Zukunft schmieden.

Wenn man die Anwohner der Stadt angesprochen hat muss man natürlich auf die wichtigsten Ressourcen in einer zombieverseuchten Welt eingehen: Menschen und Nahrung. Denn die werdende Stadt braucht zum einen Menschen die sie bevölkern und sich in verschiedene Berufe aufteilen. So gibt es Kämpfer, Forscher, Sammler, Baumeister und Führungspersönlichkeiten. Jeder Beruf hat seine Berechtigung und wird bei der Exploration der umliegenden Gebäude benötigt. Sei es der Kämpfer der die drohenden Zombies in der Nachbarschaft “umlegt”, der Sammler der die dortigen Vorräte der Allgemeinheit zugänglich macht, der Anführer der sich verbarrikadierte Menschen überredet sich der Gemeinschaft anzuschließen oder der Baumeister der die gesäuberten Gebäude verbarrikadiert und in die Stadt eingliedert.
Ein weiteres nettes Gimmick an den ganzen Einwohnern ist, dass sie mit gefundenen Gegenständen verbessert werden können und die Entwickler haben die erste Regel der Endzeitspiele beachtet: Die Möglichkeit eigene Namen zu verteilen. Dies steigert die Verbindung zu jeweiligen Charakteren (wenn sie zum Beispiel den Namen von Freunden tragen) und man geht dann doch vorsichtiger mit seinen Mitbewohnern um.
Die zweite knappe Ressource im Spiel ist wie angesprochen die Nahrung. Allgemein steht man in Rebuild immer im Konflikt ob man nun die Gemeinschaft ausbauen soll oder doch lieber eine sichere Nahrungsversorgung beachtet. Münder wollen nun einmal gefüttert werden und man steht oft vor der Auswahl, ob nun ein “Vorort” zu einer Farm umgebaut werden oder weiterhin Wohnplatz bieten soll. Strategische Entscheidungen die den Spielverlauf maßgeblich entscheiden können.

Neben all den kalkulierbaren Variablen gibt es noch den Faktor “Zufall” der aus Rebuild eine Herausforderung macht. So haben unsere Siedler nicht nur mit verdorbenen Ernten zu kämpfen, sondern auch mit Angriffen von wildgewordenen Banden und Zombies. Welche der beiden Bedrohungen nun größer ist muss jeder für sich selbst entscheiden, aber im Endeffekt setzen beide Aspekte den Einwohnern zu. So ist man immer zwischen der Entscheidung, ob man nun die Stadt weiter ausbaut und alle “Verteidiger” auf Missionen schickt oder ob man es langsam angehen lässt und hiermit Tote durch Angriffe vermeidet. Wie schon erwähnt: Strategie ist gefragt.

Trotz all der verschiedenen Entscheidungen, Spezialisierungen der Anwohner und der zufallsgenerierten Karten ist Rebuild leider nach dem ersten oder zweiten Durchspielen zu einfach. Man hat dann schon alles gesehen und auch die verschiedenen Enden des Spieles hat man relativ flott erreicht. Auch die höheren Schwierigkeitsgrade reißen das Ruder nicht um, da sie im Endeffekt nur die Anzahl der negativen Zufallsereignisse erhöhen und keine neuen unerwarteten “Plagen” oder “Freuden” einbringen.

Fazit:

Ich kann aus vollster Überzeugung sagen, dass mich Rebuild für mehrere Stunden vorzüglich unterhalten hat. Es ist mal wieder schön in die Welt der Rundenstrategie einzutauchen und nicht immer in Hektik zu stehen, sondern auch mal mehrere Züge im Voraus zu planen.

Die Atmosphäre des Spiels ist super, die Umsetzung auch und generell ist das Setting von Rebuild gut umgesetzt. Man fühlt mit den Charakteren und besonders, wenn man dann noch individuelle Namen vergibt und mit etwas Fantasie spielt, macht das Spiel wirklich Spaß.
Leider schafft es Rebuild nicht über einen längeren Zeitraum als zwei/drei Spiele diese guten Aspekte aufrecht zu erhalten und die Motivationskurve nimmt dann stetig ab. Es fehlen die neuen Ereignisse und es fehlen tiefgreifendere Aspekte der Charakterentwicklung. Es reicht irgendwann nicht mehr immer nur von vorne anzufangen und zum 4. Mal das gleiche Spiel zu spielen. Doch auch wenn diese Kritik harsch erscheinen mag so ist sie doch Kritik auf sehr hohem Niveau, denn bei der effektiven Spielzeit redet man hier von knapp fünf/sechs Stunden und das geht absolut in Ordnung.

 

Bildschirm & Bedienung

Die grafische Präsentation von Rebuild ist sehr gut. Die Grafik ist nicht wahnsinnig photorealistisch, sondern eher in einem comichaften Aussehen. Doch genau dies fügt sich hervorragend in die allgemeine Atmosphäre des Spiels ein und wird durch den Soundtrack untermalt (wobei dieser wie in jedem Spiel nach einiger Zeit sehr eintönig wird).

Die Bedienung ist sehr gut gelungen und ist auf dem HTC One X und auf dem HTC Desire ohne Probleme abgelaufen. Allgemein lässt sich sagen, dass das Spiel sich gut an die gegebene Displaygröße anpasst.

 

Speed & Stabilität

Rebuild startet unverzüglich und braucht trotz Einblendung einiger Logos weniger Zeit als so manches anderes Spiel. Auch innerhalb der Kampagne ruckelt nichts und es wurden auch keinerlei Abstürze beobachtet.

 

Preis / Leistung

Rebuild ist für 0,77 Euro im Google Play Store erhältlich. Normalerweise teurer, aber gerade aufgrund des #BecauseWeMay Sale im Preis reduziert.

 

Screenshots

Rebuild - Gründervater spielen Rebuild - Gründervater spielen Rebuild - Gründervater spielen Rebuild - Gründervater spielen

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

Sarah Northway

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Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Der Carl 31.05.2012 Link

    Dank diesem Test habe ich mich nun entschlossen, es doch zu kaufen. War mir erst nicht sicher, aber nun denke ich, dass es keine falsche Entscheidung sein wird.

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  • Cem B. 31.05.2012 Link

    Prima Test, danke dafür :-)

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  • User-Foto
    Andy 01.06.2012 Link

    P/L 2 Sterne, das Flashgame gibt's nämlich kostenlos...

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  • Thomas 01.06.2012 Link

    Habe es mir schon vor dem Test gekauft. Bin durch "because we may"drauf aufmerksam geworden. Eines der besten Gelegenheits-Spiele seit langem.
    Vor allem die recht umfangreichen Möglichkeiten gefallen mir gut.
    Wem 70c zu viel für sowas ist soll es halt als Browsergame spielen und mal drüber nachdenken ob er nicht auch auf sein Gehalt verzichten soll weil nur kostenlos gut ist...

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  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli 01.06.2012 Link

    Andy da ich das Flashgame nicht komfortabel auf meinem One X spielen kann sind 70 Cent angemessen. Darüber hinaus wurde die Steuerung an den Androiden angepasst.

    Verstehe auch das Argument nicht, da man ja bei fast jedem Spiel oder fast jedem Programm argumentieren kann: Gibt es so oder so ähnlich kostenlos im Internet.

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  • User-Foto
    Andy 12.06.2012 Link

    Rennspiele finde ich häufig nicht im Internet, selbes gilt für Fußball oder ähnliche. In den wenigsten fallen gibt es exakt das Spiel kostenlos, hier ist es aber nicht mehr und nicht weniger.

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7

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