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LitRes gegen "freie Reader": Lessons Learned

Izzy
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Mit unlauteren Mitteln hat LitRes Ende letzter Woche versucht, gegen freie eRader Apps vorzugehen – und ist damit gründlich gescheitert (wir berichteten): Die Community stellte sich hinter die Entwickler, und zwang LitRes in nur drei Tagen zum Rückzug. Ist nun alles in Butter – oder fehlt noch etwas? Wie geht es weiter? Welche Lektionen wurden gelernt, welche Erkenntnisse und Aktionen stehen noch aus? Eine Zwischenbilanz.

Für uns waren es spannende Tage, für die Entwickler der betroffenen Apps eher eine unendlich lang erscheinende schreckliche Zeit: Am Freitag bombte LitRes den Moon+ Reader mit einem DMCA Complaint aus dem Playstore, unter dem Vorwand von Copyright-Verletzungen. Zwar reichte der Entwickler sofort einen Counter-Complaint ein, hatte damit aber keine Aussicht auf schnellen Erfolg: Zum Einen war es Freitag Nachmittag (und in den Google-Büros verschwand man bereits ins Wochenende), zum anderen benötigt ein solcher zumindest 3-4 Wochen Bearbeitungszeit.

Weitere Details und Hintergründe berichteten wir am Sonntag: Stein des Anstoßes war ein in den Benutzer-Katalogen enthaltener Eintrag für den OPDS-Katalog von Flibusta. Über diesen konnten Nutzer der App gratis auf Bücher zugreifen, die bei LitRes kostenpflichtig sind. Also eigentlich ein Problem zwischen den zwei russischen Firmen LitRes und Flibusta, welches nun auf dem Rücken der App-Entwickler und Anwender ausgetragen werden sollte. Gleichzeitig wurde bekannt, dass LitRes mit dem "Take-Down" von Moon+ Reader Entwickler ähnlicher Apps (wie CoolReader) erpresste: Sie alle sollten eine von LitRes bereitgestellte Blacklist in ihre Apps einbauen, die den Zugriff auf dort aufgeführte URLs sowie auf IP Adressen aus den jeweiligen Apps unterbindet. Das wäre etwa so, als würde man Browser-Herstellern vorschreiben: "Macht es unmöglich, in der Adressleiste IP-Adressen sowie von uns unerwünschte URLs einzugeben".

So sah das auch die Community, und lief Sturm: Weltweit! Besonders aktiv war die russische Community: Binnen 36 Stunden brach die Bewertung der LitRes App von einer guten 4-Sterne-Bewertung auf gerade 2.8 Sterne ein (Samstag Abend), am Sonntag Abend war die 2.5-Sterne-Marke unterschritten. Aufrufe zum Boykott von LitRes gingen parallel, wie auch Aufrufe an Google: Hier sollte vor einem Take-Down besser geprüft – und im speziellen Fall die betroffene App (Moon+ Reader) unverzüglich wieder rehabilitiert werden.

Die "Show-Time" von Freitag war von LitRes sicher bewusst gewählt worden, um den Entwickler zu zermürben: Schließlich konnte der in den folgenden Tagen nicht auf Kontakt zu Google hoffen. Genau das wurde aber LitRes selbst zum Verhängnis, deren App mittlerweile auf "Ramsch-Niveau" herabgestuft ist: Gerade noch 2 Sterne sind mittlerweile übrig. So war dann auch die erste Amtshandlung am Montag Morgen das Ziehen der Notbremse: LitRes entschuldigte sich öffentlich bei der Community sowie den betroffenen Entwicklern, und nahm auch seine Ansprüche auf ein akzeptables Niveau zurück: Keine Filter, lediglich direkte Links zu "Piraten-Seiten" (hier: Flibusta) sollten entfernt werden.

Diese Entschuldigung wurde vom russischen News-Portal Ferra.Ru veröffentlicht, das sich einen ganz speziellen Seitenhieb nicht verkneifen konnte: Auf seiner Feed-Seite stellte es unmittelbar über den Artikel einen weiteren, der Flibusta als "beste Website zum Bücherlesen"  (und "Website des Tages") anpries. Ein Zufall? Kaum. Wer den Artikel vor dem Hintergrund gerade geschilderten Geschichte liest, versteht die Anspielungen und Seitenhiebe sehr gut. Der Autor sieht sich in guter Gesellschaft derjenigen, die schon länger fordern: "LitRes, ihr solltet eure Preise dringend anpassen. Die Bücher sind bei Euch viel zu teuer. Und viele Bücher würden wir bei Euch ja sogar kaufen, wenn ihr sie denn hättet. Bei Flibusta finden wir sie."

(Bildquelle: Ferra.Ru)

Wörtlich heißt es dort:

Я думаю, что если не будет таких сайтов, как Флибуста, люди не начнут больше платить за книги. Они просто начнут меньше читать.

Ich denke, wenn es solche Sites wie Flibusta nicht gäbe, würden die Leute nicht anfangen, mehr Bücher zu kaufen. Sie würden lediglich anfangen, weniger zu lesen.

Und, ein wenig später:

Есть всего одна причина, по которой сайт Флибуста существует и активно используется. На Флибусте есть очень много книг, которые читатели с удовольствием купили бы на Литресе, если бы они там тоже были.

Es gibt nur einen Grund, warum die Website Flibusta existiert und aktiv genutzt wird: Auf Flibusta gibt es sehr viele Bücher, welche die Leser mit Vergnügen bei LitRes kaufen würden, wenn sie denn dort verfügbar wären.

 

 

Also: LitRes leistet Abbitte und will sich anstrengen, Moon+ Reader schnellstmöglichst wieder in den Playstore zu bringen. Von den überzogenen Forderungen ist man auch zurückgetreten. Alles in Butter? Leider nicht: Bis zu vier Wochen kann es dauern, bis Moon+ Reader wieder im Playstore gelistet ist. Da der Entwickler aus den Verkaufs-Einnahmen seinen Lebensunterhalt bestreiten muss, ist dies alles andere als zufriedenstellend. Hier sollte LitRes Ausfall- und Entschädigungszahlungen tätigen: Zettelt jemand einen Krieg an, und verliert diesen, muss er Reparationszahlungen leisten; Deutschland durfte das zwei Mal lernen. Jetzt ist LitRes dran.

Welche Lehren sind nun aus dem gesamten Geschehen zu ziehen?

LitRes (und Unternehmen mit ähnlichen Ambitionen):

LitRes dürfte gelernt haben, dass man die Community nicht unterschätzen darf. Bereits etwa einen Monat zuvor sollten sie diese Lehre bereits in Apples iTunes Store gezogen haben (dort ist die gechasste App mittlerweile wieder gelistet), jetzt noch einmal mit mehr Nachdruck. Zwar hat man sich öffentlich entschuldigt – auch Seany, der Entwickler des Moon+ Reader, erhielt eine direkte Entschuldigung:

Good news: our anti-piracy department decided to dismiss the filtration requirement. They agreed with the fans opinion that it was too strong requirement. Pre-installed links still must be removed. So you can remove the filtration in your apps. Lots of Russian users got very angry and I understand them.

Please inform your fans that the filtration requirement is dismissed and we're sorry that application was removed and users suffered because of that.We'll do your best to speed up the restore process. Lots of users in Russia started to discuss the situation, so I think that Google will hear us and return the application fast.

Übersetzt:

Gute Nachrichten: Unsere Anti-Piraterie Abteilung hat entschieden, die Filter-Voraussetzung fallen zu lassen. Sie Stimmen mit der Meinung der Fans überein, dass diese Anforderung etwas überzogen ist. Vorinstallierte Links müssen jedoch entfernt werden. Die Filter-Funktion kannst Du also aus der App wieder herausnehmen. Viele russische Anwender waren sehr sauer, und ich verstehe sie.

Bitte informiere Deine Fans, dass die Filter-Anforderung fallen gelassen wurde; dass es uns Leid tut, dass Deine App entfernt wurde, und Anwender darunter zu leiden hatten. Wir werden unser Bestes tun, den Wiederherstellungs-Prozess zu beschleunigen. Zahlreiche Anwender in Russland haben die Situation diskutiert – ich denke daher, dass Google uns anhören und die App schnell wiederbringen wird.

Mir klingt das alles halbherzig, als sei man nur auf Schadensbegrenzung aus. Fällt Euch auch auf, dass es LitRes nur für die Anwender leid tut (also die Masse, die den Proteststurm losbrechen ließ) – aber kein Wort darüber verliert, den Entwickler selbst in Existenznot gebracht zu haben? Ganz zu Schweigen davon, dass sie nicht einmal ein Angebot gemacht haben, für seinen Verdienstausfall aufzukommen!

Aus meiner Sicht fehlt hier die letzte Konsequenz. Soll das ganze nur ein Lippen-Bekenntnis sein? Wenn LitRes es mit seiner Entschuldigung ernst meint, sollen sie Taten folgen lassen! Für mich heißt das: Ein akzeptabler Tagessatz für jeden Tag, den Moon+ Reader dem Playstore vorenthalten bleibt. Exakte Zahlen zu nennen fällt mir schwer: Ich weiß nicht, wie viele Verkäufe Seany täglich hat. Da aber auch "Schmerzensgeld" durchaus angebracht ist, und für den entstandenen Image-Schaden aufgekommen werden muss (schuldig oder nicht, so eine Aktion hinterlässt ihre Spuren), hielte ich USD 500 pro Tag durchaus für angebracht.

Google:

Warum geschieht das Entfernen einer App sofort nach einer Anklage, aber das Wiederherstellen braucht 3-4 Wochen – selbst wenn die Anklage zurückgezogen wurde? Damit fehlt doch die Grundlage für die Verbannung, eine Wiedereinsetzung sollte also unverzüglich erfolgen! Auch hätte nach der vorangegangenen Aktion im iTunes-Store (diese war Google wohl entgangen?) eine gewisse Skepsis herrschen müssen. Sicher lässt sich der Prozess hier noch verbessern. Und ja, ich verstehe, dass im Falle einer solchen Anklage schnell gehandelt werden muss (sonst stehen die Anwälte vor der Tür). Die Wiederherstellung muss in Fällen wie diesem jedoch schneller vonstatten gehen.

Community:

Leute, Ihr wart (und seid) Spitze! Und Ihr seht: Viele Tropfen ergeben einen heftigen Schauer. Der Spruch "Was können wir Kleinen denn schon ausrichten?" hat sich hier wieder einmal als Unsinn erwiesen: Wenn wir zusammen stehen, können wir etwas erreichen! Das sollten wir auch in Zukunft nicht vergessen. Ja, wir sind die "Konsumenten". Und wenn die Konsumenten zusammen stehen, können sie auch von großen Firmen nicht ignoriert werden!

Sehr gut finde ich auch den Rückhalt, den Ihr Seany angedeihen lasst – insbesondere auch dadurch, dass Ihr seine App jetzt auf seiner Website kauft. Einige tun dies sogar, obwohl sie die App weder nutzen noch brauchen, einfach aus Solidarität, und um Seany die Existenz zu sichern. Hut ab – DAS ist Zivilcourage! Und es macht auch anderen Entwicklern Mut, die sich sonst den Ansprüchen der "Großen" hilflos ausgeliefert fühlen – wenn sie wissen, dass im Notfall die Community sie nicht im Stich lässt. Bleibt dran! Denn noch ist die Sache für Seany nicht ausgestanden...


Weitere Details findet Ihr übrigens auch bei uns im Forum, wo Ihr herzlich zur Diskussion eingeladen seid.

 

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Kommentare

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  • Christian Grasser 06.02.2013 Link

    Einfach nur GEIL!!!
    Ich liebe einfach das Internet und die Community!!

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  • User-Foto
    Patrick 06.02.2013 Link

    die Bücher sind alle auf englisch. von daher ist es mir egal.

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  • Lionel 06.02.2013 Link

    We are the Champion We are the Champion my Friend ... =)

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  • R.S. 06.02.2013 Link

    Vielen Dank für deinen Bericht +Izzy!
    Es macht immer Spass deine Artikel zu lesen!

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  • PeterShow 06.02.2013 Link

    "die Bücher sind alle auf englisch. von daher ist es mir egal."

    Was ist dir egal? Das Schicksal von Mooreader? Oder litres.ru? Oder Flibusta?

    Ich denke bei litres und fibusta sind die ebooks eher auf russisch als auf englisch..

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  • the Queen :D 06.02.2013 Link

    ich finde es ist voll egal, weil es noch andere ,,dinge,, gibt wo man e-books runterladen kann :D und wenn die auf englisch sind ist es mir ssowieso egal

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  • criko 06.02.2013 Link

    Hab mit gerade mal die Bewertungen von LitRes im Playstore angesehen. Wie geil ist das denn ! Das nenne ich mal einen gelungenen Shitstorm ! LOL

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  • User-Foto
    Li qiang 06.02.2013 Link

    ich nutze moon reader auch nicht weil vieles nur in English ist .
    Aber was Litres da macht geht es nicht nur um Moon Reader.
    es geht um alle Entwickler.
    und ich hoffe Litres muss Entschädigung zahlen .

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  • 3po3 06.02.2013 Link

    Die Solidarität, die von der Community ausging war überwältigend.
    Und es freut mich, dass wir am Ende doch so viel erreicht haben.
    Die Aktion zeigt aber auch, dass wir, die User, die Konsumenten, die Käufer, die Anwender, viel mehr Macht haben als wir denken.
    Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir auch die ganz Großen, wie Smartphone Hersteller oder Googel dazu bringen, für unser Geld etwas für uns zu tun. Z.B. Updates rausbringen, die nicht verbugt sind, Geräte herstellen, die nicht nach kurzer Zeit Risse und Sprünge zeigen, Zahlungsmodalitäten erlauben, die leicht nachvollziehbar, für Minderjährige zugänglich und unkompliziert sind... usw.,usf.

    Glauben wir an UNS! und halten zusammen!

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  • Izzy 06.02.2013 Link

    @Patrick & Li Gang: Moon+ ist doch lokalisiert (kann also Deutsch). Und unter den "Benutzer Katalogen" (dieser Part greift auf eine Website zu, und ist daher in Englisch) findet Ihr auch "German" (also "Deutsch"), und dort gleich ganz oben "Izzys" (oops?) mit derzeit über 5.300 gratis Büchern in deutscher Sprache.

    @All Erst einmal Danke für Eure Beteiligung, Danke für Euren Dank und Euer Lob an mich :)

    Und richtig: Im konkreten Fall war Moon+ Reader (und damit die Existenzgrundlage seines Entwicklers) bedroht. Als Community haben wir uns hinter Seany gestellt, um ihn zu unterstützen. Hätten wir das nicht getan, wäre das am Ende auf uns zurück gefallen -- andere hätten sich ermutigt gefühlt, dem schlechten Beispiel von LitRes zu folgen. Jeder mag sich selbst ausmalen, wohin das geführt haben könnte...

    Und wie mein Resümé zeigt, fehlt nach wie vor ein wichtiger Schritt: LitRes muss jetzt den *praktischen* Schritt folgen lassen, und Seany nicht nur mit Worten, sondern auch mit harten Dollars versehen. Ich finde es schon bezeichnend, dass es LitRes nur um die User leid tut, die ihre App jetzt nicht im Playstore finden -- aber kein Wort darüber verliert, was sie Seany und seiner Familie damit zugemutet haben! Offenbar ist ihnen DAS ja auch egal, und sie wollen nur ihren eigenen Schaden begrenzen. Deshalb sollten wir uns jetzt noch nicht zurück lehnen und sagen: Gut ausgegangen. Aus meiner Sicht ist es bis jetzt nur "glimpflich ausgegangen", da Folgeschäden für die Community "begrenzt" wurden. Das Hollywood-Happy-End steht noch aus. Wird es eines geben?

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  • Peffken 06.02.2013 Link

    In Existenznot gebracht oder bedroht?!
    Ehrlich, ich finde diese Solidarität hier auch fantastisch, aber es ist ein ziemlicher unterschied und wahrscheinlich “fühlte er oder sah sich in seiner Existenz bedroht “. Nicht mehr und nicht weniger.
    @Izzy: Gut, ich kenne Seanys' Aufkommen und Lebensstandard nicht, aber deine Äußerung oben und die Relativierung unten passen a.nicht zusammen u. b. können eigentlich auch nicht sein. Nur wenn man sich ausmalt der Ausfall werde dauerhaft fortbestehen. In meinen Augen ein bisschen zu dick aufgetragen. Wie dem auch sei, dem Engagement der User hat es keinen Abbruch getan, wohl im Gegenteil...
    ...und der war ja wohl sagenhaft!!! Schön zu sehen, der war echt toll.

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  • User-Foto
    Li qiang 06.02.2013 Link

    hi Izzy ,als ich moon reader getestet habe,war es noch auf mein uralt Desire ,also schon fast 2 Jahre her.
    Bin selbst kein Bücher Freund .

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  • Matti B. 06.02.2013 Link

    @ Izzy:
    der Verweis auf "Krieg" und "Reparationszahlungen" finde ich im Artikel etwas unpassend. Das passende Wort wäre einfach "Schadensersatz" gewesen.
    Ansonsten: Guter Bericht der Ereignisse

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  • Izzy 06.02.2013 Link

    @Peffken Da hast Du wohl den Anfang verpasst: Seany verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf der Pro-Version. Und ja, mit dem Entfernen von MR+ Pro *war* seine Existenzgrundlage gefährdet. "Nur bedroht" wurden andere -- aber dazu lies bitte die verlinkten "vorigen Folgen". Ich sehe da auch keinen Widerspruch in meinen Aussagen: *Mit* Einlenken in die Erpressung seitens LitRes wären zumindest Einnahmen eines Monats futsch -- und ein recht ekeliger Präzedenzfall geschaffen. Die Alternative wäre: Nicht einlenken -- und Staub essen. Von daher war das Engagement der User nicht nur sagenhaft -- sondern auch notwendig.

    @Matti Ja, mag vielleicht ein wenig überzogen klingen. Aber es ging ja nicht nur um Seany -- dahinter stand schon ein größerer "Feldzug" (sorry) gegen eine ganze Reihe von Entwicklern. Und mehr, wenn LitRes damit durchgekommen wäre. "Durchsetzung von eigenen Interessen mit unfairen Mitteln" -- da fällt mir als Wortspiel ein Zitat ein: "Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" (General Carl von Clausewitz). Nur hat LitRes den Part mit der Politik (auch "Diplomatie" genannt) leider ausfallen lassen... Es ist nicht nur "Schadensersatz", auch "Schmerzensgeld" wäre hier angebracht, plus "Wiederherstellung".

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  • Sascha Gabriel 06.02.2013 Link

    also, ich muss mal sagen ich bin begeistert, zum einen über die com. die seany den rücken stärkt. und zum andern über die arbeit von seany ich hab ja den moon + pro nie genutzt genauso wie andere ebook reader, bis auf eine einzige app die kindel app für android.
    ich habe ja über die webseite die pro gekauft, hauptsächlich um seany was gutes zu tun. und mir die app trotzdem mal angeguggt. und nu liegt die kindel app auf der aschuss liste bei mir. ^^
    der mr+ pro ist um kilometer besser. und wenns im store wieder drin ist, hole ich sie mir einfach nochmal. :D

    kann man darin eigendlich ihrgendwie auf amazon zugreifen ? zumindest die dort gekauften ?. die taz ist ja auch möglich.

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  • Izzy 06.02.2013 Link

    MR+ kann zwar das MOBI Format lesen, welches auch die Kindle-App versteht -- nicht aber das mittlerweile von Amazon verwendete Kindle8 Format. Da bleibt Dir nur eine manuelle Umwandlung nach wahlweise MOBI oder EPUB mittels z.B. Calibre.

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  • PeterShow 06.02.2013 Link

    Zudem haben die meisten Ebooks bei Amazon einen Kopierschutz, den muss man erst mal "entfernen" vorher kann man die Ebook weder mit einem anderen Programm lesen noch die Ebooks konvertieren.

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  • CroKKz 06.02.2013 Link

    und die Bewertungen im PlayStore sinken immer weiter...ich finde das Verhalten der Community auch klasse!

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  • Conqueror 07.02.2013 Link

    Ich kann mich nur anschliessen die Programme der Firma auf 0 zu drücken..
    Der Versuch... soll denen im Hals stecken bleiben

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  • torat45 07.02.2013 Link

    Die Geschichte ist wirklich mies, aber ihr sprecht immer davon, dass die Entwickler in Existenznot geraten könnten und ihre Familien ernähren müssen. Meine Meinung dazu: Wenn sich ein Entwickler nur auf eine App konzentriert, ist er fast schon selbst Schuld. Ich gehe doch nicht davon aus, dass ich eine App entwickle und diese mir ein ganzes Jahr und länger für meinen Unterhalt sorgt. Geschweige denn kann ich mir vorher nicht sicher sein, dass sie ein Kassenschlager wird. Ein netter Nebenverdienst wird es schon sein, aber irgendwann fallen die Umsätze auch mal weg.

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  • flyte 10.02.2013 Link

    Was für ein Schwachsinn! Hast du eine Ahnung wie viel Arbeit hinter so einer App steckt? Da ist nicht "einmal programmieren und dann Urlaub".
    So eine App muss schließlich weiter entwickelt werden, Bugs müssen gefixed werden und das ganze drum herum(Homepage, community Pflege) muss auch passen. Damit hat eine Person wohl mehr als genug zu tun.

    Und jetzt frage ich dich: was ist dir lieber? Apps die von Entwicklern nur so nebenbei entwickelt werden und die dementsprechend funktionieren(gibt natürlich auch Ausnahmen)? Oder eine super app in der ein Entwickler sein ganzes Herz Blut rein steckt, was man auch der app anmerkt?

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