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King's Empire - Mittelalter im Internet

Nima Begli
6

Das Mittelalter fasziniert die Menschen. Anders kann man nicht erklären, dass so viele Filme, Serien und Bücher das Leben der damaligen Menschen aufgreifen und wiedergeben. Das Mittelalter steht jedoch auch für kriegerische Auseinandersetzungen und dem Idealbildes eines Ritters in glänzender Rüstung.

Man könnte das Mittelalter also als ideales Szenario für ein MMO bezeichnen. Prächtige Burgen und tapfere Ritter inklusive. Ob King's Empire diesem idealisierten Schema gerecht wird, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.1.0 1.8.5

Funktionen & Nutzen

Die hier gezeigten Screenshots entstammen dem Play Store / dem App Center. Wir bitten dies zu entschuldigen, da es unserem Tester aufgrund eines Auslandsaufenthaltes nicht möglich war eigene Screenshots hochzuladen.

King‘s Empire schlägt in die gleiche Kerbe wie unsere vergangenen Testkandidaten Galaxy Empire und Spartan Wars. Die grundlegende Spielmechanik ist vergleichbar mit dem Genre der Strategiespiele. Der Spieler wird „ins kalte Wasser geworfen“ und ist der König eines kleinen Reiches. Die ersten Schritte muss der neu gekührte König jedoch nicht alleine beschreiten. In den ersten Spielminuten wird der Spieler nämlich an der Hand genommen und Schritt für Schritt in die Spielwelt eingeführt. Das Tutorial schafft es dabei die grundlegenden Mechanismen des Spiel herauszustellen und auch einen roten Faden zu vermitteln, welchem man dann folgt.

Das Spielerlebnis gliedert sich - zumindest habe ich dies im Testzeitraum so erfahren - in verschiedene Abschnitte. Der erste Abschnitt wurde oben im Tutorial beschrieben. Der Spieler findet sich in seiner Aufgabe als König ein und lernt die grundlegenden Aufgaben kennen. Diese Aufgaben erstrecken sich neben der Verwaltung auch auf die Verteidigung des eigenen Reiches.
Nachdem der Spieler erfolgreich die verschiedenen Gebäude ausgebaut und verbessert hat, liegt der Fokus auf der Ausbildung einer schlagkräftigen Streitmacht. Diese Streitmacht benötigt zum Wachsen einiges an Zeit und Ressourcen. Letztere kann man schon während der Aufbauphase entweder Erplündern oder mühselig selbst erarbeiten. Der kriegerische Pfad führt in solchen Spielen meist schneller zum Erfolg und deshalb haben die Entwickler eine kluge Designentscheidung getroffen: Von NPCs geführte Dörfer.
Diese Dörfer finden sich auf der regionalen Karte in verschiedenen Größen und Aufbaustufen und stellen damit - für den Anfang - die idealen „Farmen“ dar. Mit dieser Entscheidung ist der Spieler nicht unbedingt auf aktive Spieler im näheren Umfeld angewiesen und kann in den ersten Spielstunden und Spieltagen seine Streitmacht ausbauen, bevor es gegen menschliche Kontrahenten ans Eingemachte geht.

Generell bietet King‘s Empire einige erfrischende Impulse, um den Spieler bei der Stange zu halten. So gibt es nach Beendigung des Tutorials sogenannte „Aufgaben“ zu erledigen. Diese Aufgaben gliedern sich in generelle Aufgaben und solche, welche es in täglicher Basis zu bestreiten gilt. Diese bringen dem Spieler in letzter Konsequenz zwei entscheidende Vorteile. Zum Einen hat der Spieler in den ersten Tagen - nachdem das Tutorial beendet wurde - einen ungefähren Leitfaden. Es kommt aus meiner Erfahrung nämlich häufig vor, dass man sich nach der Einleitung zu sehr auf einzelne Aspekte der Spielmechanik fokussiert und zum Beispiel vor lauter Kämpferei den Ausbau der eigenen Stadt vergisst - oder umgekehrt. Zum Anderen bieten die Aufgaben auch zusätzliche Belohnungen in Form von Ressourcen und Items. Items? Ja, richtig gelesen: Items!

Die Items sind eine weitere Komponente, welche das grundlegende Spielprinzip bereichern.

Man kann die in King‘s Empire vorkommenden Items auch mit Verbesserungen vergleichen. Sei es ein Item, welches sofort einen Ressourcenregen verspricht oder ein Friedensabkommen, mit dem der Spieler zusätzliche Stunden der Nichtangreifbarkeit erkaufen kann.
Nun stellt sich dem aufmerksamen Leser natürlich die Frage, wie diese Gegenstände erworben werden können. Die Antwort lautet: Mit und ohne Geldeinsatz.

Ohne Geldeinsatz werden die verschiedenen Verbesserungen in Form von Aufgaben oder Plünderungen erworben. So erlangt der Spieler in beständiger Regelmäßigkeit bei Plünderzügen gegen die feindlichen NPC-Dörfer Items. Diese sind zwar nicht Vertreter der höchsten Kategorie, aber für den Anfang reicht es. Auch durch die erledigten Aufgaben oder das Tutorial können Items erworben werden.
Eine weitere Möglichkeit ohne Geld gibt es noch und diese leitet auch zum größten Kritikpunkt des Spieles über. Der Wunschbrunnen ist eine zusätzliche Erweiterung, welche einen Einschub verdient hat.
Das Prinzip des Wunschbrunnens ist relativ einfach. Pro Tag erhält der Spieler anhand seiner Aktivität der letzten Tage „Wünsche“. Diese Wünsche können im Wunschbrunnen eingelöst werden und bestehen im Endeffekt entweder aus Items, Diamanten oder Truppen. Nun gibt es initial wenig am Wunschbrunnen auszusetzen und die Entscheidung aktive Spieler mit mehr Wünschen auszustatten ist generell auch nachvollziehbar. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, da man mit Diamanten zusätzliche Vorteile in Anspruch nehmen und sich pro Tag (wenn auch limitiert) zusätzliche Wünsche kaufen kann. Dies führt besonders zu Beginn zu einer deutlichen Machtverschiebung und bringt auch etwas zu viel „Glück“ ins Spielgeschehen hinein. 

Das Thema Geldeinsatz ist ein weiterer diskussionswürdiger Aspekt. So ist es verständlich, dass der Entwickler Geld verdienen muss, doch die Frage ist zu welchem Preis. Im Testzeitraum wurde zu oft klar, dass man mit deutlichem Einsatz von Geld zu viele Vorteile „erkaufen“ kann und damit die Balance im Spiel eine Wendung erhält. Gegen kleinere Verbesserungen hat niemand etwas einzuwenden, doch wenn man mit Diamanten eklatante Vorteile erstehen kann, dann kämpft der Spieler plötzlich gegen Windmühlen.
Als Beispiel sei hier, die Beschleunigung von Bauvorgängen oder die Möglichkeit vier Bauvorhaben gleichzeitig auszuführen, genannt. Beim ersten Beispiel kann man insbesondere die sehr lange Ausbildungszeit von Truppen beschleunigen und so in Kriegszeiten aus dem Nichts ungeahnte Truppenstärken erschaffen. Beim zweiten Beispiel kann man ohne Einsatz von Diamanten über Nacht vier langwierige Bauvorhaben beenden statt zwei. In beiden Fällen hat der Geldeinsatz eine spürbare Verschiebung der Balance verursacht.

Balance wird in King‘s Empire jedoch auch durch ein Levelsystem gewährt. So können Königreiche im Level aufsteigen und auch die Nutzung von verschiedenen Items ist an das jeweilige Level gekoppelt. So dauert es längere Zeit bevor man die einzelnen Levels erreicht und man fühlt einen gewissen Stolz, wenn man nach einigen Stunden des Spielens plötzlich einen solchen Motivationsschub erhält.
Generell macht King‘s Empire auch über Stunden und Tage hinweg viel Spaß und es gibt wenig auszusetzen.

So wäre es wünschenswert, wenn man nicht nur eine grafische Anzeige der Stadt zur Verfügung hätte, sondern auch eine Liste. Oft ist es nämlich so, dass man nur schnell ein Gebäude ausbauen möchte und dann durch die ganze Karte wischen muss. Auch ein Veto bei der Stadtpositionierung wäre positiv. Ich stelle mir dabei vor, dass man vor Spielbeginn angeben kann in welcher Himmelsrichtung das zukünftige Königreich stehen soll, um damit geografisch näher an Freunde heranzurücken.

Eine große Überraschung im Testzeitraum war die Spielbarkeit von King‘s Empire im mobilen Netzwerk. Dabei meine ich nicht die schnellen Varianten wie LTE oder 3G, sondern auch im gedrosselten Zustand kann man King‘s Empire mit etwas längeren Wartezeiten gut spielen.

Der letzte Aspekt, der noch angesprochen werden sollte, ist die Kommunikation mit anderen Spieler. Man spielt nämlich ein Multiplayerspiel. Hier kann man wieder verschiedene Facetten differenzieren, doch im Endeffekt gibt es persönliche Bündnisse mit Freunden, Allianzen und natürlich Feinde. Bei den Allianzen handelt es sich um Zusammenschlüsse von Spielern, welche gemeinsam versuchen Ziele, wie die Eroberung von Städten, zu erreichen. Das Allianzsystem könnte jedoch an dieser Stelle etwas ausgeweitet werden, sowie ein bleibender Chatverlauf wäre schön. Der globale Chat ist auch immer gut besucht, wobei ein Großteil der Schriftbeiträge für mich nicht lesbar waren, da in kyrillischer Schrift verfasst.

 

Fazit:

King's Empire macht Spaß und weist ein großes Suchtpotenzial auf. Man wird zu Beginn an der Hand genommen und sobald man im Spielgeschehen eingetaucht ist, gibt es mit den Aufgaben einen weiteren Leitfaden, der eine gewisse Richtung vorgibt.
Aspekte wie die erreichbaren Levelaufstiege, die Möglichkeit mit anderen Menschen im Multiplayer zu spielen, sowie die NPC-Dörfer motivieren den Spieler und halten die Laune auch während Tiefphasen oben. Wertvolle Gewinne beim Wunschbrunnen haben selbigen Effekt.

Aber es gibt auch Schattenseiten. So ist der Vorteil durch In-App-Einkäufe zu hoch und führt zu Verschiebungen in der Spielbalance. Auch die Zufallskomponente beim Wunschbrunnen schlägt - besonders zu Beginn des Spiels - auf den Magen. Kleinigkeiten wie eine fehlende Wunschposition auf der Karte sind verschmerzbar, aber werden trotzdem vermisst.

Unterm Strich steht ein sehr gutes Spiel, welches auch ohne Geldeinsatz Spaß machen kann und welches einen näheren Blick allemal Wert ist.

Bildschirm & Bedienung

Innerhalb dieser Kategorie muss man verschiedene Aspekte der Präsentation und Bedienung unterscheiden.

Der erste Eindruck von King's Empire ist überwiegend gut. So kann die grafische Präsentation durchweg überzeugen und man erkennt eine gewisse Liebe zum Detail. Zwar macht sich bei der höchsten Zoomstufe ein kleiner Schleier der Unschärfe bemerkbar, aber dies wird allemal wettgemacht durch kleine Details in der Präsentation. Diese Kleinigkeiten können trainierende Ritter sein, die ihrer schweißtreibenden Arbeit nachgehen.
Die Regionskarte fällt im Vergleich zur Stadtkarte von der grafischen Präsentation ab und zeigt sich eher schlicht und einfach.

Neben der grafischen Präsentation spielt natürlich auch die musikalische Darbietung eine wichtige Rolle. Sie hilft dem Nutzer in das mittelalterliche Szenario einzutauchen. Zwar kann die Hintergrundmusik diesen Zweck anfangs erfüllen, doch mit der Zeit wirkt sie sehr repetitiv. Auch die im Startbildschirm episch wirkende Musik wird im Spiel durch unspezifische Klänge ersetzt. Das geht besser!

Bei der Bedienung gibt sich King‘s Empire keine Blöße und kann schwere Geschütze auffahren. Im Testzeitraum gab es fast keine Fehleingaben und auch die generelle Navigation geht locker von der Hand.

Speed & Stabilität

Im Testzeitraum ist King's Empire regelmäßig, aber selten, abgestürzt. Diese Abstürze sind verschmerzbar, da man keine Daten und Fortschritte verliert, aber sie sind nervig. Auch an den Ladezeiten könnte noch etwas getan werden.

Preis / Leistung

King's Empire ist kostenlos und werbefrei im App Center verfügbar. Auch diesmal gibt es den Hinweis auf die In-App-Einkäufe und die damit einhergehende Verzerrung der Balance.

Screenshots

King's Empire - Mittelalter im Internet King's Empire - Mittelalter im Internet King's Empire - Mittelalter im Internet

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

Tap4Fun

iOS and Android online strategy games developer.

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • MisterO 04.04.2013 Link

    tolle Screenshots...

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  • matze 05.04.2013 Link

    Ja, sehr vielsagend über das Spiel.... :-)

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  • Hans M. 06.04.2013 Link

    An den Screenshots erkennt man ganz deutlich dass es sich hier um platzierte Werbung handelt.

    Ein ernstgemeinter Test würde versuchen mit Bildern Einblicke in das Gameplay zu geben.

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  • User-Foto
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    Nima Begli 06.04.2013 Link

    Danke Hans M, dass du so umfassende Einblicke in unsere Arbeit gewährst ;)

    Ich hatte aufgrund meines Iran Aufenthaltes keine Möglichkeit Screenshots selbst hochzuladen und musste deshalb auf die Screenshots aus dem Play Store/App Center zurückgreifen. *Ironie* Aber das ist bestimmt auch nur ausgedacht, um die Werbung hier zu verschleiern. *Ironie*

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  • Hans M. 06.04.2013 Link

    Jetzt wo Du es sagst kann ich es verstehen, aber das hast Du in Deinem Beitrag mit keinem Wort erwähnt.

    Und es ist bekannt dass es momentan gerade bei bekannten Blogger-Seiten massig Anfragen von SEO-Agenturen gibt, die in Form von "Gastbeiträgen" oder "Tests" ihre Werbung platzieren.

    Und es ist natürlich sehr verlockend als Seitenbetreiber ohne Aufwand fremde Beträge zuzulassen und dafür noch ordentlich Geld zu bekommen.

    Eine seriöse Seite sollte dies aber tunlichst unterlassen, da dadurch das Vertrauen des Lesers verloren geht.

    Und wenn nun ein "Test" plötzlich keine Screenshots aus dem Test enthält, sondern nur die Werbefotos abbildet, dann führt das schnell zu einem sehr faden Beigeschmack.

    Also das nächste Mal einfach dazu schreiben, wir Leser lieben ehrlich geschriebene Beträge ;-)

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  • User-Foto
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    Nima Begli 06.04.2013 Link

    Werde ich sehr gerne heute noch nachholen. Danke für die detaillierte Antwort Hans :)

    Um ehrlich zu sein, kann ich den Kritikpunkt nachvollziehen, aber in diesem Fall wollte ich nicht den Leser nicht mit meiner Lebensgeschichte nerven. In Zukunft also nicht beschweren ;)

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