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King's Bounty: Legions - Rundenstrategie!

Nima Begli
1

In den letzten Jahren haben Rollenspiele und Ego-Shooter die Spieleindustrie dominiert. Ein Genre hat jedoch einige unserer Leser in der Kindheit begeistert und dieses ist die Rundenstrategie. 

Unser heutiger Testkandidat King's Bounty: Legions ist in diesem Genre zu Hause und ob neues Feuer entfacht werden konnte, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.4.12 1.9.70

Funktionen & Nutzen

Die Rundenstrategie hat es - wie in der Einleitung angesprochen - nicht leicht. Taktische Überlegungen und langfristige Strategie scheinen nicht mehr lukrativ zu sein. Unserer Meinung nach völlig zu Unrecht! Denn mit Disciples und Heroes of Might and Magic sind zwei Klassiker der Spielehistorie in diesem Genre beheimatet. Ein weiteres Spiel, welches Kenner des Genres lieben dürften, ist King‘s Bounty. Nun hat es der mobile Ableger endlich vom iPad auch auf das Android Smartphone geschafft und bringt gleich ein sehr ansprechendes Feature mit. Denn es ist möglich mit einem Facebook Account das Spiel sowohl auf dem iPad, als auch auf dem Androiden, zu spielen. Der Clou dabei ist, dass die Spielstände synchronisiert werden und der Spieler damit immer auf das passende Gerät zurückgreifen kann.
Hierbei ist jedoch zu erwähnen, dass ein Facebook Account NICHT obligatorisch ist. Dieser ist rein fakultativ und bietet Komfortfunktionen an. Das Spiel ist jedoch auch ohne Anmeldung spielbar und macht auch in diesem Zustand einen sehr guten Eindruck.

Nachdem der Spieler das Tutorial durchlaufen hat (vermittelt die basalsten Kenntnisse über das Spiel) findet er sich in einer schön animierten Übersichtskarte der Spielwelt wieder. Die Rolle, welche vom Spieler eingenommen wird, ist die eines Feldherren. Standesgemäß kann dann auf dieser Übersichtskarte das eigene Heer verwaltet werden und ein Inventarmanagement ist auch vorhanden.
Die Verwaltung der Gefolgsleute gestaltet sich recht simpel. Es gibt verschiedene Einheiten aus verschiedenen Kategorien (Rassen), welche alle spezielle Vor- und Nachteile mit sich bringen. Diese spezifischen Stärken und Schwächen gilt es nun geschickt zu bewerten und im Kampfeinsatz zum eigenen Vorteil zu nutzen. Hier liegt die Schwierigkeit immer darin, dass der nächste Schritt des bevorstehenden Gegners erahnt werden muss.

Ein weiterer fundamentaler Bestandteil King‘s Bountys ist das Craften. Unter Craften versteht man in Onlinespielen das Sammeln von diversen Gegenständen, um in der Folge wertvolle Items herzustellen. Dies funktioniert zwar sehr gut, aber das Craften kann im Verlauf des Spiels zur Geduldsprobe werden, wenn der letzte Bestandteil eines mächtigen Gegenstandes auf sich warten lässt. Dieses Prinzip ist jedoch ähnlich in fast allen Online-Rollenspielen zu finden und eher als eine Art „Spezialität“ des Genres zu betrachten. Der Spieler soll bei der Stange gehalten werden und auch soll das Erbauen eines solchen Gegenstandes eine besondere Leistung darstellen.

Der Spieler hangelt sich dann im weiteren Verlauf des Spiels von Quest zu Quest. Diese Aufgaben stellen jedoch eher eine Ausrede zum Kampf dar und die Geschichte hinter King‘s Bounty kann den Spieler nicht, wie zu Beginn gewünscht, fesseln. Wenn nun solche Kampfhandlungen vorgenommen werden, wechselt das Spiel aus der Übersichtskarte in eine Detailkarte des Schlachtfeldes.
Dieses Schlachtfeld ist in hexagonale Felder aufgeteilt und macht den Großteil der taktischen Komponente aus. Hier kommt es auf die Aufstellung der einzelnen Einheiten an und auf die Art und Weise wie sie kämpfen. So kann ein Nahkämpfer zum Einen im Nahkampf brillieren, als auch die eigenen Fernkämpfer vor Assassinen beschützen. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.
Doch ganz unabhängig vom Kampfsystem, welches sehr ausbalanciert wirkt, sind drei weitere Aspekte beziehungsweise Kritikpunkte zu besprechen. So folgt King‘s Bounty dem Freemium-Modell. Bedeutet im Klartext, dass das Spiel kostenlos ist, aber per In-App-Einkäufe diverse Verbesserungen möglich sind.
Diese Verbesserungen greifen teilweise stark in das Spielgeschehen ein und verzerren die Kräfteverhältnisse im Spiel. Dies mag im PvE Modus kein Problem sein, da man ruhig die ein oder andere Minute warten kann, aber im PvP Modus verhält sich dies anders. So kann man im direkten Wettstreit mit anderen Spielern Vorteile erkaufen, welche schlussendlich den Sieg bedeuten können. Dies geschieht entweder direkt durch Items oder indirekt durch eine vermehrte Aktivität durch das Regenerieren von Energie.

Die Energie führt uns auch schon zum zweiten Kritikpunkt des Testberichtes. So fußt die Anzahl an durchführbaren Aktionen auf der Menge an verbleibender Energie. Dies bedingt folgerichtig Zwangspausen, wenn diese Energie erschöpft ist und somit der Spieler keine weiteren Aktionen durchführen kann. Doch das Spielprinzip wurde zumindest teilweise von den Entwicklern fairer gestaltet, indem es dem Spieler erlaubt auf „Erkundungen“ zu gehen. Diese spülen, je nach Dauer der Erkundung, verschiedene Mengen an Gold in die Heereskasse. Dadurch wird zumindest zu Teilen das Handicap beseitigt. 

Der letzte große Kritikpunkt ist der bereits oben erwähnte Player versus Player Spielanteil. Hier ist nicht nur ein Ungleichgewicht auf Basis des Geldeinsatzes möglich, sondern teilweise funktioniert das „Matchmaking“ auch nicht richtig. Unter Matchmaking versteht man das Zuweisen von menschlichen Gegnern bei direkten Duellen. Hier ist es im Testzeitraum mehrfach dazu gekommen, dass der Gegner übermächtig war und deshalb der Spielspaß gegen Null ging. Auch die Folgen (Regeneration der Armee) waren demotivierend.

 

Fazit:

 

King's Bounty: Legions ist ein Spiel mit viel Potenzial. Diese Phrase ist natürlich geläufig und wird zu gerne - auch inflationär - benutzt, aber im Falle von King‘s Bounty trifft sie vollkommen zu.

Das Spiel kann auf taktischer Ebene glänzen und wäre das Spiel für 10 Euro im Play Store verfügbar (ganz ohne Freemium und kaufbaren Gegenständen, die einen Vorteil erbringen), hätte das Spiel eine hervorragende Bewertung mehr als verdient.

So ist jedoch das Freemium-Modell der Aspekt, der die weiteren Kritikpunkte des Spiels hervorruft. Das Matchmaking ist dadurch verzerrt, man muss regelmäßig Pausen einlegen und man hat nie das Gefühl, dass das Spiel ohne Geldeinsatz erfolgreich spielbar ist.
Die Endnote ergibt sich nun aus einer hervorragenden Bewertung des PvE Anteils und einer noch guten Note für den PvP Bereich.

Bildschirm & Bedienung

King's Bounty: Legions ist ein sehr liebevoll gestaltetes Spiel. Die Übersichtskarte kann überzeugen und auch die Animationen im Kampfgeschehen sind nett anzusehen.

Leider wirkt das gesamte Spiel auf den kleinen Bildschirm übertragen. Die Bedienung scheint auf einen viel größeren Bildschirm ausgelegt zu sein und wirkt teilweise sehr fimmelig und zu klein geraten. Auch die Anzeige von Text hat auf dem Nexus 4 nicht gänzlich funktioniert.

Nichtsdestotrotz ist eine sehr gute Bewertung vollends verdient, da die grafische Präsentation überzeugen kann und die Bedienung bis auf die angesprochenen Kritikpunkte auch gut gelungen ist.

Speed & Stabilität

King's Bounty: Legions braucht etwas lang um eine Verbindung zu den Servern aufzubauen. Wenn es dann aber losgeht, funktioniert alles flott und ohne Probleme.

Preis / Leistung

King's Bounty: Legions ist kostenlos und werbefrei verfügbar. Hier müssen aber Abzüge aufgrund der In-App-Käufe getätigt werden.

Screenshots

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Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

Nival Inc.

test

E-Mail an Entwickler Entwicklerprofil

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Patrick vor 11 Monaten Link

    Nett, eigentlich. might and magic style. Bei mir ist die Umgebung in den Kämpfen leider komplett pink:-) . Die facebook Anmeldung klappt zwar, nicht jedoch die Bonis, die damit verknüpft sind. Schade.

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Die Buttons sind vertauscht, obwohl die XML richtig ist und wenig verändert hab