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Ingress - Googles Augmented Reality Hit

Thomas Weissenbacher
16

Kaum ein Spiel hat in letzter Zeit so einen Hype um sich aufbauen können wie Ingress - obwohl es noch in der Beta-Phase ist. Aber worum geht es bei dem Spiel? Was kann man mit der App machen, wie läuft das ab? All das klärt unser Test!

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.20.0 1.60.0

Funktionen & Nutzen

Testgeräte
Samsung Galaxy Note 2
Android Version: 4.1.2
Root: Ja
Modifikationen: Nein

Samsung Galaxy Tab 10.1
Android Version: 4.0.1
Root: Ja
Modifikationen: Nein

Details zur App
Verwendbar ab: 2.3
Größe nach Installation: Ca. 29 MB
Ice Cream Sandwich bzw. Jellybean optimiert: Ja
Tablet optimiert: Nein, funktioniert aber ohne Probleme

Berechtigungen
Netzwerkkommunikation
System-Tools
Ihre Konten
Ihr Standort
Hardware-Steuerelemente
Speicher
Ihre persönlichen Informationen

Fazit zu den Berechtigungen
Die Berechtigungen von Ingress zeigen keine Auffälligkeiten. Fürs Spielen ist eine aktive Internetverbindung notwendig.

Hinweis: Am Ende dieser Kategorie gibt es eine Link-Sammlung, die für Anfänger sehr nützlich ist.

Selbst wenn man sich nicht für Ingress interessiert, sind die Chancen gar nicht mal so klein, damit indirekt in Berührung zu kommen. Besonders in Großstädten schwärmen immer mehr Leute aus, die unwissenden Passanten vielleicht etwas seltsam vorkommen. Eine Gruppe von Leuten, die alle mit dem Smartphone vor einem Denkmal stehen und zwanzig Minuten lang ganz hektisch herumwerken? Mit Ingress eher die Regel als die Ausnahme. Aber was ist Ingress eigentlich? Ingress ist ein sogenanntes „Augmented Reality Massive Multiplayer Online Game“, kurz gesagt: Es ist ein Online-Spiel, das die Realität „erweitert“. Und das funktioniert so: Die Hintergrundgeschichte besagt, dass Wissenschaftler eine neue Energie auf der Erde entdeckt haben, die „Exotic Matter“ (XM) genannt wird. Schon bald darauf haben sich zwei Gruppierungen gebildet: Die Enlightened (Erleuchteten), die diese Energie nutzen wollen, und die Resistance (Widerstand), die befürchten diese Energie könne der Menschheit schaden. Hinter den Enlightened gibt es auch noch die „Shaper“ (Former), Aliens die angeblich den Ablauf des Kampfes der zwei Gruppierungen beeinflussen. Es ist wichtig zu betonen, dass keine der zwei Fraktionen „böse“ oder „gut“ ist. Generell wird vielleicht die Resistance eher als „die Guten“ angesehen, da sich die Geschichte aber immer weiter entwickelt kann niemand so genau sagen, wie sich die Fraktionen entwickeln. Der Kampf um die Exotic Matter (XM) dreht sich um Portale. Am Anfang des Spiels hat Google auf eine Datenbank mit historischen Bauwerken, Plätzen und Monumenten zugegriffen und an diesen Plätzen Portale platziert. Das funktionierte leider nicht überall so gut - in Graz, immerhin der zweitgrößten Stadt Österreichs, gab es nur 6 Portale.

Spieler können aber Fotos mit GPS-Markierung von interessanten Orten, Bauwerken und Monumenten machen und diese als Portalvorschlag an Google mailen. Nach einigen Wochen geht dort mit etwas Glück ein neues Portal online. Dadurch wimmelt es, besonders in größeren Städten, schon fast an jeder Ecke nur so vor Portalen. Soviel zum Hintergrund. Als Spieler muss man nun zu einem dieser Portale gehen - und zwar in der realen Welt, d.h. man muss sich wirklich an einem bestimmten Ort befinden. Als Stubenhocker kann man Ingress also nicht spielen. Hat man die App geöffnet, kann man die Portale am Display sehen. Befindet man sich in Reichweite eines Portals (50 Meter), kann man es hacken. Dadurch bekommt man bei feindlichen Portalen Erfahrungspunkte (AP) und Items, bei Portalen der eigenen Fraktion nur Items - die dafür aber fast immer besser sind. Nach einem Hackvorgang muss man fünf Minuten warten, um das Portal erneut hacken zu können, zudem darf man innerhalb von vier Stunden nur viermal hacken. Mit XMPs, einer Art Energiewaffe, muss man die Resonatoren um das Portal herum zerstören. Resonatoren werden von einem Spieler oder einem Team platziert, um das Portal mit Energie zu versorgen. Es gibt maximal acht Resonatoren je Portal, und diese können von Level 1 bis 8 sein und sind dementsprechend leicht oder schwer zu zerstören. Sie sind um das Portal herum platziert. Außerdem kann man Resonatoren entweder vor Ort wieder aufladen oder mit einem Portal Key (Portalschlüssel), den man ab und an beim Hacken bekommt, auch aus der Entfernung. Zusammenarbeit mit anderen Spielern ist sehr oft ratsam. Auch die XMPs sind je nach Level natürlich bedeutend stärker und haben eine größere Reichweite.

Hat man alle Resonatoren zerstört, egal ob allein oder in der Gruppe, kann man das Portal für die eigene Fraktion einnehmen und Resonatoren platzieren. Je stärker diese sind, desto weiter kann man ein Portal anschließend mit einem anderen Portal verbinden (linken). Hat man drei Portale miteinander verbunden, entsteht ein dreieckiges Energiefeld - je größer so ein Feld ist, desto mehr Punkte gibt das global der eigenen Fraktion. Es gibt immer wieder riesige Energiefelder die dutzende oder gar hunderte Quadratkilometer abdecken - aber sobald einer der drei Eckpunkte, sprich ein Portal zerstört wird, fällt das Energiefeld zusammen. Zusätzlich kann man Portale auch mit Schildern verstärken. Verbindet man Portale, so verliert man den Portal Key. Um all diese Aktionen zu machen, benötigt man Energie (XM), die man unterwegs oder um ein Portal herum aufsammelt. Grundsätzlich gilt: Die Energie (außer die direkt bei einem Portal) spiegelt echte Leute mit Android-Geräten wider. Ein belebter Hauptplatz etwa strotzt nur so vor Energie, eben weil dort viele Android-Geräte herumgetragen werden. Eine leere Gasse wird kaum oder gar keine Energie bieten. Die Energie wird als weiße Punkte dargestellt. Google verknüpft hier Spiel und Realität perfekt.

So viel zum Spielablauf. Es liegt in der Natur von Ingress, dass es in belebteren Gebieten nie Stillstand gibt. Portale sind heiß umkämpft und wechseln oft sogar mehrmals in einer Stunde die Fraktion. Spielt man in einer größeren Stadt wird man sehr oft auch auf andere Spieler treffen. Manche agieren sehr versteckt - Augen offen halten ist angesagt. Ich habe immer wieder gute Gespräche mit anderen Spielern geführt und auch Treffen gibt es immer wieder mal. Eine Gruppe guter Spieler, die in der Nacht zusammen durch die Innenstadt zieht, kann sehr schnell viele Portale „umfärben“ und dabei auch noch schwächere Spieler "mitziehen". Die soziale Komponente ist ebenso wichtig wie die Tatsache, dass man auch „raus muss“.

Die Ingress App gibt es bisher nur für Android Geräte. Ingress befindet sich eigentlich in einer geschlossenen Testphase und man kann nur mit einem Einladungs-Code zu spielen beginnen. Diesen erhält man, wenn man sich auf der Ingress Homepage anmeldet (wobei das durchaus ein paar Wochen dauern kann) oder indem man etwa auf Google+ in Ingress Gruppen um einen Code bittet. Manche Spieler erhalten Codes und können diese weitergeben. Trotz dieser Einschränkung gibt es jetzt schon sehr viele Spieler. Wer Ingress testen will, dem sei ans Herz gelegt nicht bis zur endgültigen Freigabe des Spieles zu warten - Gerüchten zufolge könnte das noch über ein Jahr dauern, und bereits jetzt ist das Spiel eigentlich in vollem Umfang und ohne wirkliche Probleme zu genießen.

Die App sieht futuristisch aus und ist grundsätzlich sehr einfach aufgebaut. Oben sieht man den Levelfortschritt und die Energieleiste, rechts gelangt man mit „OPS“ zu den Items. Unten sieht man eine Chat-Zeile, über „COMM“ wird diese vergrößert und man kann Nachrichten allgemein oder nur an die Fraktion schreiben. Sehr nützlich ist eine Funktion, mit der man Nachrichten auf einen bestimmten Umkreis reduzieren kann. Im Chat werden auch Aktionen der Spieler angezeigt, etwa wenn jemand ein Portal einnimmt. Unter OPS sieht man neben den Items (XMPs, Resonatoren, Schilde und Portal Keys sowie Intel) auch noch den momentanen globalen Punktestand, Missionen (die es aber nur im Zuge der Einführungsmission gibt), eine Rekrutierungs-Option falls man Codes zu vergeben hat und Einstellungen. In der App sieht man Portale nur in einem bestimmten Umkreis - man kann die Karte nicht frei verschieben. Dazu muss man auf die Ingress-Karte im Internet gehen, die es seit kurzem auch als mobile Seite gibt. Das, zusammen mit einem Timer beim Portal-Hacken, sollte noch Einzug in die App halten. Zudem ist der Chat oft etwas „hinten nach“, aber das fällt für mich unter wirklich kleinere Probleme der Beta-Phase.

Fazit
Ingress ist zwar noch in der geschlossenen Testphase, aber im Grunde ein fertiges Spiel: Es lässt nur wenige Details vermissen und die abertausende Portale weltweit sind bereits heiß umkämpft. Mit etwas Glück und Anfragen in Google+ Gruppen kann man auch recht schnell einen Einladungs-Code ergattern - passende Gruppen gibt es weiter unten in der Link-Sammlung! Ingress ist nicht nur ein tolles Spiel, es ist einmal „etwas Anderes“. Wenn ich als Couch-Potatoe um Mitternacht bei dichtem Schneefall noch auf Portal-Jagd gehe, dann will das schon etwas heißen - Ingress motiviert den Spieler ungemein. Da man immer wieder mal im Team agieren sollte, lernt man auch viele andere Spieler kennen. Die meisten Mitspieler sind sehr hilfsbereit, Anfängern wird auf Google+ und beim Spiel selbst geholfen, Items werden verschenkt oder getauscht - und das oft sogar über Fraktionsgrenzen hinweg. Wer sich auch nur ein kleines bisschen für Ingress interessiert sollte sich unbedingt einen Code holen und zu spielen beginnen - es ist den Aufwand wert!

Nützliche Links:

Die Ingress Homepage samt Anmeldung für Zugangscodes

Eine deutschsprachige, umfassende Anleitung mit vielen nützlichen Tipps: "How not to suck at Ingress"

Ingress Austria auf Google+

Ingress Austria - Neutraler Boden auf Google+

Ingress Germany auf Google+

Ingress Schweiz

Bildschirm & Bedienung

Die App ist in Blau, Grau und Schwarz gehalten. Einzig Enlightened-Spieler bekommen zumindest einen kleinen Klecks Grün spendiert. Da App zeigt auch keine Straßennamen an und ist wirklich absichtlich minimalistisch gehalten, damit man sich auf XM-Energie und Portale konzentriert. Alles in allem sieht die Ingress App gut aus und ist sehr einfach zu bedienen.

Speed & Stabilität

Hier könnte man durchaus noch nachbessern. Mit Abstürzen hatte ich eigentlich nie zu kämpfen, das variiert aber je nach Gerät. Ingress setzt zudem zwar keine High-End Geräte voraus, aber je mehr Portale zu sehen sind, desto ruckeliger wird es: In der Wiener Innenstadt etwa kommt auch das schnellste Quadcore-Monster zum Schwitzen. Hier sollte noch nachgebessert werden. Auch die Akkulaufzeit wird von Ingress auf eine harte Probe gestellt: Durch das ständig aktive GPS, Display- und Prozessorauslastung schmilzt jeder gewöhnliche Smartphone-Akku wie Eis in der Sonne. Wirklich aktive Ingress-Spieler haben meist einen zweiten Akku, ein Akkupack zum Laden oder ein Zweitgerät mit. Mein Galaxy Note 2 ist hier wirklich ein Segen und hält rund doppelt so lange wie das in Pension geschickte Galaxy Nexus, zudem ist der GPS-Empfang wesentlich besser.

Preis / Leistung

Ingress ist kostenlos und werbefrei im Google Play Store erhältlich.

Screenshots

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Vergleichbare Anwendungen

Entwickler

NianticLabs@Google

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Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Simon V 06.03.2013 Link

    Gut dass du auch auf die soziale Komponente des Spiels eingegangen bist - die ist nämlich wirklich nicht zu vernachlässigen!

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  • Nils F. 06.03.2013 Link
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  • Nils F. 06.03.2013 Link
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  • burning_heaven 06.03.2013 Link

    Definitiv ein klasse Game! Ich spiele das jetzt seit ca. dreieinhalb Monaten. Am meissten spass macht es, natürlich, in einer Gruppe. Wir treffen uns unregelmässig und meisst geht es danach noch in irgendeine Bar, die auf dem Weg liegt... ;)
    Und ingress War einer der Gründe, warum ich mir einen Akkublock gekauft habe.

    Ingress ist 100% zu empfehlen!

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  • Martin Krischik 06.03.2013 Link

    @burning_hea: Da hast du noch mal Glück gehabt. Ich bin 2 Monate dabei und es ist Mega Lahm.

    Fast alle Portale sind L5 und besser und es gibt kaum eine Möglichkeit weiter zu kommen.

    Klat gibt es mal eine Hilfestelleung aus der eigenen Fraktion. Aber das ist auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

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  • Thomas Weissenbacher 06.03.2013 Link

    @Martin Krischick: Wir haben bei uns eine Zone eingerichtet, bei der nur Resonatoren mit niedrigem Level platziert werden dürfen, damit schwächere Spieler Punkte sammeln können.

    Klappt ganz gut, außer es kommt ein Spieler der von dieser Regelung nichts weiß - dann sind halt mal Level 6 und 7 Resonatoren drin. Aber nach kurzer Zeit spaziert ein stärkerer Spieler vorbei und setzt wieder schwache rein.

    Der "Lowlevel-Battleground" ist für Anfänger echt klasse. Da müssen sich halt beide Fraktionen daran halten und dran beteiligen.

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  • vincent M. 07.03.2013 Link

    Der Anfang ist Doppelt gemoppelt

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  • Marcus B. 07.03.2013 Link

    Wow ich ich hab den Test mit Begeisterung gelesen! Das hat mich neugierig gemacht und werd mir das glaub ich mal geben! Jetzt stimmt ja langsam auch das Wetter ;)

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  • Thomas Weissenbacher 07.03.2013 Link

    @vincent M: Danke für den Hinweis - der Editor zum Erstellen der Tests wurde generalüberholt, damit kämpfe ich im Moment etwas :-) Beim Bearbeiten des Tests kommt eine Fehlermeldung

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  • Laurin 08.03.2013 Link

    Teste ich mal .

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  • Martin 08.03.2013 Link

    Das Spiel ist lustig, aber die Cheater Bekämpfung ist eine Katastrophe. Da hüpft einer in Graz innerhalb einer Minute mehrere Kilometer, es wird auch gemeldet aber das scheint keine Sau zu interessieren. Einer der es sogar zugegeben hat wurde erst nach 2 Monaten gesperrt . In der Hinsicht ist das Spiel noch pre alpha.

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  • Martin 08.03.2013 Link

    Leider kann ich nicht editieren : kauft euch ein Akkupack, sonst ist das Spiel schnell vorbei.

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  • Thomas Weissenbacher 08.03.2013 Link

    @Martin: Du hast absolut Recht - war bei der Geschichte damals eh voll mit dabei :-)

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  • Franz.Gl. 09.03.2013 Link

    Also das mit dem Codeis so ein Ding ich wart schon seit Monaten darauf ohne Erfolg würd mir das game gerne an schauen aber irgend wie kommt bei mir nix an

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  • Jack T. 13.03.2013 Link

    Spiele es seit ein paar tagen und bin begeistert, wenn man nicht überall hin mit dem Auto fährt, bringt einen das Spiel wirklich dazu sich mal zu bewegen und einige Sehenswürdigkeiten anzuschauen... Und man lernt viele neue Leute kennen! ;)
    Wer im Schwarzwald-Baar Kreis und auf der Enlightened Seite ist, kann sich gerne bei uns in der Gruppe melden: http://goo.gl/7knzr

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    • Tina Weisheit vor 2 Monaten Link

      Franz mir geht es genauso ich weis absolut nicht wie man so einen code bekommt hab nur mal was von das dir das jmd. Zuschickt & dich jmd. Einladen muss gelesen...

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