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Ideen verwalten mit MemoryTree

Izzy
3

Mindmaps sind eine feine Sache, um Konzepte zu ordnen und Ideen zu visualisieren. Vor Kurzem haben wir in diesem Zusammenhang die App Mind Map Memo getestet. Warum also schon wieder eine solche App? Zum Einen wollen wir Euch natürlich Vergleichsmöglichkeiten geben. Zum Anderen unterscheiden sich beide Apps nicht nur in ihrem Funktionsumfang. Ist MemoryTree also nun besser als die zuvor getestete App, oder einfach nur anders? Wie gut schlägt sie sich im Test? Wer weiterliest, wird es erfahren.

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.01 1.01

Funktionen & Nutzen

Testgerät: Cat Stargate 2
Android-Version: 4.1.1
root: Nein
Modifikationen: keine

App Anforderungen:
Android 2.2+
Paketgröße: ca. 320 kB
Permissions: Netzwerk-Zugriff (für Werbung), Test auf verfügbares USB-Storage

Beim ersten Start begrüßt den Anwender ein recht schlicht aussehender Bildschirm (erster Screenshot), auf dem nicht viel los zu sein scheint. Hier lassen sich neue "Bäume" (also Mindmaps) erzeugen, oder bestehende öffnen. Auch das Anlegen von Ordnern zur besseren Verwaltung der eigenen Mindmaps ist von diesem Bildschirm aus möglich. Sind Ordner vorhanden, lassen sich bestehende Mindmaps auch nachträglich in selbige verschieben, wofür man durch langes Drücken auf den entsprechenden Eintrag das Kontext-Menü öffnet. Aus selbigem Heraus lassen sich Mindmaps auch umbenennen, Löschen, oder die Farbe des zugehörigen Icons anpassen. Der einzige Punkt im Menü erlaubt das Importieren von Mindmaps aus dem Mindmap- bzw. MemoryTree-Format – wofür sich wahlweise ein Dateibrowser verwenden lässt, oder die App die gesamte SD-Karte automatisch durchsuchen kann.

Wer ganz neu im Land der Mindmaps ist, tippt am Besten zuerst auf den mit "Manual" beschrifteten Eintrag, um sich die Bedienung kurz und bündig näher bringen zu lassen: Naheliegend, dass dieses Handbuch als Mindmap integriert ist (zweiter Screenshot). Wie die gesamte App, ist jedoch auch dieses leider nicht in deutscher Sprache verfügbar: In meinem Test zeigte sich MemoryTree durchweg in Englisch.

Mit der berühmten (auch als "Pinch-to-Zoom" bekannten) Zwei-Finger-Geste lässt sich in die geöffnete Mindmap hinein- bzw. aus ihr herauszoomen, also die Ansicht vergrößern oder verkleinern. Wie bereits bei Mind Map Memo, dient auch hier der Name der Mindmap als Basis-Knoten – und man erzeugt neue "Kindknoten", indem man sie aus ihrem "Eltern-Knoten" herauszieht. Bis hierhin nicht viel Neues. Bei MemoryTree lassen sich Knoten aber nicht nur benennen, sondern mit weitaus mehr Details versehen. Dazu tippt man den Knoten kurz an, und wählt am oberen Bidschirmrand (siehe zweiter Screenshot) die entsprechende Aktion aus: In diesem Fall "Edit" (für "Bearbeiten"). Nun lassen sich ein Titel (einzeilig) sowie ein Kommentar (wird umgebrochen) erfassen, oder auch Tags vergeben. Will man ein Bild einfügen, so ist auch dies möglich: Statt auf "Edit" tippt man dafür auf "Add Image". Wie das Ergebnis aussehen kann, zeigt der fünfte Screenshot.

Geübte Augen werden auch das mit "URL" beschriftete Auge in der ganz rechten oberen Ecke entdeckt haben. Mittels diesem lassen sich einem Knoten mehrere URLs hinterlegen. Tippt man eine dieser URLs an (zu finden sind sie wieder, nachdem man zunächst den Knoten angetippt, und dann den URL-Button erneut betätigt hat), werden sie entsprechend im Browser geöffnet (Anmerkung: "market://" URLs werden beim Aufruf als "Invalid URL" abgewiesen; hier bin ich allerdings nicht sicher, ob die App selbst dafür verantwortlich ist).

Kurz Antippen und Ziehen auf einem Knoten erzeugt einen "Kind-Knoten". Drückt man jedoch etwas länger, so kann man den Knoten selbst verschieben. Bei gedrückt gehaltener rechter unterer Ecke verändert man die Größe des Elementes, Antippen der oberen rechten Ecke lässt den Knoten auf die Titelzeile zusammenfallen (erneutes Antippen der dann "rechten Seite" entfaltet ihn wieder).

Der Import einer mit Freemind erstellten Mindmap gelang im Test problemlos (Screenshot 3). Anders als bei Mind Map Memo blieben hier auch die Farben erhalten. Die Anordnung der Elemente ging aber auch hier verloren; es scheint wohl eine Einschränkung des MindMap-Formats zu sein, dass die Koordinaten der einzelnen Knoten nicht gespeichert werden.

Schade fand ich auch, dass bei Anpassen der Farbe eines Knotens diese nicht (optional) auch gleich auf alle Kindknoten übertragen werden kann: Dies beherrschte Mind Map Memo wunderbar. Auch dass der Textumbruch einfach stumpf mitten im Wort erfolgt, sobald der Knotenrand erreicht ist, irritiert. Im Großen und Ganzen jedoch machte MemoryTree im Test einen wesentlich ausgewogeneren Eindruck.

Fazit: Mit MemoryTree lassen sich Mindmaps wunderbar erstellen und Bearbeiten, wobei auch Bilder und Notizen eingefügt sowie Tags vergeben werden können. Ein Import aus dem MindMap-Format, welches z.B. vom für Linux, Mac und Windows verfügbaren Freemind verwendet wird, ist problemlos möglich. Die erstellten Mindmaps lassen sich als Bilder (JPeg, PNG) oder auch im MindMap Format exportieren – bzw. im MemoryTree-Format für den Transfer auf einen anderen Androiden, auf dem die gleiche App installiert ist. Ein Wermutstropfen ist, dass der Export nur über das Share-Menü möglich ist, und somit in der Regel eine Netzverbindung voraussetzt; lokales Speichern z. B. auf der SD-Karte ist nicht vorgesehen. Daher sind in diesem Bereich nicht mehr als vier Sterne möglich. Dass die App nicht lokalisiert (also "auf Deutsch") ist, mag für manchen auch einen Abstrich bedeuten.

Bildschirm & Bedienung

Die Bearbeitung erfolgt intuitiv. Ein kleines Handbuch ist in Form einer Mindmap bereits vorinstalliert: So lernen auch Anwender, die nie zuvor mit Mindmaps gearbeitet haben, in wenigen Minuten das Wichtigste. Wie bereits bei Mind Map Memo vermisste ich aber auch hier die Möglichkeit, über das Menü zum Startbildschirm zurück zu kehren: Auch bei MemoryTree geschieht das über die "Zurück" Taste. Im Großen und Ganzen arbeitete es sich jedoch mit MemoryTree wesentlich flüssiger; auch passierte es äußerst selten, dass statt des Anlegens eines neuen Knotens der Elternknoten verschoben wurde. Solide 4 Sterne daher in diesem Bereich.

Speed & Stabilität

MemoryTree lief während des gesamten Tests flüssig und stabil, es gab keinen einzigen Absturz oder Haker. Volle fünf Sterne daher für Speed & Stabilität.

Preis / Leistung

MemoryTree lässt sich gratis im Google Playstore herunterladen. Gegen den Preis ist also absolut nichts einzuwenden. Die kleine Werbe-Einblendung bei bestehender Netzverbindung ist zu verkraften, auch wenn sie bei der Bearbeitung größerer Mindmaps ein wenig nerven kann (wen das stört, der kann für ca. zwei Euro die Vollversion erwerben). Leider reagierte der Entwickler jedoch nicht auf Anfragen, sodass sich zum Support nicht viel sagen lässt – und in dieser Rubrik ein Punkt abgezogen wird.

Screenshots

Ideen verwalten mit MemoryTree Ideen verwalten mit MemoryTree Ideen verwalten mit MemoryTree Ideen verwalten mit MemoryTree Ideen verwalten mit MemoryTree

Vergleichbare Anwendungen

Entwickler

F.B.

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • PeterShow 22.02.2013 Link

    "Leider reagierte der Entwickler jedoch nicht auf Anfragen, sodass sich zum Support nicht viel sagen lässt – und in dieser Rubrik ein Punkt abgezogen wird."

    Wenn ein Entwickler nicht reagiert sagt das sehr viel aus...

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  • Christian Voigt 23.02.2013 Link

    Was sagt das denn so alles aus? z.b.? Das r sich ein Bein gebrochen hat? Krank ist? Das Baby gestern gekommen ist?

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  • PeterShow 23.02.2013 Link

    Wäre möglich aber unwahrscheinlich. Er sagt es aus das ihn Anfragen wenig interessieren. Natürlich kann es sein dass etwas unvorhergesehens passiert ist. Ich gönne auch einem Entwickler mal Urlaub oder so. Aber zumindest eine Auto-Antwort wie: "Vielen Dank für dein Anliegen wir kümmern uns darum." fände ich wichtig. dann weiß man das es angekommen ist. Wenn man weiß das man länger nicht Antworten kann fügt man hinzu: "Leider kann ich bin in den nächsten 14 Tagen nicht persönlich erreichbar, das Anliegen wird aber beachtet".

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