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HTC Desire C Review: ICS für kleines Geld

Anton S.
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HTC möchte den Fokus auf das High-End Segment legen um so wieder bessere Zahlen zu schreiben. Das heißt jedoch auch gleichzeitig, dass es solche Geräte wie das HTC Desire C wohl nicht mehr geben wird. Es wird somit das erste und zeitgleich letzte Low-Budget ICS Gerät von HTC. Handlich, bezahlbar und in bester HTC-Manier gefertigt, würde es sich gut als Nachfolger des HTC Wildfire S machen, bietet jedoch noch einige Glanzpunkte wie ICS, NFC und Beats Audio. Wir haben das Gerät für euch getestet und zeigen, was für den Preis erwartet werden kann.

 

Spezifikationen

  • OS: Android 4.0 Ice Cream Sandwich mit HTC Sense 4.0
  • Bildschirm: 3,5”, 320x480 Pixel, LCD, 165 ppi
  • Speicher: 512 MB RAM, 4 GB interner Speicher, microSD-Kartenslot
  • Prozessor: Single-Core Qualcomm Snapdragon mit 600 MHz
  • Akku: 1230 mAh
  • Abmessungen: 107,2 x 60,6 x 11,95 mm
  • Gewicht: 98g
  • Kamera: 5 Megapixel

Design

Von der Rückseite aus betrachtet, sieht das HTC Desire C wie ein HTC One S aus, das im Trockner geschrumpft ist. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass das Desire C vollkommen aus Plastik gefertigt wurde, und nicht wie der große Bruder in einem Aluminium-Case mit gummiartiger Beschichtung Platz gefunden hat. Das tut dem Gerät jedoch keinen Abbruch. Es fühlt sich trotzdem total hochwertig an und die Sorge, das HTC Desire C könnte aus der Hand rutschen, muss man auch nicht haben.

Das HTC Desire C hat einen hübschen silbernen Rand, der sich rund um das Gerät ziert. Es ist geschmeidig und hat ein einfaches Design – kurz gesagt, es hat alles, was wir an den HTC Geräten lieben. Drei kapazitive Touch-Buttons finden sich an der unteren Seite des Geräts. Beim Design wurde besonders Acht auf das neue Bedienkonzept von Android Ice Cream Sandwich gelegt und so verschwand auch die sonst anzutreffende Menü-Taste und wurde durch die Taste ersetzt, die Zugang zu den zuletzt geöffneten Anwendungen gewährt.

Der Power-Button hat das insgesamt positives Bild jedoch etwas getrübt. Positioniert wurde er an der Oberseite des Gerätes, jedoch benötigt man mehr als nur etwas Fingerspitzengefühl, eher noch einen guten Fingernagel, um ihn zu betätigen. Die Einkerbung zum Öffnen des Akkudeckels findet sich genau hinter dem Power-Button, was eventuell hätte besser gelöst werden können. So fühlt sich das Drücken des Buttons nicht wirklich angenehm an. Jedoch ist die Kamera sehr schön in die Gehäuserückseite eingelassen und auch die Lautstärke-Tasten haben eine gute Position gefunden. Etwas ungewöhnlich, aber nicht wirklich störend ist der Fakt, dass der Anschluss für das Ladegerät an der Seite Platz gefunden hat.

Bildschirm

Wie man auf den Bildern sehen kann, ist das Gerät wirklich klein und kommt mit einem 3,5“ großen Bildschirm, der sogar nochmal einen Tick kleiner ist als der des Sony sola. Die Auflösung von nur 320x480 ist eher mittelmäßig. Besonders beim Lesen von Texten auf weißem Hintergrund kann man die einzelnen Pixel mit dem bloßen Auge erkennen. Wer das HTC Desire C für das Betrachten von Videos und Fotos nutzen möchte, wird mit einer Enttäuschung rechnen müssen. Der Hauptzweck ist ganz klar das ein oder andere Bild zu knipsen, Facebook und Twitter zu checken, SMS zu versenden, im Internet zu browsen und zu telefonieren. Für all diese Zwecke ist der Bildschirm jedoch völlig ausreichend.

Wer schon immer ein Fan von HTC Sense war, wird auch das neue HTC Sense 4.0 lieben. Jedoch sollte man nicht erwarten das komplette Ice Cream Sandwich Feeling zu bekommen, dazu fehlt es dem Gerät leider an Leistung.

Sound

Für solch ein kleines Smartphone hat das Desire C eine wirklich beachtenswerte Lautsprecherqualität und kommt wie viele andere HTC Geräte mit Beats Audio. Aber um ehrlich zu sein: Beats Audio ist eher eine Art Hip-Hop-Equalizer, als eine wirklich innovative Sound Technologie. Statt mit hochwertigen Beats-Kopfhörern, kommt das Gerät mit billigen In-Ear-Steckern, die nicht wirklich für den Beats-Audio Hörgenuß geeignet sind.

Leistung

Mit dem schwachen 600-MHz Prozessor werden sich Power-User auf jeden Fall nicht anfreunden. Man sollte sich auf jeden Fall auf eine eher langsame Arbeitsgeschwindigkeit einstellen. Trotz des mangelnden Speeds muss gesagt werden, dass das HTC Desire C seine Aufgaben trotzdem meistert und nicht bei jeder neu geöffneten App crasht. Das Navigieren zwischen den unterschiedlichen ICS-Screens geht ein bisschen zu langsam über die Bühne, hindert einen aber nicht trotzdem effizient mit dem Gerät zu arbeiten. Es scheint so, als hätte HTC es in Kauf genommen lieber ein Gerät mit dem neuestem Android OS auf den Markt zu bringen, als auf die Performance zu achten. Vergleichbare Geräte mit Gingerbread laufen nämlich durchaus flüssiger als das HTC Desire C.

Der Großteil der Basic-Apps läuft flüssig, für High-End Spiele wird es jedoch definitiv nicht reichen. Alle Spiele die grafisch aufwendiger als Angry Birds sind, werden auf dem HTC Desire C eher zur Qual. Wie gesagt, sollte das Desire C als alltägliches Kommunikations-Tool genutzt werden und weniger als portables Entertainment-System, denn diesen Job können andere Geräte deutlich besser. Sind außerdem zu viele Apps geöffnet, neigt das Desire C zu Hängern. Glücklicherweise können in ICS alle Apps manuell beendet werden.

Kamera

Für ein Gerät, das so klein ist wie das HTC Desire C, ist die Kamera mit 5 Megapixel goldrichtig. Die Bildqualität ist insgesamt als fair einzustufen, mit der eines Samsung Galaxy S3 wird sie jedoch nicht mithalten können. Farbenfrohe Bilder sind mit dieser Kamera besonders im Außeneinsatz möglich.

Leider gilt obiges nicht für die Video-Qualität des HTC Desire C. Empfehlen kann man das Filmen mit der Kamera nicht, die Clips wirken eher abgehackt und stottrig. Das erinnert einen schon fast an die VGA-Kameras der aufklappbaren Handys von damals.

Akku

Ausgestattet mit einem 1230 mAh Akku würde man nicht erwarten, das Gerät könnte mit einer langen Laufzeit punkten. Überraschenderweise kam das Gerät ganze zwei Tage ohne Ladegerät aus. Und das trotz normaler 3G Internetnutzung. Hier schlagen sich natürlich die Vorteile eines kleinen Bildschirms und der sehr niedrig getakteten CPU nieder.

Fazit

Abgesehen vom kleinen Formfaktor und eher durchschnittlichen Performance, hat das HTC Desire C seinen eigenen Charme und Einsatzzweck. Jeder, der HTCs Smartphone Design mag, wird sein Vergnügen damit haben (abgesehen vom Power-Button). Wichtiger ist jedoch, dass das Gerät durch die kompakte Größe und das leichte Gewicht sehr angenehm nutzbar ist. Es wiegt nur 100 Gramm und ist nur ein etwas größer als eine Kreditkarte. All diese Aspekte lassen das Gerät zu einem guten Begleiter werden, der auch mit einer langen Betriebslaufzeit punkten kann.

Man sollte von Ice Cream Sandwich und Beats Audio auf dem HTC Desire C nicht zu viel erwarten. Jedoch würde ich es als eine gute und günstige Alternative für jemanden sehen, der nur ein einfaches Smartphone mit Basisfunktionalität benötigt. Momentan ist das HTC Desire C für knapp unter 200 € zu haben.

 

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Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Tom 18.07.2012 Link

    no go

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  • A. Kitzi 18.07.2012 Link

    eher ein Fail Handy..

    sie sollten lieber ein handy mit 3,5 zoll aber mit top stand der technik rausbringen..

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  • Dj4y 18.07.2012 Link

    voll geil! Frauen lieben so kleine Smartphones. ist auch mega geil für Einsteiger! Getockt wird auf her Glotze!!!

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  • Benny.S. 18.07.2012 Link

    Was soll den diese Quatsch mit dem Fail-Handy, bei jedem Handy dieser Art kommen solche Kommentare. Wer wie im Fazit beschrieben nur die Basisfunktionen eines Smartphones nutzen möchte braucht doch kein 500€+ Gerät nur weil es super Hardware hat die dann eh nicht genutzt wird. Ich finde diese Art Smartphone garnicht schlecht, grade auch um leute die nicht bereit sind unsummen auszugeben bzw. lange Verträge abzuschlißen an das Thema Smartphone heran zu führen.

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  • Franko Martinéz 18.07.2012 Link

    ICS Für kleines Geld, da empfehle ich ein i9000 günstig zu kaufen und android 4.0 zu flashen

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  • Marcel L. 18.07.2012 Link

    Alle Negativpunkte gelten doch auch für die gesamte one Reihe? Alle haben den power Button oben, der vom 1X ist relativ schwergängig, dahinter liegt die Einkerbung der Micro-Sim, die sich 1:1 anfühlt wie der Power Button des HTC Desire. Alle USB Ports liegen seitlich und alle Kameras dafür gut positioniert hinten auf dem Gerät?!
    Das Gerät selbst kann ich auch nicht empfehlen. Dafür ist der Preis doch "relativ" hoch. 190€ aktuell bei Amazon gegen ein Xperia U für 210€. Das bekommt man für 20€ mehr:

    4GB mehr Speicher
    Frontkamera und Hauptkamera mit Blitz
    Dualcore 1Ghz (vs 600Mhz Singlecore)
    720p Videoaufnahme
    (auch keine SD Erweiterung und relativ kleiner Akku...)

    sind nur einige Eckdaten. Wer natürlich unbedingt ICS auf einem 600 Mhz, 512MB Ram Gerät laufen lassen will kann das gern tun, mit ICS tut Sony sich noch schwer auf kleineren Geräten.

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  • Pinky 18.07.2012 Link

    Ich schließ mich da mal Benny an.
    Nicht jeder braucht das Ultra schnelle S3 oder HOX/S o. ä.
    Meine Freundin hat auch "nur" ein Desire und ist mit der größe voll zufrieden. Sie hat zwar jetzt mal überlegt ein neues zu kaufen, wird aber wohl wieder bei einem in der "Klasse" landen, weil sie nicht viel wert auf Quadcore, top Performance etc. legt.
    Für leute die nicht, wie viele hier im Forum, rooten, CR flashen und das ganze legen sind solche smartphones keine schlechte idee, da sie immerhin das können was man braucht: telefonieren, SMS, Facebook, WhatsApp etc. und zocken werden die dann wohl eh nicht unbedingt wollen.
    Also finde ich die Kommentare bezüglich "Schrott-Handy" etwas sehr übertrieben, aber JEDER lebt ja in seiner eigenen Welt.

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  • Flo 18.07.2012 Link

    Nein ist nicht Schrott, ist nur ein herliches und hübsches low-end smartphone, welches zu viel kostet.
    Es ist eher zwischen 120 und 160€ wert also mehr würde ich dafür nicht zahlen

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  • Simon F. 18.07.2012 Link

    @Marcel: Sony hat doch ICS für die kleinen Geräte raus. Mein Xperia mini pro läuft seit etwa einem Monat damit.

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  • Kevin P. 18.07.2012 Link

    Auch mein SE Live mit Walkman läuft mit 4.0.4 und kostet 200,xx €.

    Siehe hier: http://amzn.to/NW5ndQ

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  • Marcel L. 18.07.2012 Link

    ich rede von der NXT Serie...das desire C ist gerade erst raus, daher der Vergleich mit anderen Neugeräten (P und U sind ja erst 1-2 Monate raus). Nur das S hat von der NXT Serie ICS, die anderen nicht...klar kann man sich ein älteres Gerät mit ICS kaufen, aber ich hab gesehen, wie instabil ICS auf dem x Mini Pro läuft, daher hinkt der Vergleich mit dem Desire C denk ich (instabil = Status-LED leuchtet nicht mehr, Homescreen laggt, Abstürze)

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  • Simon F. 18.07.2012 Link

    Ich hatte bisher sogar weniger Probleme als mit Gingerbread. Die LED leuchtet absolut zuverlässig, Abstürze gibts bei einigen Apps, aber das kennt man ja auf allen Androiden. Mein mini pro reagiert schon mal etwas langsam, die 600MHz CPU im Desire C wird aber nicht schneller sein. Dass HTCs Desire C keine Problemchen hat, muss auch zuerst mal bewiesen werden. Mit den NXT Geräten habe ich mich noch nicht befasst, fehlt mir doch noch das Model mit Tastatur, ein Nachfolger vom mini pro also.
    Ich würde das Desire C höchstens wegen NFC in Betracht ziehen.

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  • Ectobius 18.07.2012 Link

    Das Desire C wird sicher seine Abnehmer finden. Wenn ich aber bedenke das ich vor 2 Wo. das Xperia Arc S für schlappe 229 EUR bekommen habe, dann würde ich jederzeit eher wieder die 40 Mäuse draufpacken. NFC gibt's da allerdings nicht. 600mhz stell ich mir doch auf die Dauer sehr zäh vor.

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  • Hendrik H. 19.07.2012 Link

    Bei der Hardware ics und wieso das HTC desire z dann nicht? Muss man das verstehen? Da ist htc wohl zu faul um es anzupassen.

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  • daniel scheidler 23.07.2012 Link

    Also ich habe nun das Desire C für meine Freundin geholt und muss sagen ich/wir war(en) positiv überrascht.
    Ich habe ein HTC Sensation und bin auch eher der Power-User. Daher haben wir einen guten Vergleich.
    Natürlich merkt man beim starten bzw schließen der Apps die längeren Ladezeiten. Aber ist die App einmal geladen ist die Performance völlig in Ordnung. Wir haben als einzige Modifikation den Nova-Launcher eingespielt. Der hilft dem Gerät noch ein wenig nach, die Performance etwas zu erhöhen. So ist das scrollen der Desktops und Apps nun auch flüssig. (und komplett individualisierbar)
    Für Leute die das Gerät sehr intensiv nutzen wollen ist es sicherlich nichts. Aber ich vergleich ja auch keinen Porsche mit nem Polo.
    Für die jenigen, die bei richtigen Fotos eh zur Digitalkamera greifen und das Handy nur für gelegentliche Schnappschüsse nutzen fanden wir die ersten Tests aber völlig ausreichend.
    Der Akku hat bei uns incl WLan und 3G trotz der intensiven Nutzung (Grundeinrichtung, testen, jux4fun weil neu) nach dem ersten Tag noch 64% angezeigt. Am Folgetag Mittags lag er immer noch bei 38%. Finde ich ebenfalls absolut ausreichend.
    Wer ein Multimedia-Center erwartet sollte sicherlich lieber ein anderes Gerät wählen, aber für sämtliche Kommunikationswege so wie SocialNetworking und Navigation reichts aber alle mal aus.
    Für Einsteiger die ein Gerät für mobiles Internet suchen und nicht gerade viel Spielen bzw einen Digitalkamera ersetzen möchten kann ich das Gerät nur empfehlen, solange man sich mit 1-2 Sekunden längerer Ladezeit (verglichen mit HTC Sensation) bei Apps arrangieren kann.

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