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Hojoki - One client for apps

Nima Begli
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Cloud-basierte Services sind derzeit in aller Munde. Dropbox, Sugarsync oder auch Google Drive werden von Millionen von Menschen benutzt. Doch die Verwaltung dieser verschiedenen Anbieter fällt schwer. Unser heutiger Testkandidat Hojoki - One client for apps verspricht Abhilfe.

Ob dieses Versprechen eingehalten werden kann, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!

 

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.5.3 1.7.2

Funktionen & Nutzen

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, leben wir in einer Zeit, in der das Arbeiten mit Cloud-basierten Services zur Realität geworden ist. Diese Realität birgt aber Vor- und Nachteile. Ein großer Vorteil ist, dass nun die Möglichkeit besteht mit Menschen zu arbeiten, egal wo sie sich auf dem Globus befinden. Sei es nun in Deutschland, in den Vereinigten Staaten oder sogar in der Antarktis. Solange eine Verbindung zum Internet besteht, solange können diese Menschen - über das Internet miteinander verbunden - zusammenarbeiten.
Diese Vernetzung bringt aber auch einige Probleme mit sich. Neben der Abhängigkeit von verschiedenen Anbietern ist auch die Anzahl der Dienste ein großes Problem.

Hier kann ich nun ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und stehe wahrscheinlich exemplarisch für viele Gleichgesinnte, die das Internet zum produktiven Arbeiten nutzen. So verwalte ich verschiedene Termine über den Google Kalender. Lade bearbeitete Dokumente wie diesen Testbericht bei Dropbox hoch. Teile Bilder bei Google Drive. Mache mir Notizen bei Evernote und kommuniziere viel über Twitter mit einzelnen Personen (letzteres nicht nur zu produktiven Zwecken - aber was soll‘s).
Die Aufzählung dieser ganzen Anbieter zeigt schon auf, dass das Management dieser ganzen Dienste sehr zeitaufwendig und verzehrend sein kann. Mal schaut man bei Google Drive rein. Mal wurde ein wichtiges Dokument für die Universität bei Dropbox hochgeladen oder ein wichtiges Meeting bei Google Kalender erstellt. Hier wäre eine Applikation oder ein Dienst nötig, welcher all diese anderen Applikationen zusammenfasst und mir einheitlich präsentiert: Und Hojoki bietet genau dies an!

Hojoki richtet sich insbesondere an all jene Nutzer, welche wie ich, die verschiedenen Cloud-basierten Dienste zum Arbeiten mit anderen Menschen benutzen. Sollte man jeden Dienst nur für sich selbst benutzen, so mag Hojoki zwar alle Dienste anschaulich präsentieren, aber im Endeffekt bietet es nicht wirklich einen großen Benefit. Sein volles Potenzial schöpft Hojoki - One client for apps aus, wenn man viele Dienste mit vielen aktiven Menschen benutzt.
In diesem Szenario wird man dann ständig auf dem Laufenden gehalten, ob in einem der Dienste etwas hochgeladen oder erstellt wurde und kann dann direkt darauf reagieren, indem man entweder das jeweilige Dokument aufruft oder die Aktion kommentiert. Bei Twitter verhält sich dies jedoch etwas anders. Dort werden einem die eigenen Tweets angezeigt, sowie diejenigen Tweets mit denen man interagiert hat. Die Anzeige geschieht hier in einem kommentarähnlichen Stil. Sehr fein gemacht und so einige Twitter-Applikationen können sich von der Optik der Darstellung eine große Scheibe abschneiden!

Einen weiteren Aspekt den man sich klarmachen sollte, ist die Fokussierung auf die Verwaltung von Diensten. Bedeutet, dass man innerhalb von Hojoki zwar benachrichtigt wird, dass sich da was gemacht hat, aber dann in die jeweilige Applikation geleitet wird, um dieses Dokument oder den Kalendereintrag zu bearbeiten. Diese Funktion wird jedoch nur bei einigen Diensten angeboten und alle anderen Apps müssen über den integrierten Browser angesteuert werden. Dies ist ein kleiner Kritikpunkt, da eine Integration aller Dienste wünschenswert wäre, sofern diese Android Applikationen anbieten. Auch die Weiterleitung zu Google Drive funktionierte auf dem Google Nexus 4 eher schlecht bis überhaupt nicht. Die Weiterleitung zu Twitter, Dropbox oder Evernote hingegen klappte einwandfrei.

Generell lässt sich auch sagen, dass die potenziell einbindbaren Dienste zahlreich bis vollkommen ausreichend sind. Das geht über die bereits erwähnten Dienste Dropbox, Evernote und Google Kalender bis zu (mir) eher unbekannten Anbietern wie Bitbucket oder Beanstalk. Für jeden Nutzer sollte zumindest eine gewisse Anzahl an verfügbaren Applikationen vorhanden sein. Leider fehlt an dieser Stelle der allgegenwärtige Riese Facebook. Dieser macht innerhalb einer solchen - auf Produktivität ausgelegten - Applikation wie Hojoki, auf den ersten Blick wenig Sinn, aber eine Einbindung der Facebook Gruppen wäre traumhaft. Wobei die Umsetzbarkeit hier immer als Frage im Raum steht.

Ein weiteres Versäumnis Hojokis ist die Möglichkeit „Workspaces“ über die Applikation anzulegen. Diese Workspaces sind von der Namensgebung gut getroffen - Arbeitsbereiche in denen man mit einzelnen Personen Aktualisierungen teilen kann. So wäre es denkbar mit den Arbeitskollegen Termine und Vorschläge zu teilen und mit den Kommilitonen ständig über Dropbox in Kontakt zu stehen und relevante Mitschriften zu diskutieren. Die Möglichkeiten, welche sich beim kurzen Nachdenken bieten, sind grenzenlos und eher von der Person limitiert. Genau deshalb ist es mir persönlich nicht verständlich, warum die Jungs und Mädels von Hojoki das Anlegen von Workspaces in der Applikationen vernachlässigt haben. Das Erstellen solcher ist nämlich nur über die Weboberfläche möglich. Als kurze Information sei gesagt, dass diese auch funktional und ähnlich zur Applikation zu Bedienen ist - rundum gut gelungen.

Der letzte Punkt des Testberichts dreht sich jedoch um die Möglichkeiten der Benachrichtigungen. Ich persönlich habe im Testzeitraum überwiegend auf Pushbenachrichtigungen und Mails gesetzt, um über neue Aktivitäten informiert zu werden. Weiterhin kann man sich auch über wöchentliche „Newsletter“ beziehungsweise Statusberichte über Neuigkeiten informieren lassen. Hängt stark von den persönlichen Präferenzen ab.
Die Pushbenachrichtigungen sind sehr gut gelungen, wobei man insbesondere bei Twitter „messen“ kann, wie schnell diese wirklich sind. Im Vergleich zu Echofon - einer reinen Twitter-Applikation mit den schnellsten Benachrichtigungen - schnitt Hojoki nur minimal langsamer ab. Bei meinen Messungen war Hojoki knapp 5-10 Sekunden später, was sich für eine Applikation mit so vielen Diensten absolut im Rahmen hält.

Fazit:

Hojoki hat mich, ehrlich gesagt, während dem Testzeitraum überrascht. Ich war bei Testbeginn noch ein wenig konfus, ob und wann ich überhaupt Hojoki brauche beziehungsweise brauchen könnte. Ich wurde eines Besseren belehrt.

Jedoch zeigt meine anfängliche Konfusion auch, dass man Hojoki in den (auf Neudeutsch) „Workflow“ einbinden muss. Man muss sich auf Hojoki - One client for apps einlassen und im Idealfall die „Mitarbeiter“ und Kollegen ins Boot reinnehmen. Dann kann Hojoki die Muskeln spielen lassen und zeigen was es kann.

Doch Hojoki ist keinesfalls perfekt. Es fehlt noch, bei vielen Applikationen, die Möglichkeit direkt auf die jeweilige Applikation zuzugreifen. Auch die fehlende Einbindung von Facebook trübt ein wenig das Bild, da heutzutage vieles an Organisation über die dortigen Gruppen läuft - zumindest in einigen Freundes- und Arbeitskreisen. Letztendlich sollte noch die Möglichkeit der Erstellung von „Workspaces“ innerhalb der Applikation gewährt werden.

 

Bildschirm & Bedienung

Die grafische Präsentation und auch die Bedienung Hojokis können ab der ersten Sekunde gefallen. Es gibt selten Applikationen, welche (mich persönlich) schon im Startbildschirm mit einer klaren und ruhigen Designsprache überzeugen können. Innerhalb der grafischen Aspekte, von Hojoki - One client for apps, gibt es wirklich wenig auszusetzen. Die Applikation verknüpft gekonnt die Designvorgaben Androids und die eigene Identität der Webseite - also Farbgebung und generelle Ausrichtung. Ein Beispiel für Applikationen wie Facebook, welche den Wiedererkennungswert als Argument gegen eine Anpassung an das Holo-Design anbringen.

Auch innerhalb der Bedienung gibt es wenig zu kritisieren, was im Großen und Ganzen aber eher an der simplen und minimalistischen Bedienung liegt. Wenig Schaltflächen, aber dafür jede Schaltfläche klar verständlich.
Was man jedoch bei der Bedienung monieren kann, ist das Auswählen von einzelnen Dateien in der Einzelansicht. Bedeutet im Klartext, dass man das jeweilige Feld schon ausgewählt hat und nun per Eingabe zum zugehörigen Google Drive Dokument möchte. Nun klickt man fröhlich auf allen Angaben rum, bis ein Klick auf die Überschrift die ersehnte Weiterleitung erbringt. Warum nur die Überschrift weiterleitet und nicht alle Angaben wird nicht ganz klar, da die restlichen Angaben keinen anderweitigen Effekt erbringen.

An dieser Stelle muss man dem Designteam hinter Hojoki auch ein großes Kompliment machen. Zwar fehlt an der einen oder anderen Ecke noch der letzte Feinschliff, aber das große Ganze stimmt und nur mit einer solch aufgeräumten und ruhigen Oberfläche, schafft man eine passende Arbeitsatmosphäre. Hojoki agiert in einer Produktkategorie, welche noch nicht die breite Masse erreicht hat, und umso wichtiger ist es den Nutzer nicht mit einer altbackenen Oberfläche zu verschrecken, sondern ihn mit einer sehr guten visuellen Darbietung zu beeindrucken - dies schafft Hojoki. 

Speed & Stabilität

Hojoki - One client for apps war einmal serverseitig nicht zu erreichen. Sonst immer glänzte die Applikation mit einem einwandfreien und problemlosen Betrieb.

 

Preis / Leistung

Hojoki - One client for apps ist kostenlos in unserem AndroidPIT App Center verfügbar. Dem deutschen Start-Up darf man sehr gerne eine Chance gewähren - falsch machen kann man hier wenig!

 

Screenshots

Hojoki - One client for apps Hojoki - One client for apps Hojoki - One client for apps Hojoki - One client for apps

Vergleichbare Anwendungen

Entwickler

Hojoki

Make all your cloud apps work as one - hojoki.com

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Thomas R. 19.12.2012 Link

    nette app. werde ich mal testen. neben Google Drive verwende ich aber vor allem meine eigene cloud (owncloud) auf meinem Webspace.

    da habe ich mehr Kontrolle und kann ebenfalls projektbezogen arbeiten. zusätzlich ist die cloud daher auch unter meiner Domain erreichbar.

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