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Was Unternehmen auf dem Weg zur Weltmacht von Google lernen können

Fabien Roehlinger
26

 

Eigentlich wollte ich den Titel meiner Geschichte anders nennen und "Google auf dem Weg zum mächtigsten Unternehmen der Welt" darüber schreiben. Ich habe mich aber aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden, die ich sukzessive im Text erläutern werde.

Das Thema ist sicherlich provokant. Immerhin ist die Weltmacht kein Begriff, der besonders positive Assoziationen weckt. Man wünscht sich kein Unternehmen, das die Macht über die gesamte Welt in seinen Händen hat. Und doch streben wohl viele Unternehmen genau danach.

Nein, ich wünsche mir nicht, dass die Welt von ein, zwei oder gar drei Unternehmen kontrolliert wird. Hätte ich aber vor die Weltmacht an mich zu reißen, würde ich mir vieles von Google abschauen.

Bevor es mit dem Artikel losgeht, eine wichtiger Hinweis

Leider hat das Thema "Weltmacht" Immer auch Potential schnell komisch zu wirken. Davor ist (wahrscheinlich) auch mein Artikel nicht immun. Selbst wenn ich einiges mit einem gewissen Augenzwinkern schreibe - meine These, Google ist auf dem Weg zu einem der mächtigsten Unternehmen der Welt zu werden, durchaus ernst.

"Don't be evil!"

Tue Niemandem etwas Böses, so das Mantra von Google, welches die Gründer Larry Page und Sergey Brin für ihr Unternehmen ausgegeben hatten. Eine Unternehmenskultur, über die wahrscheinlich anfangs alle Mitbewerber gelacht haben. Ein Fisch im Haifischbecken, der nicht beißen will? Was die Konkurrenz von Google schmerzlich lernen musste, ist, dass sehr schnelles Schwimmen eine perfekte Strategie ist. Schließlich kann man so allen davon eilen und das Futter im Becken fressen, bevor die anderen Fische rankommen können. Was für die bleibt, ist nicht mal mehr Fischfutter, sondern schlicht und ergreifend: Der Rest!

Das so romantisch klingende Firmen-Credo stellte sich als perfekt heraus. Dank ihres tollen Produktes - die Suchmaschine - konnte Google von der Öffentlichkeit als "gut" wahrgenommen werden - und gewann trotzdem immer gegen die Opponenten. Das Geschäftsmodell von Google ist natürlich brillant und hat das Unternehmen mit ausreichend Cash versorgt, um sich so immer wieder Spielräume kaufen zu können. Trotzdem: Mit einem schlechteren Image à la Microsoft wäre das vielleicht nicht geglückt.

"Um der Beste zu werden, brauchen wir die Besten"

Googles Image war unter anderem entscheidend dafür, dass es gelungen ist, ein außergewöhnliches Personalkonzept umzusetzen. Um beim Suchmaschinenkönig anheuern zu können, muss man nicht nur die besten Noten haben, sondern vor allem ein knallhartes Auswahlverfahren bestehen. Dazu wird man in der Regel an mehrere Orte in der Welt geflogen.

Das Resultat ist, dass eine Anstellung bei Google einem Ritterschlag gleichkommt. Zumindest wird dies von vielen Menschen so empfunden. Tolle Noten als Grundvoraussetzung, ein hartes Auswahlverfahren an coolen Locations auf dieser Welt, die vielen Annehmlichkeiten, die Google seinen Mitarbeitern bietet (kostenloses Essen und Trinken, richtig coole Büros, überall Spielzeug, viele Freiheiten, etc.) - all das schafft einen Mythos, der wiederum die besten Absolventen der Welt dazu animiert bei Google arbeiten zu wollen.

Die besten Mitarbeiter schaffen natürlich außergewöhnliche Ergebnisse.

Wissenschaften fördern und wissenschaftliches Umfeld schaffen

Dieser Punkt gehört eigentlich auch zum Thema "Personalkonzept", verdient aber gesondert genannt zu werden. Google ist ein großer Förderer der Wissenschaften. Viele Universitäten auf der Welt werden mit viel Geld ausgestattet, damit dort geforscht und gearbeitet werden kann. Wer nun denkt, dass das Unternehmen aus Mountain View einen direkten Nutzen erwartet, täuscht. Oft werden auch Themen besetzt, die erstmal nichts mit dem direkten Google-Umfeld zu tun haben. Eine Universität hier in Berlin wurde beispielsweise mit einem siebenstelligen Betrag ausgestattet, um in Richtung Internet-Ethik zu forschen.

Diese Arbeit ist wertvoll für die Gemeinschaft (–> Don't be evil), sie hilft dabei die Wissenschaft zu stärken. Und sie zieht Wissenschaftler an, die dann wiederum bei Google anheuern. Wissenschaft schafft Innovation. Wenn Google es schafft viele exzellente Wissenschaftler um sich zu versammeln, die forschen können, wird umgekehrt Google auch innovativ sein.

Google-Mitarbeiter haben die Freiheit frei zu arbeiten

Das Besondere an der Personal-Politik von Google ist auch, dass sich Wissenschaftler wohl fühlen und bleiben wollen. Einmal in der Woche können Mitarbeiter an einem Projekt ihrer Wahl arbeiten. Oft kommt da natürlich viel Schrott raus. Aber sehr oft ist das dann eben auch der Ort, an dem "the magic happens". Google Maps, zum Beispiel. Oder Google Wave. Letzteres gibt es zwar nicht mehr. Aber es hatte durchaus Potential.

Google versteht es wie kein anderes Unternehmen auf der Welt die Kreativität seiner Mitarbeiter zu fördern, um so technisch brillante Innovationen zu generieren. Die Leute bauen an Elektroautos, die selber fahren können. Es wird effektiven Solarzellen gearbeitet. Und natürlich vor allem daran, wie wir alles schneller finden können.

Das Unternehmen aus Mountain View vertraut seinen Mitarbeitern. Und diese zahlen es mit hoher Loyalität zurück. Nur selten geht ein Leistungsträger von dort weg. Wo sonst sollte er/sie sich denn sonst so entfalten können?

Innovationen, die die Welt verändern (werden)

Und jetzt kommt es: Google hat heimlich, still und leise Felder besetzt, die strategisch für die Welt eine enorme Bedeutung haben. Das Internet zum Beispiel - eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Es wird kaum jemand bestreiten, dass Google hier eines der bedeutendsten Unternehmen der Welt ist. Oder aber auch Telekommunikation. Mit Android hat es der Suchmaschinenriese geschafft das erfolgreichste Betriebssystem für Smartphones zu entwickeln und zu distribuieren. Was nur wenige Menschen gerade wahrnehmen: Google, sowie seine Gründer Larry Page und Sergey Brin, interessieren und investieren massiv in das Thema "natürliche Energie". Selbst hier in Deutschland wurde in einen Wind- und Solarpark investiert. Das Unternehmen forscht hier gerade. Und sollte es erfolgreich sein, könnte man sogar den großen Öl-Kartellen mächtig einheizen.

Die, global gesehen, strategisch wichtigsten Felder sind (aus meiner Sicht): Telekommunikation/Internet, Energie, Pharma/Gesundheit, Wasser/Food und Mobilität. In vielen Bereichen forscht Google oder unterstützt Forschung. Google baut gerade an Computern, die selbständig das Internet durchforsten und lernen können. Wenn das jemand kann, dann Google. Das Unternehmen kann also auf allen strategischen Postionen forschen und Produkte entwickeln.

Zum Wohle der Menschheit. Mit der Option selber in diesen Bereichen tätig werden zu können.

Offenheit, die Vertrauen bei den Verbrauchern schafft

Was bringen die besten Forschungsergebnisse und die tollsten Innovationen, wenn diese nicht gekauft oder genutzt werden? Oder wenn die Kundentreue nicht vorhanden ist, und man als Unternehmen immer Angst haben muss, dass die User abwandern. Vor einigen Jahren war die Google-Skepsis hier in Deutschland noch sehr hoch. Mit viel Transparenz, einer netten und freundlichen Seite, Android und lustigen Doodles hat es Google geschafft, dass sie den Titel "Datenkrake" als Art Wanderpokal zu den Kollegen bei Facebook weitergereicht haben.

Die Deutschen vertrauen ihre Daten Google immer noch nicht gerne an. Sie tun es aber mittlerweile deutlich lieber als bisher, so scheint es.

Ein weiterer, wichtiger Punkt bei diesem Erfolgsrezept ist die Offenheit, die Google bei vielen seiner Produkte pflegt. Android ist hier wohl das beste Beispiel. Obwohl es das Unternehmen viel Geld kostet, stellt man es all seinen Partnern kostenlos zur Verfügung. Und nicht nur das: Der Quellcode kann von jedem mit Open Source frei genutzt werden. Die Aussage davon: "Ihr könnt mir vertrauen! Wenn ich Euch an den Karren fahren will, habt Ihr ja alles, um ohne mich weitermachen zu können". Eine Rechnung, die aufgeht. Android ist binnen von nur einem Jahr zur Nummer 1 im Smartphone-Markt geworden. Weltweit, versteht sich.

Don't be evil...

Tolle Produkte - immer for free

Ein weiterer Aspekt, warum Kunden so gerne Google verwenden: Die vielen Google-Produkte, wie Google Docs, Maps, Gmail, usw. - alles super Software, die jedermann kostenlos nutzen kann, wofür man sonst viel Geld bezahlen müsste! Der angenehme Nebeneffekt für Mountain View: Sind Kunden einmal an Bord, gehen diese auch so schnell nicht mehr. Schließlich liegen die Daten gut bei Google. Und obwohl der Suchmaschinenbetreiber uns User nicht wie Apple versucht einzusperren und uns das Leben damit schwer macht, bleiben wir denen trotzdem treu.

Woanders würde es nicht nur viel Geld kosten. Wir sind einfach auch zu faul woanders hinzugehen.


Fazit

Google ist auf dem Weg zur Weltmacht. Vielleicht ist das Unternehmen da sogar schon angelangt. Das Gute daran ist, dass es durchaus schlimmere Unternehmen sein könnten, die ganz oben an der Spitze stehen, wobei man sagen muss, dass Wettbewerb durchaus sinnvoll und wichtig wäre. Die Lenker in Mountain View haben verstanden, wie die Welt funktioniert und wie man sie ein bißchen besser machen kann. Es werden wichtige Probleme angegangen, die dem Image gut tun und die damit die Nutzung der eigenen Produkte fördern. Dort, wo ein Produkt benutzt wird, gibt es auch irgendjemand, der gerne darauf werben will.

Geld in den Kassen des mächtigsten Unternehmens der Welt.

 

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Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Basster 17.02.2012 Link

    Hey Fabi, super geschrieben! Ehre, wem Ehre gebührt. :)

    0
  • User-Foto
    Androweed 17.02.2012 Link

    Hey, cooles Bild! Selbst gemacht?

    0
  • Kay J. 17.02.2012 Link

    Sehr netter Artikel, und viel wahrheit....

    Btw: "Es wird effektiven Solarzellen gearbeitet." :DIrgendwas stimmt da nicht.

    0
  • Andy N. 17.02.2012 Link

    Ob Larry Page und Sergey Brin wirklich so gute Unternehmensführer sind? Am Anfang wollten die beiden ihren Suchalgorithmus günstig verkaufen, es war gar nicht ihr Wunsch ein Unternehmen aufzubauen. Nur wegen der Überheblichkeit der anderen Suchanbietern gibt es heute Google. Andere Suchanbieter wollten den Suchalgorithmus nicht, da sie sagten, dass ihr Produkt bereits sehr gut ist. Deren Suche war allerdings Katastrophal. Das war auch der Grund warum Larry Page und Sergey Brin überhaupt den Algorithmus entwickelten. Erst als keiner den Algorithmus haben wollten gründeten sie Google.

    Ich würde deshalb die These aufstellen: Der Erfolg von Google war die Unfähigkeit der Konkurrenz.

    Derjenige der dann Google nach vorne brachte war Eric Schmidt. Ob da die Firmenphilosophie wirklich solch eine Rolle spielte?


    Zumal der Spruch "Don't be evil" auch sehr aufgeweicht wurde. In Anlehnung zu diesem Spruch hieß es früher bei Google "Ads are evil". Heute sind Werbung aber Googles Hauptgeschäft.

    Das sie in erneuerbare Energie investieren sollte man auch nicht zu stark überschätzen. Das ist dank den Förderungen sichere und hohe Renditen. Und das damit das Image aufgewertet wird ist halt ein guter Nebeneffekt.
    Die größten Investoren sind hier nebenbei die Ölkonzerne und Energiekonzerne.

    0
  • Nils D. 17.02.2012 Link

    Wirklich netter Artikel. In vielen Punkten hast du recht. Ich hab auch schon darüber nachgedacht, was wohl passiert, wenn Google alleine an der Spitze ist? Wenn Google also ein Monopol hat? Ich glaube, die würden es knallhart ausnutzen und "Don´t be evil" wär dann auch fürn Arsc*. Ich für meinen Teil hoffe ja, das es nie soweit kommt und das die Konkurrenz es irgendwie schafft zu überleben.
    Wenn Google trotzdem am Ende noch "gut" sein sollte, wäre das fast zu schön um wahr zu sein...

    0
  • MHH 17.02.2012 Link

    Vor gut einem Jahr war ich auch noch Google-Skeptiker. Jedoch suchte ich nach einem neuen Mailprovider, der gewisse Features bieten sollte. Beim Vergleich meiner must-have-Liste mit den verschiedenen Anbietern flog einer nach dem anderen aus dem Rennen, letztlich blieb nur Google übrig. Zähneknirschend fing ich an, mal ein wenig über Googles Datenkrakerei zu recherchieren. Und fand erstaunlich offene und ehrliche Aussagen aus der Konzernspitze, die mich sehr schnell auftauen ließen. Zum Beispiel daß man überhaupt kein Interesse an einer dauerhaften Datenspeicherung und einem Persönlichkeitsprofil hat, da man schließlich von zielgerichtet eingeblendeter Werbung lebt, dafür nur die letzten 6 Wochen relevant sind und daher alle älteren gesammelten Daten gelöscht werden.
    Oder auch das StreetView-WLAN-Desaster, da hätten sie die versehentliche Aufzeichnung verschweigen können. Doch stattdessen gingen sie von sich aus damit an die Öffentlichkeit.
    Und so wurde innerhalb weniger Tage aus einem eingefleischten Google-Skeptiker ein zufriedener Google-Account-Besitzer, der zwar immer noch abwägt, welche Daten Google bekommt und welche nicht, aber Google seine Daten wesentlich eher anvertraut als Facebook (die von mir an allen sensiblen Stellen nur modifizierte Daten haben und bekommen.)
    :-D

    0
  • Emir F. 17.02.2012 Link

    Schöner Blog :)

    0
  • Thomas Kuepper 17.02.2012 Link

    Sehr gut geschrieben! +1

    0
  • Roman L. 17.02.2012 Link

    "Wasser/Food" verdient den Preis für das unnötigste Denglish-Konstrukt des Jahres.

    0
  • Hero X 17.02.2012 Link

    @MHH: Dann lies doch mal Nachrichten: Google wird am 1. März genauso (wenn nicht schlimmer) als Facebook sein.

    Quelle: http://www.test.de/themen/computer-telefon/meldung/Datenschutz-Google-mit-neuem-Kleingedrucktem-4335172-4335174/

    Früher war ich von Google, Googlemail, ect. begeistert. Heute weiß ich (aus eigener Erfahrung), dass bei Google nicht alles Gold ist was glänzt.

    Klar bekomme ich keine nervige Spams. Aber was ist der Preis dafür? Wenn du die Werbung, welche über deinen Mails liest, merkst du schnell, dass du Sie für dich zugeschnitten ist. Wenn man auf "Warum sehe ich diese Anzeige?" klickst wird dir schlecht:

    "Die Auswahl dieser Anzeige basiert auf den E-Mails in Ihrem Postfach. Rufen Sie den Anzeigenvorgaben-Manager von Google auf, um weitere Informationen zu erhalten, bestimmte Inserenten zu blockieren oder personalisierte Anzeigen zu deaktivieren."


    Auch hat Google (natürlich auch andere Firmen) Obama im Wahlkampf zukommen lassen. Bei uns gilt dies als Bestechung.

    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/digital/it-firmen-und-der-us-wahlkampf-microsoft-liebt-hillary-google-obama-1.259654


    Apple möchte sein komplettes Serversystem (größte der Welt) auf Solar umstellen. Sind sie deshalb heilig? Oder Hilft das den Kindern, die bei Foxconn für Apple arbeiten müssen.

    0
  • Marcus B. 17.02.2012 Link

    Geiler Blog! Immer wieder versorgst du uns mit deinen Blogs mit wertvollem Hintergrundwissen, das ist klasse! Dicke Daumen hoch, Fabi ;)

    0
  • Thor Ben 17.02.2012 Link

    Mal wieder ein spitzen Blog Fabi, weiter so :)

    0
  • Marcosso 17.02.2012 Link

    sehr interessanter Blog und kultivierte Kommentare ! Bravo !!!

    0
  • Oliver Lauer 17.02.2012 Link

    Fabi, glaubst Du diesen Satz eigentlich wirklich?

    "Und obwohl der Suchmaschinenbetreiber uns User nicht wie Apple versucht einzusperren und uns das Leben damit schwer macht, bleiben wir denen trotzdem treu..." oder ist das jetzt AndroidPit-Marketing... :-)

    Ich fand es eigentlich bei AndroidPit immer gut, dass kein X-Y-Bashing betrieben wurde...davon gibt es ja schon genug... :-)

    Alles hat Vor- und Nachteile, ich bin ein großer Google-Fan, aber auch Fan von Apple... und... und... und...

    Wenn Du schon von "Einsperren" sprichst, dann gibt es das/ein Einsperren überall, das Einsperren von Google und Co. ist nur subtiler und intransparenter... und Du, als sehr schlaues Kerlchen, weißt das auch... :-)

    Meine 2 Cents

    0
  • Max W. 17.02.2012 Link

    Toller Blog! Ich wollte nur das Lob hier lassen ;-)

    0
  • Robert B. 17.02.2012 Link

    Hervorragender Beitrag ! Meinen tiefen Respekt !

    Als Lektüre zu diesem Thema kann ich allen nur "The Rise And Fall Of Information Empires" von Tim Wu empfehlen. Es gab schon mal ein Unternehmen, das mit ähnlichen community-orientierten Maximen groß und über mehr als 80 Jahre ein Quasi-Monopol halten konnte: AT&T unter er Führung von Theodore Vail.
    Erst nach seinem Ausscheiden wurde von der Maxime "Don't be evil!" abgewichen womit der Einfluß des Unternehmen immer weiter sank. AT&T ist noch heute eine nicht zu verachtende Größe - erreichte jedoch nie wieder frühere Dimensionen.

    Ähnliches erwarte ich bei Google - wenn Brin und Page ausscheiden kann sich das Blatt entscheidend wenden.

    0
  • Dirk B. 18.02.2012 Link

    @Oliver Lauer: Inwiefern sperrt denn Google ein? Für Android brauchst Du nicht mal nen Account, wenn Du nicht willst.Und hast schon ohne Root fast einen Vollzugriff aufs Telefon.

    @Hero X: Besser Obama als jemandem von den mittlerweile weltfremden anderen Parteien in den USA Geld zukommen lassen. Und das ist da üblich, die Wahlkämpfe durch Spenden zu finanzieren. Parteispenden sind auch bei uns üblich.

    0
  • Hero X 18.02.2012 Link

    @Dirk:

    was fast offen bedeutet ist auch ein Rätsel. als ich das erste mal mein Android gebootet habe, wusste ich gar nicht, dass man keinen Googleaccount braucht um es zu benutzen. auch habe ich noch nicht gefunden, wie ich bing als Suchmaschiene einstellen kann.

    meinen iPod habe ich nicht gejailbreakt, weil ich nie an Grenzen gestoßen bin, die mich gestört haben. bei meinem tablet überlege ich noch. bei Android kann man nicht mal einen Proxy ohne root installieren... bei ios geht dies.

    und zur Bestechung.. äh... Spende:

    "Alles andere hätte die Christdemokraten auch in eine missliche Lage gebracht. Man stelle sich vor, wie der CDU-Kassenwart beim Berenberg-Chef anruft und sagt: „Schade um das liebe Geld, aber wir dürfen es leider nicht annehmen. Das verbietet das Parteiengesetz.“"

    Quelle: http://blog.abgeordnetenwatch.de/2011/10/05/grosspender-warum-wir-den-parteien-hunderttausende-euros-spendieren-und-uns-damit-der-untreue-schuldig-machen/

    warum denkst du wird gespendet? aus Spaß an der Freude?

    0
  • A. Kitzi 18.02.2012 Link

    Gut für die Umwelt!! Weiter so!!

    0
  • Andy N. 18.02.2012 Link

    Die Parteispenden sind nicht besonders schlimm, die sind sogar notwendig damit sich die Parteien und Kandidaten finanzieren können.
    Bedenklicher ist eher, dass Google, Facebook und andere große Unternehmen Obama beraten (und nicht als Lobbyist, sondern als persönlicher Berater) und so auf Entscheidungen großen Einfluss nehmen.

    @HeroX:
    Die Suche verändert man bei Android ganz einfach:
    https://market.android.com/details?id=com.microsoft.bing
    Ein Google Account ist auch nicht zwingend.

    0
  • User-Foto
    Christian R. 18.02.2012 Link

    @Roman L.
    Sehr geil :-)

    0
  • Hero X 19.02.2012 Link

    @andy:
    Danke. Habs gefunden.

    0
  • Fabien Roehlinger 19.02.2012 Link

    @Olli:
    Ich meine das tatsächlich so. Wie Du weisst, bin ich selber ja seit fast einem Jahrzehnt begeisterter Mac-Nutzer. Und ich sehe auch keinerlei Veranlassung eben das zu ändern. Allerdings gibt es eine massive Sache, die mich schon seit Langem stört: Apple versucht Dinge, die ich einmal in den Apple-Kreislauf eingebracht habe, darin zu halten.

    Beispielsweise meine Photos: Meine Bilder-Bibliothek ist als eine, große Datei auf meinem Rechner gespeichert. Es liegen viele tausend Bilder darin. Es wäre sehr aufwendig diese Bilder-Bibliothek auf ein anderes System zu portieren. Sicherlich ist das irgendwie möglich. Aber es wird mir bewusst schwer gemacht, was dazu führt, dass ich keine Lust habe etwas an diesem Zustand zu ändern.

    Musik: iTunes macht das Selbe! Es gibt eine große Bibliothek. Ich kann natürlich einzelne Titel irgendwo hinschieben. Ein einfacher Wechsel ist aber auch da nicht möglich.

    Dateien: Seit dem iPad sieht man, wie weit Apple geht, um diesen Kreislauf zu kontrollieren. Es gibt keine Möglichkeiten Dateien ohne den Apple-Kreislauf auf das Gerät zu spielen, oder aber wieder herunter zu nehmen.

    Die Hürden das Apple-System verlassen zu können, werden bewusst hoch gehalten. Damit begibt man sich als Nutzer immer tiefer herein - egal von welcher Seite man kommt. Hat man ein iPhone, kauft man sich auch einen Mac, weil die Geräte besonders gut miteinander arbeiten können. Und dann ein iPad, weil das ja so kompatibel ist. Man kauft Musik über iTunes, weil es bequemer ist. Und man bleibt immer dabei, weil es so einfach ist die Dateien von einem Mac auf den Nächsten zu bringen.

    0
  • Georg O. 19.02.2012 Link

    Ach Leute,

    alle wollen einen sehr guten Dienst haben, der kein Geld kostet, immer verfügbar ist, unser Wünsche implementiert und sich ständig weiterentwickelt.
    So, und nun findet den Fehler!

    Gefunden?

    Meine Oma hat immer gesagt: "Nix bekommst du umsonst, Junge. Selbst den Tod bezahlst du mit dem Leben".
    Recht hatte die alte Dame. Wenn ich einen Maildienst habe, der für mich einfach der Beste ist, weil sicher, effizient einfach nur praktisch, der im Gegenzug dafür aus meinen Mails Schlagworte auswertet und mir dazu die passende Werbung einblendet, so ist das für mich OK.
    Es ist ja nicht so, dass ich das nicht gewusst hätte. Ich kann es schließlich jederzeit nachlesen und ich spreche hier nicht von Kleingedruckten in einer windigen AGB, sondern von einem Angebot von Googel "Warum bekomme ich diese Werbung eingeblendet".
    Denkt mal nicht, dass andere Mailprovider das nicht auch machen, nur weil es nirgendwo zu lesen ist. Die verkaufen unsere Daten an Adresshändler und machen so ihr Geld.


    Gruß

    0
  • Alexx 20.02.2012 Link

    Bei mir wird bei Googlemail grade Werbung von "Pizza.de" eingeblendet.
    Per Mail habe ich noch nie das Wort "Pizza" verwendet....

    0
  • Oliver Lauer 20.02.2012 Link

    @Fabi...ich glaube, ich habe früher auch so gedacht, aber mittlerweile denke ich, dass dieser "geschlossene Kreislauf" eher deswegen von Apple so verfolgt wird (und das schreibt Steve auch in seiner Bio), um dem User die bestmögliche User Experience zu bieten...und ich glaube auch, dass das gerade den Erfolg von Apple ausmacht.
    Android ist in vielen Bereichen technisch überlegen, inzwischen, keine Frage, aber in der 360 Grad Usability Betrachtung ist das Öko-System Apple einfach angenehmer zu bedienen...und ich nutze täglich beide.

    Ja, man zahlt etwas mehr, mir persönlich ist es das wert, aber das muss auch jeder selbst entscheiden. Ein MB kann man noch fast ein Jahrzehnt nach Kauf nutzen, ein iPhone nach 4 Jahren, wenn man das mit einem Si von Samsung vergleicht, dann stellt sich doch auch die Frage, was war auf die Nutzungslaufzeit wirklich die günstiger Alternative?

    Aber, das ist kein Bashing, ich bin froh, dass es diese so unterschiedlichen Ansätze gibt, denn Konkurrenz belebt das Geschäft... und wenn man genau hinschaut, sieht man auch, wie Google und Android so nach und nach und leise, das geschlossene System in Teilen adaptieren... :-)

    Der Unterschied hier: Apple hat nie aus seinen strikten Regeln einen Hehl gemacht, man wusste, worauf man sich einlässt, Google hat das Spiel begonnen und ändert nun währenddessen die Regeln, weil sie merken, dass die Regeln nicht gut genug waren.

    Was findest Du besser? :-)

    0