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Google in der Kritik: Entwickler erhalten Daten von App-Käufern

Verfasst von: Klaus Wedekind — 14.02.2013

Ein Blogeintrag eines Android-Entwicklers sorgt derzeit für großen Wirbel. Der Australier schreibt, Google übermittle ihm automatisch persönliche Kontaktdaten von Käufern seiner App. Die Aufregung ist aber vermutlich sehr übertrieben. Denn zumindest nach deutschem Recht ist Google sogar verpflichtet, dem Verkäufer die Daten zu übermitteln.

Der australische App-Autor Dan Nolan scheint dies nicht zu wissen oder in seinem Land gibt es andere Richtlinien. Denn er regt sich mächtig darüber auf, dass er von Googles Bezahldienst "Wallet" den vollen Namen, E-Mail-Adresse und Postleitzahl seiner Käufer erhält.

Seine Empörung wäre berechtigt, würde Google als Verkäufer auftreten. Doch tatsächlich versteht sich das Unternehmen nur als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer von Apps, die auch Vertragspartner sind. Wenn man die E-Mail-Quittung genu liest, die man nach einem App-Kauf erhält, sieht man dies sehr deutlich. Ich habe heute beispielsweise die werbefreie SoundHound-App erstanden und in der Bestätigungs-Mail wird SoundHound Inc auch als Verkäufer genannt.

Tatsächlich gibt es also offenbar nichts daran auszusetzen, dass App-Autoren die Kontaktdaten ihrer Käufer erhalten. Kritisieren kann man aber, dass Google die Kunden darüber nicht explizit informiert - rechtlich verpflichtet ist es dazu vermutlich nicht. Man kann sich auch darüber streiten, ob es in Ordnung ist, dass Google selbst nicht als Verkäufer gewertet wird und sein Geschäftsmodell durchsichtiger gestalten sollte. Grund für einen Shitstorm, wie er sich zu entwickeln droht, ist Dan Nolans Blogeintrag aber nicht.

Quelle: Heise.de

Before becoming editor-in-chief of AndroidPIT together with Andreas in August 2012, Klaus worked as a tech editor for the news portal n-tv.de. His first smartphone was an HTC Legend, and he has been a huge Android fan ever since. Klaus has been living in Berlin for the past 20 years, though he still loves southern German cuisine and remains a faithful supporter of FC Bayern Munich.

35 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Raphael b. 17.02.2013 Link zum Kommentar

    Ich finde es muss so sein das die Daten am Verkäufer übermittelt werden.

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  • my2cent 16.02.2013 Link zum Kommentar

    Bekommst du wohl eher nicht, denn es ist KEINE Straße dabei und damit keine Adresse. Und ICH als App-Entwickler muss serwohl bei der Steuer angeben wer meine Kunden sind, da die Rechnung mit dem Kunden und nicht mit Google abgeschlossen wird. Ob die Daten ausreichen ist da noch ein weiterer Punkt, aber sie sind besser als nichts um die Käufer etwas zu differenzieren.

    Im übrigen ist hier der wichtige Punkt nicht der Store SONDERN die Finanztransaktion die durch Google Wallet getätigt wird. Hast du mal Geld über Paypal bekommen, da bekommst du ne Menge mehr Daten (und zahlst ne Menge mehr Gebühren, aber das nur als Anmerkung ;-.) )

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  • PeterShow 16.02.2013 Link zum Kommentar

    @my2cent

    Diese Angaben darf Google laut seinen Regeln weitergeben, ob sie das machen oder nicht ist eine andere Sache. Einfach mal den Link lesen den ich gepostet habe...

    ""Weitergegeben werden können" hab ich zitiert und nicht "Weitergegeben werden"


    Bei Amazon, Beam, Kob etc. wird bei Ebooks im selben Bereich (Amazon ist nur Markt) werden die Daten nicht weitergeben.

    Wie schon schrieb hat die selbständige Autorin mir gesagt dass sie mit Namen und Adressen (wie Google sie überliefert) NICHTS anfangen kann. Und auch nicht überliefert bekommt. Also braucht man es nicht für das Finanzamt...

    Die Daten kann aber sammeln und an Adresse-Händler verkaufen..Das sind ja alles IT-Affine Leute die bei Googles PlayStore einkaufen.. demnächst bekomme ich wohl passende Werbung...

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  • Klaus Wedekind 16.02.2013 Link zum Kommentar

    @my2cent Danke!

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  • my2cent 16.02.2013 Link zum Kommentar

    @SuperSam: Das ist DEFINITV falsch, diese Daten bekomme ich als Verkäufer nicht angezeigt!

    Damit hier das stochern im Nebel aufhört habe ich einfach mal eine Checkout-Seite anonymisiert damit jeder sich ein Bild von machen kann was oder was nicht angezeigt wird. Interessant ist die Linke Seite:
    http://static.panoramio.com/photos/1920x1280/86171915.jpg
    bei den geschwärzten Bereichen habe ich dazu geschrieben was ich geschwärzt habe

    Mehr bekommt man als Entwickler nicht

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  • PeterShow 16.02.2013 Link zum Kommentar

    Hab gerade eine Self-Publisherin gefragt die ihre Ebooks über Amazon, Beam, Kobo oder Neobooks verkauft. Von keinem dieser Plattformen erhält sie die Daten der Verkäufer. Sie könne damit auch nichts anfangen.. Also von wegen man braucht es für die Steuer...

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  • PeterShow 16.02.2013 Link zum Kommentar

    Es geht noch schärfer:

    "Weitergegeben werden können demnach "Kredit- oder Debitkartennummer mit Ablaufdatum, Bankverbindung mit Ablaufdatum, Adresse, Geburtsdatum, die letzten vier Stellen Ihrer Sozialversicherungsnummer und, speziell bei Verkäufern oder Unternehmen, Ihre Unternehmenskategorie sowie bestimmte Informationen zu Ihrem Umsatz- oder Transaktionsvolumen." Auch die E-Mail-Adresse fällt darunter."

    Meine Kreditkartennummer mit Ablaufdatum kann weitergegen werden.. Achso damit der Entwickler mal mit meiner Karte einkaufen kann???

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/play-store-google-reicht-daten-von-app-kaeufern-weiter-a-883442.html

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  • PeterShow 16.02.2013 Link zum Kommentar

    @izzy
    Und bei den amazon-Apps wird es ähnlich sein. Ich werde jetzt mal einer Amazon-Autorin (Self-Publishing) fragen ob sie Namen und Adresse der Käufer bekommt... Mit dem Finanzamt kann das wenig zu tun haben . Schließlich brauchen die Ladengeschäfte ja auch nicht meinen Namen und meine Anschrift fürs Finanzamt!!!!

    @JPsy Droid

    Ein Kaufvertrag braucht weder der Schriftform, noch braucht man dazu Namen und Anschrift des Vertragspartners... Ich kann mein Fahrrad auch dem nächsten Typ auf Straße verkaufen. Er sagt 300 Euro. Ich sag ja. Kaufvertrag ist geschlossen. Die Durchführung machen wir auch gleich er gibt mir das Geld ich im das Fahrrad. Und Tschüss.. Ich weiß dann weder den Namen noch die Anschrift und doch hab ich einen Kaufvertrag abgeschlossen und auch gleich durchgeführt..

    Ein Kaufvertrag braucht nur in wenigen Fällen z.B. Grundstücksverkauf einer Form...

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  • PeterShow 15.02.2013 Link zum Kommentar

    @izzy

    Bei Amazon ist es auch anders möglich. Hab noch nie gehört dass Self-Publisher Namen und Adressen alle Käufer ihrer Ebooks bekommen...

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  • Flo 15.02.2013 Link zum Kommentar

    ich verstehe nicht was daran schlimm sein soll ... wenn ihr bei amazon was bestellt kennen die auch eure Adresse oder nicht ?!

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  • JPsy Droid 15.02.2013 Link zum Kommentar

    Hab ich gleich gesagt, Kaufvertrag zwischen Käufer & Verkäufer, hauptsache erstmal aufregen...

    Edit: Zumal überlegt mal: Wieso fällt das nach Jahren irgend einem deppen auf, bis dahin niemandem?

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  • Izzy 15.02.2013 Link zum Kommentar

    Sofern Google den Entwicklern eine Gesamtrechnung über die gutgeschriebenen Beträge bietet, und die Zahlungen alle über Google abgewickelt werden, würde sicher eine entsprechende "Rechnung der Gutschriften" von Google für den Entwickler reichen -- der braucht schließlich den Nachweis, woher die "dicke Kohle" kommt, für das Finanzamt (und läuft andernfalls in Gefahr, der Geldwäsche bezichtigt zu werden). Im Supermarkt übernimmt das Kassen-System diesen Job (die Kasse führt Buch über alle Zahlungsvorgänge, und sollte nicht manipulierbar sein -- sodass klar ist, was an Steuern abgeführt werden muss).

    Also macht nicht so einen Bohai (oder "Viel Lärm um nichts", nach Shakespeare). Als einzige berechtigte Kritik sehe ich hier, wie auch bereits Klaus in seinem Blog-Beitrag, dass die User darüber informiert sein sollten.

    @SuperSam: Du strafst also den Verkäufer ab, weil das Finanzamt ihm den Nachweis auferlegt hat? Ich denke, auf solche "Käufer" verzichtet er dann auch gern ;)

    Und da mir das jetzt doch etwas zu polemisch wird, klinke ich mich hiermit aus ;)

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  • PeterShow 15.02.2013 Link zum Kommentar

    @J. David S.

    Dann soll Google das halt auf Nachfrage machen. Und der Käufer kriegt dann ne Meldung wie: Entwickler XY hat nach deiner Adresse gefragt. Dann würde ich da nichts mehr kaufen und die Verkäufer würden schnell drauf verzichten.

    Zum anderen ist für den Verkäufer der Entwickler auch nicht immer ersichtlich. Da steht dann ein Pseudonym oft nicht mal ne Mail-Adresse oder Website. Und dem soll man dann seine Daten übergeben?

    Und der Anonyme Verkauf im Supermarkt ist Anonym. Zum einen kennt die Kassiererin weder meinen Namen noch meine Anschrift noch kann sie sich alle Gesichter merken. In der Masse ist man eben weitgehend anonym. Auch die Überwachungskamera (deren Aufnahmen nach 24 Stunden oder so gelöscht werden müssen) kennt meinen Namen und meine Adresse nicht. Und wenn ich an Fastnacht mit Fastnachtsmaske einkaufe sieht man nicht mal das Gesicht...

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  • J. David S. 15.02.2013 Link zum Kommentar

    Nach deutschem Recht, das sich an der Stelle von EU Recht ableitet, ist Google tatsächlich verpflichtet die Daten an den Verkäufer zu übermitteln. Oder wenigstens auf Anfrage bereit zu stellen.
    Es müssen eben beide Vertragsparteien des Kaufvertrages ersichtlich sein.
    Apple tritt beim Appstore nicht als Vermittler auf sondern als Verkäufer.. somit genügt es wenn sie sich die Daten selber bereit stellen.. Jedoch sei anzumerken, dass die EU und besonders Deutschland in dieser ganzen Angelegenheit rund um Kaufverträge etc. so manche Eigenart hat die man in vielen anderen Ländern nicht findet. In den meisten Ländern ist ein Kaufvertrag tatsächlich nur ein Vertrag der alle Ansprüche und Verpflichtungen enthält. Nach deutschem Recht kann ein einziger Kaufvertrag durchaus aus mehreren tausend Einzelverträgen bestehen.. Jeder einzelne Bestandteil des Kaufvertrages wird rechtlich einzeln betrachtet, und dann wird wiederrum der Anspruch und die Verpflichtung getrennt betrachtet. (Die Begrifflichkeiten passen nicht ganz, aber das Juristendeutsch muss man ja niemandem antun..).
    Ist also durchaus möglich, dass Australien da eher überschaubare Rechtsgrundlagen hat..

    Und was den "anonymen Kauf" im Supermarkt angeht.. Ich nehme mal an, dass ihr da selber an der Kasse steht und den verlangten Betrag, für die Waren die ihr haben wollt, übergebt? Dadurch wäre die Anonymität dann hinfällig... Davon abgesehen muss man Geschäfte die von Angesicht zu Angesicht durchgefürt werden auch von jenen unterscheiden bei denen es nicht zu einem direkten Kontakt kommt.

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  • PeterShow 15.02.2013 Link zum Kommentar

    Naja bei Marketplace bekommt der Verkäufer die Adresse und das auch nur so fern nicht über Amazon verschickt wird. Irgendwohin muss er ja schicken. Die E-Mail-Adresse und sonstige Daten rückt Amazon nicht raus. Bei Nachrichten über Amazon an der Verkäufer geschieht das so anonym wie möglich. Das der Verkäufer "alle Daten" bekommt ist Blödsinn. Zu mal man ja z.B. auch ein Postfach als Adresse für Marketplace angeben kann. Und dann hat der Verkäufer nicht mal die genaue Anschrift.

    Es ist egal ob Amazon, Google oder Apple als Verkäufer auftritt oder nicht. Die Haftungsfrage betrifft ja nur den Verkäufer. Der Käufer hat ja nur zu zahlen. Da kann er wohl schlecht was falsch machen...Da reicht es auch wenn die Plattform die Daten hat, wie es z.B. so weit wie möglich bei Amazon geschieht...

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  • Michael W. 15.02.2013 Link zum Kommentar

    wenn man im Amazon Marketplace was kauft, bekommt der Verkäufer auch alle Daten. Bei eBay genau das gleiche. Das sind alles Vermittlungsplattformen die Verkäufer und Käufer zusammenbringen. So verhält es sich auch mit Google Play.

    Wenn Apple selbst als Verkäufer auftritt, dann sind die auch voll haftbar für das was über den Appstore verkauft wird.

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  • PeterShow 15.02.2013 Link zum Kommentar

    Im Internet kann man im Zweifel die Ip-Adresse auswerten. Die wird vermutlich länger gespeichert als die Aufnahmen der Überwachungskamera....

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  • PeterShow 15.02.2013 Link zum Kommentar

    Überwachung hin oder her es gibt kein Gesetz das anonyme Verkäufe verbietet. Andere Beispiele wären Taxis. Ich glaube nicht das alle Taxis eine Überwachungskamera haben. Und der Taxifahrer fragt auch nicht nach Adresse und Anschrift wenn ich nicht gerade nach Hause fahre...

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  • Syagrius 15.02.2013 Link zum Kommentar

    @SuperSam: Nun, von Anonymität kann man da ja wohl kaum sprechen. Du wirst in der Regel überwacht und man kann im Zweifelsfall deine Identität nachweisen. außerdem ist bei Bezahlung wohl kaum betrug oder Geldwäscherei möglich. wird also vernachlässigt. Sobald du ein anderes Zahlungsmittel verwendest, ist die Anonymität sowieso hinfällig.
    @Stefan B.: Habe das gleiche Problem.

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  • Stefan B. 15.02.2013 Link zum Kommentar

    P.S.: Wieso kann ich hier über die App Kommentare schreiben, aber nicht am PC (Opera, Firefox)? Dort kommt nach dem Absenden nur: "Ein unerwarteter Fehler ist aufgetreten." Mist, jetzt kriege ich wieder keine Benachrichtigung bei Antworten...

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