wie funktioniert eigentlich touchscreen?

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05.09.2010 13:48:07 via Website

hallo zusammen :blink:

hoffe daß meine vergleichsweise dämliche :P frage in diesem forumsbereich richtig ist? ansonsten bitte gern verschieben! :*)

hier also meine frage für die technikfreaks unter uns: kann mir irgendjemand mit einfachen worten erklären wie eigentlich ein touchscreen funktioniert? und warum er zb nur auf das touchen von fingern reagiert, aber zb nicht auf einen kugelschreiber?

fänd es cool, wenn jemand eine art sendung-mit-der-maus-erklärung für mich hätte... :wacko: ( - ich warte erstmal auf eure reaktion bevor ich versuche zu googlen, lasse mir solche dinge gern persönlich verklickern, das wär super! :) )

greets, ellen :girl:

— geändert am 05.09.2010 13:48:41

05.09.2010 14:45:31 via Website

Der Link von Henry wäre dir bei der Eigenrecherche bestimmt auch untergekommen, aber da du das ja persönlich erklärt haben willst versuche ich es mal :)

Soweit mir bekannt gibt es bei Smartphones zwei Arten von Touchscreens: Resistive und Kapazitive.

Resistive Touchscreens reagieren sehr wohl auf Kugelschreiber und andere Gegenstände. Denn bei resistiven Touchscreens gibt es zwei Schichten, die durch Druck verbindet werden müssen, um eine Eingabe zu tätigen.
Dies ist besonders bei älteren und preiswerteren Geräten der Fall und resistive Touchscreens benötigen wie oben gesagt einen gewissen Druck (abhängig von der Qualität des Screens), um Eingaben zu erfassen.

Vielleicht kennst du die Geräte die mit einem Stylus Stift ausgeliefert werden. Diese haben die resistive Technik.

Kapazitive Touchscreens kennen fast alle von uns von ihren derzeitigen Smartphones. Sie sind angenehmer zu bedienen und reagieren auf Eingaben weitaus besser und schneller als resistive Screens.
Dies kommt daher, dass auf der Oberfläche eine transparente Schicht mit Metalloxiden auf dem Glas ist (ist bei Wikipedia besser erklärt), welche Strom leitet. An den Ecken deines Smartphones ist nun eine Spannung angelegt, die ein gleichmäßiges elektrisches Feld erzeugt.

Stell dir das am Besten wie eine Decke vor die von 4 Menschen gespannt wird.

Wenn man nun mit dem Finger auf den Screen fasst verändert sich das elektrische Feld und wird mittels einer Spannungsänderung wahrgenommen und sozusagen "zurückverfolgt".

Um wieder zur Decke zu kommen: Jemand fasst nun von oben auf die Decke und verändert den gespannten Zustand... Und dort wo hingefasst wurde, wurde die Eingabe getätigt.

Nun ist es jedoch nicht so einfach wie bei der Decke, dass alle Materialien dieses Feld beeinflussen. Denn bei einem kapazitiven Touchscreen können nur leitfähige Gegenstände das Feld beeinflussen. Wie zum Beispiel unser Finger. Wohingegen Stifte und andere Gegenstände dieses Feld nicht beeinflussen (bzw. nicht stark genug beeinflussen).
Deshalb funktioniert die Bedienung mit einem Handschuh auch nicht bzw. nur sehr schlecht.

05.09.2010 16:13:06 via App

Lars Siebenhaar
Nima Begli

Deshalb funktioniert die Bedienung mit einem Handschuh auch nicht bzw. nur sehr schlecht.

Falls du um winter aber nicht die handschuhe ausziehen willst, weil es zu kalt ist :

Versuch es mir einer bockwurst aus dem glas, diese sind mit salzen behandelt und funktionieren hervorragend :lol:

Omg Lars :D

das ist eindeutig zu heftig für dieses Forum^^

06.09.2010 01:30:32 via Website

ihr seid mir ein paar schätzchen! <_< vielen vielen dank für den link aber mehr noch für die tolle erklärung!! :)

besonders gut hat mir aber dies gefallen :lol: -da hab ich mich schrott gelacht, wie meine kinder sagen würden:

Nima Begli
Lars Siebenhaar
Nima Begli

Deshalb funktioniert die Bedienung mit einem Handschuh auch nicht (...)

Falls du im winter aber nicht die handschuhe ausziehen willst, (...)

Versuch es mir einer bockwurst aus dem glas, diese sind mit salzen behandelt und funktionieren hervorragend :lol:

Omg Lars :D

das ist eindeutig zu heftig für dieses Forum ^^

:rolleyes: ob diese anmerkung allerdings das maß an heftigkeit das die benutzer dieses forums ertragen können, übersteigt, ist mir unbekannt... ich finde die bemerkung einfach nur klasse! :grin:

viel gelernt, vielen dank! :bashful: *freu*
greets ellen :girl:

22.04.2012 11:34:52 via Website

hab mal was getestet zufällig und touchscreen geht auf mit einer rose also die Rosen Blüten einfach auf dem sreen drauf legen und mit den Finger spitzen fest halten und dan damit hin und her und so sry wegen meinen Rechtschreibfehler ich tuh mich da sehr schwer mit xD

Gelöschter Account

09.11.2012 20:45:28 via Website

Veraltete (resistive) Touchs: im display (bzw (eine schicht über dem display) ist ein raster angeordnet. dieses Raster besteht aus vertikalen und horizontalen elektrisch leitenden fäden. je nachdem, an welchem punkt sich eine horizontale und eine vertikale linie beim drücken treffen, ergibt dies einen bestimmten widerstandswert. je nach widerstand ergibt sich für den prozessor eine andere position, woraus sich dann (fast) direkt die eingabeposition ergibt. Diese Touchs kann man mit jedem Material bedienen, da sie auf Druck reagieren.

Neue (kapazitive) Touchs: das Touchpanel "errichtet" an allen vier ecken ein magnetfeld, welches sich wie alle Magnetfelder beeinflussen lässt. Die Bestimmung, durch die ermittelt wird wo sich der Finger über/auf dem Touchscreen befindet berechnet der Prozessor durch die veränderung der Magnetfelder.

Beispiel: das Magnetfeld links Oben ist nur wenig beeinflusst, das Magnetfeld rechts oben ist ein wenig stärker beeinflusst. Das Magnetfeld links unten ist stark beeinflusst, aber das Magnetfeld rechts unten ist am stärksten beeinflusst. Ergo: Irgendwo rechts unten wurde eine Eingabe getätigt.

Aus diesen Daten ermittelt der Prozessor wo man das Display berührt hat. Natürlich ist das nur grob dargestellt, die tatsächliche Messung ist viel genauer. Diese Touchs reagieren nur auf Materialien die das Magnetfeld in unmittelbarer Nähe beeinflussen. Da unsere Haut kein sehr guter elektrischer Leiter ist (zumindest wenn sie trocken ist), reagiert der Touch auf viele verschiedene Leitfähige Substanzen und Materialien.

Ich hoffe ich konnte dir das einigermaßen verständlich übermitteln ;)

— geändert am 09.11.2012 20:57:51