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Flight Code - Über den Wolken!

Nima Begli
6

Es erwischt so gut wie jeden Touristen einmal im Leben und ist mehr als ärgerlich. Nein, es handelt sich nur um verlorene Koffer, sondern um diverse Faktoren, welche im Endeffekt dazu führen, dass der Reisende am Ende am Flughafen gestrandet ist. 

Die Frage ist dann immer: „Was tun?“. Zum Glück haben wir unseren kleinen Androiden dabei und können uns gleichzeitig noch etwas weiterbilden. Dabei möchte uns Flight Code helfen. Ob dies der Applikation gelingt und ob Flight Code einen gelungenen Zeitvertreib darstellt, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!

4 ★★★★

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.0.1 1.0.1

Funktionen & Nutzen

Testgerät: Nexus 4
Android Version: 4.2.2
Root: Nein

Flight Code kann seine ganze Stärke - wie bereits in der Einleitung erwähnt - innerhalb eines Flughafens ausspielen. Die Applikation erlaubt es nämlich dem Nutzer die diversen Codes, welche in der Luftfahrt verwendet werden, zu dechiffrieren und damit in Erfahrung zu bringen wohin der Flug X nun geht oder von welcher Airline das Flugzeug mit knapp drei Stunden Verspätung auf der Anzeigetafel stammt.

Der Informationsgehalt der Applikation übersteigt auch die von mir - zu Testbeginn - angenommene Menge. Dabei handelt es sich bei den meisten Informationen um schlichte Listen, welche durchsucht werden können. Alternativ kann nach diversen Suchbegriffen recherchiert werden, indem man das Suchfeld bemüht. Funktioniert erstaunlich gut und sobald man die gewollten Begriffe gefunden hat, wird innerhalb der Applikation noch die ein oder andere Information angezeigt. Seien es die Codes bei der Suche nach Lufthansa oder das Gewicht eines Fliegers.

Dieses Spielchen kann man nun mit Flughafencodes, Flugzeugtypen (zum Beispiel A306 für - wer hätte es gedacht - den Airbus A306) oder "spezielle Codes" innerhalb der Luftfahrt wiederholen. Ein paar Kleinigkeiten kann man jedoch auch hier aussetzen, da bei den Notam-Q Codes nicht erklärt wird, wo sich diese Codes überhaupt befinden und weiterhin wäre ein Abscannen von Codes sehr angenehm. Dies mag natürlich überzogen klingen, aber so wie es auch andere Applikationen hinbekommen abfotografierte Codes zu erkennen (seien es nun Kennzeichen oder Speisekarten), so könnte eine solche Applikation im absoluten Idealfall auch einen Code "per Foto" identifizieren. Vielleicht Zukunftsmusik, aber zumindest in meinen Augen mit Anstrengung machbar.

Innerhalb der Detailansicht der jeweiligen "Codes", kann diese Information weitergeleitet - also geteilt -, zu den Favoriten hinzugefügt oder auch bei Wikipedia nachgeschaut werden. An dieser Stelle fällt dann auf, dass das Teilen nicht das übliche "Teilen"-Menü von Android verwendet, sondern sich auf zu wenige Möglichkeiten beschränkt. Grund: Unbekannt. Weiterhin fragt man sich ein wenig, warum es nicht möglich ist die Sprache von der angesteuerten Wikipedia Seite auf Deutsch zu stellen. Die englische Ausgabe mag nun für viele kein großes Übel sein, doch diese Kleinigkeiten machen den Unterschied zwischen einer guten und sehr guten Applikation aus.

Es stellt sich generell am Ende des Tages die Frage nach dem Zweck von Flight Code. Natürlich kann man damit kurzweilig Aspekte nachschauen, doch so wirklich wollte der Funke im Testzeitraum nicht überspringen. Die Wikipedia Einbindung ist zwar sehr gut gelungen, doch warum sollte man den Code nicht direkt per Google Suche suchen? Und was bringt mir die Integration von Wikipedia, wenn am Flughafen kein kostenfreies Internet zur Verfügung steht? Denn während des Testzeitraums hatte ich immer das Gefühl, dass genau diese internetfreie Zeit die Paradedisziplin Flight Codes ist. Dafür stehen dann jedoch zu wenige Informationen zu den jeweiligen Codes zur Verfügung.
Ein Beispiel wäre der oben erwähnte A306. Es reicht in meinen Augen nicht, wenn man nur das Gewicht des Fliegers angibt und dann auf Wikipedia verweist. Ein internetloser Nutzer möchte eventuell noch das Baujahr in Erfahrung bringen und wie viele Passagiere im Flugzeug maximal Platz finden.

Das letzte Beispiel mag etwas kleinlich wirken, doch wenn man schon solche Informationen in die Applikation integriert, dann sollte die Integration nicht bei den oberflächlichsten Daten aufhören. Insbesondere da es auf der anderen Seite wieder Funktionen gibt, welche sich dem Nutzer nicht ganz erklären. Warum gibt es eine Kategorie "Bilder"? Wo genau ist der Mehrwert dieser Funktion? Auch die eingebaute Wettervorhersage ist zwar nett, doch bei Weitem nicht so gut wie dedizierte Wetter-Applikationen. 

Fazit:

Flight Code ist eine gute Applikation und macht auch für interessierte Nutzer bestimmt auch Spaß. Für den normalen Nutzer hingegen erscheint die Applikation zu oberflächlich oder zu abstrakt. Zu selten wird das volle Potenzial der Applikation ausgeschöpft und stattdessen wird mit "Bilder" oder einer Wettervorhersage zu viel Mühe in Aspekte investiert, welche keinen echten Mehrwert liefern.

Weiterhin ist die Zielgruppe der Applikation ganz klar das professionelle Klientel. Die bereits erwähnte Wettervorhersage macht dann Sinn (sogenannte Live METAR Reports), wenn man sich sehr für dieses Feld interessiert oder beruflich in der Luftfahrt involviert ist. Auch die Offline-Datenbanken bringen im Vergleich zu den Otto-Normalverbrauchern dann einen extremen Mehrwert, wenn man sonst manuell solche Codes nachschlagen müsste am anderen Ende der Welt.

Nun bleibt am Ende ein gespaltenes Fazit: 

Die Applikation bietet dem Otto-Normalverbraucher zu wenige Highlights. Viel zu spezifisch ist das Anwendungsfeld und der "normale" Endkunde weiß mit Flight Code nicht wirklich viel anzufangen. Für den professionellen Kunden jedoch bietet die Applikation einen enormen Mehrwert und kann Gold aufwiegen, wenn man öfter solche Codes nachschauen muss. 
Man kann festhalten, dass für den Otto-Normalverbraucher Flight Code eine "gute" App darstellt, wohingegen die Applikation bei Profis Freudenstürme verursachen dürfte.

 

Bildschirm & Bedienung

Innerhalb dieser Kategorie gibt es wenig zu sagen. Die Applikation ist gut zu bedienen und Flight Code macht generell einen guten Eindruck. Beim Durchstöbern der langen Codeliste, kann schnell zwischen den einzelnen Buchstaben gewechselt werden und auch die grafische Präsentation zeigt sich minimalistisch und trotzdem angepasst, wobei eine Anpassung an das Android-spezifische Design nur auf den ersten Blick erfolgt ist.

Speed & Stabilität

Die Applikation ist während des Testzeitraums nicht abgestürzt. Jedoch brauch Flight Code manchmal ein oder zwei Bedenksekunden beim Start.

Preis / Leistung

Flight Code ist für 2,69 Euro im AndroidPIT App Center verfügbar. Leider ist dieser Preis für die gelieferte Funktionalität etwas zu hoch. Ich bezahle gerne für Applikationen, doch ein Preis um die ein Euro Marke würde weniger Kunden vom Kauf abschrecken.

Zum Glück kann man im APP Center 24 Stunden die Applikation testen. Im Idealfall am Flughafen!

Screenshots

Flight Code - Über den Wolken! Flight Code - Über den Wolken!

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

Apps2Go GmbH

Apps2Go entwickelt Apps und Frameworks für Android und iOS.

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Markus S. 27.02.2013 Link

    Seid wann schreibt ihr mir 1,5-fachem Zeilenabstand? :-)

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  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli 27.02.2013 Link

    Seitdem unser Editor für die Testberichte dies integriert hat. Hat mich auch zu Beginn verwundert, aber freut mich sehr ;)

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  • Der Clem 27.02.2013 Link

    Hmm...aber etwas verwirrend, dass der Zeilenabstand dann nur im ersten Abschnitt größer ist... ;-)

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  • Zeronix 27.02.2013 Link

    Sieht nach mehr Text aus ;-)

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  • User-Foto
    Wuffze W. 27.02.2013 Link

    jep mehr text durch lücken

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  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli 27.02.2013 Link

    Sieht mehr aus, aber ihr dürft gerne die Wörter und Satzzeichen pro Test nachzählen ;) Ich verspreche hiermit, dass das Mittel der Testwörter gleich bleiben wird. Es gibt ja noch immer gleich viel zu den Apps zu sagen.

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