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Drum Pads 24: Groovige Beats

Christopher W.
2

Im kreativen Musikbereich gibt es für Android bei weitem nicht so viele gute Apps wie für iOS. Auf der Suche nach lohnenden Anwendungen haben wir Drum Pads 24 getestet und berichten Euch von unseren Erfahrungen.

DrumPads24 Teaser
© Paul Lipnyagov
4 ★★★★

Bewertung

Pro👍
  • Einfache Bedienung und Handhabung
  • Viele verschiedene Sounds
  • Nützliche Funktionen
Contra👎
  • Gelegentlich kleinere Latenzen
  • Nicht für den professionellen Einsatz geeignet
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Samsung Galaxy Note 8.0 4.2.1 Nein 1.2.10 1.3.1

Funktionen & Nutzen

Direkt nach dem Start landet Ihr beim eigentlichen Drum Pad. Ihr könnt direkt loslegen, ohne die App vorher erst einrichten zu müssen. Die Drum Pads sind recht praktisch gestaltet und farblich sortiert, sodass man nicht erst lange probieren muss, was für ein Sound sich hinter den Pads verbirgt. Insgesamt gibt es drei mal vier Pads, also zwölf verschiedene Sounds. Blaue Pads stellen Flächen dar, zum Beispiel Synthesizer, welche sich gut im Hintergrund machen. Über Lila Pads lassen sich synthetische Stimmen abspielen, während orangene Pads sehr brummige Bässe wiedergeben. Natürlich hängt die Farbbelegung auch vom ausgewählten Preset ab.

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Loops lassen sich ganz schnell erstellen, genau wie Aufnahmen. / © Paul Lipnyagov/AndroidPIT

In der Kopfzeile findet Ihr ein paar weitere Bedienelemente, unter anderem ein großes A und B. Über die Buchstaben könnt Ihr zwischen zwei verschiedenen Drum Pads hin- und herwechseln und so noch mehr Vielfalt in Euren Beat bringen. Über den Wiederholungspfeil daneben habt Ihr die Möglichkeit, bestimmte Patterns unterschiedlich oft wiederholen zu lassen und Loops zu bauen. Indem Ihr auf diesen Pfeil tippt und anschließend ein Pattern spielt, wird dieses immer auf der Eins wiederholt. Tippt Ihr nun öfter auf das Pad, könnt Ihr die Wiederholungsfrequenz verändern. Das Maximum ist hier eine Wiederholung auf jedem Achtelschlag. Der weitere Wiederholungsbutton beendet alle derzeit gespielten Wiederholungen.

Was einer App wie Drum Pads 24 natürlich nicht fehlen darf, ist eine Aufnahmefunktion. Über den Button in der Kopfzeile startet Ihr eine Aufnahme und könnt einfach drauf los spielen und dabei von allen verfügbaren Drum Pads Gebrauch machen. Ein erneuter Tipp auf den Button stoppt die Aufnahme und Ihr könnt anschließend einen Namen vergeben und speichern.

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Patterns können auch gepitcht werden. / © Paul Lipnyagov/AndroidPIT

Über den Menü-Button gelangt Ihr nicht nur zu Euren abgespeicherten Aufnahmen, sondern auch zu den weiteren Bereichen der App und den verfügbaren Presets. Nach der Installation ist nur eines verfügbar, in dem entsprechenden Bereich könnt Ihr aber weitere kostenlos herunterladen. Ein paar wenige sind jedoch nur gegen eine Zahlung von 100 Coins erhältlich. Presets werden recht zügig heruntergeladen und stehen anschließend direkt zur Verwendung bereit. Viele verschiedene Musikrichtungen werden abgedeckt, darunter Elektro, HipHop, Dubstep und Disco, sodass eigentlich jeder ein ansprechendes Preset finden sollte.

Die eben angesprochenen Coins könnt Ihr ebenfalls direkt über die App erwerben. Dazu müsst Ihr Euch aber auch mit Eurem Google+-Konto anmelden. 200 Coins kosten 0,77 €, sodass ein neues Preset für nicht einmal 40 Cent erworben werden kann. Auch findet Ihr in der Menüleiste den Bereich mit Euren Aufnahmen. Diese könnt Ihr anschließend über einen Player Eurer Wahl wiedergeben. Aufgenommen und abgespeichert werden die Stücke als WAV-Dateien, also in durchaus guter Qualität.

Wenn Ihr Eure Pattern loopen, also wiederholen wollt, ist natürlich auch die Geschwindigkeit wichtig. Daher besteht in der Menüleiste auch die Möglichkeit, das Tempo zu verändern. Die Schläge pro Minute können in Zehnerschritten verändert werden. Das neu ausgewählte Tempo wird anschließend automatisch auf das derzeitige Drum Pad angewandt. Darüber hinaus habt Ihr die Möglichkeit, einzelne Patterns zu pitchen, also deren Tonhöhe zu verändern. Jedes Pattern kann um fünf Ganztöne herabgesetzt und um zehn Ganztöne erhöht werden. So könnt Ihr Eure Patterns zumindest ein wenig an Eure Wünsche anpassen.

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Neue Presets können ganz schnell heruntergeladen werden, das Tempo (wichtig für Loops) lässt sich anpassen. / © Paul Lipnyagov/AndroidPIT

Auch wenn sich die Bedienung der Drum Pads als recht einfach erweist und dank der Loop-Funktion auch Beats erstellt werden können, ohne sich die Finger zu verrenken, läuft nicht alles ganz rund. So kommt es besonders bei komplexeren Beats ab und an zu kleineren Latenzen. Auch können Loops nur auf festgelegten Zählzeiten abgespielt werden, eine besondere Freiheit hat man als Nutzer hier leider nicht (Loops beginnen immer auf der Eins). Darüber hinaus wäre eine Möglichkeit, die eigenen Aufnahmen auch innerhalb der App wieder- und weiterverwenden zu können, ganz schön gewesen. Leider können Pads auch nicht mit eigenen Sounds belegt werden.

Bildschirm & Bedienung

Die Drum Pads nehmen den gesamten Bildschirm ein. Besonders auf kleineren Geräten ist die hilfreich, auf größeren Tablets könnten die Pads aber schnell auch etwas zu weit voneinander entfernt sein. Die Bedienung ist spielend einfach und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse. Über die Menüleiste kann ganz bequem auf weitere Bereiche der App zugegriffen werden, in denen auch alles benutzerfreundlich gestaltet wurde.

Speed & Stabilität

Während des Tests fiel Drum Pads 24 weder durch Stabilitäts- noch durch Geschwindigkeitsprobleme negativ auf, abgesehen von den kleinen, selten auftretenden Latenzen.

Preis / Leistung

Drum Pads 24 ist kostenlos erhältlich. Am unteren Bildschirmrand befindet sich ein Werbebanner. Neue Presets können für umgerechnet knapp 40 Cent erworben werden.

Abschließendes Urteil

Alles in allem hinterlässt Drum Pads 24 einen durchaus positiven Eindruck. Die App überzeugt vor allem durch die verschiedenen, meist kostenlosen Presets, die einfache Handhabung sowie die nützliche Aufnahmefunktionen. Leider traten während des Tests aber auch kleinere Probleme auf, unter anderem mit Latenzen. Diese dämmten den Spaß an der App aber nur kurzzeitig. Wer zur Unterhaltung ein wenig mit einem gut gemachten Drum Pad musizieren möchte, der ist hier an der richtigen Stelle. Für einen professionellen Einsatz eignet sich Drum Pads 24 leider nicht, hier hat meiner Erfahrung nach leider immer noch iOS die Nase vorne. Dennoch lohnt sich eine Installation für alle Interessierten.

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

Paul Lipnyagov

Great applications for making beats and music on your phone.

E-Mail an Entwickler Entwicklerprofil

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Richard Düe vor 10 Monaten Link

    Danke für den Test-könnt Ihr bitte im Namen aller Musiker eine Petition für den von Anfang an verschluderten Audiotreiber in Android in Gang setzen - das wäre mein größter Weihnachtswunsch.
    ... die armen Programmierer von Musikproduktionstools

    0
  • Andrej G. vor 10 Monaten Link

    Danke euch ein super Tipp

    0