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Deezer - Noch mehr Musik?

Nima Begli
6

Nach meinem letzten Testbericht über Rdio haben mich erstaunlich viele Mails erreicht mit der Bitte doch mal einen direkten Konkurrenten zu testen.

Hiermit präsentiere ich einen der weiteren Mitspieler im großen Musikstreaming Markt: Deezer.

Ob Deezer sich von Rdio abheben kann oder ob die Segmentierung des Marktes nur in Nuancen zu bemerken ist, erfahrt ihr im heutigen Test!

3 ★★★☆☆

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
3.107 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Wie schon beim Rdio Test möchte ich, zu Beginn des Tests, ein paar Worte zum Dienst Deezer und zu meinen Erkenntnissen zum Streamingmarkt an sich verlieren.

Es ist nun einige Wochen her seit ich begonnen habe diverse Streamingdienste auf Herz und Nieren zu überprüfen und für mich persönlich etwas Licht in das Dunkel der verschiedenen Anbieter zu bringen. Denn neben Rdio und Deezer befinden sich noch mit Rara, Napster, Simfy und Juke weitere (Hai)fische im musikalischen Becken und buhlen um die Gunst der Hörer. Leider sind die Erkenntnisse bis zu diesem Zeitpunkt weitaus schlechter als erwartet.

Die Dienste nehmen sich untereinander nicht viel. Das ein oder andere Lied hier, die ein oder andere Band dort. Ich persönlich weine sogar Grooveshark die ein oder andere Träne nach. Nicht weil es kostenlos war oder weil es einen (durch selbstständiges -illegales- Hochladen der User) Titelpool hatte der jegliche Konkurrenten aussticht, sondern weil die Konfiguration von Playlisten und der aktuellen Wiedergabe vorbildlich war.
Meine derzeitige Einschätzung des Marktes ist sowieso, dass viele der oben genannten Namen in wenigen Wochen nicht mehr bestehen werden. Die Anbieter leben von der Masse der Nutzer und spätestens mit DEM Platzhirschen “Spotify” - der wohl in den nächsten Wochen seinen Deutschlandstart ankündigt - wird sich die Nutzerbasis auf 2-3 Anbieter verteilen und der Rest gerät unweigerlich in einen Teufelskreis nach unten. Zu wenig User - zu wenig Content - zu wenig User und so weiter.
(Mein persönlicher Tipp ist, dass Spotify und Napster - welche gestern von Rhapsody akquiriert wurden - die Krone auf lange Sicht untereinander ausmachen werden. Insbesondere weil die Musikauswahl aufgrund der weltweiten Reichweite größer sein wird).

Doch kommen wir zurück zu Deezer. Deezer - DER Musikdienst in Frankreich - bietet drei verschiedene Modelle an. Gratis darf man sich alle Musikstücke bis zu 30 Sekunden lang anhören (wobei dieser Wert bald auf 90 Sekunden aufgestockt werden dürfte) und für Kunden die gerne für eine Flatrate bezahlen stehen die Premiumversion (für 4,99 Euro) und die Premium+-Version (für 9,99 Euro) zur Verfügung. An dieser Stelle nochmal die Erklärung warum sich für mich die fünf Euro Aufpreis lohnen.
Die fünf Euro bringen die Möglichkeit mit sich auf bis zu zwei Mobilgeräte zu streamen und dort auf Alben dauerhaft herunterzuladen und auch über Logitech Squeezeboxen bzw. Sonos diese Musik immer und dauerhaft im ganzen Haus anzuhören.
Dies mag für den ein oder anderen etwas extravagant rüberkommen, aber fünf Euro sind weniger als 17 Cent am Tag! Und Hand aufs Herz: Wie oft wurden schon Pfandflaschen weggeworfen aus Bequemlichkeit?

Ein Aspekt der doch erwähnt werden sollte und auch insbesondere datenschutztechnische Relevanz besitzt ist die obligatorische Anmeldung über Facebook.
Ich sehe schon die entsetzten Gesichter und schwingenden Heugabeln, aber wer sich nicht ausspionieren lassen will hat ja auch die Möglichkeit einen Fake-Account bei Facebook zu erstellen.
Für all jene, denen diese Anbindung nichts ausmacht, ist die Integration in Facebook eine Möglichkeit sich mit seinen Freunden über Musik auszutauschen und mal zu verfolgen was Mister X noch so an Musik hört. In meinem zweiwöchigen Test habe ich so mehrere neue Lieblingsstücke gefunden und dafür nehme ich auch gerne in Kauf, dass meine Freunde meine gehörten Musikstücke sehen (wobei man das “Tracking” in der Android App auch ausschalten kann).

Doch was bietet die Applikation? Die Antwort ist: Nicht viel mehr wie die Konkurrenz von Rdio. Insbesondere bei den Android Applikationen nehmen sich die verschiedenen Anbieter nicht viel und dies ist definitiv ein Armutszeugnis.
Die einzelnen Ausschweifungen zum Thema “Versäumnisse bei einer Applikation” erspare ich der Leserschaft an dieser Stelle dezent und verweise auf meinen vor wenigen Tagen veröffentlichten Test über Rdio. (Meine Empfehlung: Beide Tests lesen. Beide Anbieter ausprobieren und selbst entscheiden).

Doch warum erhält Deezer im Vergleich zu Rdio in dieser Kategorie nun drei Sterne und nicht nur zwei? Die Antwort liegt in den Details der Applikation. Zwar bietet Rdio auch nicht die lokale Anbindung der Musikstücke an (wie man zuerst vermuten könnte, aber auf iPhone, iPad und Androide klappt das nicht), aber es ermöglicht Deezer mit dem eigenen Kontingent an Musikstücken abzugleichen und diese dann aufzurufen. Keine Ideallösung, aber immerhin etwas.
Zwar wird das Versäumnis der Bearbeitung der aktuellen Wiedergabe mit Rdio geteilt, auf der anderen Seite jedoch kann man über Deezer zumindest die einzelnen Lieder mit der großen weiten Cyberwelt teilen und somit ist ein zusätzlicher Stern mehr als gerechtfertigt.

Fazit:

Kleinigkeiten wie die Anzeige wie viel MB mit “zwischengespeicherten” Liedern belegt sind und die Möglichkeit nach einem Anruf die Musikwiedergabe fortzusetzen heben Deezer von Rdio ab und rechtfertigen eine gute Bewertung.
Hinzu kommen etwas größere Vorteile wie das mobile Teilen.

Trotzdem reicht es bei Weitem nicht für ein “Sehr gut”, da mit der fehlenden Einbindung von lokalen Daten (außer alle meine Geräte waren dazu nicht in der Lage) und dem Fehlen einer “temporären” Playlistbearbeitung zu große negative Aspekte auf den Nutzer einwirken und die Bedienung unnötigerweise verkomplizieren.

Bildschirm & Bedienung

In dieser Kategorie nehmen sich Rdio, Deezer und viele andere Vertreter nicht viel. Spötter könnten nun sagen, dass hier der Schein mehr zählt als das Sein, aber ich finde es immer wichtig, dass eine Applikation auch gut aussieht und das erfüllt Deezer.

Die gesamte Präsentation ist eher dem Android Betriebssystem angepasst und wirkt in sich stimmig. Etwas eckig, etwas kantig, sehr schlicht und schwarz auf weiß. Das sieht schick aus und ist darüber hinaus auch noch intuitiv bedienbar.

Speed & Stabilität

Deezer startet schnell und hat in meinem mehrwöchigen Test auch keine großartigen Abstürze auf dem Konto. Der einzige Fehler den ich bemerkt habe und der doch etwas nervig und reproduzierbar ist, ist der Umstand nach dem Entfernen der Kopfhörer. Wenn man dann wieder ein Album aufruft muss ich persönlich erst wieder in die Albumauswahl und kann erst dann wieder ein Lied aufrufen.

Preis / Leistung

Deezer ist kostenlos im Android Market verfügbar und kostet nach 15 Tagen der Probemitgliedschaft 9,99 Euro im Monat.

Screenshots

Deezer - Noch mehr Musik? Deezer - Noch mehr Musik? Deezer - Noch mehr Musik? Deezer - Noch mehr Musik? Deezer - Noch mehr Musik?

Vergleichbare Anwendungen

Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.

Entwickler

Deezer Mobile

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Magazin / Hardware
29 vor 5 Monaten

Galaxy S5: Kostenloser Premium-Account von Deezer für alle Käufer

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • User-Foto
    Andy 29.01.2012 Link

    Und was ist jetzt der Unterschied zwischen Premium und Premium+? Ich lese nut was von irgendeinem Aufpreis?!

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  • Hero X 29.01.2012 Link

    sind deutsche Interpreten auch vertreten?
    ich würde gerne von Napster welchen, da 15 Euro pro Monat für einen verbugten Player zu viel sind.

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  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli 29.01.2012 Link

    Andy der Aufpreis liegt in der Nutzung eines Smartphones. 5 Euro für das Streaming und 10 für die Möglichkeit auch mit dem Smartphone zu streamen.

    Für deutsche Musik würde ich simfy empfehlen. Wobei Deezer viele mir bekannte Interpreten auch im Repertoire hat.

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  • PeterShow 30.01.2012 Link

    Danke für den Hinweis mit den 5 Euro! Stream am Phone brauch ich nicht und 5 euro für ne Stream-Flat (jederzeit kündbar) finde ich gut.. Simfy (sehr gute Auswahl) kostet schon 10 Euro im Monat... Aber die Anmeldung nur über Facebook läuft mach ich da nicht mit.. Schade der Preis wäre gut gewesen...

    Hab gerade gesehen, simfy, kostet genauso viel: 5 Euro Premium und 15 Euro Premium Plus... Ich würde simfy Deezer vorziehen..

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  • User-Foto
    Mod
    Nima Begli 30.01.2012 Link

    SuperSam erstell dir doch einfach ein Fake Konto und melde dich an. Alternativ kannst du dir mal Rdio anschauen (die haben auch eine 4,99 Flat).

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  • PeterShow 31.01.2012 Link

    @Nima Begli
    Selbst bei einem Fake-Konto.. Rdio braucht schon meine richtigen Daten und dann sind diese irgendwie doch mit Facebook verknüpft.... Hab aber festgestellt dass simfy die selben Preise hat. Hab mich verschrieben, ich ziehe simfy deezer vor.. Hab jetzt mal einen Gratis-Monat und dannach kostet es 5 Euro/Monat und ist jederzeit kündbar... simfy hat einfach ein riesiges Angebot und fast alle Titel zumindest sind alle großen Labels dabei...

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