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Android - Bedienung für Ein- und Umsteiger

Inhaltsverzeichnis

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Der Home-Screen

Grundkonzept

Der Home-Screen ist in 4x4 Felder pro Seite aufgeteilt. Zwischen den Seiten kann man wechseln, indem man nach rechts oder links über den Bildschirm wischt. Beim Standard-Homescreen bis einschließlich Android 2.0.1 gibt es nur drei dieser Seiten, bei Alternativen (mehr dazu später) und seit Android 2.1 können es auch mehr sein.

Elemente können aneinander angrenzende rechteckige Bereiche belegen, z.B. eine Reihe von 4x1 Feldern. Freie Positionen oder Größen sind hingegen nicht möglich. Grund dafür ist vermutlich, dass auf diese Art und Weise das Drehen des Bildschirms relativ einfach möglich ist - die Felder werden dann einfach etwas breiter und niedriger. Andernfalls müsste man als Benutzer Quer- und Hochkantformat getrennt einrichten.

Mögliche Elemente sind App-Icons, Widgets, Ordner und Verknüpfungen. Mehr dazu später.

Um ein Element zu verschieben oder zu entfernen, muss man etwas länger mit dem Finger darauf bleiben. Das Element wird dann etwas größer und durchscheinend. Nun kann man es an eine andere Stelle oder den unten bzw. rechts erscheinenden Papierkorb ziehen. Dann einfach loslassen.

Unten gibt es eine "Schublade" mit allen installierten Apps. Diese lässt sich nicht aufräumen (umsortieren, Ordner oder ähnliches). Deshalb ist sie nur bei wenigen installierten Apps sinnvoll zum Programmstart. Ansonsten dient sie eher dazu, selten benutzte Programme zu bewahren (oder auch nur als Erinnerung, das Ding doch mal zu deinstallieren ;)) oder neu installierte Apps auf den Hauptbildschirm zu verschieben.

Elemente

Hinzufügen

Um ein Element hinzuzufügen, mit dem Finger länger auf eine leere Stelle tippen oder alternativ Menü-Taste drücken und "Hinzufügen" wählen. Es öffnet sich dann ein Menü, in dem man "Verknüpfungen", "Widgets" oder "Ordner" wählen kann. (Und ein anderes Hintergrundbild.)

App-Icons

Verknüpfungen zu Apps kann man zwar auch über "Verknüpfungen" einfügen, üblicher und einfacher dürfte es aber sein, die Schublade zu öffnen (Griff nach oben oder links ziehen, je nach Version reicht auch Antippen), das gewünschte Icon länger anzutippen und es an die gewünschte Stelle zu ziehen. Die Schublade schließt sich dabei automatisch.

Andere Verknüpfungen

Es lohnt sich, die möglichen Einträge in "Verknüpfungen" anzusehen. Hier sind z.B. auch direkte Anrufe oder SMS, Einstellungs-Untermenüs und vieles andere möglich. Auch manche Apps "verstecken" hier interessante Funktionen, so kann man z.B. den Astro-Dateimanager in einem bestimmten Ordner öffnen.

Widgets

Widgets sind quasi kleine Anwendungen. Hier ist fast alles möglich, von der Uhrzeit bis zum Multi-Messanger mit Börsenkursen. Leider ist oft nicht gleich ersichtlich, wie groß die Widgets sind. Widgets lassen sich nicht in der Größe anpassen, manche Programme liefern aber gleich mehrere in verschiedenen Größen an. Hier hilft meist nur ausprobieren. Im Market finden sich tausende weiterer Widgets, mal als eigener Download, mal als Bestandteil einer App.

Ordner

Die "Ordner" können hier leider nur App-Icons enthalten. Diese können auch nur aus der Schublade, anderen Ordnern oder dem Hauptbildschirm in den Ordner verschoben werden (einfach aufs Ordner-Icon fallen lassen), da es im Ordner kein Menü gibt. Auch ist leider ein Umsortieren nicht möglich, die Icons erscheinen in der Reihenfolge, in der sie hinzugefügt wurden.

Dennoch sind die Ordner praktisch um ein wenig Ordnung auf den Home-Screen zu bringen. So kann man z.B. seltener genutze Spiele in so einen Ordner stecken und muss sie dadurch weder in der Schublade suchen noch eine Home-Seite damit belegen.

Menü

Drückt man die Menü-Taste, erscheint ein Menü, in dem man neben "Hinzufügen" auch schnellen Zugriff auf die Benachrichtigungen (mehr dazu später) und die System-Einstellungen hat.

Alternativen

Hauptsächlich wegen der ursprünglichen Begrenzung auf 3 Screens gab es schnell Alternativen. Diese bieten oft auch zusätzliche Funktionen, wie z.B. alternative Icons für Apps, sortierbare Ordner/Schubladen, Nutzung des Bereichs neben dem Schubladengriff, Deinstallation bei längerem Verweilen über dem Papierkorb (der sonst nur das Icon/Widget vom Bildschirm entfernt), und vieles andere.

Alternativen sind z.B. Helix, Home++, OpenHome, GDE und PandaHome. Jede hat ihre Vor- und Nachteile, vieles ist Geschmackssache. Also einfach mal durchprobieren...

Hat man solch eine Alternative (oder mehrere) installiert, wird man beim Drücken der Home-Taste (die mit dem Häuschen) gefragt, welchen Home-Screen man nutzen will. Man kann die Alternative auch zum Standard machen, indem man vor der Auswahl den Haken darunter aktiviert.

Benachrichtigungen

TO DO

Multitasking

Wechsel zu anderen Programmen

Der Wechsel zu anderen Anwendungen ist recht einfach: Mit der "Zurück"- oder "Home"-Taste zum Home-Screen und das nächste Programm starten bzw. reaktivieren. Es gibt hier übrigens einen kleinen aber feinen Unterschied: Bei "Zurück" geht Android davon aus, dass alles erledigt wurde (Android-Fachbegriff: "finalized") und gibt dadurch ggf. mehr Speicher frei als bei "Home", das für Android ungefähr genauso zählt wie ein Anruf oder ein Termin, der die Anwendung vorübergehend verdrängt. (Oder auch, so verrückt das klingt, ein anderer Dialog derselben Anwendung.)

Mit einem langen Druck auf die Home-Taste erscheinen die Icons der sechs zuletzt verwendeten Programme, wodurch auch ein schneller Wechsel möglich ist. Viele Seiten behaupten leider fälschlicherweise, dass dies die Liste der laufenden Programme ist. Dies ist nicht der Fall!

Weiterhin kann man auch mit den Einträgen der Benachrichtigungsleiste Apps öffnen (z.B. die Anrufliste, den Kalender, den Musik-Player wenn er etwas abspielt, ...) und mit der "Zurück"-Taste zur vorherigen App zurück.

Was läuft eigentlich gerade?

Die App, die du gerade siehst, und einige Hintergrunddienste.

Andere, vorher geöffnete Anwendungen bleiben zwar im Speicher liegen, bis dieser für etwas anderes benötigt wird, werden aber nicht ausgeführt. Sie verlangsamen also nicht das System. Android treibt das sogar so weit, dass die Hintergrunddienste in "lokale" und "entfernte" ("remote") getrennt werden. "Lokale" werden unterbrochen, sobald man die dazugehörige Anwendung nicht mehr sieht. "Entfernte" sind wohl die auffälligeren. Dazu gehören z.B. Musik-Player, die auch im Hintergrund spielen sollen, Profil-Tools, Empfänger für Internetdienste wie Twitter, Facebook und E-Mail, und ähnliches.

Außerdem bietet Android zeit- und ereignisgesteuerte Starts an. Hierbei wird allerdings nicht die ganze App gestartet sonder nur eine üblicherweise kurze spezielle Routine ausgeführt und die Anwendung anschließend wieder Schlafen geschickt.

In den Einstellungen gibt es eine Liste der Apps im Speicher (was, wie gesagt, nicht gleich der "laufenden ist!) sowie seit Android 2.0 der ausgeführten Dienste und dem Akkuverbrauch der Apps (letztere ist meiner Erfahrung nach allerdings sehr unzuverlässig).

Brauche ich einen Taskmanager?

Im Prinzip Nein.

Android führt eigentlich ohnehin nur das Nötigste aus. Anwendungen im Hintergrund bremsen nur, wenn sie auch Hintergrunddienste ausführen. Gegen viele "Bremsen" hilft hingegen auch das "Abschießen" nicht, da Android unsauber beendete Dienste wieder startet und zeit- oder ereignisgesteuerte Routinen ohnehin nicht betrifft. Oft ist das "Abschießen" sogar kontraproduktiv, da beim nächsten Start erst wieder alles eingerichtet werden muss.

Ausnahme sind schlecht programmierte Anwendungen - hier kann ein Taskmanager hilfreich sein um hängende Apps "abzuschießen" oder allzu geschäftige Hintergrunddienste zu beenden.

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