Getestete Version: ≤ 1.0
Aktuelle Version: 2.31
Erforderliche Android-Version: ab 1.1
Das Tool verspricht interessant zu sein:
"Schieße einfach ein Bild vom Cover eines Buches, einer CD, DVD oder eines Computerspiels, und erhalte binnen von Sekunden Links zu Google, YouTube, Wikipedia, eBay, uvm. Verwende diese App beim Shoppen im Laden, um schnell weitere Informationen zum Produkt zu erhalten, Preise zu vergleichen, das Produkt direkt online zu kaufen oder um sich einfach daran zu erinnern, damit man es sich später kaufen kann".
Wow, ein echtes Tool für uns Jäger & Sammler! "Brauch ich!", denke ich mir. Immerhin ist es mir schon öfters passiert, dass ich im Laden stand, und mir nicht sicher war ob ich dieses Produkt sofort oder vielleicht doch erst später kaufen wollen würde. Oder ob es dieses oder jenes elektronische Gerät nicht irgendwo noch billiger gibt.
Als großer Fan von Shazam habe ich mich voller Erwartung (und mit ähnlich hohem Anspruch) ans Testen von SnapTell gemacht. Immerhin habe ich gewisse Analogien gesehen.
Wurden diese erfüllt?
SnapTell bietet für das "Herausfinden" des Produktes drei Möglichkeiten:
Mit diesen Funktionsmöglichkeiten hat der Produkthersteller auch alle wichtigen Möglichkeiten abgedeckt, die man für das schnelle Auffinden - bzw. jagen ;-) - benötigt.
Hat man mal ein Bild geschossen bzw. einen Barcode ausgelesen, werden die Daten via Internet automatisch zum Server übertragen und dort dann analysiert. Vom Server wird (theoretisch) eine Liste zurück geschickt, um das gesuchte Produkt bei verschiedenen Anbietern (aber auch Filmdatenbanken) direkt suchen zu können:
Wer also voll in seinem Jagdtrieb ist, und mehr Infos über seine "Beute" bekommen will, kommt mit dieser Liste - eigentlich - auf seine Kosten. Es werden nicht nur Shopping-, sondern auch reine Informationsseiten über das Produkt angezeigt.
Schade ist, dass das Ergebnis nur als pure Liste und nicht mit einer kleinen Preview zum Ergebnis ausgegeben werden. Wie man aber beim Testen herausfindet, hätten die angezeigten Ergebnisse eh keine sehr große Relevanz. Bei 3 Produkten, die erfolgreich von SnapTell gefunden wurde, stimmte jeweils immer nur der Link von google. Alle anderen waren falsch: entweder wurde das Produkt nicht gefunden oder aber es war nicht akkurat genug (z. B. Ice Age, anstatt Ice Age 2). Für einen Jäger im Jagdfieber ist das natürlich nichts. Da erwartet man einen Hirschen, bekommt aber dann doch nur falschen Hasen.
Zusammenfassung des Tests:
Bei den Links zu den Preisen: kein einziges Produkt wurde gefunden
Links zu google: alle Produkte wurden richtig erkannt
Alle anderen Links: Produkte wurden nicht gefunden
Fazit:
Alles in allem findet SnapTell einfach viel zu wenig nicht, oder viel zu viel falsch. Recht zuverlässig arbeitet das Programm bei einfachen DVDs, solange es sich nicht um Serienstaffeln handelt.
Komplett vergessen kann man das Programm bei Büchern oder anderen Produkten.
Viel zu nahe am echten Jagen dran ist das Produkt beim Einlesen des Produktes. Das Fotografieren mit dem Barcodescanner erfordert eine sehr ruhige Hand. Denn hat man diese nicht, erkennt der Barcode-Scanner nichts. Zudem müssen die Lichtverhältnisse sehr gut sein.
Was ich allerdings ziemlich cool fand, ist die Idee mit dem Abfotografieren des Titels und die Tatsache, dass es bei DVDs fast immer gelungen ist den richtigen Titel (mehr oder weniger) zu identifizieren.
Das Produkt wäre von der Idee und der Umsetzung her ein toller Begleiter beim Einkaufen. Die Datenbank dahinter scheint aber noch relativ rudimentär, und auch falsch zu sein. Die Übergabe der Informationen an Wikipedia, eBay & Co. muss ebenfalls überarbeitet werden. Dann klappt es auch irgendwann mit den 5 Sternen. Bis dahin gibt es leider nur zwei Stück. Und das auch nur, weil zumindest die Suche nach DVDs recht gut funktioniert.
SnapTell lässt sich sehr schnell, und ohne großes Einlernen bedienen. Dabei verzichten die Macher auf Text und setzen dabei auf selbsterklärende Items! Das Interface ist wirklich gut gemacht und würde als solches sicherlich vier Sterne verdienen.
Was dagegen wieder alles "zerstört", ist, dass man sowohl für das Fotografieren der Cover, als auch für den Barcode-Scan viel zu viel Geduld braucht. Beim Barcode-Scan braucht man einige Anläufe bis der Scanner endlich Erbarmen zeigt und den Barcode erkannt hat. Beim Fotografieren werden ebenso mehrere Anläufe benötigt, bis man ein Bild hat, das man für die Suche verwenden kann.
Wahrscheinlich liegt das nicht am Programm selber, sondern an der Kamera bzw. dem Autofocus vom G1. Trotzdem ist diese Tatsache wirklich frustrierend, wenn man SnapTell verwenden will.
Hier kann das Programm wirklich glänzen. Sowohl Übertragung der Daten, als auch Rücklauf vom Server gehen binnen weniger Sekunden.
Abstürze gab es während des Tests keine.
Das Programm kann kostenlos hier im Market geladen werden (funktioniert nur aus dem Android Browser heraus)
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