mSecure - Password Manager: Der Sicherheitsdienst für Smartphones
Getestete Version: 3.1.2
Aktuelle Version: 3.1.4
Erforderliche Android-Version: ab 2.1
Kurzbeschreibung
Auf Smartphones sind bei vielen Nutzern mittlerweile unzählige Daten abgelegt, viele davon nicht selten sensibler Natur. Wer seine Daten wie Passwörter, Login-Daten, Kontodetails etc. geschützt wissen möchte, sollte sich besser nicht auf das Gute im Menschen verlassen (leider), sondern lieber auf eine App wie mSecure - Password Manager zurückgreifen, die mit zahlreichen Funktionen höchstmögliche Sicherheit für mobile Geräte bietet. Was genau die App zu vollbringen vermag, erfahrt Ihr im nachstehenden Testbericht.
Funktionen & Nutzen
Testgerät: Samsung Galaxy Note
Android-Version: 2.3.6
Root: Nein
Nach der Installation der 8,31 MB großen App mSecure - Password Manager will ich wie immer erst einmal einen Blick auf die nötigen Berechtigungen werfen, die da wären:
- Speicher: Inhalt des USB-Speichers ändern/löschen
- Uneingeschränkter Internetzugriff: Ermöglicht der App, Netzwerk-Sockets einzurichten
- Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen: Ermöglicht der App das Schreiben in den USB-Speicher und auf die SD-Karte
- WLAN-Mulsticast-Empfang zulassen: Ermöglicht der App, Datenpakete zu empfangen, die nicht direkt an Ihr Gerät gerichtet sind. Dies kann bei der Erkennung von in der Nähe angebotenen Diensten hilfreich sein. Diese Einstellung verbraucht mehr Energie als der Nicht-Multicast-Modus.
- Netzwerkstatus anzeigen: Ermöglicht einer Anwendung, den Status aller Netzwerke anzuzeigen.
- WLAN-Status anzeigen: Ermöglicht einer Anwendung, die Informationen zum WLAN-Status einzusehen.
- Ihre Nachrichten: E-Mail Anhänge lesen
Äh, was? Während eigentlich alle Berechtigungen hier als vertrauenswürdig erscheinen, musste ich bei dem Eintrag „E-Mail-Anhänge lesen“ doch zunächst erst einmal schlucken, denn was genau will die App denn mit den Inhalten meiner E-Mail-Anhänge anfangen? Die von mir getestete Versionsnummer der App lautet 3.1.3, im Play Store gibt es bereits ein weiteres Update, das die App auf Version 3.1.4 bringt und das bis auf eine etwas geänderte Berechtigung identisch zu sein scheint. Dort liest sich das erwähnte Zugriffsrecht noch etwas seltsamer, denn dort heißt es:
- GOOGLE MAIL LESEN: Ermöglicht der App das Lesen Ihrer E-Mails in Google Mail
Natürlich sollte man sich da fragen, was genau die App mit diesen Informationen will. Hier der Kommentar dazu auf der Webseite der Entwickler.
"Your messages - Read Email attachments/Read GMail. Allows this application to read your mSecure backup email attachment when perfoming a restore operation."
Sollte Euch diese Aussage genügen und Ihr seid bereit, die App mit diesen Zugriffsberechtigungen zu installieren, könnt Ihr Folgendes von mSecure - Password Manager erwarten:
- Sichere 256bit Blowfish-Verschlüsselung, um persönliche Daten wie Kontonummern, Nutzernamen, Passwörter und mehr zu schützen
- Automatische Sperre des Smartphones
- Passwort-Generator für nicht erratbare Passwörter
- Sync Everywhere™: Unterstützt private Drahtlosnetzwerke und den Cloud-Service von Dropbox zur Synchronisation der Daten zwischen Mobilfunkgeräten und Desktops/Laptos. Der Cloud-Datenschutz ist dabei unabhängig von den Sicherheitsmaßnahmen des Cloud-Dienstes.
- mBackup: Integrierter Backup-Dienst mit automatischen Sicherungskopien, wenn Veränderungen an Daten vorgenommen werden.
- Erstellung und Wiederherstellung von Backups von E-Mail-Anhängen
- Optional: Selbstzerstörung von Daten bei wiederholter Falscheingabe von Passwörtern
- 17 Standard-Vorlagen für die schnelle Dateneingabe, Erstellung von eigenen Vorlagen
- Über 250 Icons, um eigene Einträge zu personalisieren
- Integrierte Suche, Sortierung und aufklappbare Sektions-Header
- Landscape-Modus wird unterstützt (optional)
- Gruppierung, Favorisierung und von Einträgen
- Versand von Einträgen via SMS oder E-Mail
- Einfache Synchronisation der Daten auf anderen Plattformen dank Sync-Knopf
- Schnellzugriffs-Menüs und Leisten zu den meistgenutzten Funktionen
Nach dem ersten Starten der App ist es zuerst notwendig, dass Ihr ein Passwort einrichtet, mit dem Ihr die App "abschließen" könnt . Habt Ihr dies erledigt, landet Ihr im Hauptbildschirm, wo Ihr Eure Datensätze findet, die Ihr eingegeben habt (mehr dazu unter Bildschirm & Bedienung).
Falls Ihr zu viele verschiedene Einträge habt, könnt Ihr mittels des Lupen-Icons (untere Leiste) nach bestimmten Einträgen suchen. Daneben findet Ihr das normalerweise für das Aktualisieren verwendete bekannte runde Pfeil-Symbol, das hier als Button für die schnelle Synchronisation mit Dropbox oder mit einem Wifi-Netzwerk funktioniert. Solltet Ihr ein WiFi-Netzwerk nutzen wollen, um Eure Daten zu synchronisieren, könnt Ihr dies mit Hilfe des Namens der Verbindung und der dazugehörigen IP Adresse/Portnummer manuell anlegen.
So viel zu den Funktionen, kommen wir nun also zur Bedienung.
Bildschirm & Bedienung
Überraschend ist hier, dass beim ersten Nutzen keinerlei Einführung in die App angeboten wird, wie ich es von vielen anderen Apps gewohnt bin. Das liegt vor allem daran, dass die App sich sehr intuitiv bedienen lässt und man schnell versteht, was genau man tun muss, um seine sensiblen Daten zu sichern.
Um einen neuen zu schützenden Datensatz hinzuzufügen, reicht ein Klick auf das kleine „+“-Icon in der unteren Mitte des Hauptbildschirms. Von dort gelangt Ihr dann in die Eingabemaske für die Datensätze. Im oberen Menü könnt Ihr die Kategorie auswählen, in die Euer Eintrag fällt. Aus 17 verschiedenen Kategorien könnt Ihr hier alles von Bankkonten über Geburtstage, Kreditkarten und Registrierungscodes bis hin zu Webanmeldungen auswählen. Passt ein Eintrag irgendwie so gar nicht in die Kategorie, könnt Ihr den Punkt „Nicht zugeordnet“ wählen.
Bei Eingabe eines Passwortes könnt Ihr neben der entsprechenden Zeile auf das Schlüssel-Icon klicken, woraufhin Ihr im integrierten Passwortgenerator landet. Dort habt Ihr die Möglichkeit, ein Passwort mit 5-30 Zeichen samt Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen einzustellen und dieses automatisch zu sichern.
Nachdem alles eingetragen ist, könnt Ihr über das Icon rechts neben der Kategorie noch das Symbol auswählen, das Euch am meisten für Euren Eintrag zusagt. Mit einem Klick auf das Diskettensymbol wird der Eintrag gespeichert, der dann auch prompt auf dem Hauptbildschirm angezeigt wird. Alle Einträge werden dabei alphabetisch sortiert. Mit einem Klick auf die Menütaste könnt Ihr hier außerdem auch noch die Anordnung nach Typen auswählen. Auch könnt Ihr von dort aus jeden Eintrag schnell bearbeiten, löschen oder diesen versenden.
Wenn Ihr dann die App schließt, könnt Ihr diese mit einem Klick auf das Schlüssel-Icon „abschließen“. Beim nächsten Öffnen der App müsst Ihr dann Euer Passwort eingeben, um auf Eure eingegebenen Daten zugreifen zu können (hierfür kann auch angegeben werden, ob und wenn ja wann mSecure - Password Manager sich selbst automatisch abschließt, nachdem Euer Smartphone in den Schlafmodus gegangen ist).
Was mich hierbei etwas stört ist, dass man bei der Eingabe des Passwortes zwar mittels eines Knopfes zwischen einer alphabetischen und einer nummerischen Tastatur hin- und herschalten kann, leider wird die Eingabe über dieses Tastenfeld dann aber scheinbar nicht richtig erkannt, da ich mein Passwort (das Zahlen enthält) damit nicht richtig eingeben konnte.
Weiterhin fände ich es gut, wenn in Zukunft bei Feldern mit reinen Zahleneingaben automatisch das Tastenfeld zur Verfügung stünde (bisher muss man die Zahlen über die Standardtastatur eingeben, die nummerische Tastatur ist gar nicht vorhanden).
Um Einstellungen von mSecure - Password Manager vorzunehmen, müsst Ihr auf das Werkzeug-Icon in der rechten unteren Ecke klicken. Hier findet Ihr zahlreiche Optionen, mit denen Ihr die App Euren Bedürfnissen nach anpassen könnt.
- mSecure Einstellungen: Hier könnt Ihr Eure angegebenes Passwort ändern, die Zeit der automatischen Sperre durch Secure nach Einschalten des Schlafmodus einstellen, entscheiden, nach wie vielen Fehleingaben des Passworts Eure geschützten Daten zerstört werden und ob sensible Daten maskiert werden sollen.
- Dateneinstellungen: Hier könnt Ihr Gruppen- und Typenlisten bearbeiten und ändern oder Standard-Typen wieder zurücksetzen. So könnt Ihr den Gruppentypen andere Namen geben (die Voreinstellungen sind hier „persönlich“ und geschäftlich“), Kategorien löschen oder neue Kategorien hinzufügen (mittels des Menüknopfs Eures Smartphones/Tablets), Unter „Typliste bearbeiten“ lassen sich alle die Dokumentvorlagen für die Kategorien bearbeiten und umbenennen. Außerdem könnt Ihr neue Felder hinzufügen und diese anpassen (Namen, Feldtypen, Anzeige im Hauptbild und Behandlung als sensible Daten ein/aus) oder auch Felder entfernen.
- Backup-Operationen: Hier findet Ihr alles rund um die Einstellungen zum Erstellen von Sicherungskopien. So lässt sich dort beispielsweise die Synchronisation über Dropbox oder Wifi einrichten.
Für das Einstellen einer Synchronisation mit einem vorhandenen Dropbox-Account ist ein zusätzliches Synchronisationspasswort notwendig, das von allen mit Eurer Dropbox synchronisierten Geräten verwendet wird (das könnt Ihr Euch dann auch gleich in der App notieren). - Bildschirmeinstellungen: Hier gibt es alles rund um das Layout auf Eurem Bildschirm. So könnt Ihr den Darstellungsmodus (Auto, nur Porträt- oder nur Landscape-Modus), die Schriftgröße, die Sprache und das Benachrichtigungsleisten-Symbol einstellen. Dann könnt Ihr außerdem noch Support-Anfragen stellen, die App Freunden empfehlen und Informationen zur App und zum Entwickler aufrufen.
Des Weiteren könnt Ihr Backups auf Eure SD-Karte erstellen und diese von dort aus wiederherstellen, eine Backup-Datei an Eurer Googlemail-Konto schicken und auswählen, wie viele automatisch erstellte Backups auf Eurer SD-Karte gleichzeitig gespeichert werden.
Fazit:
Lange, lange Rede, relativ kurzer Sinn: In der Praxis erweist sich die App mSecure - Password Manager als wirklich ausgezeichneter Sicherheitsdienst. Die Synchronisation der Daten läuft reibungslos, die Bedienung ist äußerst intuitiv, der Funktionsumfang wirklich beeindruckend. Von der Eingabemaske für die eigenen Daten über die übersichtliche Darstellung der verschiedenen Einträge bis hin zur Anpassung der Optionen ist hier wirklich alles sehr gut durchdacht und ermöglicht so den reibungslosen und unkomplizierten Umgang mit der App. Die etwas abschreckende Zugriffsberechtigung auf die E-Mail-Anhänge bzw. auf das Lesen von E-Mails in Googlemail wurde vom Entwickler zwar erläutert, für einen leicht bitteren Beigeschmack sorgt das aber trotzdem.
Speed & Stabilität
Insgesamt läuft die App mSecure - Password Manager absolut rund und stabil. Allerdings dauert es manchmal beim Klicken auf bestimmte Menüpunkte etwas läbger, bis diese sich öffnen. In punkto Stabilität gibt es hingegen nichts zu bemängeln.
Preis / Leistung
Das hier ist der einzige eher negative Aspekt, den ich an mSecure - Password Manager auszusetzen habe. Mit stolzen 9,27 Euro bei uns im Market schlägt der Sicherheitsdienst für Smartphones und Tablets doch ziemlich ordentlich zu Buche. Man bekommt zwar viel für sein Geld, aber wenn man beachtet, dass für die Desktop Anwendung (für Mac und PC) zusätzlich noch einmal 20 Dollar (etwa 15,40 Euro) fällig werden, ist das dann doch wirklich ganz schön happig. Als App der Woche bekommt Ihr den Sicherheitsdienst für Euer Android-Gerät bei uns für 3,99 Euro.
Entwickler
Top App:
Don’t take any chances with your passwords and private information; keep your data safe (...)
Weitere Apps:
mSecure - Password Managergut
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Jetzt noch die Windows-Version in irgendeinem Shop umsonst und ich wäre glücklich. Die App war vor kurzem im Amazon-Store gratis. :D
@Robert B.
Dann verwende doch die alte Dateiversion. Hab damit kein Problem. Aber trotzdem bin ich noch nie in die Verlegenheit gekommen am Smartphone Änderungen vorzunehmen bzw. Keys anzulegen. Das macht man doch am PC viel bequemer.
Verwende auch KeePass, weil ich die PC Version supergenial finde, und über Dropbox syncen kann. Aber dass für die aktuelle Dateiversion von der Android App noch immer nur Read-only unterstützt wird, finde ich doof. Und hab irgendwie den Eindruck, dass sich daran auch nichts mehr daran ändern wird.
Nutzte auch KeePass am Droiden und am PC. Ist außerdem einer der wenigen Apps mit PC-Client der auch unter Linux läuft. Mit DroBox lässt sich die Key-File auch gut syncen.
PS:
Auf dem Droiden, nicht die verlinkte Gurke verwenden sondern KeePass Droid:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.android.keepass
@AndroidPIt
Vergleichbare Anwendung: "KeePass Droid": https://play.google.com/store/apps/details?id=com.android.keepass
Ist wohl besser als die bereits verlinkte Gurke...
Hab die App in der "0,49€-Aktion" im PlayStore gekauft,
nutze allerdings auf dem Phone lieber "Secret Safe" und am PC "KeePass".
Was mir wirklich noch fehlt ist ein Test all dieser Apps mit intensiven Blick auf die Sicherheit. Allein der verwendete Verschlüsselungsalgorithmus sagt noch nicht viel aus. Sehr entscheident ist es wie er implementiert wurde.
Gerade bei Apps mit einem hohen Bekantheitsgrad wird das immer wichtiger, da der Nutzen für jemanden der das hacken kann finanziell immer lohnender wird.
Viel zu umständlich das ganze. Ich nutze seit Jahren Roboform, sowohl auf dem Handy als auf dem Laptop. Es synchronisiert automatisch die Daten, hat eine automatische Ausfüllfunktion der Login Daten und zudem lassen etliche Identitäten anlegen. Da speichert man seine Daten wie Adresse usw.. Wenn man sich irgendwo registrieren muß, dann genügt ein klick und alle Formularfelder sind ausgefüllt.
E-Mail lesen um das Restore durchzuführen?
Das ist nicht notwendig. Da kann man auch mit einem intent-filter mit data block erreichen.
Zeigt nur das die Programmierer keine Ahnung von haben.
Ich benutze übrigens LastPass — Da habe ich alle Passwörter auch auf dem Desktop.
Ich nutze auch Keepass, sowohl auf dem Notebook als auch auf dem Smartphone. Die Datenbank ist die selbe und kann von einem Gerät zum anderen kopiert werden.
Gab es letztens im PlayStore für 49 Cent im Rahmen einer Aktion ... is wahrlich nciht schlecht, aber nutze weiterhin Pocket auf Android-Ebene (wirklich komfortabel so eine Dropbox-Anbindung) und würd im Verbund mit dem PC/MAc wohl eher auf Keepass setzen. 20 USD (15 USD mit Gutschein) ist echt way too much ... erst recht wenn man die hash-Funktion für die Passwörter im Kopf hat. ;-)
keepass für Android macht das selbe für lau und es gibt zusätzlich ein Tool für Windows, welches per hotkey automatisch Login-Daten in das Browser-Formular eingibt. somit ist keepass in meinen Augen universeller einsetzbar/nutzbar - perfekt in Verbindung mit dropbox!