Getestete Version: release 1.60
Aktuelle Version: release 1.64
Erforderliche Android-Version: ab 2.1
Lord der Magie hat mich ziemlich überrascht! Anfangs dachte ich mir schon, wieder einmal ein Tower Defense Spiel vor mir zu haben. Warum das nicht so ist – und warum Lord der Magie sehr viel Spaß macht, beschreibt der Test!
Testgeräte
Samsung Nexus S
Android Version: 2.3.4
Root: Nein
Modifikationen: Nein
Samsung Galaxy Tab 7“
Android Version: 2.3.3
Root: Ja
Modifikationen: Nein
Details zur App:
Verwendbar ab: Android 2.1
Apps2SD: Ja
Verlangt Berechtigungen: Anrufe, Speicher, System-Tools
Auch wenn es etwas schwer zu erklären ist: Obwohl Lord der Magie eigentlich ein Tower Defense Spiel ist, ist es kein Tower Defense Spiel. Man muss nämlich Türme verteidigen und nicht mit Türmen verteidigen. Und bis auf die Wellen an Gegnern hat Lord der Magie nichts mit Tower Defense Spielen zu tun. Aber worum geht es dann im Spiel?
Man spielt einen jungen Magier, der die Welt vor einer Monsterninvasion retten muss. Dazu stehen ihm verschiedenste magische Fähigkeiten zur Verfügung, die er gekonnt einsetzen muss. Im Hauptmenü (bzw. auf Youtube, da der Hauptmenü-Eintrag darauf verlinkt) kann man sich einen ansehnlichen Intro ansehen oder Musik und Sprache einstellen. Startet man ein neues Spiel, kann man einen von drei Slots wählen, in denen der Fortschritt gespeichert wird. Das ist sehr praktisch, da man mehrere Spiele gleichzeitig spielen kann!
Nachdem man ein neues Spiel gestartet hat, beginnt man im ersten „Einsatzgebiet“. Bevor die Mission startet, sieht man noch die Anzahl an Gegnerwellen und die Schwierigkeit in Prozent. So hat die erste Mission eine Schwierigkeit von 20%. Das Spielprinzip ist einfach: Man hat einen oder mehrere magische Türme, die man verteidigen muss. Am Ende jeder Mission muss zumindest ein Turm stehen geblieben sein. Um die Wellen an unterschiedlichen Monstern abzuwehren, stehen einem verschiedenste Zauber zur Verfügung. Anfangs ist es eine Art Feuerball – im hinteren bzw. unteren Bildschirmbereich befindet sich die Zauberlinie. Die ist, je nach Art der Zauberschule, anders gefärbt. Um einfache Zauber zu wirken muss man einfach den Finger auf die Linie setzen und nach vorne schnippsen – so als würde man mit dem Finger ein Geldstück über den Tisch schnippsen. Praktischerweise kann man auch die Geschwindigkeit der magischen Geschosse steuern – das ist auch wichtig, um die oft recht weit entfernten Gegner genau richtig zu treffen.
Aber jeder Zauberspruch benötigt Mana. Dieses wird in Form kleiner, leuchtender Kugeln auf der Zauberlinie dargestellt. Je mehr Kugeln, desto mehr Mana. Mana bekommt man in kleinen Mengen automatisch, in größeren Mengen nur durch das Töten der Monster. Je besser man Missionen abschließt, desto mehr Erfahrungspunkte bekommt man. Diese wiederum bestimmen die Anzahl der Lernpunkte, die man ausgeben kann um Zauber zu erlernen und zu verbessern. Aber Vorsicht: Mächtigere Zauber benötigen auch ein höheres Level, um überhaupt erst erlernt werden zu können. Es gibt drei Zauberschulen: Feuer, Eis und Tod. Jede Schule bietet normale und ultimative Zauber an. Normale Zauber können mit Lernpunkten verbessert werden. Im Spiel wechselt man zwischen Zauberschulen, indem man horizontal über die Zauberlinie streicht. Neben den drei Zauberschulen kann man auch noch generelle Fähigkeiten erlernen, um z.B. mehr Mana zu bekommen.
Neben diesem Spielmodus gibt es noch zwei weitere: In manchen Missionen muss man Türme zerstören, aus denen Monster kommen und gleichzeitig darauf achten, die eigenen Türme nicht zu verlieren. Da die gegnerischen Türme viel aushalten, ist hier kluges Mana-Management gefragt. Interessant ist auch der Elementar-Modus: Jede Mission kann man auch in diesem Modus spielen, in dem Gegner keine Monster, sondern eine Art Irrlichter sind. Das erfordert meist eine andere Strategie und bietet einiges an Abwechslung.
Fazit: Das Spiel ist wirklich gut! Die verschiedenen Zauber bieten Abwechslung und müssen richtig aufgerüstet werden, um gegen die Monster bestehen zu können. Der Elementar-Modus ist nochmal ein Stück schwieriger. Ich hatte beim Testen viel Spaß.
Was mir besonders gut gefällt, ist die Art, wie man Zauber wirkt. Denn alle Zauber (außer den magischen Geschossen) werden durch Gesten am Spielfeld aktiviert. So aktiviert man Lichs, indem man einen Kreis am Bildschirm zeichnet oder setzt ultimative Zauber durch das Zeichnen einer umgekippten Acht (dem Unendlichkeits-Zeichen) ein. Das ist intuitiv und funktioniert sehr gut! Die Bedienung ist also top. Bei der Grafik gibt es eigentlich auch nichts auszusetzen, am Nexus S sieht Lord der Magie gut aus. Am Galaxy Tab wirkt es eine Spur weniger scharf. Zudem findet man immer wieder einmal Übersetzungsfehler.
Lord der Magie läuft in der Regel schnell und stabil. Nur wenn man sehr viele magische Geschosse auf einmal abfeuert (20+), beginnt es leicht zu ruckeln. Abstürze hatte ich keine, aber dafür einen lästigen Bug: Sobald man das Spiel verlässt oder das Display deaktiviert, wird die Mission beendet. Das Spiel lädt dann erneut und man muss die Mission wieder starten. Das nervt – Android ist für Multitasking ausgelegt und das sollte auch nicht von einem Spiel unterbunden werden.
Lord der Magie kostet als App der Woche im AndroidPIT App Center nur 0.89€ statt 1.73€ - also schlagt zu! Das ist ein guter Preis und Lord der Magie ist es allemal wert – der volle Preis von 1.73€ verdient sich aber knapp keine 5 Sterne.
Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt. Solltest Du aber eine kennen, so wäre es nett, wenn Du uns kurz eine Mitteilung schreiben könntest.
Vergleichbare Apps meldenTestbericht "Seigneur de la Magie" vom 01.04.2012 (französisch)
Habs gleich mal gekauft, läuft super auf dem Transformer und macht Laune, super für zwischendurch.
@ Thomas Weissenbacher: Wegs des Bugs:
Wenn man das Display deaktiviert lädt das Spiel danach zwar neu, aber wenn man im Menü 'Fortfahren' und dann 'Kampf' wählt macht man genau dort weiter wo man aufgehört hat.
Man sollte vll noch erwähnen das die Übersetzung unter aller Sau ist ^^ Aber vll ändert sich das ja noch mit kommenden updates ...
Das Spiel mag ja nett sein, aber findet ihr nich, dass es reicht mit dem ewigen Tower Defence, Tetris und Remakes bekannter brettspiele. Ich finde hier sollten mal wirklich kreative Spielideen getestet werden statt immer nur den aufgewärmten Mist von vor Urzeiten.
Ich kann diese lauwarme Sch... nich mehr sehn.
Sehe ich auch so, wenn ich Tower-Defense lese, denke ich sofort: "ach, mal was ganz neues...". Die Zahl an Tower-Defense-Umsetzungen und Tiny-Wings-Clones ist langsam echt ein wenig lächerlich...
und ich sehs auch so ;( Da gehst mit freude auf die seite und was siehst? Tower-Defense, Tetris usw
Tja, Leute! Das Problem ist, dass die Hardware von Android noch lange nicht reicht - zumindest in der Masse - um mehr zu bieten...
Und das ist das, was ich nicht verstehe - wir haben mit dem SGS zB nen 1Ghz Prozessor, 512 MB Ram und nen 3D Grafik Chip. Wo ist das Problem? Ich hab damals mit meinem 166 Mhz Rechner schon anspruchsvollere Spiele gedaddelt -.-
Das ist vielleicht ein kleines Missverständis: Lord der Magie ist kein Tower Defense. Nur die Wellen an Gegnern haben was mit Tower Defense zu tun :-)
Danke für den Test. Ich habe es ausprobiert und fand es langweilig. Zur Spielevielfalt: Das Problem ist sicher NICHT die Hardware. Für ein gutes Strategiespiel ala C&C braucht man noch nicht einmal 3d. Auf dem Palm und WinMO gab es da zu Beispiel Warfare Inc. Das lief Super - hat aber auch deutlich mehr gekostet als ein Android-Spiel... wenn das mal nicht das eigentliche Problem ist...
Vielen Dank für Eure Kommentare. Ohne Eure wertvolle Kommentare hätte ich sicherlich ein fehlkauf gemacht. Thx :D
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Rico
Hab ich schon ne Weile drauf und 2 mal durchgespielt...echt klasse :-)