Getestete Version: 1.3.1
Aktuelle Version: 1.3.1
Erforderliche Android-Version: ab 1.5
Ebooks sind momentan auf dem Vormarsch. Besonders Amazon hat mit dem Kindle einen Trend gesetzt: Weg vom Papier, hin zu elektronischen Büchern. Wer keinen Kindle oder ähnlichen Ebook - Reader hat, aber im Besitz eines Android Gerätes ist, hat neben der offiziellen Kindle Anwendung auch noch eine Auswahl an anderen Apps zum Lesen von Ebooks. Heute möchte ich "Laputa Reader" für euch testen, eine App die mit vielen Funktionen auftrumpfen will.
Startet man die Anwendung und hat man den AGB zugestimmt, präsentiert Laputa gleich einmal einen Einführungsbildschirm. Dieser zeigt auf übersichtliche Art und Weise, wie die Anwendung zu verwenden ist. Das ist praktisch! Grundsätzlich besteht die Anwendung aus drei Bildschirmen, die wie die Android Homescreens über einen Wisch nach rechts oder links über den Bildschirm gewechselt werden. Am mittleren der drei Bildschirme sieht man ein stilisiertes Bücherregal (wie es bei immer mehr Ebook - Readern zu sehen ist) in dem die Bücher und ihr Cover (sofern vorhanden) angezeigt werden. Durch Auf- und Abscrollen kann man seine Bibliothek durchforsten.
Alternativ wechselt man auf den linken Bildschirm. Dort sind die Bücher in verschiedene Kategorien eingeteilt: "All" (Alle), "Author" (Autor), "Recent Read" (Zuletzt gelesen) und "My Favorites" (Meine Favoriten). Über "Add collection" kann man eine eigene Kategorie erstellen und bequem über eine Liste der vorhandenen Bücher befüllen. Bei vielen Büchern - besonders wenn viele von ihnen kein Coverbild haben - ist diese Methode übersichtlicher als das Durchscrollen im Bücherregal.
Am dritten Bildschirm wird eine Leiste mit Empfehlungen angezeigt, aus der man Bücher zum Herunterladen auswählen kann - diese Funktion gibt es jedoch nicht in der kostenlosen Funktion von Laputa. Unterhalb dieser Leiste kann man aus fünf verschiedenen Seiten auswählen, um Bücher herunterzuladen. Hier eine kurze Übersicht:
Was mich sehr erstaunt hat ist dass alle Bücher völlig kostenlos verfügbar sind. Nicht dass es mich stören würde; ich frage mich nur wie man selbst aktuelle Titel wie Twilight, Harry Potter, Bücher von Dan Brown (Sakrileg, Illuminati, Das verlorene Symbol) kostenlos herunterladen kann (darf). Auf jeden Fall eine komfortable Möglichkeit, Geld zu sparen.
Eines vermisse ich in der App jedoch schmerzlich: Die Möglichkeit, Bücher in der App umzubenennen. Viele Bücher tragen nach dem Download einen nichts aussagenden Namen (z. B. eine Nummernkombination) und haben kein Coverbild. Da geht die Übersichtlichkeit flöten! Auch der Versuch, die Bücher manuell auf der SD - Karte umzubenennen war fruchtlos: Laputa erkennt die Bücher dann nicht mehr und fordert zum erneuten Download auf.
Was tun, wenn man bereits Ebooks hat (z.B. von Amazon), die man in Laputa öffnen möchte? EPUB Dateien kann man ganz einfach in die Bibliothek importieren (einfach auf den linken Bildschirm wechseln, die Menü - Taste des Android Gerätes betätigen und "Import" wählen). Amazon Kindle Dateien unterstützt Laputa auch - jedoch nur DRM - freie.
Am mittleren Bildschirm erreicht man über die Menü - Taste folgende Optionen: "About", "Help" und "Sort". Über letztere gelangt man zu einer übersichtlichen Listendarstellung, in der man die Reihenfolge der im Bücherregal angezeigten Bücher ändern kann, indem man sie am Listensymbol nach unten oder nach oben zieht.
Bevor ich die Darstellung der Bücher beschreibe, noch ein kurzer Hinweis: Um Ebooks am Android Gerät wirklich komfortabel lesen zu können, sollte der Bildschirm nicht allzu klein sein und das Gerät eine möglichst hohe Auflösung haben. Bei anderen Geräten kann man zwar über die Einstellungsmöglichkeiten von Laputa gute Ergebnisse erzielen, ich persönlich würde aber keine Ebooks auf wirklich kleinen Displays lesen wollen.
Die Anwendung ist übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen. Obwohl in englischer Sprache, dürfte man eigentlich keine Schwierigkeiten haben, sich in der App zurechtzufinden - auch als Mensch ohne Englischkenntnisse.
Nun aber zum Lesen selbst! Laputa kann hier wirklich auftrumpfen. Zuerst fällt auf, dass die Animation des Umblätterns sehr schön animiert wurde: Einfach an einer Ecke antippen, gedrückt halten und nach links bzw. rechts "ziehen". Neben dieser netten Animation kann man auch noch zwei andere Übergänge einstellen: Einfaches nach links bzw. rechts scrollen oder gar keine Animation. Das "Ziehen" ist übrigens nicht zwingend notwendig: Es reicht auch, einfach den linken oder rechten Rand anzutippen. Aber auch die Lauter -/Leiser - Tasten dienen zum Umblättern!
Betätigt man im Lese - Modus die Menü - Taste, hat man folgende Optionen zur Auswahl:
Bücher sind in der Anwendung wirklich gut zu lesen, Lesezeichen und die Statusleiste helfen beim Navigieren, und mit den umfangreichen Einstellmöglichkeiten kann man die Anzeige problemlos an die eigenen Präferenzen anpassen.
Alles in allem halte ich die App für sehr gelungen. Die teilweise nichtssagenden Dateinamen der Bücher stören zwar etwas (woran aber die Downloadportale schuld sind - Laputa sollte einfach die Möglichkeit bieten, diese umzubenennen), aber das recht umfangreiche Buchangebot (auch aktueller Titel) entschädigt. Auch der Lesemodus ist gelungen. Praktisch wäre auch noch, wenn man "ManyBooks" und "Gutenberg" auch noch direkt in die App integrieren könnte.
Nicht wirklich problematisch, könnte aber verbessert werden. Bücher (auch ohne Bilder) laden teilweise etwas lange (an die 10 Sekunden und mehr), die Kindle App für Android ist da deutlich schneller. Auch das Wechseln der drei Bildschirme im Hauptmenü läuft nicht ganz flüssig. Zudem hatte ich zwei Abstürze der App beim Versuch, Bücher runterzuladen - beim Lesen gab es dafür keinerlei Probleme. Verbesserungsbedarf besteht jedoch!
Die gute App ist kostenlos, hat dafür aber eine kleine Einschränkung (wie bereits erwähnt: Man kann keine Bücher direkt aus der "Empfohlen" - Leiste herunterladen), zudem wird in den Menüs teilweise Werbung angezeigt. Beides stört aber sehr wenig. Die App bekommt auch wegen dem guten Angebot an kostenlosen Bestsellern die Bewertung von (knapp) 4 Sternen bei Preis/Leistung.
und ich wäre immer noch dafür direkt am Anfang zu schreiben das das z.b. nicht auf dem Wildfire funktioniert
Kostenlose Bücher gibt es nur illegal, also machen sich Nutzer potentiell strafbar. Dass so eine Applikation hier ohne Warnung beworben wird, finde ich bedenklich.
Strafbar machen sich doch vermutlich (wie bei Musik) nur die Nutzer, die diese Bücher kostenfrei anbieten... Da das Angebot jedoch von Websites heruntergeladen wird und nicht von anderen Usern würden sich höchstens die Websites strafbar machen.
Als Benutzer kann ich ja schlecht wissen, ob das Angebot tatsächlich strafbar ist, oder ob es eine andere Form der Vergütung für Autoren gibt.
"Vergleichbare Anwendungen sind uns derzeit nicht bekannt." Du erwähnst doch die Kindle App - das wäre doch schon mal eine. ;) Und dann wäre da z.B. "Aldiko". Wo du Meyer, Rowling und Brown Bücher runtergeladen hast ist mir schleierhaft. Ich finde da über keine der fünf Plattformen etwas. Und irgendwie käme mir das auch seeeeeehr spanisch vor. Schade, dass du es nicht für nötig befunden hast, eine so seltsame Sache näher auszuleuchten.
@ Simeon Friesen: Leider eine sehr naive und schwammige Ansicht. Ich will nicht sagen, dass es auf jedenfall illegal ist, aber gesetzt dem Fall, wird kein Deutscher Richter dir eine solche Schuldabweisung durchgehen lassen. Eher würde er herzhaft lachen. :p
Aber um das ganze etwas zu entschärfen: Die Generalaussage von InterRaptor, kostenlose Bücher gäbe es nur illegal, ist so nicht korrekt. Inhalte von Klassikern wie die Schatzinsel, Alice im Wunderland oder Robinson Crueso unterliegen in ihren ursprünglichen Formen keinem direkten Urheberrecht mehr. Die aktuellen Titel (wie im Test erwähnt) sind da die Bedenkenträger bei mir. Aber wie vorher geschildert kann zumindest ich die auch nirgendwo finden.
Tonnen von kostenlosen und vollkommen legalen Büchern im ePub-Format gibt es z.B. bei http://www.gutenberg.org/ . Nach einigen Jahren laufen die Rechte ab, und die Bücher dürften kostenlos angeboten werden. Der von Chris H. erwähnte Aldiko-eBook-Reader integriert den Katalog von Gutenberg direkt. Nicht kostenlos aber richtig fair ist das ePaper der ZEIT als DRM-freies ePub: http://www.zeit.de/angebote/audio/epaper . Entweder zum Abo dazu, oder separat ab 5€/Monat. Kann für 7€ für 1 Monat getestet werden. Was ich damit sagen will: ePubs können auch Zeitungen sein. Zum Verwalten von eBooks auf dem Rechner (Linux, Mac, Win) gibt's das tolle http://calibre-ebook.com/ . Calibre kann sogar Nachrichten-Webseites herunterladen, und in ein ePub packen. So hat man die News auch offline unterwegs dabei.
ich liebe epubs. habe den laputa reader auch mal versucht, für mich ist allerdings aldiko unschlagbar :)
Also wenn man sich die Kommentare im Market anschaut, scheinen die neuen Bücher (z.B. Twilight, Potter, Narnia) nach einem Update von vor einigen Tagen gekillt worden zu sein. Höchstwahrscheinlich weil DIE sehr wohl illegal sind. (Was dem Autor viel seltsamer hätte vorkommen müssen.) Tippe drauf, dass der Autor diesen Test vorher geschrieben hat. Habe jetzt mal ein wenig mit Lamputa rumgespielt und muss sagen, die App bietet nichts, was es in "Aldiko" nicht auch gibt (und dort sogar in Deutsch). Zumal wie Jazz schon sagte dort alle Bezugsquellen fix in der App integriert sind. Außerdem gibt es mehr Bezugsquellen. Z.B. "Beam" mit sehr vielen Klassikern auf Deutsch.
seit ich ebooks f. mich entdeckt habe, lese ich eigentlich kein Papier-Bücher mehr!
Dieses Jahr habe ich bisher 10 Ebooks gelesen.
Ende letztes Jahr auf meine Schlepp-top habe ich erstmals damit angefangen (war aber eher unpraktisch!. Mit Software wie Adobe Digital Editions (drm-fähig) aber auch oben genannte Calibre.ist man am computer dennoch gut bedient.
Auf dem Desire verwende ich "txtr" (weil drm - fähig & sync m. Adobe Digital Editions), und Aldiko (schade nicht drm kompatibel). Seite kurzem zudem Kindle-App.
Leider ist es (noch) notwendig einige Ebook-Aps zu haben, wenn man bestimmte Bücher sucht bzw. lesen möchte. Da erwarte ich von Kindle ein recht großes Angebot, & vor allem sehr aktuelle Angebote.
Preislich gesehen bin ich gerne bereit f. meine books zu bezahlen, aber ich habe eine Schmerzgrenze bei ca 10euro. Büche kaufen über Kindle ist meist sehr günstig weil diese im Dollar berechnet werden ;)
Es gibt aber auch sehr viele gute Bücher, altes wegen, Kostenlos (und Legal). Wenn man sich an den veraltete Sprache bzw. Schreibstil gewohnt, stellt man rasch fest das einige diese Bücher wirklich klasse sind.
z. B. White Fang, Jack London. Wird man sonst, behaupte ich, nie kaufen/lesen - aber schade wird man wahrscheinlich feststellen! Aber nicht alle Kostenlose Bücher mussen "verstaubte - Klassiker" sein!
Viele Fragen mich ob das lesen via Handy (Desire) nicht zu klein ist. Ich empfinde es nicht so, klar kleine sollte es nicht sein, und man muss schon recht häufig blättern, aber das geht ja einfach! Dagegen liegt das Handy sehr gut in der Hand & man findet sehr schnell eine angenehmen Lesehaltung. Bevor ich Ebooks gelesen habe, habe ich auch sehr viele "konventionelle" Literatur gelesen (da bin ich ein bisschen närrisch!) Ich finde aber das digitale lese-Erlebnis super! Praktisch auch, weil man sein aktuellen Lesestoff immer dabei hat.
mir gehts genauso, seit ich ebooks habe gibts keine papierbücher mehr bei mir.
ich lese am galaxy s und muss sagen: einwandfrei. die schriftgrösse kann ich einstellen wie ich sie brauche, von daher...
Bücher lesen am Winz-Phone?
Nein danke. Für mich in keinster Weise eine Alternative zu Print.
Bei Aldiko sind die Bücher auch umsonst, und es war von Samsung vorinstalliert. Dann gehe ich mal davon aus, dass es auch legale möglichkeiten gibt Bücher kostenlos runter zu laden.
Ich finde einen Bookreader gar nicht schön denn wer will beim lesen schon die ganzen Strahlen um sich haben ohne die das Gerät nicht funktioniert? Ausserdem habe ich dann kein Buch worin ich mal blättern kann, es ins Regal stellen und sammeln. Ich kann nichts markieren usw. Ausserdem wollen Autoren auch leben, es kann nicht alles kostenlos sein...
LG aus Osnabrück
@Carolinhoefner: Deine Bedenken bezüglich Strahlung, Haptik, etc.: okay, das soll jeder handhaben wie er es für richtig hält. Aber deine Aussage bezüglich "Die Autoren wollen auch von was leben" ist unsinnig. ;) Die Bücher die man dort kostenlos bekommt sind a) von Autoren geschrieben die schon seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten tot sind und deren Werke in den alten Fassungen durch gesetzliche Regelung als "frei" (und daher kostenlos) gelten oder b) von Autoren die ihre Werke freiwillig kostenlos anbieten. (Zumeist Hobby-Autoren.) Das man hier wie im Test beschrieben auch aktuelle Romane runterladen konnte, schien ja nur eine temporäre Sache gewesen zu sein, weil irgend ein Scherzkeks "Raubkopien" der eBooks in die Portale geschleust hat. Ich weiß ich bin kleinlich, aber wenn man etwas kritisiert, dann bitte nicht mit Halbwissen. ;)
@ Andy K.
OMG, warum können manche Menschen nicht wenigstens die LETZTEN 3 Kommentare lesen, bevor sie etwas so sinnloses posten?
Also: Nicht alle kostenlosen Bücher sind illegal, doch man kann sich sicher sein, wenn ein Buch im laden etwas kostet und hier kostenlos ist, dann ist das auf jeden fall illegal^^
@Carolinhoefner: Jedes Handy besitzt den sogenannten Flugmodus. Dann kann man garantiert strahlenfrei lesen. ;)
Also kostelose ebooks=geklaut? Was für einBlödsin ist das den. Es wird von vielen Dingen in der Digitalen Welt geklauten Mist geben,aber dadurch auf Alle Nutzer zu schliesen ist mehr als Unfair.
Ich nutze Aldiko Book Reader Pro und bin sehr zufreiden. Habe schon 4 Bücher seit Januar bei http://www.beam-ebooks.de gekauft, es gibt sehr oft Leseproben,so das man vorher gucken kann ob einem ein Buch gefällt. Und es gibt sehr wohl einige Kostenlose Portale,wie ja oben auch schon genannt wurde.
Wenn ich ein gutes Buch lese,so bezahle ich es auch. Diese geiz ist geil Einstellung von manchen Mitmenschen mach einen machmal echt Angst.
Nachdem ich von lesen der ebooks so begeistert bin,habe ich mir auch noch einen ebookReader gekauft. Das Handy hat halt den Vorteil es ist Unterwegs immer dabei ;)
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Hendrik W.
Um komplette Bücher zu lesen würde ich denn aber schon ein Gerät > 5 Zoll vorziehen.