Steel ist eine alternative Benutzeroberfläche für den Standard Android-Browser. Steel verspricht all die Funktionalitäten mitzubringen, die man bisher nur vom iPhone kannte. Das ist beispielsweise eine automatische Bildschirmanpassung, wenn das Telefon um 90° gedreht wird. Eine virtuelle Tastatur und Zoomfunktion, die anhand von Touchscreen Fingerbewegung (Gestik) gesteuert wird. Beim Download aus dem Android Market wird die Anwendung mit der Version 0.0.12 ausgezeichnet. Alles klar! Ich habe auf jeden Fall nicht viel erwartet, war aber am Ende positiv überrascht. Ich frage mich allerdings nur, welche Funktionen die Entwickler bis zur Version 1.0 noch alles in der Anwendung unterbringen wollen.
Automatische Bildschirmrotation
Nach dem ersten Start der Anwendung lädt Steel die Startseite. Voreingestellt ist www.google.com. Die Startseite kann in den Einstellungen beliebig verändert werden. Dreht man das Telefon um 90° nach links, dann wird der Bildschirminhalt automatisch im Querformat angezeigt. Dreht man das Telefon um 90° nach rechts oder um 180° auf den Kopf, dann passiert nichts.
Bedienkonzept
Auf den ersten Blick ist nicht erkennbar, wie eine URL eingegeben werden kann. Anders als beim Android Standard-Browser führt die Taste "Menü" direkt zu den Einstellungen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man in der rechten unteren Ecke des Browser-Fensters ein kleines Symbol (siehe Bild 1). Ein Klick auf das Symbol öffnet an der Ober- und Unterseite zwei Eingabemasken. Oben kann eine URL eingegeben werden. Unten können neue Fenster geöffnet, die Lesezeichen aufgerufen und über die Pfeiltasten vor und zurück navigiert werden. Nach ein paar Sekunden werden die Eingabemasken wieder automatisch ausgeblendet.
Virtuelle Tastatur
Klickt man mit dem Finger auf die URL Adressleiste, dann erscheint eine virtuelle Tastatur auf der unteren Bildschirmhälfte (siehe Bild 3). Die Eingabe einer URL über die virtuelle Tastatur erfordert ein wenig Übung. Da die Tasten ziemlich klein sind, trifft man anfangs häufig die falschen Tasten. Dreht man das Telefon um 90° nach links, dann wird auch die Tastatur im Querformat angezeigt (siehe Bild 4). Nun sind die Tasten deutlich größer und man trifft auf Anhieb fast immer die richten Tasten. Wenn man eine Taste mit dem Finger berührt, dann wird diese Taste für einen Moment größer dargestellt. Zusätzlich ist ein kurzes Vibrieren zu spüren, so das man ein wenig das Gefühl eines echten Tastenanschlags vermittelt bekommt. Über die Tastatur können vorerst nur Buchstaben und die "/"- und "."-Zeichen eingegeben werden. Für die Eingebe einer URL sind diese Zeichen ausreichend. Durch einen Klick auf die "@123"-Taste können Zahlen und weiter Zusatzzeichen (@, &, %, +, -, usw.) eingeben werden. Deutsche Umlaute fehlen allerdings völlig. Die Eigentümer eines T-Mobile G1 können in diesem Fall auf die echte Tastatur zurückgreifen. Sobald die echte Tastatur geöffnet wird, wird die virtuelle Tastatur ausgeblendet.
Kontextmenü
Hält man den Finger länger auf einer Stelle im Browser, dann öffnet sich um den Finger herum ein Kontextmenü (siehe Bild 5). Den Finger muss man anschließend auf einen der dargestellten Optionen ziehen. Den Finger darf man dabei nicht absetzten. Das Kontextmenü wird sonst sofort wieder ausgeblendet. Auf diese Weise ist auch ein Zoomen im Browser-Fenster möglich. Zusätzlich gibt es eine Copy/ Paste - Funktion. Der Menüpunkt "Share" öffnet das GMail E-Mail Programm, in der der Link zu der aktuellen Webseite versendet werden kann.
Navigation
Um neue Fenster zu öffnen, bzw. um zwischen verschiedenen Fenstern zu wechseln, muss man mit dem Finger auf der unteren Eingebemaske auf das linke Symbol klicken. Steel öffnet dann einen Fenstermanager, in dem eine Leiste aller geöffneten Fenster dargestellt wird (siehe Bild 6). Mit dem Finger kann in der Leiste bequem hin und her gescrollt werden. Über das "+"-Symbol können neue Fenster geöffnet werden.
Lesezeichen
Die Lesezeichen öffnet man mit einem Klick auf das rechte Symbol in der unteren Eingabemaske. Entgegen meiner Erwartung ist die Liste anfangs leer. D.h. die Lesezeichen aus dem Standard Android-Browser werden nicht übernommen. Ein neues Lesezeichen fügt man hinzu, in dem man in der oberen Eingebemaske auf das "+"-Symbol klickt.
Über den Menü-Knopf gelangt man zu den Steel-Einstellungen (siehe Bild 6). Die Einstellungen sind allerdings nur in englischer Sprache verfügbar.
Die Einstellmöglichkeiten sind recht reichhaltig in die Kategorien „Device Settings“, „Browser Settings“, „Privacy“ und „Data Management“ unterteilt. In den „Device Settings“ kann beispielsweise die virtuelle Tastatur ein- und ausgeschaltet werden. In den „Browser Settings“ gibt es die Möglichkeit, dass sich Steel als iPhone- oder als Desktop-Browser ausgibt. In der Kategorie „Privacy“ kann der Anwender festlegen, ob seine Passwörter oder Cookies gespeichert werden. In der Kategorie „Data Management“ können unter anderem die Cache- und die History-Daten gelöscht werden.
In den Einstellungen gibt es keine Möglichkeit einen Popup-Blocker zu aktivieren. Stattdessen informiert Steel den Anwender über einen Popup-Dialog, dass die aktuelle Seite ein weiteres Fenster öffnen möchte. In diesem Dialog kann die Aktion dann bestätigt oder abgelehnt werden.
Da Steel nur die Benutzeroberfläche des Android Web-Browsers verändert, und für das Rendering den Standard Android Web-Browser verwendet, läuft die Anwendung sehr stabil.
Direkter Download aus dem Android Market (funktioniert nur aus dem Android Browser heraus).






























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Harald , 09.01.2011
MikeVanDyke, 28.11.2010
Simon, 29.08.2010
Pretty, 27.08.2010
tibor, 16.08.2010
Jasper, 24.07.2010
MarkusW.(HTC Magic), 13.07.2010
shrink, 02.06.2010
Flo, 20.05.2010
jens, 26.04.2010
Anton S.
Steel ist klasse