Testgerät: Nexus One
Android Version: 2.2
Root: Ja/LeoFroyo
Modifikationen (CPU - Taktfrequenz geändert etc.): Keine.
Details zur App:
Verwendbar ab: Android 1.5
Apps2SD: Nein
Verlangt Berechtigungen: uneingeschränkter Internetzugriff
Sich selbst eine Email zu schicken, ist weder sonderlich kompliziert, noch besonders aufwendig. Was also sollte Email To Self in dieser Hinsicht Hilfreiches vorweisen können?
Das Standardszenario für die meisten, die sich selbst Mails schicken, dürfte wohl sein, sich selbst den Link zu einer gerade aufgerufenen Internetseite oder auch den Link zu einem Youtube-Video per Mail zuzusenden. Dazu muss man ja nur das entsprechende „Seitenlink weiterleiten-“ bzw. „Share“-Menü und danach Google Mail auswählen. Dann allerdings muss man noch einige Zeichen in das Adressfeld eingeben, bis man die eigene Email-Adresse auswählen kann, um die Email dann zu senden. Das ist, wie schon erwähnt, zwar keine große Sache, jedoch verkürzt Email To Self diese Prozedur.
Innerhalb des Email To Self-Setup kannst Du Deine Email-Adresse (bei Bedarf auch mehrere Adressen) eingeben, um diese dann (wie auch bei der „normalen“ Email) über das „Seitenlink weiterleiten-“ bzw. „Share“-Menü aufzurufen. Hier musst Du jetzt jedoch nicht mehr Google Mail aufrufen, sondern den Punkt „Email To Self“. Hast Du im Email To Self-Setup nur eine Email-Adresse eingegeben und keine weiteren Features (siehe weiter unten) ausgewählt, ist die Email jetzt schon fertig zum Versenden, d. h., Deine Email-Adresse wurde automatisch eingefügt, das manuelle Auswählen Deiner Adresse durch die Eingabe von Zeichen entfällt.
Allerdings hat Email To Self noch mehr zu bieten. Du kannst mehrere Email-Adressen innerhalb der App nutzen, zwischen diesen kannst Du dann vor dem Versenden einer Email wählen.
Nützlicher finde ich jedoch die Möglichkeit, einer Email ein Label hinzuzufügen. Auch hier kannst Du vor dem Versenden einer Mail zwischen diesen Labels wählen. Ein Label innerhalb Email To Self ist nichts anderes als ein Zusatz in der Betreffzeile (z.B. [Label]), aber auf diese Art und Weise kannst Du mit Hilfe von Filtern in Google Mail dafür sorgen, dass die an Dich selbst gesendeten Emails in dafür vorgesehenen Labels landen.
Anhand meines aktuellen Setups wird der (eventuelle Nutzen) von Email To Self vielleicht etwas klarer:
Ich nutze nur eine Email-Adresse, jedoch zwei Labels, „From phone“ und „Blox“. Emails mit dem Label „From phone“ landen in meinem Posteingang, das Label ist nur ein Hinweis dafür, dass ich diese Email von meinem Handy aus geschickt habe. Emails mit dem Label „Blox“ landen per Filter innerhalb Google Mail im Label „Blogs“. Hierbei handelt es sich um News, die ich z. B. beim Surfen entdeckt habe und eventuell für einen Blog Eintrag nutzen will.
Außer den bisher beschriebenen Möglichkeiten lässt sich auch eine „leere“ Mail an Dich selbst, z. B. für eine kurze Notiz oder Ähnliches, öffnen, indem Du Email To Self als „normale“ App startest.
Der einzige Kritikpunkt, den ich an Email To Self finden konnte, ist die Tatsache, dass sich mehrere Email-Adressen und die Labels nicht trennen lassen. Das bedeutet, wenn Du z. B. zwei E-Mail-Adressen und zwei Labels eingerichtet hast, ist es egal, welche Adresse Du auswählst, alle von Dir eingerichteten Labels stehen Dir nach Auswählen einer Deiner Adressen zur Verfügung, lassen sich also nicht jeder Email-Adresse einzeln zuordnen.
Fazit:
Wenn Du Dir bisher keine Emails selbst schickst, wird das Email To Self vielleicht auch nicht ändern. Wenn Du Dir jedoch selbst Emails schickst, wird Email To Self das eventuell in Zukunft komfortabler gestalten.
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