Als Gitarrist/Bassist oder aber auch als Orchestermusiker kommt man nicht darum herum, sein Instrument in die richtige Stimmung zu versetzen. Zu diesem Zweck benutzt man normalerweise ein Stimmgerät. Mit Gstrings hat man ein solches immer parat.
Moderne Stimmgeräte haben ja zum Teil nur noch LEDs, nach denen man sein Instrument stimmen kann. Bei Gstrings arbeitest du mit einem „analogen“ Messgerät, bei dem die korrekte Frequenz des entsprechenden Tones durch eine „Nadel“ angezeigt wird. Diese muss sich in der Mitte einpendeln.
Am unteren Rand Bildschirmrand hast du folgende Auswahlmöglichkeiten:
Über „Sound“ kannst du am obereren Rand durch Scrollen einen bestimmten Ton innerhalb der chromatischen Tonleiter auswählen und abspielen lassen.
Über „Tune“ stimmst du deine Saite bzw. dein Instrument nach dem ausgewählten Ton, es wird angezeigt, wenn die beiden Töne übereinstimmen.
Über „Tune Auto“ schaltest du in den, von den meisten Stimmgeräten bekannten, chromatischen Modus. Du spielst also einen Ton bzw. Saite und siehst dann, ob dieser Ton bzw. Saite auch wirklich stimmt.
Das alles funktioniert sehr gut, getestet habe ich es sowohl mit meinem akustischen Bass als auch mit meinem E-Bass über Verstärker.
Über die „Menü“-Taste hast du noch die Auswahl zwischen:
Hierbei sind vor allem die „Settings“ interessant (dazu gleich mehr). Über „Skins“ kannst du bei Bedarf das Aussehen der App ändern und unter „Infos“ findest du Details zum Programm.
Innerhalb der Settings hast du folgende Auswahlmöglichkeiten:
- Reset Settings
- Microphone Sensitivity
- Optimize for
- Orchestra Tuning
- Use HPS
- HPS Depth
- FFT Rounding
- Tampering Function
Was mit “Reset Settings” gemeint ist, dürfte jedem klar sein. Unter „Calibrate Microphone“ kann man Bedarf sein Mikrofon kalibrieren. Sehr gut ist auch die Funktion „Optimize for“, hier kannst du die Stimmfunktion bzw. den Frequenzbereich auf dein Instrument ausrichten. Zur Auswahl stehen dabei:
- Violin
- Viola
- Violoncello
- Double Bass
- Guitar
wobei die Unterschiede vor allem im Frequenzbereich liegen, d.h. hier kann die Stimmfunktion also beispielsweise auch für Blasinstrumente optimiert werden, wenn man weiß, in welchem Bereich sich der Tonumfang seines Instruments bewegt.
Über die restlichen Punkte kann man sich am besten auf der Herstellerseite (allerdings in Englisch) informieren. Diese „Finetuning“-Möglichkeiten gehen sehr ins Detail. Selbst ich als Musiker hatte vorher noch nie etwas von FFT Rounding oder HPS gehört. Allerdings musste ich noch nicht einmal das Mikrofon kalibrieren, damit Gstrings gut funktioniert hat, habe also keine der Finetuning-Einstellungen gebraucht.
Fazit:
Gstrings ist für alle, die ihr Instrument stimmen wollen/müssen, oder auch (Chor-)Sänger/innen, die einen Ton zum „Einstimmen“ brauchen, ein absolutes „Muss“. Gstrings funktioniert sehr gut, und falls du Probleme haben solltest, dein Instrument zu stimmen, gibt es genügend Funktionen und Einstellmöglichkeiten, die hier Abhilfe leisten.
Das einzige was Gstrings fehlt, wäre bei Bass oder die Gitarre die Möglichkeit, sein Instrument anzuschließen, da über das Mikro auch andere Geräusche aufgenommen werden, es also in lauter Umgebung schwierig sein kann, sein Instrument zu stimmen. Diese Möglichkeit kann man von einer Smartphone-App allerdings auch nicht erwarten.
deutsch muesste es sein