Testgerät: LG Optimus Black
Androidversion: 2.3.4
Root: Nein
Modifikationen: Nein
aWallet Password Manager ermöglicht Dir, Deine persönlichen Zugangsdaten sicher und geschützt auf Deinem Smartphone abzuspeichern. Diese werden dann mittels voreingestellter oder benutzerdefinierter Methode chiffriert.
aWallet Password Manager ist 0.9 MB groß und fordert folgende Berechtigungen:
- SD-Karten-Inhalt ändern/löschen: Ermöglicht einer Anwendung, auf die SD-Karte zu schreiben
Anmerkung zu den Berechtigungen: aWallet Password Manager erlaubt keinen Internetzugriff, um so vor unberechtigten Zugriffen auf die persönlichen Daten zu schützen. Die Berechtigung, auf die SD-Karte zuzugreifen wird benötigt, um Backups zu machen.
Bevor aWallet Password Manager richtig in Betrieb genommen werden kann, muss man erst einmal ein Masterpasswort und den zu verwendenden Chiffrieralgorithmus auswählen. aWallet Password Manager sperrt den Zugang zu den persönlichen Daten immer nach einer kurzen Inaktivität (dies kann auch in den Einstellungen verändert werden) und sobald das Programm verlassen wird. Um wieder auf die Daten zugreifen zu können, muss man das Masterpasswort eingeben. Neben dem voreingestellten Chiffrieralgorithmus kann man auch einen eigenen, vom Benutzer definierten Chiffrieralgorithmus auswählen. Der von aWallet Password Manager vorgeschlagene Algorithmus, ein AES-Algorithmus (Advanced Encryption Standard) mit einer Schlüssellänge von 128bit und dem Chiffrier-Modus ECB (Electronic Code Book) reicht für den normalen User sicherlich aus. Wer trotzdem seinen eigenen Algorithmus benutzen möchte, der kann aus drei verschiedenen Algorithmen, bis zu fünf verschiedenen Schlüssellängen und vier unterschiedlichen Chiffrier-Modi das Passende auswählen.
aWallet Password Manager macht bereits an dieser Stelle einen sehr guten und seriösen Eindruck auf mich. Durch die kaum vorhandenen Berechtigungen und die Vielzahl an möglichen Algorithmen habe ich das Gefühl, dass meine Daten wirklich in sicheren Händen sind. Die Voreinstellung von aWallet Password Manager reicht mir persönlich vollkommen aus. Ich muss gestehen, dass ich kein Spezialist auf dem Gebiet der Chiffrierung und der Algorithmen bin, ich habe mich aber etwas eingelesen. Der in der Voreinstellung verwendete AES-Algorithmus gilt bis heute (der AES-Algorithmus wurde 2000 veröffentlicht) als nahezu berechnungssicher. Es gibt zwar einige theoretische Ansätze, wie man den Algorithmus “knacken” kann, die meisten erweisen sich aber als in der Praxis nicht anwendbar.
aWallet Password Manager bietet 6 Kategorien, in denen Zugangsdaten gespeichert werden können:
- Computer Logins
- Credit Cards
- e-banking
- e-Shops
- Email Accounts
- Web Accounts
Nachdem man eine Kategorie ausgewählt hat, kann man hier die eigenen Zugangsdaten abspeichern. Dazu einfach auf den “Plus”-Button tippen. In dem nun erscheinenden Fenster kann man die entsprechenden Daten eingeben. Dabei gibt es in jeder Kategorie unterschiedliche und spezifische Eingabefelder. Es können zusätzlich aber auch noch eigene Kategorien hinzugefügt werden. So fehlt in den vorgegebenen Kategorien meiner Meinung nach eine Kategorie für eine ganz normale EC-Karte. Ich wechsle also zurück auf den Hauptbildschirm von aWallet Password Manager und wähle den “Kategorie-Editor” aus. Hier kann ich ebenfalls über den “Plus”-Button eine neue Kategorie hinzufügen und aus einer großen Anzahl an Icons den passenden auswählen.Nun kann ich alle wichtigen Felder hinzufügen, von Karten- und Banknummer über den PIN bis hin zu der Sperrnummer, zu allem kann ich ein Eingabefeld hinzufügen.
Auf dem Hauptbildschirm lässt sich zusätzlich noch ein Favorit speichern, sozusagen als Schnellzugriff. Dazu musst Du einfach auf den “Favoriten”-Button tippen und aus der Liste der vorhandenen Kategorien einen Favoriten auswählen. Daneben lässt sich über den Button “Sperren” auf dem Hauptbildschirm auch manuell eine Sperrung durchführen.
Über den Menü-Button, wenn der Hauptbildschirm von aWallet Password Manager ausgewählt ist, gelangt man zu den Einstellungen und den weiteren Möglichkeiten. In den Einstellungen lassen sich einige Dinge verändern, die auch die Sicherheit betreffen. So kannst Du hier auswählen, ob aWallet Password Manager automatisch gesperrt werden soll, wenn die App verlassen wird und die Zeit auswählen, nach der aWallet Password Manager bei Inaktivität automatisch gesperrt wird. Daneben kannst Du auswählen, ob und wie Einträge in die Zwischenablage gespeichert werden sollen. Ebenfalls die Sicherheit betreffend ist auch die Einstellungskategorie “Schutz chiffrierter Dateien”. Hier kann angegeben werden, wie oft das Masterpasswort falsch eingegeben werden darf, bevor aWallet Password Manager alle Daten löscht. Einstellen kann man an dieser Stelle auch, ob eine Warnung vor der Daten-Löschung ausgesprochen werden soll und ob auch die Backupdateien auf der SD-Karte gelöscht werden sollen.
Ebenfalls über den Menü-Button und dann über “Mehr” gelangt man zu den weiteren Möglichkeiten. Hier kannst Du Dein Passwort ändern und Dir Informationen über den verwendeten Algorithmus anzeigen lassen. Die meiner Meinung nach wichtigsten Möglichkeiten an dieser Stelle sind jedoch die Backupfunktionen. Über “Daten sichern” kann man alle persönlichen Daten auf der SD-Karte abspeichern. Alle Daten werden dann in einer Datei abgespeichert, welche chiffriert wird.
Die Daten können natürlich auch über eine solche Backup-Datei wiederhergestellt werden.
Daneben kann man alle Daten auch als unchiffrierte CSV-Datei exportieren, um die Daten dann in anderen Programmen, zum Beispiel am Computer, zu verwenden.
Fazit: aWallet Password Manager hat auf mich einen sehr guten und überzeugenden Eindruck gemacht. Dadurch, dass wirklich nur die nötigen Berechtigungen verlangt werden und die Daten sicher chiffriert werden, habe ich wirklich das Gefühl, dass meine persönlichen Zugangsdaten sicher sind und nicht von weiteren Personen eingesehen werden können. Durch die Möglichkeit, eigene Kategorien hinzuzufügen, kann jeder Nutzer fehlende Kategorien nach den eigenen Bedürfnissen erstellen beziehungsweise bestehende Kategorien nach den eigenen Bedürfnissen erweitern. Meiner Meinung nach ist alles vorhanden, was ich von einem solchen Tool erwarten würde.
Roland Kraus
Sehr gute App funktioniert auf dem Galaxi einwandfrei, leider habe ich noch nicht herausgefunden wie man die App vom Gerätespeicher auf die Speicherkarte verschieben kann