Testgerät: HTC Desire
Android-Version: 2.3.4
Mods: Root, CM7 Custom ROM
Beim ersten Start der App wird der Benutzer gefragt, ob er das Einführungsvideo sehen will. In diesem Video erklärt der Entwickler, was die App kann und wofür sie gut ist.
Danach kann es auch schon losgehen: Entweder man legt eine neue Wörter-Gruppe an oder registriert sich beim Online-Dienst, wodurch man die Vokabeln in die "Cloud" synchronisieren kann.
Gruppen: Die Gruppen sind dazu da, die Vokabeln nach Sprachen zu ordnen. Beispielsweise kann man sich eine Gruppe "Englisch - Deutsch" anlegen, bei der man beide Sprachen auswählt (eine Sprache muss als Muttersprache definiert werden) und dazu mit passenden Vokabeln füllt. Klickt man auf eine Gruppe gelangt man zu einer Listenansicht mit den jeweiligen Wörtern, sofern man schon welche erstellt hat.
Vokabeln: In der Listenansicht kann man nun mit dem "+"-Zeichen oben links neue Vokabeln erstellen. Dabei öffnet sich ein Fenster, in dem man nun die neuen Wörter einfügt. Im oberen Kasten schreibt man die Muttersprache (vorher definiert) rein, im unteren logischerweise die Fremdsprache. Zu jedem Wort kann man auch noch bis zu 2 Alternativen hinzufügen. Rechts neben den Kästen befinden sich zwei Button, die aber nur in der Bezahlvariante der App "CloudVoc" benutzbar sind. Da ich nicht herausgefunden habe für was diese Button da sind, gehe ich davon aus, dass das obere zum Vorlesen der Vokabel und das untere zum Übersetzten durch Google-Übersetzer ist. Hier wäre eine Erklärung der Funktion gut gewesen, damit man sich über einen möglichen Mehrwert der Bezahlversion klar wird.
In dieser Ansicht kann man auch mit den Lautstärketasten zwischen den Felder wechseln.
Nachdem man die Vokabel mit ihrer Übersetzung in das Feld geschrieben hat, kann man entweder mit "Speichern & Neu" eine weitere Vokabel hinzufügen oder mit den Pfeilen nach rechts oder links zu den bereits bestehenden Vokabeln wechseln.
Einfacher ist es aber die Vokabeln in der Weboberfläche am Computer zu erstellen und dann mit dem Synchronisieren-Button in der Gruppenübersicht der App auf das Smartphone zu laden. Dadurch entfällt die mühsame Schreibarbeit auf dem Touchscreen des Android-Devices.
Wenn man nun alle gewünschten Vokabeln gespeichert hat, kann man über den Pfeil in der Vokabelansicht einer Gruppe die Abfrage starten. Danach muss entschieden werden, ob man über alle Vokabeln oder nur über die, die man am schlechtesten kann, abgefragt wird.
Die Abfrage läuft folgendermaßen ab: Nachdem man entschieden hat, ob man in der Mutter- oder Fremdsprache abgefragt wird, erscheint eine Vokabel, die man dann in das Feld darunter übersetzen muss. Ist die Lösung richtig, erscheint die nächste Vokabel - wenn sie aber falsch ist erscheint ein Pop-up mit den Worten "Die richtige Antwort ist: ...".
In so einem Fall ist die App richtig schlau: Die falsch beantworteten Wörter werden später während der Abfrage nochmal gefragt. Auch im "nur die Schlechtesten"-Modus werden diese Vokabeln wiederholt. So wird das wirkungsvolle Prinzip eines "echten" Vokabelkastens aufgegriffen.
Nach der Abfrage werden 2 Tortengrafiken angezeigt, an denen der Nutzer leicht erkennen kann, wie gut er die Vokabeln schon kann: Die erste Tortengrafik zeigt das Ergebnis der aktuellen Abfrage an, die Zweite die Statistik aller Abfragen dieser Gruppe.
In den Einstellungen der App kann man die Nutzerkonten-Daten ändern und eine anonyme Statistik (zur Verbesserung von CloudVoc) anschalten. Außerdem kann der Benutzer entscheiden, ob die Groß-/Kleinschreibung bei der Abfrage beachtet wird.
Neben den genannten Funktionen gibt es auch eine Suche, mit der alle Vokabeln durchsucht werden können. Außerdem bietet der Entwickler hinter dem Market-Button mehrere kostenpflichtige Erweiterungen an: Der "Pro License Key" bietet mehr Funktionen und schaltet die Werbung aus - die "Grundwortschatz"-Erweiterungen (Englisch - Deutsch, Deutsch - Spanisch, Spanisch - Deutsch) bieten dem Benutzer jeweils 1000 Wörter zusätzlich.
Fazit: Die App "CloudVoc" wartet mit einer Weboberfläche auf, mit der die Vokabeln am Computer eingegeben werden können, um danach auf das Android-Smartphone synchronisiert zu werden. Dadurch kann man seine Vokabeln unterwegs lernen und mit der eingebauten "Abfrage"-Funktion weiter vertiefen. Diese Funktionen ersetzen den alten Vokabelkasten und werden durch die Statistiken ergänzt.
Insgesamt hat sich die Applikation in diesem Abschnitt ein "sehr gut" verdient.
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