"Haushaltsbuch" ist eine Android-App, mit der Du Übersicht über Deine monatlichen Kosten halten kannst.
Der Speicherort der Daten - zwischen "SD-Karte" und "internem Speicher" entscheiden
Bevor man die App das erste Mal startet, wird man gefragt ob man seine Daten auf der SD-Karte, oder im internen Speicher des Telefons ablegen möchte. Eigentlich gehört dieser Punkt zwar zu "Bildschirm & Bedienung", passt aber gerade besser hierher: Den Speicherort kann man aber später auch über die Menütaste und dann über den Menüpunkt "Config --> Speicherort" ändern.
Das Erfassen des Haushaltsbuchs auf dem Smartphone vs. auf dem PC: das Smartphone ist immer in der Tasche
"Haushaltsbuch" möchte Dir dabei helfen einen genauen monatlichen Budgetplan aufstellen und Dir zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über den Ist-Zustand geben zu können. Zumindest, wenn Du Deine Ausgaben auch wirklich ordentlich einträgst.
Vorab ein paar Worte ganz Allgemein zum Thema "Haushaltsbuch auf dem Smartphone vs. dem PC": ich persönlich mag das Eintippen von Daten auf dem Smartphone nicht so gerne, da das Tippen auf deiner normalen Tastatur natürlich sehr viel komfortabler, und damit auch deutlich schneller vonstatten geht. Allerdings - und das empfinde ich persönlich entscheidender - hat man sein Telefon auch immer dann dabei, wenn man die Ausgaben tätigt. Hand auf's Herz: die meisten Haushaltsbücher scheitern ja alleine an der Tatsache, dass man irgendwann nicht (mehr) die Disziplin hat alles feinsäuberlich abends oder am Wochenende einzutragen. Gleich nach dem Einkauf lässt sich das doch eher bewältigen.
Wichtiger Aspekt eines Haushaltsplans: die Kategorien
Für ein Haushaltsbuch ist wichtig, dass man seine Einnahmen und Ausgaben richtig kategorisiert, damit man später auf einen Blick sehen kann wofür man sein Geld vor allem ausgibt. Mit diesem Wissen lässt es sich dann später deutlich einfacher optimieren. Diesem Umstand wird "Haushaltsbuch" gerecht. Jede Buchung hat eine
- Kategorie: Zum Beispiel "Auto"
- Unterkategorie: Die Unterkategorie wird auf der dazugehörigen Kategorie abgeschlossen bzw. summiert. Zum Beispiel bei der Kategorie "Auto": "Reparatur", "Tanken", "Reifenwechsel", etc.
Tipp: Bevor man mit seinem Haushaltsplan beginnt, sollte man sich ein wenig Zeit nehmen, und all seine Kategorien im Haushalt festlegen! Macht man dies nicht gleich zu Beginn ordentlich, läuft man Gefahr einzelne Buchungen unter einer "falschen" Kategorie abzulegen. Das kann später das Gesamtbild verfälschen.
Die Kategorien und Unterkategorien können bei "Haushaltsbuch" frei definiert werden. Es sind bereits einige Daten voreingestellt. Allerdings ist diese Liste nicht besonders lang und unvollständig. Das macht aber nichts, da jeder Mensch in der Regel eine eigene Struktur hat, und diese dann auch so verwenden sollte.
Vorhandene Informationen in einem Buchungssatz - wichtig für die Übersicht
"Haushaltsbuch" gibt Dir die Möglichkeit alle notwendigen Informationen anzulegen, die später für eine gute Übersicht notwendig sind:
- Einnahme/Ausgabe?
- Betrag
- Kategorie
- Unterkategorie
- Datum
- Bemerkung
Den richtigen Budgettyp wählen: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung vs. festes monatliches Budget
"Haushaltsbuch" bietet die Unterscheidung dieser zwei Budgettypen. Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung werden einfach alle Transaktionen saldiert, völlig unabhängig ob ich noch Geld auf dem Konto habe, oder nicht. Bei einem festen monatlichen Budget wird ein fester Sockelbetrag definiert. Hier wurde mir allerdings nicht klar, was bei der Überschreitung des Betrags genau passiert. Man kann zwar immer sehen, ob man sich noch im Rahmen bewegt. Man erhält aber keinen Alarm, wenn man das feste Budget überschritten hat.
Mit den richtigen Statistiken und Auswertungen alles im Blick
"Haushaltsbuch" bietet Dir eine Reihe von Statistiken und Auswertungen:
- Ein-/Ausgabenübersicht: das ist quasi der "Kontoauszug" in dem alles in Listenform nacheinander nach einzelnen Monaten aufgelistet wird
- Stastikübersicht: eine sehr übersichtliche Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben, sowie einiger Kennzahlen. So kann man zum Beispiel Einnahmen oder Ausgaben pro Tag, das Datum der ersten Buchung, etc. sehen
- Grafische Auswertungen: Umsatzentwicklung der letzten 12 Monate, Einnahmen-/Ausgabenübersich auf die letzten 12 Monate, Einnahmen nach Hauptkategorie, Ausgaben nach Hauptkategorie, Einnahmen/Ausgaben nach Kategorie
Mit den Auswertungen kannst Du sehr schnell sehen wohin Dein Geld geht. Leider - und das finde ich SEHR schade - kann man in dieser Übersicht dann nur die einzelnen Unterkategorien sehen. Es wäre sehr viel praktischer, dass ich mir eine (Haupt-)Kategorie ansehen, und dann feststellen kann, welche Unterkategorie der Hauptreiber für die Kosten, etc. ist.
Datensicherung und -export
Du kannst mit einem Klick Deine Datenbank über Dropbox sichern. Hierzu musst Du lediglich einen gültigen Dropbox-Account eingeben. Der Rest geht dann automatisch... Der Import funktioniert dann wieder genauso problemlos.
Du kannst auch über Menü -> Datenbank die gesamte Datenbank als .csv-Datei exportieren.
Weitere Funktionen / Was noch in Zukunft geplant ist
Über die Menü-Taste und dann "Config" lässt sich noch einiges einstellen, was ich bis dato noch nicht erwähnt habe:
- Währung: Du hast eine große Liste verschiedener Währungen, über die das "Haushaltsbuch" geführt werden kann
Passwortschutz: Es empfiehlt sich bei einem sauber geführten Haushaltsbuch ein Passwort zu vergeben. Dies kann hier erfolgen
Ich habe während meines Tests einen regen und netten Austausch mit dem Entwickler von "Haushaltsbuch" geführt. Er hat mir noch ein paar Features verraten, die es in einer der nächsten Versionen geben soll:
- Mehrbenuterverwaltung: Buchungen werden über ein geshartes Verzeichnis geführt, so dass man über Dropbox auch zwischen Benutzern sycen kann. Auf diese Weise kann man auch ein Haushaltsbuch mit der Frau, oder für ein ganzen Verein führen
- Verwaltung von Konten: eine Funktion, die ich momentan schmerzlich vermisse! So können dann eben Bar- oder Girokonten geführt und verwaltet werden
- Umbuchung zwischen Konten: ebenfalls sehr wichtig für mich!!
- Zeitraum der Umsatzauswertung(en) kann frei gewählt werden. Derzeit sind es - wie oben beschrieben - fix auf 12 Monate
Fazit
"Haushaltsbuch" hat mich richtig fasziniert. Der Funktionsumfang ist jetzt sehr gut! Vor allem die Funktion einzelne Kategorien, und dann wieder Unterkategorien anlegen zu können, ist perfekt. Wer ernsthaft ein Haushaltsbuch führen möchte, wird diese Funktion lieben, die übrigens nicht selbstverständlich ist. Sehr viele andere Programme unterstützen dieses Feature nicht.
Allerdings fehlen auch ein paar Dinge, wie die Kontenverwaltung. Das ist für mich derzeit ein großes Manko, da ich so keine umfassende und richtige Statistik hinbekommen kann. Das ist übrigens auch der Grund, warum es (noch) keine fünf Sterne für die Funktion und den Nutzen gibt.
Tipp von meiner Seite an den Entwickler: Ein simples User-Interface im Web, damit ich mit meiner Dropbox-Datei auch von zuhause komfortabel nacharbeiten kann. Das wäre, kombiniert mit genügend Sicherheit (damit keiner an meine Daten kommt) das Meisterstück!
Super App!!! Schön wäre es wenn man für Kategorien noch einzelne Budgets festlegen kann. Aber sonst bin ich mit der App sehr zu frieden.