Testgerät
Samsung Nexus S
Android Version: 2.3.4
Root: Nein
Modifikationen: Nein
Details zur App:
Verwendbar ab: Android 1.5
Apps2SD: Ja
Verlangt Berechtigungen: Netzwerkkommunikation, Speicher, Anrufe, Hardware-Steuerelemente, System-Tools
Hersteller wie Samsung oder HTC kleistern ja gerne eine eigene Benutzeroberfläche auf Android. Ob das gut ist oder nicht – das ist Geschmackssache und darüber lässt sich streiten. Was aber auf jeden Fall gut ist: Die Funktionen des Android-Weckers werden meist sinnvoll erweitert! Denn der Standard-Android-Wecker beherrscht zwar die notwendigsten Funktionen, aber alles darüber hinaus fehlt. Man kann nicht einmal eigene Klingeltöne wählen! Und das nervt schon.
Die Klingeltöne des Android-Weckers wecken zwar sicher auf, haben aber etwas Masochistisches an sich. Wie kann man nur gut in den Tag starten wenn man von etwas geweckt wird, das dermaßen schrecklich klingt? Besonders „Buzzer“ ist einfach nur grausam. Alarm Clock Plus schafft Abhilfe! Startet man die App, wirkt sie auf den ersten Blick wie der normale Wecker. Aber die vielen, vielen Einstellungen machen den Unterschied!
Die Einstellungen haben es wirklich in sich. Anfangs muss man sich richtig durch Menüs arbeiten, bis man einmal die optimale Weckerkonfiguration gefunden hat. Sehen wir uns einmal an, welche Funktionen man direkt beim Wecker selbst (d.h. bei der jeweiligen Weckzeit) neben den Standard-Funktionen (Weckzeit, Name etc.) einstellen kann:
- Wecksignaltyp: Das ist schon mal eine der wichtigsten Funktionen. Neben den Weckertönen und den Handy-Klingeltönen kann der Wecker auch Musik aus der Sammlung abspielen oder eine beliebige App starten. Jede dieser Funktionen gibt es auch mit dem Zusatz „leise“: Dann startet z.B. der Klingelton sehr leise und wird langsam lauter.
- Blitzlicht verwenden: Diese Funktion befindet sich noch im Beta-Stadium und funktionert am Nexus S nicht. Beim Alarm soll das Blitzlicht des Gerätes aktiviert werden.
- Matheaufgabe zum Abschalten: Wer kennt das nicht? Man deaktiviert den Wecker und schläft einfach weiter. Hiermit muss man zum Abschalten des Alarms eine Matheaufgabe lösen! Das macht schon etwas munter.
Diese Funktionen lassen sich auch noch ausgiebig konfigurieren. So kann man etwa den Schwierigkeitsgrad der Matheaufgaben festlegen oder die Schlummerfunktion verwalten. Neben diesen Einstellungen, die spezifisch für jeden erstellten Wecker sind, gibt es noch „globale“ Einstellungen, die für alle Wecker gelten. Diese sind sogar noch weitaus umfangreicher!
- Stündliche Klangeinstellungen: Alle 60 Minuten ertönt ein Signal.
- Einstellungen für die Dock-Ansicht, z.B. welche Anwendungen über die Dock-Tasten gestartet werden, welche Aktion nach Einstecken eines Ladekabels getätigt wird (z.B. automatischer Start der Dock-Ansicht) und, und und.
- Schriftarten und Farben einstellen: Diese Funktion alleine hat über 20 Unterfunktionen – kaum zu fassen.
- Widget hinzufügen: Damit kann man der Dock-Ansicht ein beliebiges Widget hinzufügen.
- Zeit- und Wetteransage beim Wecken: Das hat bei mir im Test leider nicht funktioniert; außer man wählt die ähnliche Funktion „Zeit bzw. Wetter vor Wecksignal ansagen“ in den Weckereinstellungen. Beides ist jedoch recht leise und nicht besonders gut verständlich.
- Sichern/Wiederherstellen: Speichert eine Sicherungsdatei am Gerät.
Und das sind noch lange nicht alle Funktionen! Alarm Clock Plus bietet wirklich alles, was man bei einem Wecker braucht – und noch viel mehr. Eine Funktion, die Schlafphasen überwacht und dementsprechend weckt, fehlt leider – aber auch so hat man anfangs alle Hände voll zu tun, sich durch den wahren Dschungel an Funktionen zu kämpfen!
Fazit: Fast schon hätte ich mich beschwert, dass Alarm Clock Plus zu viele Funktionen hat. Aber das ist ganz sicher kein Nachteil! Auch wenn man anfangs von den vielen Optionen eingeschüchtert ist, lernt man dieses Schweizer Taschenmesser unter den Weckern sicher bald zu schätzen, auch wenn die eher experimentellen Funktionen (Zeit/Wetter ansagen, Blitzlicht) noch nicht ganz reibungslos klappen.
der Standardwecker der Samsung Galaxy s ist allemal ausreichend. dieser ist viel zu umfangreich und unübersichtlich gestaltet.