Testgerät: Nexus S,
Android-Version: 2.3.4
Eins vorweg: Keine Panik! Ich bin nicht in Gefahr und habe auch nicht vor, mich in solch eine Situation zu begeben, um den Mehrwert von My Mobile Tracker herauszufinden. Nachdem das geklärt wäre, kann ich ja loslegen.
Wofür braucht man My Mobile Tracker? Die App ist eine Art wachsames Auge, eine unsichtbare Instanz, sozusagen eine Mischung aus Big Brother und dem barmherzigen Samariter, die im Falle eines Notfalls schnell Beistand leisten und dabei helfen kann, Schlimmeres zu vermeiden. Im Zusammenhang mit dem Dienst von secQ.me (was übrigens „secure me“ - also „schütze mich“- bedeutet) können Ereignisse und Kontakte eingerichtet werden, die im Notfall oder auch bei Bedarf automatisch von der App kontaktiert werden.
Die Installation:
Alles ganz einfach, keine Probleme hier. Nachdem die App ihren Weg auf mein Smartphone gefunden hat, werde ich dazu bewogen, mich für den Dienst von secQ.me zu registrieren. Da ich den Test machen werde, bleibt mir ja nichts anderes übrig, also gebe ich meinen Namen, E-Mail-Adresse und ein Passwort an. Wie das ja meistens der Fall ist, erhalte ich daraufhin eine Bestätigungsmail, die gleichzeitig Anweisungen und Informationen für den weiteren Vorgang enthält. Dazu gehören:
- der Hinweis, dass ich mir das Informations-Video anschauen soll
- die Aufforderung, dass ich mich im Portal einloggen und mindestens eine Notfall-Kontaktperson angeben muss
- und die Info, dass ich fünf kostenlose SMS bekommen habe, mit denen ich meine Kontakte anschreiben kann
Aha, so machen die also ihr Geld. Um also Benachrichtigungen per SMS an meine Notfall-Kontakte zu senden, muss ich mir ein sogenanntes personal package zulegen, das monatlich 5,95 Dollar (etwa 4,15 Euro) kostet. Dafür bekommt man unbegrenztes Credit-Guthaben für das Anlegen von Ereignissen und 20 Credits für SMS-Benachrichtigungen. Um zu beginnen stehen mir ja aber die erwähnten 5 kostenlosen SMS zur Verfügung, ich kaufe also erstmal nichts. Möchte man doch mehr Credits bestellen, steht PayPal als Zahlungsmethode zur Verfügung.
Nun gut, dann folge ich also mal dem Link und logge mich auf der Seite ein. Dort muss ich nun meine Handynummer angeben, kann persönliche Angaben ändern und mein Facebook-und Twitter-Account mit dem Dienst verbinden. Außerdem kann ich meine Kontakte für Notfälle mit E-Mail-Adresse und Handynummer eintragen, Angaben zu meiner Rechnung und zu meinem vorhandenen Guthaben einsehen und bereits eingetragene Ereignisse begutachten.
Die App:
Nachdem ich alles angegeben habe, will ich jetzt aber endlich wissen, ob die App auch zuverlässig arbeitet. Also kreiere ich gleich ein Ereignis, bei dem ich abgesichert sein will. Zunächst gebe ich also eine Kontaktperson an und wähle als Benachrichtigungsmethode SMS aus (sowohl im Falle eines Notfalls, als auch wenn ich sicher an meinem Ziel angekommen bin).
Jetzt endlich kann ich ein sogenanntes „Watch Me“-Ereignis anlegen, über das mein ausgewählter Kontakt informiert werden soll. Dazu kann ich nun ein Foto aufnehmen (etwa von einer dubiosen Internetbekanntschaft, mit der ich mich auf ein Blind Date treffe), eine Tonaufzeichnung machen (O-Ton: „Ich stehe hier am dunklen Hermannplatz und nehme die U8 in Richtung Alexanderplatz. Es ist so dunkel hier.“) oder ich kann auch einfach die Info eintippen („Nächtlicher Spaziergang durch ein verlassenes Industriegelände"). Dazu kann ich noch die ungefähre Dauer des Ereignisses angeben (in meinem Fall fünf Minuten, ein kurzer Spaziergang also). Dann kann ich noch ein Häckchen setzen, ob eine SMS an meinen Kontakt geschickt werden soll, wenn ich sicher wieder Zuhause angekommen bin. Ach ja, GPS muss natürlich auch eingeschaltet werden, damit secQ.me mich auch orten kann. Na dann mal los.
Zwei Minuten später bekomme ich eine Benachrichtigung, die mich darauf hinweist, dass mein Erigniss in drei Minuten vorbei sein wird. Zur Bestätigung, dass es mir gut geht, muss ich einen Slider verschieben. Das tue ich jetzt aber mal nicht, denn ich will ja sehen, ob mein Kollege eine Benachrichtigung erhält und sich bei mir meldet. Und siehe da, er hat tatsächlich eine SMS bekommen und mich daraufhin angerufen, um sich um mein Wohlbefinden zu informieren. Ja klar, mir geht es gut, alles in Ordnung, danke der Nachfrage.
Im unteren Menü gibt es neben dem Home- und dem Watch-Me-Button außerdem noch vier andere Auswahlmöglichkeiten, die da wären:
- Help Me: Hier kann man eine Sprachnachricht aufzeichnen oder direkt einen Notfall melden
- I am Ok: Hier kann man mittels des Sliders einen Notruf beenden und mitteilen, dass es einem gut geht
- Contacts: Dort lassen sich die angegeben Kontakte einsehen und neue eintragen
- Acct (Account): dieses Feld liefert eine Übersicht zum eigenen Kundenkonto und ermöglicht die Abmeldung aus der App
Fazit:
My Mobile Tracker ist eine wirklich gute App für alle, die gerne lieber auf Nummer sicher gehen wollen und mit Hilfe einer App und eines Online-Services, der per GPS den eigenen Aufenthaltsort bestimmen kann, Freunde und Familie auf dem Laufenden halten wollen. Gerade wenn man sich in etwas unsichere Situationen begibt, kann die App nicht nur zum eigenen Schutz beitragen, sondern auch dabei helfen, Schlimmes zu vermeiden. Man muss dazu sagen, dass die App bisher nur auf Englisch ist, vielleicht ändert sich das ja aber in der Zukunft. In meinen Augen ersetzt My Mobile Tracker zwar nicht einen obligatorischen Notruf im echten Notfall, aber es gibt natürlich auch Situationen, in denen man nicht zum Anrufen kommt oder man zu durcheinander ist, um klare Angaben zu machen. Hier ist My Mobile Tracker als eine wirkliche Bereicherung.
sblock.de
03.09.2011 18:25:25
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