Testgerät: HTC Wildfire
Android Version: 2.1
App benötigt mindestens: 1.0
Berechtigungen: Sauber
root: unabdingbar
AutoKiller Memory Optimizer soll also Dein System auf Trab bringen. Das tut die App, indem sie einige Feineinstellungen vornimmt. Ja, auch ein Task-Manager ist mit an Bord, mit dem Du mal einen hängenden Prozess beseitigen kannst – weil wenn da was rumhängt, was nichts sinnvolles tut, aber 98% der CPU und auch einiges an Speicher verbraucht, trägt das sicher nicht zu einem „flüssig reagierenden System“ bei. Außerdem zeigt Dir dieser spezielle Task-Manager auch zu jeder App deren oom_value an. Dazu mehr unter "Bildschirm und Bedienung".
An welchen Stellen greift die App also nun ein? Da wären zunächst die Einstellungen des OOM Killers. Das ist der automatische, in Android direkt integrierte „Killer“, der sich mit dem Freischaufeln von Speicher befasst. Bei Android werden Apps ja nicht wirklich beendet – sondern lediglich als „inaktiv“ in den Hintergrund geschoben. So lange, bis der Speicher knapp wird – und dann schlägt er zu, der Out-Of-Memory Killer. Aber was heißt „knapp“? Bei vielen Geräten zu knapp. Welche App darf in einem solchen Fall – und wann – denn wirklich „weggeräumt“ werden? Das sind Einstellungen, die die Hersteller für uns übernommen haben. Wem diese nicht gefallen: Mit AutoKiller Memory Optimizer kannst Du sie anpassen.
Android teilt dafür die laufenden Apps in sechs Gruppen ein: Von Vordergrund-App (die, mit der Du gerade arbeitest) bis herab zur „leeren App“ (die Du irgendwann mit der zurück-Taste verlassen hast). Wird der Platz im RAM nun knapp, räumt der OOM-Killer zuerst die leeren Apps weg – und arbeitet sich dann bei Bedarf weiter hoch. Mit AutoKiller Memory Optimizer kannst Du nun genau einstellen, wieviel RAM frei sein soll, damit Dein Gerät flüssig arbeitet. Verschiedene Voreinstellungen („moderat“, „aggressiv“, und andere – siehe Screenshot) werden dabei mitgeliefert – und auf der Website des Entwicklers lassen sich auch Erfahrungswerte anderer Nutzer einsehen.
Zum Thema „freies“ RAM (das bleibt nicht wirklich frei, sondern wird als System-Cache genutzt – daher macht es durchaus Sinn, sich etwas mehr „frei zu halten“) empfehle ich an dieser Stelle auch einen Blick in den Forums-Thread zum Thema.
Hast Du Dich dafür entschieden, die App zu kaufen, bieten sich Dir noch weitere Möglichkeiten mit den „advanced system tweaks“. Klar kannst Du die auch in der freien Version ausprobieren – doch nach einem Neustart des Gerätes musst Du das dann manuell wiederholen. Das System kann sich das nämlich dummerweise nicht merken. Aber AutoKiller Memory Optimizer kann Deine Einstellungen nach dem Booten automatisch wieder herstellen. Für o.g. OOM-Killer geht das auch in der freien Version – bei den „erweiterten Tweaks“ erst nach Registrierung.
Was sind denn das nun für „erweiterte Tweaks“? Eine ganze Reihe: So lassen sich die Zugriffe auf den internen und externen (SD-Karte) Speicher beschleunigen, der Scheduler (das ist der, der entscheidet, wann welche App Rechenzeit bekommt) optimieren, die Batterie-Laufzeit geringfügig erhöhen, und auch das Netzwerk ein wenig auf Trab bringen.
Fazit: AutoKiller Memory Optimizer bietet Dir bequemen Zugriff auf einige essentielle Systemeinstellungen – und gibt Deinem Androiden damit die Chance, weitaus flüssiger zu reagieren. Wieviel das im Einzelnen bringt, hängt von verschiedenen Faktoren ab – u.a. davon, um welches Gerät es sich handelt, wie gut die Voreinstellungen des Herstellers bereits waren, und was sich dabei überhaupt noch herausholen lässt.
Wenn Du Dich mit diesem Thema zunächst etwas eingehender befassen möchtest, wirfst Du am besten einen Blick in das Tuning-Kapitel im AndroidPITiden-Buch, sowie in den Tuning-Thread hier im Forum.
Lucas L.
10.02.2010 03:20:06
Damit wird das Milestone schon etwas brauchbarer ;)