Das Spiel Flight Control gab es damals bei der 10 Billion Promotion von Google für 10 Cent und war eines der Hits der Aktion. Damals habe ich mir aber selbst einen Riegel vorgeschoben, da ein “zu viel” an Spielen auf dem Smartphone der Konzentration nicht dienlich ist.
Leider kamen in letzter Zeit immer wieder Empfehlungen von Freunden dieses Spiel doch mal zu testen und es unbedingt zu kaufen, da es kurzweiligen Spaß und Herausforderung bietet und damit hatten sie teilweise Recht.
In Flight Control ist es eure Aufgabe Flugzeuge sicher zu ihrem Landeplatz zu dirigieren indem ihr das Flugzeug antippt und mit einem Finger die Route zur Ladebahn zeichnet. Das Flugzeug wird dann dieser Route folgen und auf der passenden Landebahn halten, da es drei verschiedene Typen von Flugzeugen bzw. Helikoptern gibt und jede Art eine eigene Landebahn besitzt. Klingt vom Prinzip nicht sonderlich schwer und ist es auch nicht.
Die Schwierigkeit des Spieles besteht nun darin nicht einzelne Flugzeuge den jeweiligen Landebahnen zuzuordnen, sondern eine Fülle gleichzeitig auftauchender Flugzeuge zu dirigieren. Hierbei wird das Leben des angehenden Fluglotsen durch die Tatsache erschwert, dass nicht nur verschiedene Arten von Flugzeugen vorhanden sind, welche unterschiedlich schnell fliegen und aus verschiedenen Ecken des Bildschirm auftauchen, sondern auch durch kleine Gimmicks, die die jeweiligen Landebahnen im Petto haben.
So ist eine Landebahn speziell für Wasserflugzeuge und die Helikopterlandungen machen eher keine Probleme. Eine andere Landebahn aber integriert Wind und einen permanenten Wechsel der Landebahnen. Das heißt, dass zwei “Bahnen” gesperrt sind und urplötzlich diese geöffnet und die offenen geschlossen werden.
Leider gibt es hier schon den ersten Kritikpunkt. Bis auf die paar Landebahnen mit ein paar kleinen Kniffen, gibt es keine außergewöhnliche Abwechslung im Spiel. Die Landebahnen unterscheiden sich hierfür einfach viel zu wenig und so ist die Wasserlandebahn zwar ganz spaßig, aber bei Weitem nicht so gut zu spielen wie die wechselnde Strecke. Hier sollte nachgebessert werden. Denn es gibt nur fünf verschiedene Leveltypen und davon unterscheiden sich drei Stück nur in der Größe und im Abstand der Anflugstrecken.
Zwar sind die jeweiligen Flugzeugtypen in den verschiedenen Levels schön gemacht und unterscheiden sich auch in der Geschwindigkeit geringfügig, aber dies ist ein Aspekt den man von einem fast 2,50 Euro teuren Spiel erwarten könnte.
Allgemein polarisiert das Spiel in meinen Augen etwas. Entweder man verliebt sich in das Spielprinzip und kann dieses hunderte Stunden spielen und die paar Trophäen freischalten und sich im “sozialen Wettbewerb” mit anderen Spielern messen oder man legt das Spiel nach einigen Partien zur Seite und geht seines Weges. Dies mag zwar auch bei anderen Spielen wie Doodle Jump oder Angry Birds der Fall sein, sollte aber hier nochmals erwähnt werden, da hier auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade vergebens gesucht werden.
Es wäre nicht schwierig verschiedene Schwierigkeitsgrade zu implementieren, da sich hierfür die Möglichkeiten geradezu anbieten. So hat es derzeit keine Folgen, wenn ein Flugzeug mit dem “Bildschirmrand” kollidiert - es prallt zurück und fliegt weiter. Warum an dieser Stelle nicht einen “Hardcore”-Modus anbieten, der ein Leben abzieht bzw. das Spiel beendet? Warum nicht den Flugzeugen eine kleine Leiste verpassen, die den Tank anzeigt und somit den Druck zur Landung erhöht? All dies könnte man optional anbieten und es würden den Langzeitspaß ungemein erhöhen.
Im Endeffekt beschränkt sich die Steigerung des Schwierigkeitsgrade auf die Tatsache, dass mehr und mehr Flugzeuge auf dem Bildschirm erscheinen. Dass es immer schwieriger wird diese zu “überblicken” und im Endeffekt das Spiel endet, wenn eines der Flugobjekte mit einem weiteren kollidiert. Sei es aufgrund eures Versäumnisses oder einer schier unpassbaren Anzahl an Gefährten.
Doch das Spiel beinhaltet auch eine Menge guter Seiten. So ist das Spiel gut zugänglich, sieht gut aus und hat eine sehr schön komponierte Hintergrundmusik, wenn man denn auf diese Art von Musik steht. Es hat kleine Details wie aufpoppende Begrüßungen, wenn ein Spiel landet und beschränkt diese nicht auf eine Sprache, sondern da wechselt sich ein “Welcome” mit einem Bienvenue und Willkommen ab. Diese kleinen Details sind nett und machen das Spiel einfach runder.
Leider konnte ich die Behauptung einiger Market-Kommentare nicht nachvollziehen, die behaupte, dass die Lizenzprüfung zu Beginn des Start (sowas muss eigentlich auch nicht sein, da ich mich durch die Anzeige eines 2-3 sekündigen Schriftzuges mit der Aufschrift “Wir überprüfen ihre Lizenz” schon etwas gegängelt fühle. Insbesondere, da ich mir das Spiel gekauft habe und auch weil andere Spiele auch ohne auskommen. Aber dies ist eine andere Baustelle. Ich bitte aber an dieser Stelle um Meldungen, falls das Spiel sich ohne Internetverbindung auf euren Geräten nicht starten lässt.
Fazit:
Flight Control ist ein nettes kurzweiliges Spiel für Zwischendurch. Leider fehlt dem Spiel noch die Langzeitmotivationskomponente, um eine sehr gute Wertung zu erreichen. Auch Features von der Konkurrenzplattform wurden - wohlgemerkt bei gleichem Preis - nicht implementiert. Alles in allem lohnt es sich die Demo des Spieles anzutesten, da wie oben bereits erwähnt entweder einen Heidenspaß macht oder kurzeitig ein Lächeln auf die Lippen zaubert, welches dann aber von anderen Spielen “entführt” wird.
Maps and graphic are nice but gameplay is baaaad, i.e. not precise... I prefer Air Control which also has a more realistic graphic!
SGS.