Vorwort zu den Berechtigungen:
Camera MX Free beinhaltet in der getesteten Version die Berechtigungen zur Aufnahme von Fotos, Videos und Audio. Weiterhin wird dem Programm der GPS sowie der Internetzugriff gewährt. All diese Berechtigungen (inklusive der Möglichkeit auf eine SD-Karte zuzugreifen) sind nachvollziehbar und Voraussetzung für die Nutzung der Applikation.
Camera MX macht ab dem ersten Aufrufen der Applikation einen guten Eindruck. So steht man beim ersten Start vor der Wahl ob man die Einstellungen aufrufen möchte, auf seinen Online-Speicher bzw. die lokalen Medien zugreift oder direkt ein Bild schießt.
In diesem Testbericht möchte ich auch nicht jede Funktion einzeln erläutern und Schritt für Schritt durch alle Funktionen von Camera MX führen. Dies würde den Rahmen eines Testberichts mit Sicherheit sprengen, denn die Entwickler haben eine ganze Menge Spielereien und Funktionen in die Applikation gepackt und man sitzt die ersten Minuten nur vor dem Smartphone, schießt von diversen Gegenständen Bilder und probiert die ganzen Einstellungsmöglichkeiten aus die Camera MX bietet.
Doch was unterscheidet Camera MX überhaupt von der normalen Kamera und Konkurrenzprodukten?
Zum Einen ist Camera MX KEIN soziales Netzwerk. Bedeutet also es handelt sich hier einzig und allein um eine Applikation die dem “Schießen” von Bildern gewidmet ist. Der Unterscheidungsfaktor zu vielen Applikationen ist nun, dass die diversen Filter und Anpassungsmöglichkeiten auch Live verfügbar sein. Der Nutzer kann also die diversen Filter wie “Tilt Shift” oder “Negativ” direkt am Smartphone einschalten und muss nicht - wie zum Beispiel bei Instagram - darauf vertrauen, dass das geschossene Bild mit diesem Filter irgendwie gut aussehen wird. Ein Vorteil den zwar auch diverse Herstellermodifikationen bieten, aber eben nicht alle Android Smartphones. Ein weiterer Aspekt den man beim Vergleich mit den Modifikationen seitens der Hersteller beachten muss ist die Menge an verwendbaren Filtern. So bietet Hersteller X mal drei/vier Filter und Hersteller Y fünf andere, aber die Menge an diversen Filtern auf einem Gerät muss Camera MX als Vorteil angerechnet werden.
Camera MX macht Spaß. Die Qualität der geschossenen Bilder ist gut und kann beim HTC One X mit denen der hauseigenen Kamerasoftware ImageSense in weiten Teilen mithalten und das möchte was heißen. Was man jedoch der Software vorwerfen muss sind drei Aspekte, die zwar nicht großartig ins Gewicht fallen, aber trotzdem für die Zukunft deutlich besser geregelt werden könnten.
So ist beim ersten Start das gesamte Nutzerinterface sehr undurchsichtig und unintuitiv. Man kann sich zwar nach einigen Minuten “einarbeiten”, aber es soll Menschen geben, die sich nicht erst mehrere Minuten mit einer Fotoapplikation auseinandersetzen möchten.
Weiterhin sind insbesondere die aufwendigeren Effekte auf dem One X eine kleine Ruckelorgie (dazu später mehr bei Speed & Stabilität). Auf dem HTC Sensation kann man ja noch das Argument “alte Hardware” gelten lassen, aber auf einem aktuellen High-End Smartphone dürfte man doch eine flüssige Bedienung und Darstellung erwarten. Schade.
Auch die Funktion des Camcorders hätte man sich ehrlich gesagt sparen können. Natürlich ist es nett, wenn man solch eine Funktion hat, aber nur die Aufnahme eines “Films” zu bieten ist im Vergleich zu vorinstallierten Applikationen zu wenig und ich würde schätzen, dass die Nutzergruppe der Applikation sich eher auf Fotos statt auf Filme beschränkt.
Auf der “Haben”-Seite stehen dann wieder die Möglichkeit die Bilder nach dem Schnappschuss nochmals zu bearbeiten und sogar vorgefertigte Filter anzulegen. Auch das “Taggen” der Bilder ist möglich und auch ein netter Aspekt der besonders nach einigen Monaten mit dem Gedanken “Wo was das denn?” abschließen dürfte.
Mein persönlicher Favorit unter den diversen Funktionen ist jedoch die Möglichkeit einen zufälligen Filter auf das Bild anzuwenden. Oft hat man ein Bild und weiß einfach nicht was dazu passt. Dem schafft Camera MX mit der erwähnten “Zufallsfunktion” Abhilfe und ermöglicht so einen Überraschungseffekt, der auch erstaunlich gute Bilder liefert, sofern man sich darauf einlässt - zumindest ist manchmal der ein oder andere Lacher garantiert.
Fazit:
Camera MX hat sich gesteigert. Seit unserem letzten Test sind die Aspekte Bedienung, Aussehen und auch Funktionalität deutlich besser geworden. Auch die Integration eines Online-Speichers und das Teilen in die sozialen Netzwerke ist vorhanden und rundet das Gesamtbild ab.
Leider hapert es noch an der ein oder anderen Stelle innerhalb der Nutzerführung und der perfomanten Darstellung der Inhalte. Dies sind aber eher Aspekte die sich in den folgenden Kategorien niederschlagen und bis auf den wirklich nicht gut gelungenen Camcorder ist der Aspekt der Funktionalität deutlich verbessert worden.
Volle Punktzahl.
Eine komplett Werbefreie, Kostenlose App, die auch noch bestens funktioniert.
Genial und auf jeden Fall zu empfehlen.
Auch das 500mb große Online Album ist ebenfalls für lau.
Jetzt kann ich endlich all meine Bilder perfekt Bearbeiten.