Testgerät: Samsung Nexus S
Android-Version: 4.0.3
JuiceDefender gibt es in drei (bzw. vier) verschiedenen Varianten: Kostenlos (als stabile und als Beta-Version), den JuiceDefender Plus und die von mir hier getestete Version JuiceDefender Ultimate. Der Unterschied der Versionen liegt in den verfügbaren Funktionen, wobei die hier geseste Ausgabe alles bietet, was das Akku-sparende Smartphone-Herz begehrt.
Was genau macht die App? Ganz einfach: Der JuiceDefender verbessert die Laufzeit des Akkus, indem verschiedene Batterie-fressende Komponenten automatisch verwaltet werden.
Für alle, die die App einfach nur installieren möchten, ohne sich weiter mit der Materie auseinandersetzen zu müssen, ist von Anfang an die Standardeinstellung namens 'abgestimmt' ausgewählt, die sich um die Internetverbindung des Telefons kümmert. Geht das Telefon in Standby, werden die Internetverbindungen unterbrochen und erst dann wieder eingeschaltet, wenn der Bildschirm wieder aktiv ist. In 15 Minuten-Intervallen schaltet sich die Internetverbindung kurz ein, um so E-Mail, Facebook-, Twitter und ähnliche Daten zu aktualisieren. Aber das ist natürlich noch lange nicht alles.
Zwei andere Grundeinstellungen
Der englische Starbildschirm sollte nicht abschrecken, denn danach ist die App zum größten Teil auf Deutsch. Das ist gut und wichtig, denn zu allen Einstellungsmöglichkeiten gibt es Erklärungen, die genau mitteilen, was die App eigentlich macht.
Neben dem abgestimmten Profil gibt es außerdem noch die Voreinstellungen 'aggressiv' und 'extrem'. Während 'aggressiv' sicherstellen will, dass die fast leere Batterie des Telefons noch so lange wie möglich in Betrieb bleibt, deaktiviert 'extrem' standardmäßig alle Datenverbindungen, wodurch der Akku zwar wesentlich länger läuft, das Smartphone aber eher zum Dumbphone wird.
Das Eingemachte, Teil 1
Der interessanteste Teil von JuiceDefender Ultimate ist aber, dass die Grundeinstellungen ganz den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können. Dazu stehen zwei Buttons zur Verfügung, die das obere Menü um verschiedene Reiter erweitern. In den Grundeinstellungen hat man hier bloß die Auswahl zwischen 'Hilfe' und 'Status'. Mit dem Button 'anpassen' wird dieses Menü um den Punkt 'Einstellungen' erweitert. Dort kann dann ausgewählt werden, wie genau sich JuiceDefender Ultimate verhalten soll. So lassen sich sowohl das Verwalten der Mobilfunkdaten als auch WiFi ein- und ausschalten und der Umgang mit Wifi und WiFi-Netzen kann festgelegt werden. Vor allem dieser Punkt ist sehr interessant, denn JuiceDefender Ultimate lernt nach ein wenig Training, auf welche Netzwerke man zugreift und aktiviert diese automatisch, wenn man sich in deren Nähe befindet. Anfangs kann es sein, dass nicht automatisch zu einem bestimmten Netz erbunden wird, hat man diese dann aber ein paar mal manuell eingeschaltet, lernt die App dies.Des Weiteren kann der Zeitplan für die Hintergrund-Daten-Synchrinisation von Mail & Co. eingestellt werde (5, 15 oder 30 Minuten, 1 oder 2 Stunden).
Dann gibt es noch die Möglichkeit einzustellen, ob die Verbindungen des Telefons über Nacht ausgeschaltet werden sollen und definieren, wann die Nacht überhaupt ist. Der letzte Punkt im Reiter 'Einstellungen' beschäftigt sich mit Apps. Dort kann ausgewählt werden, ob bestimmte Apps eine Verbindungspriorität haben. Sollte diese Funktion aktiviert werden, können installierte Apps ausgewählt werden, die immer eine bestehende Verbindung zum Internet behalten, wenn der Bildschirm ausgeschaltet wird (vor allem dann sehr praktisch, wenn man etwa Radio streamt oder weiterhin WhatsApp-Nachrichten erhalten will).
Das Eingemachte, Teil 2
Das war es aber noch nicht, denn der Button 'erweitert' im Status-Reiter eröffnet den Zugriff auf das Fein-Tuning. So lassen sich unter 'Steuerung' die verschiedensten Einstellungen zur Steuerung der Mobilfunkdaten, von WiFi, Bluetooth, AutoSync und mehr vornehmen. Teilweise überschneiden sich hier die Möglichkeiten und bieten ähnliche Funktionalität wie bereits oben beschrieben, erweitern diese aber noch mit vielen anderen Möglichkeiten, um so den Feinschliff vorzunehmen. Es lassen sich Zeitpläne einrichten, die der App mitteilen, wie genau sie sich zu welcher Zeit verhalten soll. So kann das Telefon beispielsweise nachts automatisch in den Flugzeug- oder Lautlos-Modus umgeschaltet werden, Peak-Zeiten, zu denen Verbindungen bestehen bleiben, können eingerichtet werden, ebenso können alternative Zeitpläne für das Wochenende erstellt werden.
Zu guter Letzt gibt es hier noch den Reiter 'Trigger', unter dem eingestellt wird, ob und wenn ja ab welchem Schwellenwert alle Verbindungen und Zeitpläne deaktiviert werden. Auch kann hier der Umgang mit dem Traffic bearbeitet werden. Solange also etwa Daten übertragen werden, schaltet JuiceDefender Ultimate die Verbindung nicht aus. Ganz unten findet man dort noch die Übersicht über die WiFi-Netzwerke und den erlernten Trainings-Status zu oft genutzten WiFi-Netzwerken, wie oben beschrieben.
Schmankerl
Den vollen Funktionsumfang von JuiceDefender Ultimate würde ein wenig den Rahmen hier sprengen. Aber es gibt noch eine erwähneswerte Funktionen, die diese App ganz besonders macht. So kann man im Hilfe-Menü unter dem Punkt 'Device tracking apps' ein Passwort einrichten, mit Hilfe dessen der JuiceDefender per SMS deaktiviert werden kann. Ist eine Tracking App (wie z.B. Where's my Droid) installiert, kann JuiceDefender Ultimate dann per SMS ausgeschaltet werden, damit ein verloren gegangenes Smartphone lokalisiert und getrackt werden kann.
Da es drei verschiedene Versionen mit jeweils unterschiedlichen Funktionen gibt, hier noch die Übersicht, anhand derer ihr herausfinden könnt, welche Variante am besten zu Euch passt.

Fazit
Nachdem ich vor nicht allzu langer Zeit bereits Green Power Premium ausführlich getestet habe, suchte ich noch ein paar zusätzliche Funktionen (wie etwa das automatische Erkennen von oft genutzten Wifi-Netzen oder das Einstellen von Ausnahmen für gewisse Apps), die ich mit JuiceDefender Ultimate größtenteils gefunden habe. Das Programm liefert unglaublich viele Einstellungsmöglichkeit, um dessen Betrieb wirklich bis in Detail an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Je nachdem, wie man sein Telefon nutzt, ist der Unterschied wirklich sehr deutlich zu spüren und der Akku hält einfach viel länger durch, als wenn keine Akku-Managements-App installiert ist.
Die ideale Einstellung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wichtig ist vor allem, dass man selbst ein paar verschiedene Einstellungsmöglichkeiten ausprobiert, um das Opimum aus seinem Telefon herauszuholen.
Ja und natürlich das Internet abschalten und nicht "wegschicken" Sorry, hab heute Probleme mit der Tastatur.