Ich muss zunächst gestehen, dass ich mich noch nicht in aller Tiefe mit der Pomodoro Technik vertraut gemacht habe. Es gibt aber hier ein kostenloses Buch, das Technik in aller Tiefe beschreibt. Kurz gesagt funktioniert die Technik aber wie folgt:
Pomodoro basiert auf fünf verschiedenen Ebenen:
- Planung: am Tagesanfang überlegt man sich was man alles über den Tag verteilt erreichen möchte
- Tracking: es werden während der Bearbeitung immer wieder Aufwände und Beobachtungen niedergeschrieben
- Aufzeichung: Aufbau eines Archivs der täglich erledigten Tasks, sowie der persönlichen Einschätzungen
- Aufbereitung: Umwandlung der Rohdaten in Informationen
- Visualisierung: Aufbereitung der Informationen in ein Format, das es erleichtern soll die gemachten Verbesserungen zu verstehen und bewusster einzusetzen
Pomodoro funktioniert so, dass man sich einen Timer auf 25 Minuten stellt und dann mit der Arbeit beginnt. In diesem Pomodoro (so wird er tatsächlich genannt) arbeitet man konzentriert an einer Sache. Es darf keine Störung oder Ablenkung in dieser Zeit geben. Ist das der Fall, muss ein neuer Pomodoro begonnen werden. Wenn man mit einem Pomodoro durch ist, setzt man hinter seine Aktivität ein Kreuz und macht eine fünfminütige Pause. Nach dieser Pause geht es weiter: einen neuen Pomodoro starten, wieder 25 Minuten konzentriert arbeiten, Kreuz setzen und 5 Minuten Pause machen.
Alle vier Pomodoros wird einem eine 15-30 minütige Pause gegönnt. Zeit für E-Mails, Kaffee, Papierkram und alles Andere, was einen sonst immer bei der Arbeit ablenkt... ;)
Ist ein Task beendet, wird dieser durchgestrichen. Wird dieser während eines Pomodoros beendet, und die Uhr hat noch nicht geläutet, darf man nicht zu einem neuen Task übergehen. Die restliche Zeit wird quasi zum Verfeinern verwendet. Erst wenn die Uhr klingelt, darf man sich wieder einem neuen Task widmen.
Wie gesagt: ich kann noch nicht final beurteilen ob Pomodoro etwas in der Praxis taugt. Ich bin aber gerade dabei es für mich einzusetzen. Und ich habe den Eindruck, dass es tatsächlich etwas bringt...
Die App "Pomodoro Tasks" setzt genau hier an. Man kann:
- Tasks anlegen
- den Timer für das Pomodoro starten
- den Timer für die Pause starten
- die Pausenlänge nach dem vierten Pomodoro anzeigen lassen
Der Funktionsumfang ist damit natürlich nicht gigantisch. Aber es ist völlig ausreichend wenn man mit Pomodoro arbeitet.
Fazit
Was ich an der App vermisse ist, dass man einem Task auch Details zuordnen kann. Wie gesagt: ich bin in die Pomodoro Technik noch nicht zu tief eingetaucht. Aber ich denke, dass es in Kombination mit einem anderen Zeitmanagementsystem gut funktionieren kann. Was außerdem fehlt, ist, dass man Auswertung nach dem Pomodoro Technik bekommt. Es gibt also sicherlich noch Luft nach oben, was den Funktionsumfang anbelangt. Aber der Anfang ist schon mal gut...
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