Wie bereits in der Einleitung erwähnt, leben wir in einer Zeit, in der das Arbeiten mit Cloud-basierten Services zur Realität geworden ist. Diese Realität birgt aber Vor- und Nachteile. Ein großer Vorteil ist, dass nun die Möglichkeit besteht mit Menschen zu arbeiten, egal wo sie sich auf dem Globus befinden. Sei es nun in Deutschland, in den Vereinigten Staaten oder sogar in der Antarktis. Solange eine Verbindung zum Internet besteht, solange können diese Menschen - über das Internet miteinander verbunden - zusammenarbeiten.
Diese Vernetzung bringt aber auch einige Probleme mit sich. Neben der Abhängigkeit von verschiedenen Anbietern ist auch die Anzahl der Dienste ein großes Problem.
Hier kann ich nun ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und stehe wahrscheinlich exemplarisch für viele Gleichgesinnte, die das Internet zum produktiven Arbeiten nutzen. So verwalte ich verschiedene Termine über den Google Kalender. Lade bearbeitete Dokumente wie diesen Testbericht bei Dropbox hoch. Teile Bilder bei Google Drive. Mache mir Notizen bei Evernote und kommuniziere viel über Twitter mit einzelnen Personen (letzteres nicht nur zu produktiven Zwecken - aber was soll‘s).
Die Aufzählung dieser ganzen Anbieter zeigt schon auf, dass das Management dieser ganzen Dienste sehr zeitaufwendig und verzehrend sein kann. Mal schaut man bei Google Drive rein. Mal wurde ein wichtiges Dokument für die Universität bei Dropbox hochgeladen oder ein wichtiges Meeting bei Google Kalender erstellt. Hier wäre eine Applikation oder ein Dienst nötig, welcher all diese anderen Applikationen zusammenfasst und mir einheitlich präsentiert: Und Hojoki bietet genau dies an!
Hojoki richtet sich insbesondere an all jene Nutzer, welche wie ich, die verschiedenen Cloud-basierten Dienste zum Arbeiten mit anderen Menschen benutzen. Sollte man jeden Dienst nur für sich selbst benutzen, so mag Hojoki zwar alle Dienste anschaulich präsentieren, aber im Endeffekt bietet es nicht wirklich einen großen Benefit. Sein volles Potenzial schöpft Hojoki - One client for apps aus, wenn man viele Dienste mit vielen aktiven Menschen benutzt.
In diesem Szenario wird man dann ständig auf dem Laufenden gehalten, ob in einem der Dienste etwas hochgeladen oder erstellt wurde und kann dann direkt darauf reagieren, indem man entweder das jeweilige Dokument aufruft oder die Aktion kommentiert. Bei Twitter verhält sich dies jedoch etwas anders. Dort werden einem die eigenen Tweets angezeigt, sowie diejenigen Tweets mit denen man interagiert hat. Die Anzeige geschieht hier in einem kommentarähnlichen Stil. Sehr fein gemacht und so einige Twitter-Applikationen können sich von der Optik der Darstellung eine große Scheibe abschneiden!
Einen weiteren Aspekt den man sich klarmachen sollte, ist die Fokussierung auf die Verwaltung von Diensten. Bedeutet, dass man innerhalb von Hojoki zwar benachrichtigt wird, dass sich da was gemacht hat, aber dann in die jeweilige Applikation geleitet wird, um dieses Dokument oder den Kalendereintrag zu bearbeiten. Diese Funktion wird jedoch nur bei einigen Diensten angeboten und alle anderen Apps müssen über den integrierten Browser angesteuert werden. Dies ist ein kleiner Kritikpunkt, da eine Integration aller Dienste wünschenswert wäre, sofern diese Android Applikationen anbieten. Auch die Weiterleitung zu Google Drive funktionierte auf dem Google Nexus 4 eher schlecht bis überhaupt nicht. Die Weiterleitung zu Twitter, Dropbox oder Evernote hingegen klappte einwandfrei.
Generell lässt sich auch sagen, dass die potenziell einbindbaren Dienste zahlreich bis vollkommen ausreichend sind. Das geht über die bereits erwähnten Dienste Dropbox, Evernote und Google Kalender bis zu (mir) eher unbekannten Anbietern wie Bitbucket oder Beanstalk. Für jeden Nutzer sollte zumindest eine gewisse Anzahl an verfügbaren Applikationen vorhanden sein. Leider fehlt an dieser Stelle der allgegenwärtige Riese Facebook. Dieser macht innerhalb einer solchen - auf Produktivität ausgelegten - Applikation wie Hojoki, auf den ersten Blick wenig Sinn, aber eine Einbindung der Facebook Gruppen wäre traumhaft. Wobei die Umsetzbarkeit hier immer als Frage im Raum steht.
Ein weiteres Versäumnis Hojokis ist die Möglichkeit „Workspaces“ über die Applikation anzulegen. Diese Workspaces sind von der Namensgebung gut getroffen - Arbeitsbereiche in denen man mit einzelnen Personen Aktualisierungen teilen kann. So wäre es denkbar mit den Arbeitskollegen Termine und Vorschläge zu teilen und mit den Kommilitonen ständig über Dropbox in Kontakt zu stehen und relevante Mitschriften zu diskutieren. Die Möglichkeiten, welche sich beim kurzen Nachdenken bieten, sind grenzenlos und eher von der Person limitiert. Genau deshalb ist es mir persönlich nicht verständlich, warum die Jungs und Mädels von Hojoki das Anlegen von Workspaces in der Applikationen vernachlässigt haben. Das Erstellen solcher ist nämlich nur über die Weboberfläche möglich. Als kurze Information sei gesagt, dass diese auch funktional und ähnlich zur Applikation zu Bedienen ist - rundum gut gelungen.
Der letzte Punkt des Testberichts dreht sich jedoch um die Möglichkeiten der Benachrichtigungen. Ich persönlich habe im Testzeitraum überwiegend auf Pushbenachrichtigungen und Mails gesetzt, um über neue Aktivitäten informiert zu werden. Weiterhin kann man sich auch über wöchentliche „Newsletter“ beziehungsweise Statusberichte über Neuigkeiten informieren lassen. Hängt stark von den persönlichen Präferenzen ab.
Die Pushbenachrichtigungen sind sehr gut gelungen, wobei man insbesondere bei Twitter „messen“ kann, wie schnell diese wirklich sind. Im Vergleich zu Echofon - einer reinen Twitter-Applikation mit den schnellsten Benachrichtigungen - schnitt Hojoki nur minimal langsamer ab. Bei meinen Messungen war Hojoki knapp 5-10 Sekunden später, was sich für eine Applikation mit so vielen Diensten absolut im Rahmen hält.
Fazit:
Hojoki hat mich, ehrlich gesagt, während dem Testzeitraum überrascht. Ich war bei Testbeginn noch ein wenig konfus, ob und wann ich überhaupt Hojoki brauche beziehungsweise brauchen könnte. Ich wurde eines Besseren belehrt.
Jedoch zeigt meine anfängliche Konfusion auch, dass man Hojoki in den (auf Neudeutsch) „Workflow“ einbinden muss. Man muss sich auf Hojoki - One client for apps einlassen und im Idealfall die „Mitarbeiter“ und Kollegen ins Boot reinnehmen. Dann kann Hojoki die Muskeln spielen lassen und zeigen was es kann.
Doch Hojoki ist keinesfalls perfekt. Es fehlt noch, bei vielen Applikationen, die Möglichkeit direkt auf die jeweilige Applikation zuzugreifen. Auch die fehlende Einbindung von Facebook trübt ein wenig das Bild, da heutzutage vieles an Organisation über die dortigen Gruppen läuft - zumindest in einigen Freundes- und Arbeitskreisen. Letztendlich sollte noch die Möglichkeit der Erstellung von „Workspaces“ innerhalb der Applikation gewährt werden.
Ein Google-Nutzer
25.03.2013 07:49:52
Crashes after every screen unlock
Ein Google-Nutzer
05.03.2013 20:16:00
Was passiert? Das App startet nicht mehr auf S3. Anwendung an sich super, ohne App jedoch mistig. Update. Ab heute funktioniert es wieder super. Danke an den Support.
Ein Google-Nutzer
02.03.2013 13:07:14
Letztes Update benötigt Bugfix Seit der Version vom 01.03. bleibt die App beim Splashcreen mit Logo und drehendem Rad hängen (Nexus4).
Ein Google-Nutzer
31.01.2013 14:51:45
Stürzt leider schon beim telefon booten ab.
Ein Google-Nutzer
11.01.2013 16:38:07
Hojoki Wenn auf deutsch gibt es einen Stern mehr sonst sehr gut
Ein Google-Nutzer
26.12.2012 11:41:59
Nice A useful app
Ein Google-Nutzer
29.11.2012 20:47:17
Klasse app Die App gefällt mir sehr gut. Super nützlich!
Ein Google-Nutzer
06.11.2012 09:44:49
Coole app Hält mich immer auf dem laufenden
Ein Google-Nutzer
17.09.2012 22:10:25
Klasse App Ich verwende verschiedene Cloud Services und nutze sie zur Zusammenarbeit mit verschiedenen Personen. Durch Hojoki können wir uns über die Aktivitäten der anderen am Laufenden halten. Verschiedene Projekte werden in den Workspaces organisiert. Die Kommentarfunktion ist sehr wertvoll.
Ein Google-Nutzer
05.09.2012 19:39:50
Weiterzuempfehlen! Überzeugendes design. Nützlich natürlich auch, dadurch das man auf dem laufenden bleibt :)