Die Einleitung beschreibt das grundlegende Spielprinzip von Bridge Constructor relativ gut. Die Aufgabe des Spielers innerhalb des Spiels ist mit einem bestimmten Budget eine Brücke von A nach B zu bauen. Hierfür stehen dem Spieler diverse Materialien wie Holz, Stahl, Seile oder Pfeiler zur Verfügung und diese gilt es zu kombinieren und somit eine stabile und zuverlässige Brücke zu konstruieren.
Vor dem ersten Spiel wird dem Spieler kurz und knapp erklärt wie die Bedienung von Bridge Constructor aussieht und wie man in diesem - so nennt es der Entwickler auch selbst - Puzzlespiel die grundlegenden Mechaniken anwendet. Generell lässt sich hierzu sagen, dass die gesamte Atmosphäre des Spiels passt und angenehm wirkt (doch dazu später mehr in der nächsten Kategorie).
Das Spiel läuft dann auch immer nach dem gleichen Muster ab. Man könnte hier nun Bridge Constructor einen Vorwurf machen, aber genauso wenig kann man einem Angry Birds den Vorwurf machen, dass man immer nur Vögel durch die Gegend schießt.
Das Spiel nimmt diese Spielmechanik und erhöht sukzessive die Schwierigkeit und mit fortlaufendem Spiel steigt auch deutlich der Spaßfaktor der gesamten Applikation. Ist am Anfang das Stapeln der Holzbretter noch relativ öde und zäh, so wird das gesamte Spiel wirklich herausfordernd und spaßig, wenn man mit verschiedenen Materialien und einem begrenzten Budget seiner Fantasie freien Lauf lassen kann und dies wird auch noch durch die (halbwegs) realistische Physik des Spiels untermauert.
Das Ziel eines jeden Levels ist es dann entweder Autos oder LKWs über die selbstgebaute Brücke fahren zu lassen. Autos bringen die standardmäßige Anzahl an Punkten und LKWs treiben durch Bonuspunkte die erreichbare Punktzahl in die Höhe. An dieser Stelle kommt auch noch der Aspekt der Effizienz mit ins Spiel und auch für “kostengünstiges” Bauen erhält der Spieler zusätzliche Punkte.
Wenn man schon bei den Punkten ist, kann man auch einen Aspekt erwähnen der wirklich gut umgesetzt wurde und den ich persönlich sonst (fast) immer bei der Konkurrenz in Testberichten bemängelt habe. So ist es möglich per OpenFeint auf Online-Highscores zuzugreifen und seine Leistung mit dem “Rest der Welt” zu vergleichen. Wertet das Spiel auf und auch die Integration von Facebook ist gut gelungen und eine Bereicherung. Zur Facebook-Anbindung lässt sich noch sagen, dass diese rein fakultativ gestaltet ist und in keinster Weise das Spiel die Anmeldung forciert. Auch das kennt man von anderen Applikationen zu Teilen anders.
Fazit:
Also was bleibt? Bridge Constructor hat mir innerhalb meiner Testzeit wirklich die Sorgenfalten ins Gesicht getrieben, da ich - wie vielleicht bekannt sein dürfte - versuche Spiele zu hinterfragen und eigentlich immer etwas zu bemängeln habe. Bei Bridge Constructor habe ich mich jedoch bei dieser Aufgabe sehr schwer getan und bis auf ein/zwei Kleinigkeiten gibt es wenig zu kritisieren.
Man kann eventuell in Zukunft einen Timer einbauen, um die Schwierigkeitsstufe zu erhöhen und eventuell den Spieler “eigene” Level entwerfen lassen, aber man sieht schon an den Kritikpunkten, dass dies Kritik auf sehr sehr hohem Niveau ist und bei aller Liebe zur konstruktiven Kritik und zu Verbesserungsvorschlägen muss man als Tester anerkennen, wenn eine Applikation einen sehr sehr guten Job abgeliefert hat und dies liegt hier vor.
Bridge Constructor ist eine Empfehlung - ohne Frage. Es macht Spaß und wer auf solche Spiele steht kann sich im späteren Spielverlauf immer neu an den Levels versuchen. Doch sei hier auch der Hinweis darauf, dass man die Tauglichkeit des Spiels zuerst einmal mit der kostenlosen Variante überprüfen sollte, da nicht jeder auf solche Puzzlespiele steht. Genauso wie nicht jeder auf Fußball steht bzw. nicht jeder Formel 1 verfolgt.
der Download wird immer abgebrochen totaler scheiß dafür hab ich bezahlt