Testgeräte
Samsung Galaxy Nexus
Android Version: 4.1.2
Root: Ja
Modifikationen: Nein
Samsung Galaxy Tab 10.1
Android Version: 4.0.4
Root: Ja
Modifikationen: Nein
Details zur App
Verwendbar ab: Android 2.3
Apps2SD: Auf beiden Geräten nicht feststellbar
Größe nach Installation: Ca. 2.3 GB
Ice Cream Sandwich bzw. Jellybean optimiert: Ja
Tablet optimiert: Nein, stellt aber kein allzu großes Problem dar
Berechtigungen
Netzwerkkommunikation
Speicher
Anrufe
System-Tools: Standby-Modus deaktivieren
Hardware-Steuerelemente: Vibrationsfunktion
Fazit zu den Berechtigungen
Die Berechtigungen zeigen keinerlei Auffälligkeiten.
„Als Ritter hat man es auch nicht einfach. Da habe ich eine Affäre mit der Frau des Königs, und schon hegt er Groll gegen mich?“. So oder so ähnlich dürften sich wohl die Gedanken von Ritter Lanzelot anhören, mit dem man in Wild Blood spielt. Guinevere, Frau von König Artus, lässt sich auf eine Liebschaft mit Lanzelot ein. Ich persönlich kann verstehen, dass König Artus das nicht wirklich gefällt – Gameloft anscheinend nicht, dann man schickt euch auf Rachefeldzug gegen Artus. Moment mal, gegen Artus? Der wurde doch betrogen, oder? Genau. Aber weil er doch etwas überreagiert und zusammen mit seiner etwas zickigen Schwester Morgana die Tore der Hölle öffnet, muss Lanzelot die Sache wieder hinbiegen, die Tore der Hölle schließen und seine geliebte bzw. Geliebte Guinevere retten und Artus besiegen. Klingt etwas merkwürdig, ist aber immerhin eine bessere Story, als viele andere Spiele bieten. So richtig die Augen geöffnet bekommt man aber erst, als man Haus- und Hofmagier Merlin trifft. Da hat man schon eine ganze Reihe an Untoten, Verfluchten und Monstern getötet und ist zweimal auf Morgana getroffen, die einem mal als Drache, mal als Racheengel das Leben schwer macht. Aber immerhin weiß man dann dank Merlin: Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu, Morgana benutzt dunkle Magie! Dank dieser „Erleuchtung“ ist man dann gleich motivierter, weiterhin gegen allerlei Monster zu kämpfen.
Die Story habe ich jetzt zwar etwas durch den Kakao gezogen, aber im Grunde ist sie schon in Ordnung. Zudem dient sie ja sowieso nur dazu, einen Grund zum Kämpfen zu haben. Und gerade das Kämpfen ist, was Wild Blood ausmacht: Man hackt, hämmert, schlitzt und schießt sich durch Gegnerhorden. Was sich unglaublich brutal anhört, ist dank der mäßigen Gewalteffekte gar nicht so schlimm. Man startet mit Lanzelot in einem bereits von Untoten befallenen Dorf und macht sich einmal mit der ersten Waffe (einem recht groß geratenen Schwert) vertraut. Später kommen auch noch ein Bogen und zwei Äxte hinzu. Alle Waffen lassen sich gegen Gold (das man im Spiel findet, aber auch mit echtem Geld kaufen kann) aufrüsten. Man kann den Schaden. Kritische Treffer und Schnelligkeit ausbauen, sowie die Waffe mit Feuer-, Frost- und Blitzzaubern ausstatten. Aber auch Lanzelot selbst lässt sich verbessern: Gesundheit, Mana, Ausdauer und Tempo kann man ausbauen. Im Kampf setzt man Waffenzauber über die jeweiligen Buttons ein, normale Kombos führt Lanzelot von selbst durch (einfach immer wieder auf den Angreifen-Button drücken) und Sprint-Kombos werden aus dem Sprinten heraus aktiviert. Obwohl es nicht viele Waffen gibt, sind diese dank der Zauber recht abwechslungsreich. Auch die Monster können sich sehen lassen: Es gibt zwar nicht besonders viel verschiedene, aber zumindest genug. Auch kleinere und größere Bosse tauchen regelmäßig auf. Insgesamt sind die Kämpfe zwar nicht unbedingt fordernd, aber doch unterhaltsam. Dank den Zaubern, verschiedenen Waffen und regelmäßigem Ausweichen stellt sich so schnell keine Langeweile ein.
Damit man abseits des Kämpfens auch noch etwas zu tun hat, wurden von Gameloft Kisten und gefangene Dorfbewohner eingebaut. Beides muss man finden, da sie nicht immer direkt im Weg stehen. Wirklich gut versteckt wurden sie aber auch nicht. Immerhin bieten manche Kisten eine kleine Herausforderung: Man muss in einem Minispiel Blöcke verschieben um den Schlüsselstein zum Schloss zu bewegen. Der Schwierigkeitsgrad schwankt dabei zwischen sehr einfach und mittelmäßig schwer, wirkliche Probleme hat man nicht. Dafür wird man mit extra vielen Goldmünzen belohnt. In den anderen Kisten, die sich sofort öffnen lassen, sind auch immer wieder mal Gesundheits- oder Manatränke versteckt, da man ansonsten für gar nicht mal wenig Gold kaufen müsste. Ansonsten bietet Wild Blood noch einfache Rätsel, wie z.B. Kristalle zu finden und zu aktivieren um Tore zu öffnen. Viel mehr darf man sich in dieser Hinsicht aber nicht erwarten. Ein besonderes Extra ist der Mehrspielermodus, der sowohl lokal als auch über das Internet bis zu acht Spieler in den Modi Team Deathmatch und Capture the Flag gegeneinander antreten lässt. Das funktioniert erstaunlich problemlos und ist hin und wieder ganz lustig, auch wenn man ohne Lanzelot umfassend aufgerüstet zu haben nur wenige Chancen auf den Sieg hat. Einem völlig problemlosen Vergnügen steht ab und an aber die Kameraführung im Wege, die bei Kämpfen öfters mal nicht auf das Geschehen schwenkt. Was im Einzelspielermodus noch als kleinere Nervigkeit abgetan werden kann, frustriert teilweise im Mehrspielermodus. Besonders spaßig fand ich dafür die Passagen, in denen man sich hinter eine Art Riesen-Armbrust-MG schwingt und mit hunderten Bolzen Gegnermassen dezimiert oder einen Boss bekämpft.
Fazit
Wild Blood ist ein gut gemachtes Hack & Slay, dessen Gesamtbild von ein paar Kleinigkeiten getrübt wird (dazu mehr in den nächsten Kategorien). Wer die se Art Spiel mag, bekommt aber dennoch eine klare Empfehlung von mir ausgesprochen.
-beste Grafik ever!
-Steuerung auch ganz gut via xperia play
-Story ist für meinen Geschmack ein wenig lala