Testgerät: LG Optimus Speed / 2x
Android-Version: 2.3.5
Mods: MIUI
Carcassonne ist ursprünglich ein "echtes" Gesellschaftsspiel. Solche Spiele auf ein kleines Smartphone zu bringen ist mit Sicherheit immer eine Herausforderung.
Das Spiel hat 2 Spielmodi. Ich werde hier zunächst auf das "Basisspiel" eingehen.
Carcassonne kann im Querformat, als auch im Hochformat gespielt werden.
Startest du im Hauptmenü zum ersten Mal ein Basisspiel, kannst du dir ein Tutorial vorspielen lassen. Darin werden dir die wichtigsten Regeln erklärt. Zum Verständnis habe ich euch die wichtigsten Regeln aufgeschrieben:
- Du legst im Wechsel mit anderen Spielern die Karten.
- Platziere Gefolgsleute auf Karten, die du gelegt hast, um Punkte zu bekommen.
- Jeder Spieler hat 7 Gefolgsleute.
- Hast du einen Gefolgsmann auf eine Karte gelegt, so bekommst du ihn erst wieder, wenn die Straße, das Kloster oder die Stadt fertiggestellt ist.
- Besitzer einer Straße, Kloster oder Stadt ist derjenige, der die meisten Gefolgsleute darauf hat.
- Klöster sind fertig gestellt, wenn sich um sie herum nur Landschaftskarten befinden.
- Mit jeder Runde vergrößert sich der Bereich, auf den Karten gelegt werden dürfen.
Im Tutorial hört sich das zunächst alles als recht viel an. Ich empfehle daher, das Tutorial zweimal anzusehen, damit das Spielprinzip auch verstanden ist.
Wenn du glaubst, dass du die Regeln verstanden hast, dann kannst du ein eigenes Spiel starten.
Du kannst deine Mitspieler festlegen. Schön: Du kannst auch gegen Freunde spielen, indem du einen Spieler von "Computer" auf "Mensch" umstellst.
Leider ist es nicht möglich, den Schwierigkeitsgrad eines Computerspielers einzustellen. Das könnte für manche den Einstieg in das Spiel ein wenig erschweren.
Wenn du ein neues Spiel startest, wird durch Zufall ermittelt, welcher Spieler beginnen darf. Dann geht es los. Im Wechsel mit den anderen Spielern musst du die Karten so legen, dass du möglichst viele Fertigstellungen für dich verzeichnen kannst - Denn das gibt am meisten Punkte.
Dabei musst du absolut immer aufpassen, dass du nicht alle Gefolgsleute auf dem Spielfeld hast, denn sonst hast du schnell ein Problem, wenn du eine Straße, ein Kloster, oder eine Stadt nicht fertigstellen kannst.
In solch einem Falle bekommst du nämlich keine Gefolgsleute wieder und kannst somit keine Punkte mehr sammeln.
Fertiggestellt bedeutet für jede Karte etwas anderes. Eine Stadt ist fertiggestellt, wenn sich um sie herum auf den Karten eine Stadtmauer befindet. Eine Straße ist dann fertiggestellt, wenn sie auf einen Bau trifft. Ein Kloster ist erst dann fertig, wenn sich rundherum nur grüne Karten befinden.
Das war es dann auch schon von diesem Spielmodus! Am Anfang fand ich diesen Modus etwas schwierig, den Dreh bekommt man aber nach kurzer Zeit raus. Was im Test bisher vielleicht nicht ganz klar wurde, wird dir sicher nach ein bisschen Spielzeit klar.
Nun zum zweiten Spielmodus: Der Fluss II.
Die Regeln sind weitgehend mit dem Basisspiel identisch. Zusätzlich zu den normalen Karten gibt es aber auch noch Flusskarten, die zu Anfang gelegt werden müssen.
Auf die Flusskarten können auch Gefolgsleute entsandt werden, allerdings nicht auf den Fluss selbst. Der Sinn davon hat sich mir allerdings nicht ganz erschlossen. Das Tutorial erklärt diesen Spielmodus eher schlecht.
Hier wäre eine richtige Anleitung anstelle oder zusätzlich zum Tutorial sinnvoll gewesen.
Ein weiteres Verständnisproblem: Im Spiel gehen freie Felder manchmal einfach "kaputt", sie zerbrechen. Danach kann keine Karte mehr darauf gelegt werden. Warum das so ist, wurde nicht erklärt. Vielleicht geht das nur aus der offiziellen Anleitung hervor, die dem realen Originalspiel beiliegt. Für Spieler, die das Spiel bereits gespielt haben, könnte das ebenfalls erklärbar sein - Mir als Neuling war es das jedenfalls nicht.
Zusätzlich zu den beiden Spielmodi gibt es auch noch 12 Errungenschaften, beispielsweise "Gewinne 5 Spiele hintereinander gegen mindestens 3 Computerspieler", oder "Punkte mit einer Stadt aus mehr als 9 Landschaftskarten".
Auch ein paar Einstellmöglichkeiten gibt es, darunter die Lautstärke der Musik, die übrigens sehr gut zum Spiel passt und Carcassonne Flair verleiht, Kommentare der Computergegner und die Geschwindigkeit der Animationen.
Fazit: Carcassonne ist ein interessantes Spiel, das eigentlich gut für Smartphones umgesetzt wurde. Leider kommt es bei Neulingen zu Verständnisproblemen, da schlichtweg eine gute Anleitung fehlt. Das vorhandene Tutorial leitet leider nicht ausreichend in das Spiel ein. Für erfahrene Spieler sollte dies aber kein Problem darstellen - Und wer das Spiel schon zuhause haben sollte, der kann einen Blick in die Spielanleitung werfen.
Ansich o.k. leider sind die Computergegner nicht besonders schlau, machen immer nur alles kaputt. Ausserdem zählt der Computer am Ende oft meine letzte Figur nicht mehr, so das mir diese Punkte durch die Lappen gehen( habe dann nur 6 Spielfiguren im Stall). Hat sonst noch jemand dieses Problem?