Testgerät: HTC Wildfire
Android Version: 2.1
Mit OS Mmonitor kannst Du in der Tat gut hinter die Kulissen Deines Systems schauen – wie im kurzen Teaser bereits angedeutet. Doch die App kann noch weitaus mehr – und somit getrost als „Schweizer Taschenmesser“ bezeichnet werden.
Da wäre zum ersten die Prozessliste: Je nach der von Dir getroffenen Einstellung präsentiert sie Dir alle Prozesse (oder nimmt auf Wunsch die System-Prozesse aus) sortiert nach Speicher- oder auch CPU-Verbrauch, auf- oder auch absteigend. Das „Antippen“ eines Eintrags öffnet hier einen Popup, in dem Du wählen kannst: Killen, zum Prozess wechseln – oder die Protokoll-Ausgaben (aka Log) dieses Prozesses beobachten (was treibt der da eigentlich noch? Hatte ich den nicht schon längst beendet? In letzterem Falle sollte das Log-Fenster brav leer bleiben). Es sei denn, Du hast die „MultiSelect“ Checkbox markiert – dann kannst Du auf diese Weise mehrere Prozesse markieren – und selbige dann z.B. killen. Doch das solltest Du in den seltensten Fällen brauchen.
Der zweite Reiter heißt „Network“ (jaja, die App nicht sprechen Deutsh) – und listet alle Netzwerkgeräte Deines Phones auf, zusammen mit den dazu verfügbaren Informationen. Du wirst staunen, wie viele es davon gibt! Meist sind natürlich nicht alle davon in Benutzung – und von Interesse für Dich dürften nur zwei sein: WLAN und Mobil...
Aber die IP- und MAC-Adressen sind für Dich sicher auch eher langweilig. Interessanter wird es da im dritten Reiter: „Connect“. Hier werden Dir alle derzeit bestehenden Verbindungen angezeigt – zusammen mit der dahinter stehenden App. So kannst Du genau sehen, wohin Deine Daten geschickt – oder woher sie geholt werden. Tippst Du einen Eintrag hier an, öffnet sich ein Fenster mit den Ergebnissen der „whois“-Abfrage – inklusive Kartenausschnitt, sodass Du siehst, wo der Rechner der Gegenseite steht (Anmerkung: In der aktuellen Version gibt es damit gerade Probleme – was aber nicht an OS Monitor, sondern an der verwendeten API liegt, die derzeit nicht richtig funktioniert – der Entwickler arbeitet aber hier bereits an einer Lösung. Der diesbezügliche Screenshot ist also ein wenig gemogelt, und stammt von der App-Seite hier).
Der vorletzte Reiter ist mit „Misc“ beschriftet – hier findest Du verschiedene Systeminformationen – wie die aktuelle Taktung Deiner CPU, den Status Deines Akkus, sowie Informationen zu Deinen Dateisystemen. Im letzten Reiter, „Messages“, kannst Du schließlich das Systemlog einsehen.
Wie – Ihr denkt, damit wäre ich durch? Nur weil ich was vom "letzten Reiter" schreibe? Weit gefehlt – die App kann noch mehr! Ist Dein System „gerootet“, kannst Du auch Deine CPU „frisieren“. Nein, nicht tiefer legen – oder eigentlich doch: Wenn Du Akku sparen willst, kannst Du sie hier niedriger takten. Geht natürlich auch in der anderen Richtung – Dein Risiko.
Auch die restliche Konfiguration der App lässt Dir viel Spielraum, ohne dabei unübersichtlich zu werden: Wenn Du möchtest, bettet sie sich in die Statusleiste ein, und zeigt dort auch ein animiertes „CPU meter“. Was beim Antippen eines Eintrags passieren soll, kannst Du hier auch anpassen – sowie OS Monitor auf Wunsch auch gleich beim Booten mit starten lassen.
Ich könnte jetzt noch ein paar Absätze mehr schreiben – aber ich denke, Ihr zieht einen kompakten Testbericht einer Doktorarbeit vor, daher mache ich hier erstmal einen (Bio-) Break.
tobias z.
29.12.2009 17:53:29
So stellt man sich die Präsentation des Hardware und OS Status vor...