Testgerät: Nexus One
Android-Version: 2.3.3
Mods: Root
In der App selbst ist es nicht möglich, Vokabeln einzugeben. Das Importieren erfolgt via Google Docs - das heißt, dass man im Vorfeld die Vokabeln aus seinem Vokabelnprogramm dorthin exportieren muss.
Ich benutze den "Vokabel Trainer 5.0" für Windows. Damit habe ich meine Vokabeln als .CSV-Datei exportiert, bei Google Docs ein neues "Spreadsheet" angelegt, habe dann auf "Datei"/"Importieren" geklickt und meine Vokabeln hochgeladen.
Beim ersten Start der App ist diese leider wenig intuitiv: Man wird mit einer kurzen Anleitung begrüßt, die allerdings ein wenig verwirrend ist, weil nicht klar ist, wie man in das eigentliche Menü des Trainers kommt. Tipp: "Zurück" drücken!
Danach muss man im Menü unter den Einstellungen seine Google-Zugangsdaten eingeben. Das hat mich sehr gestört! Es gibt sicherere Authentifikationsmethoden, bei denen ich mein Passwort nicht preisgegen muss.
Danach lassen sich Vokabellisten importieren. Dazu tippt man auf "Neuen Trainer importieren". Die App braucht eine Weile, um die Tabellen aus Google Docs zu laden, danach kann eine Tabelle ausgewählt werden.
Es folgt ein übersichtlicher Assistent, der beim korrekten Importieren der Tabelleninhalte hilft.
Am Ende des Assistenten landet man wieder im Hauptmenü. Die soeben importierten Karteikarten werden nun angezeigt.
Tippt man auf diesen Eintrag, wird man vor folgende Möglichkeiten gestellt:
- Trainer starten
- Mit getauschten Seiten starten
- Power Learning
- Listen Training
- Status / Fortschritt
- Aktualisiere von Google Docs
- Text-Zu-Sprache
- Suchen
- Einstellungen des Trainers
- Trainer löschen
Die Funktion "Trainer starten" könnte simpler nicht sein - es wird die "Vorderseite" einer Karte präsentiert. Es gibt kein Eingabefeld für den Versuch einer Übersetzung. Dies ist zunächst ungewohnt, jedoch durchaus sinnvoll - auf der Handytastatur Vokabeln einzutippen raubt Zeit und ist bei Sprachen wie Französisch aufgrund der Akzente in manchen Fällen gar nicht möglich.
Mit einem Wisch von Rechts nach Links blendet man die richtige Übersetzung ein. Es folgt die Frage, ob die Übersetzung im Kopf richtig war.
Bei einer richtigen Antwort gilt die Karte für eine "Ebene" / Lernphase als erledigt und wird eine Ebene höher gestellt. Bei einer falschen Antwort landet die Karte wieder in der ersten Ebene.
Nach der Ebene 6 gilt eine Karte als gelernt.
Bei der Funktion "Mit getauschten Seiten starten" handelt es sich um die gleiche Funktion, wie "Trainer starten", mit dem Unterschied, dass man zuerst die Rückseite einer Karte sieht.
"Power Learning" bedeutet, dass man eine Karte mehrfach richtig beantworten muss, damit sie in die nächste Ebene kommt.
In allen dieser 3 Lernmodi lässt sich über "Menü" der Auto-Modus aktivieren. Dabei wird die zuerst gezeigte Karte vorgelesen. Standardmäßig folgt dann eine zwei-sekündige Pause, diese kann man in den Einstellungen verlängern oder verkürzen. Danach wird die andere Seite der Karte vorgelesen, und es wird gefragt, ob die gedachte Antwort richtig oder falsch war.
Im "Listen Training" kann man sich die Vokabeln ohne Abfrage zum Lernen ansehen.
Auch für das Anzeigen des aktuellen Fortschrittes gibt es einen Menüpunkt. Hier wird die Anzahl der Karten in den jeweiligen Ebenen angezeigt. Außerdem kann man hier Zeitlimits zurücksetzen, falls man Vokabeln im normalen Trainingsmodus mehrfach üben möchte. Außerdem kann man hier gezielt spezielle Ebenen trainieren.
Auch der Trainingsstatus lässt sich hier exportieren, sowie importieren.
Nutzt man die Funktion der Aktualisierung von Google Docs, sollte man vorher UNBEDINGT seinen Trainingsstatus exportieren - dieser wird bei dem Neuabruf der Vokabelliste aus Google Docs nämlich ohne Warnung verworfen.
Im Menüpunkt Text-Zu-Sprache kann man die Sprachen der Kartenseiten einstellen - macht man dies, kann man sich die Aussprache einer Karte beim Trainieren anhören. Ob dies sprachlich korrekt funktioniert, kann allerdings nicht garantiert werden. Es wird die installierte TTS-Methode verwendet. Meistens ist dies die offizielle Google TTS-Methode. Ich nutze "eSpeak-TTS".
Die Funktion des Bereichs "Suchen" ist offensichtlich. Hier kann man nach bestimmten Karteikarten / Vokabeln suchen und sich die Übersetzung anzeigen lassen.
In den "Einstellungen" lassen sich individuelle Einstellungen für die ausgewählte Lektion / des ausgewählten Trainers festlegen, die von den allgemeinen Einstellungen abweichen dürfen.
Die letzte Funktion ist ebenfalls selbsterklärend - hier lässt sich der Trainer löschen.
In den allgemeinen Einstellungen des "Vokabeltrainer für Google Docs" lässt sich der Import von Bildern aus Picasa zum Lernen aktivieren. Außerdem lassen sich die Wartezeit für den Auto-Modus, die Ebenen-Wartezeit, die Schriftgröße, sowie die Displayorientierung ändern.
Fazit: Die App ist nützlich und funktionsreich. Wer auf der Suche nach einer recht flexiblen Lösung für das mobile Vokabellernen ist, sollte sich diese App besonders aufgrund der Google Docs-Funktion mal ansehen!
Ich habe die App seit ein paar Tagen und finde sie super- oberklasse!!! Habe auch mit Griechisch keine Probleme! Gäbe es im Bewertungssystem nicht nur 5 sondern auch 10 Sterne, hätte die App sie auch verdient.
(Auch nutzbar für Geschichtszahlen und -ereignisse, Chemieformeln usw. usw. nur brauche ich sie dafür nicht mehr.)