Testgerät: Samsung Galaxy Nexus
Androidversion: 4.2.1
Root: Nein
Modifikationen: Nein
Wie meine Einleitung vielleicht vermuten lässt, spiele ich Tower Defense schon seit einiger Zeit. Für Zwischendurch ist diese Art von Spiel meiner Meinung nach perfekt und eignet sich wunderbar, um einfach mal abzuschalten. Auf der Suche nach einem kostenlose Tower Defense-Spiel, welches meinem bisherigen Favoriten Fieldrunners möglichst nahe kommt, bin ich schließlich auf Tower Defense gestoßen. Dabei wurde ich im Nachhinein immer wieder positiv überrascht, bot Tower Defense doch mehr als ich ursprünglich erwartet hatte.
Leider ist es mir nachträglich nicht mehr möglich, einzusehen wie groß der Download zu Tower Defense war. Außerdem variiert die Größe je nach Gerät – auf meinem Nexus belief sich der Download jedoch auf 20-30 MB, was für ein solches Spiel nichts Besonderes ist. Nach der Installation nimmt die App auf meinem Gerät rund 27 MB ein. Zusammen mit den zusätzlichen Daten belegt Tower Defense jedoch rund 60 MB meines Speicherplatzes. Außerdem fordert die App einige Berechtigungen, darunter “laufende Anwendungen abrufen”, “Telefonstatus lesen und identifizieren” und “bekannte Konten suchen”. Während “Telefonstatus lesen und identifizieren” oftmals aufgrund der eingeblendeten Werbung benötigt wird, ist mir nicht ersichtlich, weshalb Tower Defense Zugriff auf Informationen zu laufenden oder kürzlich ausgeführten Anwendungen benötigt. Die Berechtigung “bekannte Konten suchen” hingegen ist soweit unbedenklich, da eine entsprechende Funktion in der App zu finden ist (Einloggen mit einem Com2uS-Account zur Sicherung der Spielstände).
Das Tower Defense zu Grunde liegende Spielprinzip ist sehr simple und schnell erklärt. Bei Tower Defense geht es darum, die eigene Basis gegen eine Vielzahl verschiedener Feinde zu verteidigen. Dabei nimmt die Intensität der Angriffe von Angriffswelle zu Angriffswelle immer weiter zu. Jedoch können die feindlichen Einheiten nur auf einem festgelegten Weg vordringen, was einen Unterschied zu Tower Defense-Spielen wie Fieldrunners darstellt, in welchen die Türme selber eine Blockade darstellen – man bestimmt durch den Bau der Türme den Weg, welchen die Gegner nehmen. Die Aufgabe des Spielers besteht nur darin, entlang des festgelegten Weges verschiedene Arten von Türmen zu errichten, um die Angreifer abzuwehren. Verschiedene Türme haben verschiedene Stärken und Schwächen. Nur wer die unterschiedlichen Türme geschickt platziert und kombiniert kann gewinnen.
Tower Defense bietet drei unterschiedliche Spielmodi:
- Campaign (Kampagne)
- Challange (Herausforderung)
- Special Missions (Spezialmissionen)
In der Kampagne spielt man die Eroberung des fremden Planeten, welche aus rund 40 verschiedenen Levels in fünf verschiedenen Spielwelten besteht. Die hinter dem Spiel stehende Geschichte wird nach und nach mit Hilfe von “Comics” erzählt, was das Spiel durchaus bereichert. Hinzu kommt, dass regelmäßig verschiedene Ziele erreicht werden müssen. So kann es vorkommen, dass ein Level erst dann geschafft ist, wenn man eine bestimmte Anzahl an Rohstoffen gesammelt hat. Bei immer stärker werdenden Wellen und einem immer größer werdenden Bedarf an Türmen keine einfache Sache! Daneben kann das Ziel einen Levels auch sein, die Gegner abzuwehren und sich gleichzeitig bis zum Endgegner vorzukämpfen, um diesen zu besiegen. Jedes Level bringt Abwechslung und so macht das Kampagnenspiel auch über einen längeren Zeitraum Spaß.
Im Herausforderungsmodus hingegen kann man selber verschiedene Karten und somit auch Ziele auswählen. Jedoch muss die Vielzahl der möglichen Herausforderungen erst durch das Abschließen verschiedener Level der Kampagne freigeschaltet werden. Hier findet man beispielsweise auch die Herausforderung “Open Field”, welche sich durch ein offenes Feld (wie der Name schon sagt) auszeichnet und somit dem Prinzip, welches hinter Fieldrunners steht, sehr nahe kommt.
Die Special Missions sind auf zwei Missionen begrenzt, welche durch sehr unterschiedliche Karten beziehungsweise die unendliche Verfügbarkeit von Spezialwaffen (mehr dazu unter Bildschirm & Bedienung) charakterisiert werden.
Insgesamt gibt es neun verschiedene Türme mit verschiedenen Attacken, welche jedoch erst im Laufe des Spiels nach und nach freigeschaltet werden. Außerdem muss man sich gegen insgesamt zehn verschiedene feindliche Einheiten verteidigen, welche alle ihre Stärken und Schwächen haben. Daneben gibt es die sogenannten Spezialwaffen, welche oftmals die letzte Rettung darstellen. Mehr zu der Bedienung und der einzelnen Türmen habe ich unter Bildschirm & Bedienung zusammengefasst.
Eine interessante Funktion stellt außerdem der “Data Upload” beziehungsweise “Data Download” dar. Dieser erlaubt es, seine Spielstände extern auf den Com2uS-Servern abzuspeichern. Dazu ist jedoch ein entsprechender Account nötig. Natürlich können auch die Sounds und Musik ein- und ausgeschaltet werden - zum Glück! Schließlich klingt das Schießen der Türme gegen Ende eines jeden Levels für mich sehr nach Anfänger-Trommelkurs und geht einem irgendwann etwas auf die Nerven.
Zwischenfazit
Die Möglichkeiten, welche Tower Defense bietet sind wirklich gelungen. Die verschiedenen Spielmodi sorgen für Abwechslung und auch längeres Spielen macht aufgrund der verschiedenen Herausforderungen und Zielsetzungen echt Spaß! Der Spielumfang ist groß genug, um auch langfristig für Spaß zu sorgen.
das spiel maht total süchtig 5 sterne