Wie bei jedem Testbericht zu ortsabhängigen Datensätzen - wie zum Beispiel dem Wetter - weise ich auch bei Eye In Sky Weather daraufhin, dass die Bewertung der Zuverlässigkeit einer solchen Applikation, zumindest in objektiver Art und Weise, nur schwer zu bewerkstelligen ist. Zu oft passiert es, dass die gleiche Applikation an Ort A sehr gute Vorhersagen ausgibt und an Ort B teilweise doch deutlich daneben liegt. Dies liegt nicht einmal unbedingt an der jeweiligen Applikation. Viel eher basieren die Vorhersagen auf den bezogenen Daten von Wetterdiensten. Ich muss jedoch auch zugeben, dass die Daten sowohl in London, als auch in Heidelberg, nicht immer der Realität entsprachen. Hier wäre es aus Sicht der Funktionalität eventuell ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man dem Nutzer die Möglichkeit gewährt aus einer Liste von Datensätzen auszuwählen und somit die Applikation auf die eigene Umgebung anzupassen.
Generell lässt sich jedoch bei Eye in Sky Weather festhalten, dass die Funktionalität nicht auf ganzer Linie überzeugen kann. Man kann sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass nur die rudimentärsten Funktionen einer Wetter-Applikation angeboten werden. Man kann sich das heutige Wetter, das Wetter der nächsten 15 Tage und der nächsten 48 Stunden anzeigen lassen. Das war es auch schon!
Bei all den oben genannten Vorhersagen ist noch die Regenwahrscheinlichkeit eingebaut. Mit einem Klick auf die jeweilige Anzeige erhält man dann noch eine Aussage über die „gefühlten“ Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und den Luftdruck.
Dieses Grundgerüst mag für viele Nutzer reichen, aber Funktionen wie eine stündliche Vorhersage, Benachrichtigungen bei Unwetter oder Live-Satellitenbilder sind schlicht und ergreifend nicht vorhanden.
Als Tester steht man bei Eye in Sky Weather vor einer schwierigen Entscheidung: Wie bewertet man eine Applikation, welche nur die nötigsten Funktionen einer Kategorie einbaut? Wie bewertet man eine Applikation, welche aus funktionaler Sicht nur das Fundament bedient und jegliche Zusatzfunktionen komplett weglässt?
Zwar bietet Eye in Sky Weather vier sehr interessante Widgets, aber wie bereits weiter oben erwähnt fehlt die Auswahl der Wetterdienstleister und auch die Vorhersagen innerhalb der Applikation laufen eher auf Sparflamme. Man wird bei Eye in Sky Weather das Gefühl nicht los, dass hier ein wenig zu sehr auf eine minimalistische Präsentation Wert gelegt wurde. Ich persönlich vertrete oft das Motto „Weniger ist (manchmal) mehr“, aber wie gesagt nur manchmal. Eine sehr gute Wetter-Applikation sollte reichhaltige Informationen über die bevorstehenden Gezeiten anbieten. Und allein die Tatsache, dass die Beschreibung der Funktionen in diesem Testbericht knapp so lang ist wie die Diskussion der Bewertung spricht Bände.
Fazit:
Eye in Sky Weather ist noch gut. Ich spreche hier explizit von „noch gut“, da die Applikation wie weiter oben erwähnt nur die nötigsten Informationen rund um das Wetter anbietet. Unwetterwarnungen, Satellitenbilder, verschiedene Wetterdienste oder auch ein schneller Vergleich zwischen zwei Standorten sind nicht möglich und gehen Eye in Sky Weather ab. Jedoch bietet die Applikation im Gesamtpaket mit den Widgets noch eine ausreichende Funktionsvielfalt. Luft nach oben ist trotzdem vorhanden.
Im Testzeitraum hat sich auch gezeigt, dass eine ständige Aktualisierung der Daten an der vorhandenen Datenmenge und am Akku ziehen kann beziehungsweise zieht. Mein Tipp wäre es den Daten- und Akkuverbrauch für einen Tag individuell zu testen und gegebenenfalls die Aktualisierungshäufigkeit einzustellen.
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