Testgerät: Samsung Galaxy Nexus
Androidversion: 4.2.1
Root: Nein
Modifikationen: Nein
Selber Musik zu machen ist einfach eine tolle Sache. Als selber aktiver Musiker würde ich kaum darauf verzichten können. Doch aus selbigem Grund schaue ich auch etwas lächelnd auf meinen heutigen Testkandidaten. Musik machen durch hin- und herschieben von Symbolen? Klingt zunächst einmal etwas simple und nicht viel versprechend. Im Endeffekt lag ich mit dieser Meinung wohl durchaus falsch.
Doch zunächst einmal ein paar Worte zur App. Der Download umfasst rund 6 MB, was wohl vor allem an den recht qualitativen Samples liegt. Außerdem werden einige Berechtigungen wie voller Netzwerkzugriff oder Deaktivieren des Standbys erfordert, welche jedoch nicht bedenklich sind. Somit steht dem Musikvergnügen nichts mehr im Wege.
GrooveGrid folgt einem einfachen Prinzip: Schiebe die vorhandenen Instrumente auf die Motive, um die verschiedenen Samples zu starten. Dabei kann man beliebig kombinieren und so die unterschiedlichsten Songs “zusammenstellen”.
Die Grundapp bringt den Song “Ignition” mit, welcher in der Beschreibung der App als „neue Rock-Offensive” beschrieben wird. „Treibende Beats, groovende Basslines” und „tonnenschwere Gitarren” sollen Dir zum Gig deines Lebens verhelfen! Na dann wollen wir doch mal schauen.
Nach dem Start der App befinden sich alle Instrumente in der Ausgangsstellung, nämlich dem grauen Feld in der Mitte, um welches herum die unterschiedlichen musikalischen Motive angeordnet sind. Hinter jedem Motiv stehen qualitativ hochwertige Samples, welche meine Erwartungen deutlich übertreffen. Erwähnen sollte ich an dieser Stelle auch, dass alle Motive laut Entwickler extra für GrooveGrid komponiert worden sind. Somit ist schon mal für ein gutes Klangerlebnis gesorgt!
Jedes Instrument kann auf jedes Motiv gesetzt werden, wodurch unzählige Kombinationen möglich sind und somit auch viele verschiedene Song-Varianten. Und auch Nutzer mit geringem musikalischem Vorwissen sollten mit GrooveGrid keine Schwierigkeiten haben, denn egal wie man die Instrumente setzt – es klingt immer gut! Daneben kann die Lautstärke jedes Instruments verändert werden, so dass auch immer der perfekte Mix möglich ist.
Natürlich ist “Ignition” nicht der einzige verfügbare Song. Über den PlayStore kann man weitere Songs erwerben, beispielsweise den Track “groove digga mc”.
Fazit
Die App GrooveGrid ist natürlich nicht besonders umfangreich. Ein Song, zehn verschiedene Motive, vier Instrumente. Doch auch wenn ich es anfangs für unwahrscheinlich hielt – GrooveGrid hat mir tatsächlich echt Spaß gemacht, und das, obwohl ich selber viel Musik mache. Zwar würde ich GrooveGrid eher irgendwo zwischen Spiel und Musik-App anordnen, da man ja nicht sehr viel mehr macht als unterschiedliche Motive miteinander zu kombinieren, doch vielleicht hat mir die App gerade deswegen so gefallen. Und dank der qualitativ guten Samples kann man auch lange mit der App spielen, ohne dass man sich die Ohren ruiniert. Leider verliert man jedoch auch schnell das Interesse, sobald man ein wenig kombiniert und rumgespielt hat. Weitere Songs, welche nicht erst zusätzlich erworben werden müssen, sondern von Anfang an schon in der App integriert sind würden dem entgegenwirken. Effekt-Layer, welche man über die Instrumente legt, würden die App meiner Meinung nach zusätzlich bereichern. Da die App insgesamt aber wirklich gelungen ist, vergebe ich 3 Sterne.
Neueste Community-Kommentare
bisschen langweilig auf dauer
Wofür soll die App sein?
Ohne Aufnahme macht das nicht lange Spaß.
Ansonsten sehr cool realisiert.