Testgerät: Samsung Galaxy Nexus S
Android-Version: 2.3.6
„Ein Spiel für alle, die das Universum lieben“? Da bin ich aber mal gespannt. Space Guru Full, das hört sich auf jeden Fall ganz schön esoterisch an, aber was wäre das hier für ein Testbericht, wenn ich die App nach ihrem Namen beurteilen würde? Also nichts wie ran an den Download und die Installation, 8,38 MB insgesamt sind recht schnell herunter geladen und auch die Zugriffsrechte für die Anwendung sind in Ordnung. Dann will ich doch mal sehen, was mich im „Weltall“ so erwartet.
Erste Schritte:
Nach der Installation lande ich direkt auf dem recht unspektakulären Hauptbildschirm, der von ziemlich sphärischem Trance-Techno begleitet wird. Über dieses Hauptmenü kann ich ein neues Spiel starten, auf Konstellationen zugreifen (mehr dazu später), mir meine Errungenschaften und Statistiken anschauen oder ins Hilfe-Menü gelangen. Da sich unter „Constellations“ noch nichts befindet (diese werden im Laufe des Spiels freigeschaltet) schaue ich mir kurz die Hilfe an. Dort finden sich dann wie erwartet Informationen zum Spiel selbst, aber auch strategische Tipps, Erklärungen zu den Konstellationen, Belohnungspunkte und zu einer Sache, die sich Qi Schedule nennt. Aber eins nach dem anderen. Um was geht es überhaupt bei Space Guru, außer um das Weltall? Hier das Ziel des Spiels, wie die Entwickler es beschreiben:
„In diesem Spiel müssen Sonnen miteinander verschmolzen werden, wodurch Qi gewonnen wird, mit dem dieGalaxis erleuchtet wird. Die Sonnen bestehen aus bis zu fünf verschiedenen Elementen und werden am Rand des Bildschirms kreiert. Die fünf Elemente sind Blau, Rot, Gelb, Lila und Grün. Fusioniert werden können Sonnen die entweder
- kein gemeinsames Element oder
- genau die gleichen Elemente besitzen
Versucht man, Sonnen miteinander zu verschmelzen, die nur eins oder manche Elemente gemeinsam haben, werden diese instabil und verwandeln sich nach einer Zeit in Chaos-Energie, welche die Galaxie zerstört.“ Ich könnte also Galaxien zerstören. Na dann will ich mal lieber nicht versuchen, diese Sonnen miteinander zu verschmelzen. Was gibt es sonst noch zu wissen? Hier die anderen Features des Spiels:
- 48 Galaxien, jede mit ihrer eigenen Herausforderung
- 8 Schwierigkeitsgrade
- viele verschiedene Sonnen
- "Konstellationen, mit denen man die Götter um Hilfe bitten kann, wenn es schwierig wird (aha, dafür sind also die Konstellationen da)
- zahllose Errungenschaften, für die man Punkte erhält. Diese Punkte können genutzt werden, um Konstellation zu verbessern
Am Anfang stehen vier Schwierigkeitsstufen zur Auswahl: Very Easy, Easy, Normal und Hard. Vier weitere Schwierigkeitsstufen (Harder, Very Hard, Too Hard und Enlightened) stehen zur Auswahl, wenn eine bestimmte Anzahl von Galaxien erleuchtet wurde. Ich starte ein Spiel auf Normal.
Das Spiel verstehen
Sehr gut, die Musik wechselt im Spiel von dem doch recht gewöhnungsbedürftigen Trance am Anfang zu wesentlich angenehmerem Ambient. Gefällt mir gut und passt noch besser zu Space Guru.
Level 1: Fusionieren
Hier wird nun nochmal kurz und knapp der Spielablauf erklärt. Um zwei Sonnen miteinander zu verbinden (im ersten Level sind es zwei gelbe) muss ich mit dem Finger einfach eine Verbindungslinie zwischen diesen zeichnen. Los geht’s. Ist ja total einfach. Hat man die Linie gezeichnet, ziehen die beiden Sonnen sich gegenseitig an und verschmelzen miteinander. Dies passiert auch, wenn die Sonnen in unmittelbarer Nähe zueinander stehen. Sobald die Sonnen miteinander fusionieren, wird Qi freigesetzt (dargestellt als Zahl in der rechten oberen Ecke). Wie viel Qi notwendig ist, um eine Galaxie zu erleuchten, sieht man an der Zahl in der linken oberen Ecke.
Level 2: Novas
Sobald eine Sonne vier Elemente hat, verwandelt sie sich in eine Nova und deren Qi wird in die Galaxie freigesetzt. Je größer die Nova (je mehr Sonnen in ihr stecken) desto mehr Qi. Klingt sinnvoll. Um eine Nova zu kreieren, müssen Sonnen mit verschiedenen Farben erschaffen werden. Easy.
Level 3: Jetzt wird's ernst
Wie bereits erwähnt, können bei Space Guru nur bestimmte Sonnen miteinander verschmolzen werden, um nicht instabil zu werden. Sollte man doch einmal versuchen, die falschen Sonnen miteinander zu verbinden, muss man diese mit anderen Sonnen kombinieren, damit diese sich wieder beruhigen. Na gut. Das passiert mir natürlich gleich ein paar Mal, aber mein Fehler lässt sich tatsächlich schnell beheben, indem ich die instabilen Sonnen mit gleichfarbigen bzw. komplett anderen Sonnen verschmelze.
Level 4 widmet sich ganz dem Umgang mit vier Elementen und verdeutlicht, wie sich die einzelnen Farben zueinander verhalten.
Level 5: Supernovas
Was, noch mehr? Ok. Wenn eine Sonne fünf Farben hat wird sie zur Supernova und setzt noch mehr Qi frei. Tolle Sache.
Das war das Tutorial, danach geht es dann endlich richtig los. Nach etwas längerem Spielen wird schnell deutlich, dass es hier nicht nur darum geht, schnell irgendwelche passenden Farben miteinander zu kombinieren, sondern dass man die ganze Sache auch taktisch angehen muss, um dadurch mehr Punkte zu erreichen und besser abzuschneiden. So sollte man erst einmal versuchen, mehrere gleiche Farben miteinander zu kombinieren, bevor man eine Nova oder eine Supernova kreiert. Manchmal ist das gar nicht so einfach, da die Sonnen auch gerne schnell mal eine Sonne andere Farbe schlucken, wenn diese in der Nähe ist. Zerstört man mal versehentlich eine Galaxie (glücklicherweise ist das nur ein Spiel) muss man nicht wieder ganz am Anfang loslegen, sondern kann am letzten bewältigten Level weiter machen.
Nach und nach gibt es verschiedene Aufgaben zu meistern, wodurch Space Guru Full vor allem nach längerem Spielen immer interessanter wird (wie z.B. „Erleuchtungs-Barrieren, bei denen man zu einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel möglichst viel Qi freisetzen muss, neue spezielle Sonnen uvm.).
Und dann tauchen auch endlich die Konstellationen auf. Mittels verschiedener Zeichengesten können einfache Sternenbilder aufgerufen werden. Das Sternenbild „Schildkröte“ etwa sorgt dafür, dass die „Götter“ das gesamte Spiel verlangsamen. Um eine Konstellation zu aktivieren, muss während dem Spiel einfach doppelt auf den Bildschirm getippt werden, danach kann man die Konstellation mit dem Finger zeichnen. Jede Konstellation ist nur begrenzt verfügbar. Wie oft wird gezeigt, wenn man in den Zeichenmodus gelangt. Konstellationen können durch Punkte verbessert werden, die man während des Spiels erhält.
Fazit:
Auch wenn der Name doch sehr esoterisch klingt und die Musik einen schon recht eigenen Geschmack trifft, ist Space Guru Full ein sehr unterhaltsames und vor allem eigenes Spiel, das mit der Zeit ziemlich anspruchsvoll wird. Neue Funktionen und Aufgaben sorgen dafür, dass Space Guru auch nach längerem Spiel unterhaltsam und aufregend bleibt. Anfangs mag das das Beschriebene vielleicht etwas viel klingen, doch wenn Ihr es erst selbst ausprobiert habt, werdet Ihr schnell merken, dass das eigentlich gar nicht so kompliziert ist. Vor allem dadurch, dass jede Funktion Schritt für Schritt erklärt wird und man ansonsten auch immer im Hilfe-Menü nachschauen kann, bleibt immer alles unter Kontrolle und Galaxien können gekonnt gerettet werden.
Super, macht auch langsfristig Spaß