Testgerät: Samsung Galaxy Nexus
Android-Version: 4.0.2
Mods: Root
Chrome (Beta) setzt Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) oder höher voraus.
Beim ersten Start des Browsers wirst du dazu aufgefordert, dich mit deinem Google-Konto anzumelden, um die Synchronisierung mit deinem Desktop-Browser zu ermöglichen. Das Einloggen ist allerdings keine Pflicht, aber natürlich empfehlenswert.
Synchronisiert werden unter anderem deine Lesezeichen und der Browserverlauf. Nützlich ist auch, dass man automatisch bei den Google-Diensten angemeldet wird, ohne die Kontodaten eingeben zu müssen. In den Optionen kannst du dies aber auch unterbinden.
Nun komme ich aber zum „Browsen“ selbst. Oben befindet sich eine Leiste mit drei Bedienelementen: Der URL-Bar, dem Knopf für die Tab-Übersicht und eine Menütaste, hinter der sich weitere Optionen verbergen. An der URL-Bar, die gleichzeitig auch eine Suchbar ist, hat sich nichts geändert, an der Tab-Übersicht allerdings schon. Die Tabs werden mit einer kleinen Animation eingeblendet. Dann sieht du große Vorschaubilder der Tabs, und zwar immer so groß wie möglich, sodass aber trotzdem alle geöffneten Tabs auf einen Blick zu sehen sind. Beim Scrollen schieben sich dann die Tabs übereinander, wieder also eine schöne Animation. Interessant finde ich, dass ich trotz der vielen Animationen nicht den Eindruck habe, dass die App mit Animationen überladen wäre.
Wenn man einen neuen Tab öffnet, erscheint eine Seite mit drei Knöpfen am unteren Ende. Ganz links sind die am häufigsten aufgerufenen Seiten, in der Mitte die Lesezeichen, und ganz rechts eine der wohl coolsten Funktionen der Chrome Beta: Alle offenen Tabs am PC. Du musst schnell los und hast keine Zeit, dir alle Links per Email aufs Handy zu schicken? Kein Problem! Einfach die Chrome Beta geöffnet, und schon siehst du alle geöffneten Tabs und kannst weitermachen, wo du zuhause stehen geblieben bist.
Einen Inkognito-Tab kann man übrigens auch öffnen. Alles was du in diesem aufrufst, wird nicht protokolliert.
Zwischen Tabs kannst du übrigens auch noch einfacher wechseln. Dazu musst du einfach mit dem Finger von einer Seite zur anderen wischen. Beachte dabei, dass dein Finger direkt vom Rand kommen muss.
Sehr schön finde ich auch, wie das tippen auf kleine Links gelöst wurde. Tippst du auf einen Bereich mit vielen kleinen Links, öffnet sich eine Vergrößerung des Bereichs. Dann kannst du ohne Probleme den Link antippen, den du aufrufen wolltest.
Cool ist, dass der Browser viele Funktionen von HTML5 unterstützt, unter anderem eingebundene Videos!
Lediglich einen kleinen Nachteil hat der Browser: Adobe Flash wird nicht unterstützt. Daran ist aber nicht Google Schuld, sondern Adobe, die die Entwicklung mobiler Versionen von Flash eingestellt haben. Durch die immer stärkere Verbreitung von HTML5 sollte dies allerdings kein Problem darstellen. Ich selbst habe den Flash Player auch vorher nicht genutzt, da sinnvolle Inhalte meist in HTML5 verfügbar sind und der Flash Player zum Großteil nur animierte Werbeeinblendungen ermöglichte. Daher gibt es dafür auch keinen Punktabzug.
Punktabzug gibt es aber dafür, dass es auf Tablets nicht möglich ist, automatisch die Desktop-Version einer Seite aufrufen zu lassen. Zudem gibt es keine Möglichkeit, eine echte Startseite einzurichten. Danke an Nica und Christian Beckers für die Rückmeldung!
Fazit: Das waren die Hauptfunktionen des Browsers. Ansonsten ist die Chrome Beta dem normalen Android-Browser aus Ice Cream Sandwich sehr ähnlich. Mich haben die Funktionen fast vollständig überzeugt. Bis ein mobiler Browser die Chrome Beta übertrumpfen kann, wird es wohl einige Zeit dauern!
Rudi
leider erst ab 4.0 nutzbar. muss also noch etwas warten bis das update beim sgs2 kommt ;-)